Aachen - Bongers hört als AKV-Vize auf, Fest abgesagt

Bongers hört als AKV-Vize auf, Fest abgesagt

Von: Georg Dünnwald
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Boris Bongers: Als Vizepräsident des AKV ist er zurückgetreten. Auch als Elferrat blieb er immer mit beiden Beinen auf dem Boden. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Es tut mir sehr leid, aber mir bleibt keine Zeit mehr für die Arbeit im AKV”, versichert Boris Bongers, der vor einiger Zeit die Brocken hingeschmissen hat und von seinem Posten als Vizepräsident des Nobelnarren-Traditionsvereins zurückgetreten ist.

Erst am Mittwoch gab der in diesem Jahr 150 Jahre alte gewordene Verein bekannt, dass Bongers dem Elferrat nicht mehr zur Verfügung steht.

Zudem wurde bekannt, dass es voraussichtlich kein großes Jubelfest auf dem Katschhof geben wird, um den 150. Geburtstag des Vereins zu feiern - zumindest solange nicht, wie die Verhandlungen mit dem WDR über eine Fernsehübertragung der Ordenssitzung nicht in trockenen Tüchern sind.

Lachen und Tod

Boris Bongers, der vor drei Jahren als Öcher Karnevalsprinz großes Aufsehen erregte, weil er Tabus brach, war im Vorstand des Karnevalvereins unter anderem für die Kontakte zu den übrigen Aachener Karnevalsklubs zuständig.

Als Tollität rückte er vor allem die Hospizbewegung in den Vordergrund, „Lachen und Tod” waren für ihn als einer der beliebtesten Narrenherrscher Aachens nicht unbedingte Gegensätze.

Seinen Rücktritt begründet er offiziell mit einer neuen beruflichen Herausforderung als geschäftsführender Gesellschafter einer großen Aachener Weinhandlung. „Da bin ich viel auf Achse.”

Auch in Kalifornien, Südamerika und Australien werde schließlich Wein verkauft. Hinter den Kulissen wird von Knatsch zwischen Bongers und anderen Elferräten geredet.

Dem Ex-Vize des AKV lag immer viel am bodenständigen Fastelovvend, am Volkskarneval, trotzdem bewegte er sich auch auf dem für das für den AKV so typische Parkett wie selbstverständlich.

„Ein bisschen werde ich im Fastelovvend noch weitermachen”, betonte Bongers im Gespräch mit den „Nachrichten”. Das kann er noch im Vorstand des Ausschusses Aachener Karneval (AAK), in den er für den AKV gewählt worden war.

„Der AKV bedauert den Schritt”, versicherte AKV-Pressesprecher Torsten Peters und stellte klar: „Die Handlungsfähigkeit des Vereins wird durch den Rücktritt nicht beeinträchtigt. Seine Aufgaben würden von den Elferratskollegen übernommen.”

Bei der nächsten Mitgliederversammlung soll ein neuer Vizepräsident auf den Schild gehoben werden. Dann wird auch der Nachfolger des ehemaligen Elferrates Dietmar Werner gewählt, der in die Geschäftsstelle des Nobelvereins wechselte.
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