Stolberg-Breinig - „Die Schöne und der Banker” in Breinig

„Die Schöne und der Banker” in Breinig

Von: Heike Eisenmenger
Letzte Aktualisierung:
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Ein noch ungekröntes Traumpaar: Birgit Vaßen und Gerd Braun, die neuen Kaiser der „Sündenböcke”. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg-Breinig. Breinig hat ein neues Traumpaar: Mit dem Slogan „Die Schöne und der Banker” stellen die „Sündenböcke” der Öffentlichkeit ihr neues Kaiserpaar vor. Kein Zweifel - Birgit Vaßen und Gerd Braun geben ein schönes Paar ab, optisch wie auch auf karnevalistischer Ebene, denn beide engagieren sich schon seit langem im Breenicher Fastelovend.

Der Banker feiert in dieser Session sein 2x11-jähriges Sündenbock-Jubiläum, und die dunkelhaarige Schöne ist seit 13 Jahren im Karneval aktiv.

Ein Paar sind die Beiden privat indes nicht. In der Beziehung ist die Satzung der Sündenböcke „sittenstreng”: Ein Kaiserpaar darf nicht miteinander verbandelt sein; außerdem sind Braun und Vaßen längst andersweitig vergeben und haben Familie.

Ganz dem Brauchtum verpflichtet, haben Vaßen und Braun die Zukunft der Sündenböcke gesichert: Ihre Kinder erziehen sie zu echten Sündenböcken. „Mein Sohn Martin ist bereits zum zweiten Mal Kinderkaiser, und Birgits Tochter Fabienne war mit ihrer Freundin Sophie sogar die erste Kinderkaiserin in der Sündenbockgeschichte”, erzählt Braun. „Bei den Sündenböcken ist es üblich, dass die Kinder von Beginn an dabei sind”, sagt der Banker. Noch bevor ein kleiner Sündenbock das Wort „Mama” sagen kann, hört man „Breenich Alaaf”, wenn man den Schnuller „zieht”.

In das Amt berufen

Kaiser wird man in Breinig nicht auf Wunsch oder durch Wahl: Man wird in dieses Amt berufen. Dass Vaßen und Braun auserkoren wurden, war im Hinblick auf ihre langjährige Mitgliedschaft und ihr Engagement überfällig. Und doch waren die Schöne und der Banker völlig perplex, als sie vor vollendete Tatsachen gestellt wurden. „Wer das neue Kaiserpaar ist, wird bei unserem Sommerfest bekannt gegeben. Die Nachfolger bestimmt immer das amtierende Kaiserpaar”, erläutert Birgit Vaßen, die die Frau an der Seite von „Obersündenbock” Andr Hennecken ist. „Ich kam etwas später zum Fest und fragte eine Freundin, wer denn Kaiser geworden sei - da hörte ich meinen Namen”, erzählt die 41-jährige Vaßen. Auch der 42-Jährige war völlig überrascht von der Neuigkeit, dass er das kaiserliche Zepter schwingen würde. „Wir waren zwar beide baff, aber wir freuen uns riesig”, stellt Braun klar.

Mit der Krönung von Birgit I. und Gerd I. am Sonntag geht für das alte Kaiserpaar, Gabi I. (Nobis) und Günter I. (Blaszczy), eine wunderbare Session zu Ende. Ganz im Sinne der Sündenbock-Mentalität, wird auch das künftige Kaiserpaar am Miteinander der örtlichen Vereine festhalten und Breiniger Brauchtum in konzentrierter Form darbieten.

Breinig in konzentrierter Form erlebt der Besucher am Sonntag. Dann ist das Patronatsfest der Schützen, die Kaiserkrönung und das Himmel- und Ädessen der Sündenböcke. Musikalisch begleitet werden die St.-Sebastianus-Schützen und Karnevalisten vom Trommler- und Pfeifercorps Breinig.

Bevor zu Messer und Gabel gegriffen wird, findet um 9.30 Uhr eine Messe mit Kaiserkrönung in der St. Barbara-Kirche statt. Danach formieren sich Sündenböcke, Schützen und Musiker zu einem kleinen Festzug und machen sich auf zur „Stillen Liebe” an der Entengasse zum Himmel- und Ädessen. Zum Patronatstag laden die Schützen ab 12.30 Uhr ins Pfarrheim „Goldener Stern” in Altbreing ein. Es spielt das Trommler- und Pfeifercorps, und es gibt auch ein kleines Programm.

Für Samstag, 23. Januar, 14 Uhr, ist die Kindersitzung in der alten Schule in Breinigerberg geplant. Die Sitzung der Sündenböcke, der „Karnevalistische Frühschoppen”, folgt am Sonntag, 31. Januar, um 11.11 Uhr. Restkarten für den Frühschoppen gibt noch wenige an der Tageskasse.
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