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Breberen hat die hübschesten Eintagsfliegen

Von: hama
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Die hübschesten Eintagsfliegen weit und breit gab es beim Frauenkarneval in Breberen zu sehen. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt-Breberen. Ein Tusch jagt den nächsten, Applaus aus einer vollbesetzten Halle und jede Menge Frauen aus dem ganzen Gemeindegebiet, das kann nur die Frauensitzung in Breberen sein, die alljährlichen den närrischen Reigen dort eröffnet.

Wenn Marita Craenen und Dorothee Rütten nicht gerade selber aktiv waren, führten sie durch das reichhaltige Programm. Eine gute Handvoll Männer wurde namentlich begrüßt. Allerdings waren die nur zum Arbeiten geduldet. Ein besonders herzliches Willkommen wurde Prinzessin Margit von der „Langbröker dicke Flaa” gesagt; ihr Prinz musste natürlich zu Hause bleiben.

Die „Tunderbirds”, die jüngste Tanzgruppe in Breberen, eröffnete das Fest auf der Bühne.

Dominiert wurde der Abend immer wieder von mehr oder weniger kurzen „Stückchen”, bei denen, warum auch immer, ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass alles frei erfunden sei. Ob „Tratsch hinterm Vorhang”, „Der Schreihals” oder „Das Allzwecktuch”, es waren immer die von Frauen gespielten Männer, die hier schlecht wegkamen. Dass das sozio-ökologische Gefüge eines Wohnmobilplatzes ein zartes Pflänzchen ist, war der lehrreiche Teil des Abends. Ach wären doch alle Eintagsfliegen so hübsch wie die in Breberen.

„Ladykracher”, die Damen aus dem Musikverein, brillierten mit ihrem Tanz. Bevor in der Pause rund 500 Würstchen kostenlos an die Gäste verteilt wurden, hieß es, von Maria Käbe und Marlies Driessen, zwei langjährigen Karnevalistinnen, Abschied zu nehmen.

„Das hat sie sich auch verdient”, mag jeder in Breberen gedacht haben, als bekannt wurde, dass Klärchen Meiers das Bundesverdienstkreuz erhalten soll. Nur Dorothee Rütten behielt kühlen Kopf und probte ebenso akribisch wie erfolglos das Benehmen beim Bundespräsidenten. Da nützte es auch nichts, dass die gesamte Gangelter Lokalprominenz antanzte.

Mit fast echtem Wasser präsentierten sich die „Blue Sisters” beim Synchronschwimmen olympiatauglich. Vier kränkelnde Herren im Park und eine bis auf den trockenen Reis zerpflückte Paella zeigten die Eigenarten des Brebereners an sich. Spitzenklasse war wieder einmal die Showtanzgruppe „Cheebone” mit ihrer Disco-Darbietung. Die Uhr ging gegen Mitternacht, als nach zahlreichen Hitparaden-Darbietungen Lotti Krekel (Dorothee Rütten) mit „Mir schenke der Ahl e paar Blömcher”, den umjubelten Schlusspunkte setzte.

Den 18. Februar 2011 haben sich viele schon wieder vorgemerkt. Dann sind die Damen wieder aktiv.
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