In diesem Jahr noch herkömmliche Plastikbecher

Von: Georg Dünnwald
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Aachen. Im Fastelovvend könnte demnächst ein Zeichen für den Umweltschutz gesetzt werden.

Dann nämlich, wenn statt Plastikbechern auf Erdölbasis solche aus Biokunststoff angeboten werden. Dass am Fettdonnerstag auf dem Markt und am Jonastor in Burtscheid weder Glasflaschen noch Trinkgläser erlaubt sind, wird allgemein begrüßt.

Auch junge Leute haben nichts dagegen, wenn an den Zugangssperren von Sicherheitskräften mitgebrachte Getränke in Plastikbecher umgeschüttet werden. Das hat den Vorteil, dass so gut wie keine Scherben mehr auf und um den Markt liegen. Und auch keine Flaschen mehr von alkoholisierten und deshalb übermütigen Halbwüchsigen geworfen werden, weshalb sich schon deshalb die Verletzungsgefahren stark reduziert haben. Plastikbecher sind das einzige, was den Jecken erlaubt ist.

Allerdings, herkömmliche Plastikbecher sind Produkte aus Erdöl. Und das wird erstens teuer und zweitens belastet es die Umwelt. Deshalb haben das Kölner Festkomitee und die Stadt Köln vereinbart, neue Wege zu gehen. Im kölschen Fasteleer werden statt Gläser auf dem Altermarkt und anderen innerstädtischen Feiermeilen nur noch Biokunststoff-Becher auf Pflanzenbasis serviert.

Eine Meldung, die sowohl Ordnungsamtschef Detlev Fröhlke wie auch Oecher-Penn-Kommandant Jürgen Brammertz aufhorchen lässt. Fröhlke: „Eine gute Idee, die werden wir prüfen. Aber in diesem Jahr werden wir es wahrscheinlich nicht mehr schaffen, Biokunststoffbecher anzubieten.” Brammertz kommentiert: „Ich bin für alles offen, was der Umwelt dient. Aber erst müsste ich die Becher mal sehen. Dass sie aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, ist sicher eine gute Sache.”

Die Stadgarde organisiert den Fettdonnerstag auf dem markt. Allerdings, schränkt Brammertz ein, müssten sich dann auch die Wirte, die auf dem Markt und in Burtscheid Bierstände betreiben, an der Ausgabe der Biobecher beteiligen. Bislang ist es Usus, dass die Gefäße, die an den Sicherheitsschleusen angeboten werden, von der Penn und der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Sigrid Krebs, Sprecherin des Kölner Festkomitees, lobt die Biobecher: „Wir haben eine Million geordert. Auch im Karneval müssen wir dem Umweltschutz Vorrang geben.” Sie behauptet, dass die Biobecher in nichts den herkömmlichen nachstehen.
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