Deiters

In jeder Pose eine gute Figur

Von: Marie-Luise Otten
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Lustiger Spaß: Präsident Manfred Essmajor muss mitmachen bei den Atscher Pänz. Foto: Marie-Luise Otten

Stolberg. Riesenstimmung herrschte im Rolandshaus bei der Kostümsitzung der Karnevalsgesellschaft „Mölle” und das, obwohl von den knapp zwanzig Programmpunkten nur ein Viertel von Profis stammte. Der Rest wurde aus den eigenen Reihen bestritten. Hier hatte Präsident Manfred Essmajor nicht zu viel versprochen.

Die Nachwuchsförderung hatte sich in jeder Hinsicht gelohnt, denn was die einzelnen Tänzerinnen zum Besten gaben, verdient hohe Anerkennung.

Pünktlich zehn Minuten vor Acht marschierte die komplette Karnevalsgesellschaft unter Begleitung der Donnerberger Trompetenbläser auf die Bühne. Bei dem Einmarsch war auch der sympathische Stolberger Prinz Michael I. mit kleiner Abordnung dabei, so dass die Bühne eigentlich schon zu klein war. Tollität wusste mit seinen Liedern das Publikum für sich einzunehmen. Aber auch die Trompetenbläser unter Leitung von Rolf Brück heizten richtig ein.

Schlager im Viervierteltakt

Bekannte Karnevalsschlager im Drei- und Viervierteltakt luden zum Mitsingen, Klatschen und Schunkeln ein. Dann präsentierten sich die jüngsten Mölle-Kids, Jacqueline und Nadine, gefolgt von Kinderprinz Maurice I.

Auch Nikola Keller, die Kindermarie, gab ihre Vorstellung. Von den vielen Mühen und Durststrecken im Vorfeld war nichts mehr zu merken. Nach dem Abmarsch der Gesellschaft betrat das Duo „Alles Paletti” aus Köln die Bühne. Zwei Herren: einer, ein Gentleman an der Quetsch, der andere, ein Gemüsebauer aus dem Vorgebirge. Gesangliche Zwiegespräche und Opernpersiflagen zeugten von professionellem Können. Stimmgewaltig verliehen sie den kölschen Texten Ausdruck und das alles ohne Technik. Anekdoten über Schweinegrippe, Arbeitsamt und Pisastudie und die Geschichte „vom Ärpelsbuur zum Schnapsbrenner” brachten das Publikum zum Lachen.

Im zweiten Programmblock marschierte die Garde erneut auf. Jugendmarie Dana Drüner gab eine Kostprobe ihres Könnens. Als Ehrengäste begrüßte Kommandant Michael Rainartz die Atscher Pänz, die mit ihrer Vorstellung das Team der „Dance Revolution” ergänzte. Handstand, Spagat, Radschlagen und andere wirkungsvolle Sprungübungen zeigte Christina Wittland, das Schmuckstück der Gesellschaft und Liebling der Garde. Hier konnte man nur staunen, was eine frühe Förderung über viele so alles Jahre bewirken kann. Zurecht erhielt sie 2008 das „BDK-Treueabzeichen im karnevalistischen Tanzsport” in Silber.

Voll in Fahrt

Peter Kerscher vom Stammtisch der Kölner Karnevalisten begeisterte nicht nur ein Millionenpublikum in der ZDF-Sendung „Karnevallissimo” 2009, auch bei der KG Mölle hatte der Bauchredner mit seiner „Kuh Dolly” die Lacher auf seiner Seite. Als er voll in Fahrt war und statt der wuscheligen Dolly Präsident Essmajor seine Stimme lieh, musste sich das Publikum vor lauter Lachen den Bauch halten. Die Damenfraktion der KG Mölle entführte ins Märchenland, unter anderem mit Schneewittchen und den sieben Zwergen.

Auch die Männer des Elferrates und der Garde standen den Frauen in nichts nach, ob im Boxring, bei der Gymnastik im Fitnessstudio oder als Balletttänzerinnen mit Tutu. Ein Garant für kölsche Stimmung war die Gruppe De Halunke, die mit fetzigen Rocksongs aus der CD „Samba di Colonia” den Saal zum Toben brachte. Jecke Sachen machten wiederum die Mitglieder der KG. In einer Playbackshow traten einzelne als singender Schäfer, Tony Marshall oder Nena/Tina Turner auf, und alle zusammen sangen und tanzten sie als Les Humphries Singers bei Mamalou und Mexiko.

Star des Abends war zweifelsohne der Trompeter Lutz Kniep. Seinen professionell inszenierten Auftritt muss man erlebt haben. Mit Melodien, die einfach unter die Haut gingen, sorgte der hervorragend ausgebildete Solist für Stimmung und stürmischen Beifall bei den Gästen. Damit war der Abend aber noch nicht beendet. Den Schlusspunkt des „Vereins mit Niveau” bildeten Karl-Heinz Mertens, Achim Wellinghoff und Theo Reinartz als die drei Tenöre mit klassischer Musik: O Sole mio, Funiculi, funicula, Singing in the Rain und My Way waren nur einige der Lieder, die sie gekonnt zu Gehör brachten. Begeistert ließ sich das Publikum von diesen Ohrwürmern mitreißen. Stimmungsmacher Ingo bediente das Mischpult und sorgte jeweils für die passende Musik.
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