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Jecke stehen im Kamelle-Regen

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„Met Häzz on Schwong fiert met Uch ne Öcher Jong”: Am Rosenmontag war Prinz Wolfgang I. (Guckland) großer Tag, in der Kreuzauer City jubelten ihm mehr als 30.000 Jecke zu. Dafür ließ er die Kamelle auch mit vollen Händen auf sein närrisches Volk herabregnen. Foto: Andreas Bongartz

Kreuzau. Was ist denn schon so ein bisschen Schnee und Eis? Auf jeden Fall kein Hindernis für die Kreuzauer Karnevalisten. Die feierten am gestrigen Rosenmontag mit ihrem großen Karnevalszug wieder den Höhepunkt des Straßenkarnevals, und mehr als 30.000 Zuschauer feierten mit ihnen.

Denn Petrus zeigte sich den Jecken wohlgesonnen: Nach Tagen unablässigen Schneefalls gab es zum Zug der KG „Ahle Schlupp” keinen Niederschlag mehr. Lediglich Kamelle regnete es.

Und zwar gleich tonnenweise: Prinz Wolfgang I. (Guckland) und die übrigen rund 1200 Teilnehmer des närrischen Lindwurms teilten die Süßigkeiten mit vollen Händen aus, das närrische Volk jubelte ihnen zu.

Damit der mehr als 1,5 Kilometer lange Rosenmontagszug wieder seinen Weg durch die Ortschaft nehmen konnte, hatte man in Kreuzau seit fünf Uhr morgens die Straßen geräumt. „Ahle Schluppe”-Präsident Peter Kaptain hatte zwar im Vorfeld des Rosenmontagszugs noch die Sorge, dass das Schneetreiben weiter anhalten würde, die „Schluppe” hatten aber Glück, sogar die Sonne ließ sich während des gut drei Stunden dauernden Umzugs blicken.

Das machte sich auch bei Zuschauern und Zugteilnehmern bemerkbar. Hatten die Kreuzauer vor Rosenmontag „nur” mit 1000 Teilnehmern gerechnet, so wuchs der Zug kurzfristig auf 1200 Närrinnen und Narren an, darunter viele junge Leute, wie Peter Kaptain erfreut berichtet.

Was ihn natürlich besonders freut, sind die vielen Zuschauer. Der „Oberschluppe” meint, dieses Jahr weitaus mehr Jecke am Straßenrand ausgemacht zu haben. Die Leute sind „auch länger geblieben, viele haben sich den Zug zwei, drei Mal angeguckt”, so Peter Kaptain. Als es im vergangenen Jahr geregnet hat, sei das noch anders gewesen. Wind und Regen, das sind die Feinde der Karnevalisten. Schnee und Eis nehmen sie jedoch gelassen. Oder wie Peter Kaptain sagt: „Bei so vielen strahlenden Menschen ist die Kälte kein Problem.”
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