Stolberg - Burggrafenfest: Glückstag für Kurt II. trotz kussscheuer Charlotte

Burggrafenfest: Glückstag für Kurt II. trotz kussscheuer Charlotte

Von: Heike Eisenmenger
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Die vierjährige Charlotte wollte den Burggrafen Kurt II. (r.) partout nicht küssen. Da halfen auch die Uberredungskünste von Moderator Peter potempa nicht. Foto: Heike Eisenmenger

Stolberg. Das Bützchen blieb Kurt II. (Schiffer) verwehrt, da half ihm auch sein „Hundeblick” nicht weiter. Wenn ein Trotzköpfchen nun mal beschlossen hat, dass der Burggraf kein Bützchen kriegt, dann kriegt er auch keines - basta!

Charlotte Claßen heißt die Vierjährige, die nicht dazu zu bewegen war, dem neuen Burggrafen ein Küsschen auf die Wange zu drücken. Kurt II., der am Sonntag im Rittersaal seine Inthronisierung feierte (wir berichteten), nahm es mit Humor und feierte - wenngleich von Charlotte auch ungeküsst - fröhlich weiter. Dafür wurde er um so mehr von seiner Ute geküsst: Seinen Ehrentag wollte Kurt II. nicht ohne Frau und Sohn verbringen.

Dass ihm das Burggrafenamt wichtig ist, war dem kaufmännischen Angestellten deutlich anzumerken. Auch die Tatsache, dass er mit offenen Armen im Kreise der Burggrafen aufgenommen wurde, bewegte den Mann. „Du bist uns ein guter und großzügiger Freund geworden”, sagte Peter Potempa, der das Burggrafenfest moderierte.

Ein Bär von einem Mann

2008 war es Dieter Kluge, der als Burggraf auf der Bühne stand. Kluge, ein Bär von einem Mann, hat ein Faible für ausgefallene Kostüme. Und auch dieses Mal enttäuschte er die in ihn gesetzten Erwartungen nicht: Kluge kam im hautengen, schwarzen Anzug, mimte den Henkersgesellen aus dem Mittelalter.

Unter den Zuschauern war auch die Familie Kuckelkorn, die sich offensichtlich prächtig amüsierte. „Wir sind mit 15 Leuten hierher gekommen. Bei uns in der Familie ist es Tradition, das Burggrafenfest zu feiern - und wir halten diese Tradition aufrecht”, erklärte Jochen Kuckelkorn aus Aachen, Enkel von Bernhard Kuckelkorn, der in den 70er Jahren Bürgermeister in Stolberg war. „Hier mitzufeiern bedeutet ja auch, das Brauchtum zu pflegen”, findet die 52-jährige Gisela Kuckelkorn.

Zum Burggrafenfest gehört traditionell ein buntes Programm. Einen umjubelten Auftritt hatte die Kinderabteilung der „Ersten Großen” unter der Leitung von Eberhard Koslowski. Speziell die Minis, zu denen auch die kussscheue Charlotte gehört, eroberten die Zuschauer im Nu. Sie sind aber auch einfach zu drollig in ihren Kostümen und mit den roten Pausbäckchen.

Auch Stolbergs Prinz Michael I. (Bartz) machte dem neuen Burggrafen seine Aufwartung. Es war nicht zu übersehen, dass die Kupferstädter „ihren Michael” gut finden: Die Sympathiebekundungen, die dem jungen Mann entgegenschlagen, zeigen dies deutlich.

Bis in den späten Nachmittag wurde Programm geboten, es wurde gefeiert, gelacht und gebützt. Nur die kleine Charlotte, die war für ein Bützchen weiterhin partout nicht zu begeistern.
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