Der Rollentausch im närrischen Hofstaat

Von: Toni Dörflinger
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Tänzerisch auf der Höhe: Stolbergs designierte Tollität Torsten I. (Graf) machte bei der Prinzenvorstellung eine gute Figur. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Vielversprechend war der erste Auftritt von Stolbergs designierter Tollität Torsten Graf. Der 34-jährige, dessen Proklamation Anfang Januar auf der Burg erfolgt, gab sich salopp, sang ein Lied und ließ seinen zukünftigen Hofstaat hochleben.

Auch Torsten Graf wird von einem Hofstaat begleitet, dessen Besetzung dem des vergangenen Jahres entspricht. Verändert hat sich nur die Rollenverteilung und Ausrichtung.

Kinderprinz der Wenkbülle

Denn in diesem Jahr sollen andere Figuren präsentiert werden. Nur soviel sei verraten: Michael Bartz, der zu Gunsten von Torsten Graf den närrischen Thron räumt, wird die Rolle eines Hofmarschalls übernehmen. Doch soweit ist es noch nicht.

Denn bei der Vorstellung im Jugendheim Münsterbusch trat nicht nur Stolbergs zukünftiger Prinz im dunklen Anzug auf, sondern auch der neue Hofstaat hielt sich bedeckt und präsentierte sich im schwarzen Zwirn.

Vorgestellt wurde die designierte Tollität vom Karnevalskomitee, das von Josef Behlau geleitet wird: Während die Proklamation traditionell in Händen der KG Erste Große liegt, ist die Prinzenvorstellung Sache des Karnevalskomitees.

Fanden die ersten Prinzenvorstellungen noch in den Katakomben des Jugendheimes statt, wechselte man 1998 mit dem Beginn der Behlau-Präsidentschaft in den wesentlich größeren Saal. Dort machte die gastgebende KG Mönsterböscher Jonge den Anfang.

Sie ließ ihre Mariechen Ann-Kathrin Kinkel, Jana Heinrichs, Saskia Hausberg und Michellé Wendland tanzen. Danach hatten, begleitet von den Donnerberger Trompetenbläsern und den Präsidenten der Komiteegesellschaften, die Tollität der vergangenen Session Michael Bartz und der designierte Narrenherrscher Torsten Graf, ihren großen Auftritt.

Bevor das Mikrofon an Torsten Graf weitergeleitet wurde, erhielt Michael Bartz noch einmal Gelegenheit, sich für die Unterstützung in der vergangenen Session zu bedanken. Wie man es von der einstigen Tollität nicht anders kennt, spulte er seine Dankesrede souverän ab und sparte nicht mit witzigen Bemerkungen. „Schön ist es noch einmal auf der Bühne zu stehenÓ, versicherte Bartz, dem der Abschied sichtlich schwer fiel. Von ein wenig Anspannung war hingegen der Auftritt des neuen Prinzen geprägt.

Doch Torsten Graf gelang es, seine Anfangsnervosität in den Griff zu bekommen, indem er den Zuhörern in lockerer Reimform Einblicke in seine von zahlreichen Höhepunkten geprägte, prinzliche Vita verschaffte.

Demnach hat alles 1985 angefangen als der damals zehnjährige Torsten den närrischen Kinderthron der Donnerberger KG De Wenkbülle eroberte. Danach führte ihn sein Weg in die Kindergarde, deren Präsident er von 1990 bis 1992 war. Sein tänzerisches Können stellte der designierte Prinz später als aktives Mitglied der Donnerberger Showtanzgruppe unter Beweis.

Lange Session bis März

Einblicke in seine Stimmungslage bei der Zusage, das Prinzenamt zu übernehmen, gab die zukünftige Tollität indem sie versicherte: „Über die Kosten habe ich mir keine Gedanken gemacht. Was zählt ist der Spaß und die Freude darüber, ein so hohes karnevalistisches Amt ausüben zu dürfen.”

Als Tollität in spe verriet, dass er aktives Mitglied der Altherrenmannschaft des FC Breinigerberg ist und sein Herz sowohl für Alemannia Aachen wie für Bayern München schlägt, überreichte ihm Komitee-Ehrenpräsident Hans-Josef Wellmann einen Fußball.

Danach war es den anwesenden Karnevalsgesellschaften, die von Bürgermeister Ferdi Gatzweiler angeführt wurden, vorbehalten, den zukünftigen Prinzen eine glückliche Hand für die lange, bis zum 8.März dauernden Session zu wünschen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten neben den Donnerberger Trompetenbläser die „Karamba-Männcher”. Den Schluss machten die Freunde von der Donnerberger Showtanzgruppe, die Torsten zu Ehren eine flotte Show präsentierten.
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