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Ein „Herrengedeck” und „Volljaas” auf der Bühne

Von: ale
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„Herrengedeck”, die zwölfköpfige Truppe, zeigte eine rhythmische Tanzdarbietung. Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. Die „Wiedergeburt” des Schmidter Karnevals ist Dorfgespräch. Nach einer zünftigen Seniorensitzung und der Kindersitzung im restlos ausverkauften Saal des Schützenhofs hatte die KG „Schmedter Grieläächer” am Wochenende zu zwei Kostümsitzungen eingeladen. Da ging es wieder hoch her, und alle Beteiligten hatten einen Mordsspaß.

Kinderprinz Leon I. ist mit seinen zehn Jahren schon ein echter Karnevalist, cool absolvierte er seinen Auftritt und sang sein Prinzenlied. Junge Tanztalente waren schön anzuschauen, Hannah und Ronja mit ihrem anspruchsvollen Synchrontanz und das Mariechen Lara zeigten Sicherheit auch bei den schwierigsten Passagen und erhielten den verdienten Applaus.

Kölsche Lieder”

Man wollte sich amüsieren, das kostümierte Publikum ließ sich nicht lange bitten. Harry und Chris aus Bad Münstereifel brauchten nur „Hey Kölle” anzustimmen, schon standen die Jecken auf und sangen mit. Dem frechen Zwiegespräch des Bauchredners Werner Schaffrath mit seinem kecken Vogel Dodo lauschten alle aufmerksam, und als er zum Schluss dem Prinzen Andreas II. und dem Präsidenten Gerd „Kämmen” Worte und Lieder in den Mund legte, tobte das Publikum.

„Volljaas” nennt sich eine fünfköpfige Mundart-Band aus der Umgebung, und selbiges geben sie. Kölsche Lieder und ein Brings-Medley - da geriet das närrische Volk außer Rand und Band. „Wolle”, dessen gute Gesangsstimme und Gitarre deutlich zu hören war, muss sich ganz besonders gefreut haben über das klatschende, hüpfende, singende Volk zu seinen Füßen, er ist nämlich der Vorsitzende der KG Grieläächer. Und das Dreigestirn konnte nicht mehr sitzen bleiben: Prinz Andreas, Bauer Frank und Jungfrau Helmine sprangen auf die Bühne und tanzten völlig entfesselt. Dafür werden sie verehrt und geliebt, für ihre Spontaneität und ansteckende Fröhlichkeit.

Einmal mehr bezauberten die Alten Herren mit ihrem Mama-Zita-Tanz die Jecken. Und dann der kühne Florian Deuster, den die Bürgermeisterin als „Aktualisateur” eingesetzt hat. Sein dreister, witziger Tratsch aus dem Dorf traf ins Schwarze. „Nee, wat is dat schön”, stimmten die begeisterten Narren spontan an. Atemlos vom Lachen durfte man dann die Showtanzgruppe der Rurberger Kiescheflitscher bewundern; neidlos muss man die Jungs und Mädels vom Rursee als profihafte, quirlige, muntere Tanzformation anerkennen. Unter ihnen das Multitalent Prinz Ulli I., ihnen war eine donnernde Rakete gewiss.

Michael Jackson und ACDC

Aber das Schmidter „Herrengedeck” braucht sich wahrlich nicht zu verstecken: Cora Langfeld und Svenja Erler haben ein Dutzend Spätpubertierende trainiert, nun ist eine Tanztruppe daraus geworden, die sich durch Phantasie, Können und viel Spaß an der Sache auszeichnet. Mal Blues Brothers, mal Michael Jackson und besonders wild als ACDC - da flogen die Fetzen. Das erschöpfte, aber glückliche Publikum wurde gegen 1 Uhr entlassen.
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