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Heiserer Prinz und spektakuläre Hebefiguren bei den Weißröcken

Von: bab
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Spektakuläre Hebefiguren gab es bei den Weißröcken im Festzelt zu bestaunen. Foto: Barbara Berger

Lammersdorf. Während sich vor der Tür die Schneemassen türmten, war von frostiger Stimmung im Lammersdorfer Festzelt nichts zu spüren. Von der Eiseskälte unbeeindruckt, waren die feierlustigen Jecken zum großen Festzelt auf dem Dorfplatz gestapft. Angelockt worden waren sie von den Laimischter Bessemsbengern, die ihren närrischen Gästen „das Beste, was der heimische Karneval zu bieten hat”, zu kredenzen beabsichtigten.

Sie hatten nicht zu viel versprochen: Besonders die spektakulären Auftritte ließen das Spaßthermometer im großen Zelt am Dorfplatz von Minute zu Minute steigen.

Begrüßt wurden die Jecken aber zunächst von einem inzwischen ziemlich heiseren Prinz Peter I. (Wollgarten), der gemeinsam mit Moderator Thomas Matheis, Präsident der Laimischter Bessemsbenger, die große Familiensitzung am Karnevalssonntag eröffnete.

Während sich die Lammersdorfer Jecken im vollbesetzten Festzelt schon einmal warmschunkelten, machten sich Kinderprinz René I. (Johnen), dessen Pagen Marko (Graf), Julian (Jansen) und Max (Knops) auf den Weg zu Bühne. Begleitet wurden sie von den rot-berockten Fünkchen, den Nachwuchstänzerinnen der Funkengarde.

Unter dem mit hunderten bunten Ballons geschmückten Festzelthimmel bildeten sie den ersten tänzerischen Höhepunkt an diesem Nachmittag.

FC-Maskottchen Hennes

Seine Tollität René I. konnte sich anschließend ein Grinsen nur kaum verkneifen, schließlich hieß es für die Weißröcke nun, eines der von ihm bei seiner Proklamation aufgestellten Gebote zu erfüllen. „Wir tun nun das, was wir eigentlich am wenigsten können”, kokettierten diese, der Wunsch des Kinderprinzen sei ihnen aber natürlich Befehl. Eigentlich sollten sie nur lernen, die Hymne des 1. FC Köln zu intonieren. dass sie ihre Aufgabe aber so ernstnehmen würden, damit hatte wohl auch der Kinderprinz nicht gerechnet: Unter dem Gelächter des ganzen Zelts zogen sie einen durch und durch lebendigen und lauthals meckernden Hennes, oder besser gesagt ein „Double” des Kölner Geißbocks hinter sich auf die Bühne.

Die langen Zöpfe wirbeln

Nachdem Hennes Hinterlassenschaft von den Brettern entfernt worden war, flogen bei Kinderprinzenmariechen Alice Gebels Tanz die langen Zöpfe. Auch das große Prinzenmariechen Lisa Becker legte einen souveränen Auftritt hin, genauso wie die Kindergarde. „Mit den Kleinen trainieren wir erst seit Sommer”, erklärte Trainerin Ute Offermann sichtlich stolz, denn Nervosität war bei den Tänzerinnen nicht zu spüren.

Unruhe kam beim anschließenden Auftritt von Kenzo Noß und Anne Maaßen dann schon eher im Publikum auf, das bei den waghalsigen Hebefiguren des Funkentanzpaares den Atem anhielt. „So was hatten wir selten, die kleben ja förmlich unter der Zeltdecke”, staunte Thomas Matheis bei diesem Anblick.

Eindrucksvolle Choreographien scheinen den Laimischern ja geradezu im Blut zu liegen, wie sonst ist zu erklären, dass auch der nächste Auftritt das Publikum mitriss? Um dem Motto von Prinz Peter I., der Seefahrt, treu zu bleiben, schlugen die Weißröcke unter der Leitung von Ute Offermann den Bogen vom Schiffsdeck zum Wasserballett.

Zuerst mimten sie die Leichtmatrosen, angeführt von Popeye, um sich dann mit Badeanzügen und geblümten Badehauben in immer neuen Posen hinter einem blauen Tuch zu erheben. Lange haben sie dafür trainiert, gestanden die Weißröcke anschließend, um vom begeisterten Publikum prompt noch einmal „ins Wasser” gebeten zu werden.

An das Thema Seefahrt und Piraten hielt sich auch die 28-köpfige Showtanzgruppe „Dancefire”. Mit ihrer aufwändigen Darbietung zum Thema „Fluch der Karibik” und den eigens dafür von Natascha Mingers und Ute Offermann entworfenen und genähten Kostümen entführte die Truppe die Laimischer Jecken als krönenden Abschluss zu den sonnenverwöhnten Stränden des karibischen Meeres.

So aufgeheizt, konnte selbst der immer noch stetig rieselnde Schnee die nun entlassenen Lammersdorfer Narren nicht schrecken.
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