Deiters

Die Partner infiziert mit dem Karneval

Von: Toni Dörflinger
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Der Rosenmontag kann kommen: Als Cowboys, Tanzgirls und Clowns hatte sich unter anderem die große Delegation aus der nordfranzösischen Partnerstadt Faches-Thumesnil verkleidet, um am innerstädtischen Umzug teilnehmen zu können. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. „Auf Schnee waren wir vorbereitet, aber nicht auf solche Mengen”, sagt Jean Jacques Derieppe, der gemeinsam mit Francoise Manouvriez und Firmin Senechal die 116-köpfige Delegation leitet, die aus der nordfranzösischen Partnerstadt Faches-Thumesnil anlässlich des Rosenmontagszugs in die Kupferstadt gekommen ist.

Das Staunen legt sich aber schnell, als der 63-Jährige, der das Kostüm einer französischen Schokoladenbruderschaft trägt, die von Eis und Schnee befreiten Straßen wahrnimmt, die zwei Stunden vor Beginn des Rosenmontagszugs wie blankgeleckt wirken. Kostümiert und warm eingepackt sind sie alle, die rund 120 Franzosen, die sich am Montag im Jugendheim Münsterbusch versammelt hatten, um sich auf die Teilnahme am Rosenmontagszug vorzubereiten.

Das Mitmarschieren im Stolberger Rosenmontagszug hat eine lange Tradition. Schon 1993 weilte erstmals eine große Delegation aus der nordfranzösischen Partnerstadt in Stolberg. In der Nachfolgezeit hat man keinen Rosenmontagszug ausfallen lassen, wie Derieppe bestätigt, den viele Stolberger allein schon dadurch kennen, weil er in der Vergangenheit stets das Kostüm des französischen Comic-Helden Obelix trug.

Empfangen wurde die große Gruppe, die sich unter anderem als Zauberer, Piraten, Clowns und Fledermäuse verkleidet hatten, von Gisela Kopp, die unterstützt von Helga und Horst Flaam, ein karnevalistisches Programm organisiert hatte und sich darum kümmerte, dass die französischen Gäste mit Essen und Trinken bewirtet wurden. Die Programmgestaltung hatten die KG Fidele Zunfthäre und die KG Mönsterböscher Jonge übernommen. Sie waren dafür verantwortlich, dass die Franzosen mit Tanzdarbietungen und Musik versorgt wurden. So trat unter anderem die Showtanzgarde der Zunft und das aus Daniel Schlösser und Andrea Dunkel bestehende Tanzpaar auf.

Zu einer Stippvisite schaute auch Stadtprinz Michael I. (Bartz) vorbei, der gemeinsam mit dem Hofstaat die Prinzenhymne „Wir feiern mit der ganzen Welt” zum Besten gab. Schnell ließ man sich von der rheinischen Fröhlichkeit anstecken und hakte sich unter, um zu Tanzen und zu Schunkeln. Dass auch die Saaldekoration stimmungsvoll ausfiel, ist das Verdienst von Konrad Kopp. Der Architekt hatte großflächige Bilder erstellt, auf denen Clowns und Teufel zu sehen waren. Nach Stolberg gereist war auch eine Tanzformation der Majorettes, die zum Takt der Musik Tambourstöcke schwingen. Nach dem Essen zog man zur Eschweilerstraße, um am Rosenmontagszug teilzunehmen. Zum Abschluss gab es eine gemeinsame Kaffeetafel, zu der die Mitglieder des Partnerschaftskomitees selbst gebackenen Kuchen beigesteuert hatten.
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