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Ganz Schevenhütte schwebt auf Wolke 7

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Bildete einen der tänzerischen Höhepunkte des Programms: Die Schevenhütter Showtanzgruppe „Starlights”. Foto: D. Müller

Stolberg-Schevenhütte. Zu ihrer großen Galasitzung mit gut fünf Stunden abwechslungsreichem Programm lud die CG Schevenhütte mit ihrem Präsidenten Lars Krüger am Samstagabend ein. Die „Hötter” feierten ausgelassen unter dem Motto „Schevhött Alaaf you - ein ganzes Dorf auf Wolke 7”. Und der Abend bot alles, was das Publikum einer Galasitzung braucht, um gehörig die fünfte Jahreszeit zu feiern. Traditionelle und alternative Elemente mischten sich und wurden durch einen guten Schuss Stimmung abgerundet, für den unter anderem „De Halunke” und die „Inde Rebellen” in gewohnt schwungvoller Manier sorgten.

Die CG Schevenhütte indes bewies sich ein weiteres Mal als sehr aktive Gesellschaft und präsentierte von stolzen 13 Programmpunkten fünf aus den eigenen Reihen.

Zum Auftakt tanzte Jugendmariechen Katrin Joussen und vertrat hinreißend die Juniorenabteilung der CG. In ihren traditionellen Uniformen begeisterte die Schevenhütter Gardetanzgruppe mit ihrem tänzerischen Können - und mit ihrem Gardekommandanten und Tanzoffizier in Wartestellung, dem kleinen Moritz Meisen, gerade einmal halb so groß wie die Tänzerinnen.

Die „Wehebach-Tussies”, seit zehn Jahren eine mittlerweile feste Institution im Schevenhütter Karneval, sind Mütter der tanzenden Kinder der CG. Als Ordensschwestern verkleidet eroberten sie die Sitzung zunächst mit ihrem „Sister Act”, bevor sie, mit üppigen Hüft- und Gesäß-Polstern versehen, die Gäste hoch humoristisch an den Zuckerhut entführten und ihre Interpretation vom Karneval in Rio auf die Bühne brachten.

Weitere tänzerische Höhepunkte des Abends bildeten die Showtanzgruppe der CG, die „Starlights” mit ihren glänzenden Kostümen und ausgefeilter Choreografie, und natürlich das Aushängeschild der Gesellschaft, Tanzmariechen Nathalie, das Akrobatik und Ausstrahlung in ihrer neuen selbst entworfenen Uniform präsentierte.

Auf der Bühne des Festzelts wurde es eng, als die stolze KG Narrengarde Dürwiss mit etwa 100 Mitgliedern ihre beeindruckende Aufwartung machte, und die CG bot ihrem Publikum einen musikalischen Leckerbissen der besonderen Art mit einem Ensemble der „Phoenix Jazz Band”, das erstmalig karnevalistische Töne anschlug und ein Medley bekannter rheinischer Schlager von Willi Ostermann und den Bläck Föss zum Besten gab. Mit ihrem glasklaren Trompeten-Sound machten sie beinahe soviel Stimmung wie der Stolberger Prinz Michael I., der mit der KG Erste Große und vor allem mit seinem bunten, energiegeladenen Hofstaat das Festzelt zum Kochen brachte.

„Clownerike”, die im letzten Jahr ihr Karnevals-Praktikum als Show-Assistentin bei der CG Schevenhütte absolvierte, amüsierte die Gäste und machte die gesamte Bühne zur Bütt, obwohl sie schrecklich unter „Laternenfieber” litt, und die CG hatte noch zwei weitere, äußerst ungewöhnliche Büttenredner in petto. „Kosta Rapadopoulos”, eine griechische Handpuppe, betätigte sich als Hobby-Psychologe, Lebensratgeber und Frauenversteher, wofür er wahre Lachsalven erntete.

Als „Weltpremiere und gleichzeitig letzte Aufführung” kündigte Krüger, der charmant durch den Abend führende Präsident der CG, den ersten Bürger der Kupferstadt an. Ferdi Gatzweiler stieg in Schevenhütte einmalig in die Bütt und strapazierte die Lachmuskeln der Gäste mit Beamten-Scherzen, erzählte von Papageien in Flugzeugen und seinen Begegnungen mit diversen guten Feen. Seine aus dem Leben gegriffenen Anekdoten aus Schevenhütte unterhielten das Publikum offensichtlich lustiger als jede Politik, und spontan sang er ohne eine instrumentale Begleitung oder gar Playback aber mit der eifrigen Unterstützung des ganzen Festzeltes das Stolberger Lied vom „Vogelsänger”.
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