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„Flaggschiff der Städteregion”: Bürgermeister Sonders ist Kapitän

Von: Holger Bubel
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Freddy zu Hause in der Pflaumenalle: Mit „seinem” Lied begeisterte Alfred Sonders nicht nur die Verwaltungsdamen, auch das närrische Publikum war hin und weg. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. So schnell geht das Boot nicht unter in Alsdorf. „Keine Panik auf der Titanic”. Das wurde schon bald klar, als die närrischen Wiever der Stadtverwaltung um 11 Uhr das Regentenzepter übernahmen, noch bevor die Alsdorfer Tollitäten David I. mit Sabrina sowie Gisbert I. und Sonja aus Hoengen auch nur einen Fuß auf die heiligen (und leicht schwankenden, denn die Bühne war „arschglatt”) Planken setzen konnten.

Zumindest bis Aschermittwoch haben sie jetzt das Sagen im „maroden Kutter”. Wie gut, dass das Rathaus die meiste Zeit über die Karnevalstage geschlossen ist...

Einmal mehr angeführt von den „alten Verwaltungshäsinen” Sabine Schäfer und Tanja Görg wurde klar Schiff gemacht, für eine „saubere Zukunft” der Stadt. Was fehlte war ein Mann, der die Richtung vorgibt, der „Qualitäten zeigt, der uns auf den richtigen Kurs bringen kann”, ein richtiger Käptn.

Während Sabine Schäfer da doch eher skeptisch war, schwärmte Tanja Görg bereits „von dem, den ich so lieb wie keinen und der mich glücklich macht”. Ein Kapitän für das „Flaggschiff der Städteregion” wurde also schnell gefunden: Alfred Sonders, Bürgermeister der Stadt. Doch würde er auch den hehren Ansprüchen der Leicht-Matrosinnen gerecht werden? Kiel holen musste der Jung-Bürgermeister zwar nicht, um das unter Beweis zu stellen, doch die eine oder andere (gemeine) Aufgabe musste „Oss Freddy” schon überstehen.

Ohne etwas vorweg zu nehmen: Er bestand die Prüfungen mit Bravour - und einem ihm typischen Charme, der auch die Herzen der Verwaltungsdamen immer wieder höher schlagen ließ - und mit seiner Gesangsstimme bezirzte er nicht dur die Damen auf der Bühne, sondern auch das Publikum „im städtischen Hafen vor dem Rathaus”, das trotz böser arktischer Kälte und Schneesturm zahlreich erschienen war, um Zeuge des Schlittschuhlaufens der Protagonisten auf der Bühne, die nur spärlich mit Salz bestreut war - auch Alsdorfs Streumittel-Reserven sind ja bekanntlich zur Neige gegangen - zu werden.

Das Eis brach aber schnell, nachdem sich der potenuielle Schiffsführer im Dosenöffnen und Deck schrubben bewiesen hatte. Spätestens aber als Alfred Sonders „sein” Lied von der Pflaumenallee zum Besten gab, war klar: Das ist der richtige Mann an Bord! Entweder ist es seine Gesangsausbildung, die er im Chor der Broicher Siedlung genossen hat, oder es waren all die gesanglichen Darbietungen in der Stadthalle, die er aufgesogen hat, die seiner Stimme das nötige Rüstzeug verliehen hat - seine „Pflaumenallee” war „der Hammer”!

So war schnell klar: Beim Feiern steht Freddy ganz vorne, den Haushalt schmeißt er locker, einen Putzfimmel hat er auch. Doch: „Wirst du uns beschützen und ein Kämpfchen wagen?” ließen die Verwaltungsdamen durch Sabine Schäfer fragen. Ein Schurke, um den Mut des Bürgermeisters und Käpt´ns des Flaggschiffs herauszufordern, war schnell gefunden: Stephan Spaltner, persönlicher Referent des einstigen Bürgermeisters Helmut Klein, hatte sich als bösartiger Pirat unter die friedliche Schar von Matrosinnen geschlichen. Der Feind war ausgemacht! Alfred griff zur Pistole - doch das Ziel war nicht Spaltner, sondern ein auf dessen Kopf platzierter Apfel. Sonders traf, aber nur der Apfel fiel...

Das Feld war bereitet, für einige närrische Stunden im Rathaus. Tollitäten aus Alsdorf, Hoengen und auch der Partnerstadt Brunssum gaben sich die Ehre und feierten mit den Alsdorfer Narren, bis die letzte Luke schloss.
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