Düren - Das potenzielle Prinzenpaar zieht die Kandidatur zurück

Das potenzielle Prinzenpaar zieht die Kandidatur zurück

Von: Fred Schröder
Letzte Aktualisierung:
Die neue Kinderprinzessin steh
Die neue Kinderprinzessin steht schon fest: Katja Breuer (mit Blumen) wird in der nächsten Session den Narrennachwuchs anführen. Mit ihren Eltern und den Pagen Denise Kaiser und Michaelle Lenartz wurde sie den Festkomitee-Delegierten Foto: Schröder

Düren. Alles zurück auf Start. „Das vorgesehene Prinzenpaar hat heute Mittag abgesagt”, teilte Präsident Peter Körner während der Jahreshauptversammlung des Festkomitees Dürener Karneval (FK) den Delegierten der Gesellschaften aus dem Stadtgebiet am Mittwochabend im Stadtparkrestaurant mit.

Damit stellt sich zur Jahresmitte exakt die gleiche Situation wie im vergangenen Jahr. Kein Prinzenpaar in Sicht; ein Prinz oder eine Prinzessin auch nicht. Und ein Dreigestirn? Nein, danke. Mit 19 zu 11 Stimmen wurde der Antrag der „Jüzzenije Plüme” auf Änderung der FK-Satzung abgelehnt. Diese Änderung hätte dem bereits in den Startlöchern stehenden Trifolium den Weg ebnen sollen.

Hans-Peter Iven, im Dreigestirn seiner Gesellschaft als die Jungfrau Petra vorgesehen, begründete den Antrag wie folgt: Alle Kosten, die ein Prinz oder ein Prinzenpaar zu tragen hätte, werden gedrittelt. Jeder der närrischen Repräsentanten bringt seinen persönlichen Anhang mit. „Da wird das Haus der Stadt zu klein”, prophezeite Iven.

Die Riege der Satzungsänderungsgegner führte Axel Steiger (Südinsulaner) an: „Wir dürfen die Tradition nicht über Bord werfen; ein Dreigestirn gehört nicht in den Dürener Karneval”. Da half auch Ivens Hinweis in die Historie nichts. Für eine Prinzessin Arnie Seekircher habe man die Satzung geändert und auch für ein Prinzenpaar, als sich kein einzelner Prinz mehr finden ließ. Half alles nichts. „Ein Dreigestirn gehört ausschließlich nach Köln”, begründete ein Delegierter. Obwohl um Düren herum männliche und auch weibliche Dreigestirne bereits an der Tagesordnung sind.

Michael Linn, Vorsitzender der Traditionsgemeinschaft der Prinzen und Prinzenpaare, wollte die Tradition „noch ein bisschen beibehalten”. Also wurde abgestimmt. Offen, denn die geforderte geheime Wahl wollten die Karnevalisten nicht.

Recht munter wurde die Versammlung bei Punkt 13 der Tagesordnung: Kein Prinzenpaar vorhanden; also stand der nächste Auftritt von Hans-Peter Iven an: „Der Helmut Nolden macht den Prinzen und ich die Prinzessin. Denn es steht nicht in der Satzung, dass die Prinzessin weiblich sein muss.” Da durften die Delegierten herzlich lachen.

FK-Präsident Körner konterte augenzwinkernd : „Da muss Ihre Gesellschaft zunächst mal einen schriftlichen Antrag stellen.” Während die großen Jecken noch ohne zukünftigen Herrscher sind, können sich die kleinen Narren bereits freuen: Katja Breuer von den „Holzpoeze Jonge” wird Dürens neue Kinderprinzessin.
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