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Belgisches Heidekraut für die Lazarus-Besen

Von: ma.ho.
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Ernte eingebracht: Die Historische Gesellschaft Lazarus Strohmanus Jülich beschafft das Heidekraut für ihre Besen in Belgien. Foto: Horrig

Jülich. Schöne, bunte und große Besen sind das Markenzeichen der Historischen Gesellschaft Lazarus Strohmanus Jülich, wenn sie den Lazarus, wie es seit über 300 jahren Brauch ist, durch die Straßen der Herzogstadt tragen.

Seit gut elf Jahren war es der Heinsberger Besenbinder Hans Jansen, der regelmäßig zu Karneval die Heidebesen erstellte. Eine Krankheit zwang den „Bessemsbenger” dazu, dass er diese Aufgabe nicht mehr leisten konnte.

Die Lazarusbrüder suchten nach Alternativen, denn ein Lazarus Strohmanus-Umzug ohne Besen wäre „wie ein Fisch ohne Wasser”. Hans Jansen überließ der Gesellschaft seine Bezugsquelle für das notwendige Heidekraut. Es handelte sich um ein Naturschutzgebiet bei Maasmechelen in Belgien.

Mit Hans Martin Marquardt, einem langjährigen Freund der Lazarusbrüder, vermittelte der Besenbinder zwischen dem Beauftragten des Naturschutzgebietes und der Gesellschaft. Eine Erkundungsfahrt in das benachbarte Belgien ergab, dass die Lazarus-Brüder mit einer Ausnahmegenehmigung das Heidekraut abernten dürften.

So fuhr man dann zusammen mit den drei „Nachwuchsbesenbindern” Niklas und Tobias Riebe sowie Marcel Berwix Mitte Januar gen Belgien, um das Material für rund 40 Besen zu ernten. „Ich freue mich, dass wir die Gelegenheit bekamen, hier in diesem schönen Gebiet, das Heidekraut holen zu können, und dass die jungen Leute mitgeholfen haben,” sagt Heinrich Ningelgen, Präsident der Historischen Gesellschaft.

Eine Woche später trafen sich die „Neu-Besenbinder”, um in der Garage von Josef Esser und unter Anleitung von Hans Jansen die Besen zu binden. Mit ein wenig Übung und dem Wissen um die nötigen Tricks klappte das alles schon recht prima.

Alle Besen sind fertig, so dass die Besenträger des Lazarus Strohmanus ihren Rundtanz vollziehen und ihre Besen hoch über den Lazarus halten können.
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