Monschau - Ein letztes Alaaf für die Monschauer Dütchen

Ein letztes Alaaf für die Monschauer Dütchen

Von: jb
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Die „Monschauer Dütchen“ verabschieden sich mit ihrem Dreigestirn Prinz Hermann I., Jungfrau Frederike I. und Bauer Gerd I., ihrem Mariechen Anne Pröpper, ihrer Prinzengarde und ihrem Präsidenten Georg Kaulen nach drei glorreichen Jahren von den Monschauer Jecken.

Monschau. Die Stühle werden zurückgeschoben, die Alaaf-Rufe immer lauter, und die Stimmung erreicht ihren Höhepunkt: Mit großem Beifall ziehen auf der Monschauer Karnevalssitzung ein letztes Mal die „Monschauer Dütchen“ ein.

Mit Prinz Hermann I. (Hermann-Josef Offermann), Jungfrau Frederike I. (Alfred Wenerus) und Bauer Gerd I. (Gerd Felser) als Dreigestirn betritt die Karnevalsgruppe mit ihrem Präsidenten Georg Kaulen, ihrem Tanzmariechen Anne Pröpper und dem Monschauer Mütterverein als Prinzengarde die voll besetzte Markthalle. Mit Tanz, Gesang und lustigen Ansprachen feierten alle Monschauer Jecken auf und vor der Bühne ihre Hoheiten.

Nachdem Monschau nun drei Jahren in Folge von der jecken Prinzengruppe regiert wurde, verabschiedeten sich die Dütchen jedoch in diesem Jahr von ihrer Regentschaft und der Monschauer Bühne. Doch Georg Kaulen ruft den Monschauern zu, dass dies nicht das Ende der Dütchen bedeuten müsse – gerne können die Kostüme von einer neuen karnevalistischen Truppe übernommen werden, so dass es auch noch in den folgenden Jahren heißen kann „Ein dreimal kräftiges Monschauer Dütchen – Alaaf!“.

Neben den Dütchen hatte die Sitzung noch viele weitere amüsante, beeindruckende und lustige Auftritte zu bieten. In jährlicher Fleißarbeit organisiert die Vereinsgemeinschaft Karneval, bestehend aus den Mitgliedern der ansässigen Ortsvereine (Bürgerschützen, TuRa Monschau, Mütterverein, Musikvereinigung Monschau sowie der Feuerwehr) ein buntes Programm. Maßgeblich verantwortlich hierfür sind Achim Pröpper, Bettina und Dietmar Gonnermann, Heinz Mertens, Jörg Fricke, Uli Schünemann, Bernd Weber, Heike Böhmer, Anette Maul und Franz-Josef alias „Juppi“ Kaulen, denen die Besucher einen tollen Abend zu verdanken haben.

Unter dem Motto „80er Jahre schrill und bunt – bei uns im Karneval geht es rund“ führte Achim Pröpper, passend zum Motto verkleidet, durch den Abend.

Zwei Gäste-KGs

Insgesamt zwei Karnevalsgesellschaften durften die Monschauer neben ihrer eigenen begrüßen. Los ging es mit der KG Biebesse aus Höfen, die trotz ihres Jubiläums ihren Weg nach Monschau gefunden hatten. Auch, wenn ihr Bauer Achim I. an dem Abend verhindert war, zogen dennoch mit viel Beifall an diesem Abend als „Zweigestirn“ Prinz Peter I. und Jungfrau Uschi I. in die Markthalle ein. Neben dem Tanzmariechenpärchen Maren und Nils, stellten auch die „Twisters“ ihre Können unter Beweis. Bevor sich die Höfener Jecken wieder verabschieden mussten, präsentierte noch ihre Showtanzgruppe einen tollen Tanz, der in die ferne Galaxie entführte.

Und auch die KG Stadtgarde Frechen Grün-Weiß bereicherte zum wiederholten Male das Programm. Mit ihrem Gardetänzen brachte sie die Monschauer Markthalle in noch bessere Stimmung. Neben den beiden Garden zeigten auch zwei weitere Tanzgruppen ihr Können. Die Showtanzgrupppe „Baccara“ aus Eicherscheid, die ebenfalls schon lange ein fester Bestandteil der Sitzung ist, begeisterte mit ihrem 90er-Jahre-Tanz. Und die „No Names“, die Jugendtanzgruppe des TuRa Monschau (ehemals TuRanos), präsentierte ihren Showtanz zu Liedern aus „Sister Act“. Trotz des gelungenen Auftritts, baten die Trainerinnen Kristina und Pia Breidenich, um die Unterstützung der Tanzgruppe aus den Reihen des Publikums und auch über die Grenzen Monschaus hinaus. Damit in diesem Jahr nicht seit vielen Jahren das letzte Mal eine TuRa-Tanzgruppe auf der Bühne in Monschau gestanden hat, sind die Bemühungen groß, die Gruppe wieder zu vergrößern. Jeder der Lust hat, kann sich so sehr gerne bei der Gruppe melden.

Auf der Monschauer Sitzung wurde jedoch nicht nur viel getanzt, sondern auch wieder sehr gut gelacht: Die Monschauer Feuerwehr überraschte das Publikum mit ihrem Schlumpflied, und die Gruppe „Baföss“ wagte sich, einen Sketch ohne Worte aufzuführen. Ihr vorgestelltes Problem der engen Kinoreihen sorgte auch ganz stumm für viele Lacher aus dem Publikum.

30 Jahre zurück versetzt

Ein fester Bestandteil des Monschauer Karnevals ist der Mütterverein. Dem Motto getreu überlegten sie sich ein 80er-Jahre Medley. Verkleidet als Nena, Major Tom und Wolfgang Petri versetze die lustige Frauengruppe die Zuschauer 30 Jahre zurück und animierte zum Mitsingen und Mitklatschen.

Besonders zum Beben kam die Halle, als „Vennomenal“, nun zum dritten Mal in Folge, die Bühne betrat und mit dem Publikum den Karneval zu feiern verstand. Und auch Laura Wings brachte die Zuschauer mit ihren Kölschen Liedern zum Mitsingen.

Nach einem abwechslungsreichen, lustigen und lebhaften Programm verabschiedete Achim Pröpper die Monschauer Jecken in die Nacht. Bleibt zu hoffen, dass auch im nächsten Jahr die Monschauer Karnevalisten mit einem neuen Dreigestirn feiern dürfen und die Monschauer Dütchen keine Erinnerung, sondern ein jährliches Erlebnis werden.

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