Deiters

Aus allen jecken Rohren gefeuert

Von: Christoph Classen
Letzte Aktualisierung:
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Voller geht´s nicht: 2500 begeisterte Jecke kamen zum Penn-Ball ins Eurogress. Die Karten dafür waren ruckzuck weg. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Wenn die Pennsoldaten einladen, stehen die Gäste Gewehr bei Fuß. Ganze 6,5 Stunden dauerte der Karten-Vorverkauf. Dann waren alle Tickets für den Pennball vergeben. An der Abendkasse tauchte der erste Karteninteressent um 13 Uhr auf - Einlass zur Traditionsveranstaltung war um 19 Uhr.

2500 Narren feierten letztlich im ausverkauften Eurogress, womit die Stadtgarde von 1857 erneut bewies, dass sie auf die richtige Taktik setzt. Sechs Live-Bands, eine Marching-Band und eine separate DJ-Ebene: Musikalisch ließ die Penn aus allen Rohren feuern, Musikmeister Georg Cosler zeichnete für die gelungene Mischung verantwortlich.

Im Europa-Saal teilten sich „Elan” und „Stadtgeflüster” die Bühne. Das Parkett war schnell mit tanzenden Jecken gefüllt, und auch abseits dessen wurde „Feuer frei”. Lungentorpedos durften gezündet werden, ein Rauchverbot gab es nicht. Im Europa-Saal scheint Brüssel ganz weit weg.

Volksnah präsentierte sich natürlich Prinz Dirk IV. Bei ihm hat die Session erste Spuren hinterlassen, der Narrenherrscher klang heiser. Zum Glück ist so eine absolutistische Tollität auf Stimme(n) gar nicht angewiesen, zumal das mit dem Singen auch noch ganz gut klappte. Spätestens mit Dirks Lied vom Schloss in den Wolken waren die Narren im siebten Himmel angelangt - und Markus Bongers bildete da keine Ausnahme. „Die Penn zieht einfach die meisten Leute, bei der Penn ist immer was los”, lobte der Prinzengarde-Kommandant, der sich dieses Urteil erlauben könne, „weil wir ziemlich viel rumkommen.”

Reinkommen sollte anschließend der Gastgeber selbst. Penn-Kommandant Jürgen Brammertz bat seine Stadtgarde zu sich auf die Bühne, die sich ausnahmsweise nicht in Uniform, sondern individuell kostümiert präsentierte. Auch so war die Pennshow ein Hingucker, Motto: „Musik ist Trumpf.”

Das galt auch fürs Foyer. Die Bands „Ilex” und „Night in Paris” sorgten für musikalische Höhepunkte, die DJ-Ebene auf der ersten Etage ließen die meisten Jecke nur am frühen Abend noch links liegen. Von dort oben bot sich in jedem Fall ein schöner Blick auf das närrische Treiben, das schon lange alles andere als überschaubar war. Und er beförderte auch die Erkenntnis zu Tage, dass der Pennball eine der wenigen Veranstaltungen ist, die bei Jung und Alt gleichermaßen Anklang findet.

Das galt auch für die Bands „Surprise” und „Rain City Rollers”, die im und rund um den Brüssel-Saal für Stimmung sorgten. Ihre Tickets für den Pennball 2011 dürften sie jedenfalls schon gelöst haben. Das lässt sich ja gar nicht früh genug erledigen.
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