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Beim Bäckerball erbebt das Eurogress

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Bäckerball im Eurogress: Das Publikum hatte unglaublich viel Spaß an d´r Freud, die Stimmung war prächtig, und so manchen hielt es schon während der Sitzung nicht mehr auf den Sitzen. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Es ist 3 Uhr morgens, das Eurogress ist noch immer brechend voll, gefüllt mit bunt kostümierten Fastelovvendsjecken.

„War das eine phänomenale Party”, darin sind sich die Blumenwiese, der Hippie und der Matrose einig, als sie sich nach vielen Stunden rauschender Party auf den Weg nach Hause machen - die Stimmen heiser, die Wangen vom vielen Tanzen gerötet, die Gesichter froh und glücklich.

Der Karnevalsverein Aachener Bäcker hatte wieder zum traditionellen Ball geladen.

Schon seit halb acht feiern die Jecken im Europasaal. Den Auftakt macht traditionell der Märchenprinz mit seinem Hofstaat und dem Neptun-Ballett. Vor allem der zuckersüße Puffel und der Strick, die zu Wanda Jacksons „Let´s have a Party” über die Bühne rocken, begeistern das Publikum. Und dann folgen (fast) nur noch Höhepunkte.

Famose Stimmung

Zuerst spielen die Jonge vajjen Beverau auf. Es wird geschunkelt, gesungen und gefeiert. Die Stimmung ist famos, wie man es vom Bäckerball gewohnt ist. „Er gehört zum Bäckerball wie die Marmelade in die Puffel”, kündigte Präsident Michael Nobis den Lennet Kann alias Dirk von Pezold an und mehr als 1000 Narren singen lauthals mit.

Dann marschieren die Kölner Ratsbläser ein und bringen kölsche Tön ins Eurogress. Die Öcher sind nicht immer ganz textsicher, aber spätestens als et Trömmelche jeht, hält es niemanden mehr auf seinem Platz. Absolut famos, was die Musiker vom Rhein bieten.

Der Saal brodelt, und dann bringt ihn Mr. Tom zum Kochen. Wer braucht Tina Turner, Elvis oder Michael Jackson, wenn er Mr. Tom haben kann? Der Imitator kann sie alle, und er kann sie gut. Dafür wird er mit der ersten Rakete des Abends belohnt.

Schwungvoll weiter geht es mit den Kruuschberger Funken, bevor die Brass- und Marchingband Querbeat aus Bonn mit ihrer Samba-Karnevals-Bigband-Musik loslegt. Der Auftritt ist schrill und knallbunt. Querbeat spielt nicht einfach Live-Musik, Querbeat feiert sie und mischt sich mittenmang unter das närrische Volk.

Nach dieser Vorlage hat die Abba-Coverband einen schweren Stand, die Jubelstimmung können sie nicht halten. Birgit Müller und ihr Showballett wagen ein Tänzchen mit den Elferräten, und dann kommt wieder Schwung in den Laden. „Hätzblatt” marschiert ein und verwandelt die Sitzung zurück in eine wilde Sause. Und weil Prinz und Hofstaat auf sich warten lassen, gibt es mehr - und keiner kriegt genug.

Ein lautes „Hurratschingbumm” kündigt Prinz Dirk IV. samt Hofstaat an. Das jecke Volk feiert seinen Narrenherrscher, das Jubiläum der Prinzengarde und sich selbst. Kurz nach Mitternacht ist die Sitzung vorbei, aber die Party geht weiter.

Vor den Türen des Europasaals wird schon seit Stunden getanzt: in der Karnevalsdisco, in Bakers Dance Floor oder zu der Live-Musik der „Wheels” und der „Jukebox Heroes”. Es ist brechend voll, und auch im umgebauten Europa-Saal wird jetzt zur Kapelle Holz getanzt.

Für Jung und Alt, für „Bushaltestellen”, „Blinde Hühner” und „Amy Winehouse”-Doubles, einfach für jeden Geschmack ist etwas dabei. Doch auch die tollste Party muss zu Ende gehen - für die einen in der späten Nacht, für die anderen erst am frühen Morgen. Im nächsten Jahr sieht man sich wieder: mit roten Wangen, heiserer Stimme und glücklichem Gesicht.
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