Ein Prinz mit Zepter und Schnauzbart

Von: fjs
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Lendersdorf. Der Schnauzbart ist sein Markenzeichen, einen eigenen Fan-Club hat er schon, Rosen werfen kann er auch - nur mit dem Bützen muss er noch etwas üben. Jetzt haben auch die „Lengeschdörpe Klompe” ihren Schnäuzerprinzen.

Egon I. (Frings), über viele Jahre „das Gesicht” der Feuerwehr Düren und im Rettungsdienst stark engagiert, versicherte zu seiner Proklamation: „Met Schäuzer on met jecke Tön es Karneval erst richtig schön”.

Irgendwie erinnerte Egon I. an den unvergessenen früheren Dürener „Schnäuzerprinzen” Karl Heinz Joerger. „Dann muss ich aber noch viele Frauen bützen”, kontert Egon I. diesen Vergleich. Zur Proklamation in der Rurtalhalle hatten sich seine Feuerwehrkameraden, Mitarbeiter aus den Rettungsdiensten und Krankenhäusern sowie viele Freunde in die „Schnäuzer-T-Shirts” geworfen.

„Der braucht viel länger bis zur Bühne als andere Prinzen in größeren Häusern”, staunte Bürgermeister Paul Larue und öffnete die Truhe der Erinnerungen und die „Wundertüte” städtischer Geschenke.

So manche Story über seinen „Aushilfsfahrer” wusste Larue zu erzählen. So die abenteuerliche Überführung eines ausrangierten Rettungswagens, den Egon mit dem städtischen Fahrer Arno Dreessen nach Stryij, der Partnerstadt in der Ukraine überführte.

„Wer ist denn der Mann, der da mit dem Egon kütt?” Diese Frage kratze so manchmal an seinem Selbstbewusstsein, wenn Egon ihn chauffiere, bekannte Paul Larue.

Dass Egon I. so schnell nichts aus der Ruhe bringt, ließ er die Umstehenden wissen: „Im Rettungswagen schlägt der Puls viel schneller.” Erhöhten Pulsschlag dürften die männlichen Besucher der Proklamation bekommen haben als Egon I. seine Begleiterin vorstellte.

„Ihre Lieblichkeit Miriam” ist seine Tochter. Ehefrau Karin sieht dem närrischen Treiben lieber aus der Distanz zu. „Ich muss nicht in der Öffentlichkeit stehen. Das schafft der Egon auch ohne mich”, sagt sie.

Nach dieser Proklamation des Schnäuerprinzen zweifelt daran niemand.
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