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Aschermittwoch ist nicht alles vorbei...

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Fisch wird an Aschermittwoch und Karfreitag zwar besonders nachgefragt, aber während der Fastenzeit nicht häufiger konsumiert als zu anderen (kalten) Jahreszeiten auch. Foto: J. Lange

Stolberg. „Gedenke, o Mensch, dass du Staub bist, und zum Staube kehrst du zurück” (Psalm 90, 3). Nachdem die feiernden Jecken auf dem Höhepunkt der fünften Jahreszeit eine Menge Staub aufgewirbelt haben, ist der närrische Ausnahmezustand am Aschermittwoch vorbei, und der Tag steht unter dem Zeichen des Aschenkreuzes und des Fischessens.

So lassen beispielsweise die Erste Große Stolberger KG, De Wenkbülle, die erste kleine und andere Kupferstädter Karnevalsgesellschaften die Session traditionell mit einem gemeinsamen Fischessen ausklingen.

Das Aschenkreuz symbolisiert die Vergänglichkeit des Menschen und zugleich ein Versprechen: Das Sterben, die irdische Vergänglichkeit, ist für die Christen gleichsam das Tor zum Ewigen Leben. Am Mittwoch werden in 15 katholischen Kirchen der Kupferstadt Gottesdienste gefeiert, in denen das Aschenkreuz ausgeteilt wird.

Papst UrbanII. führte den Brauch des Aschenkreuzes im 11.Jahrhundert ein und im 12.Jahrhundert wurde festgelegt, dass die Asche von Palm- und Ölzweigen des Palmsonntags vom vorherigen Jahr gewonnen wird. Die Asche ist das Symbol der Vergänglichkeit, der Buße und der Reue. Dennoch steht das Aschenkreuz nicht in direktem Zusammenhang mit dem Ende der Tollen Tage des rheinischen Karnevals, sondern markiert den Beginn der vor-österlichen Fastenzeit, die am Karfreitag endet.

Weniger die Ernährung nach einem Diätplan oder die Einhaltung bestimmter Vorschriften machen den tieferen Sinn der Fastenzeit aus. Im biblischen Sinne bedeutet Fasten die Besinnung darauf, mit den Gaben Gottes und seiner Schöpfung verantwortungsvoll umzugehen und diese maßvoll zu gebrauchen. In der heutigen, modernen Gesellschaft reglementieren Christen in der Fastenzeit weiterhin ihren Umgang mit Alkohol aber auch mit Nikotin, treiben Sport und leben generell gesund und bewusst. Junge Menschen schränken ihren Fernseh-, Videospiel- und Internetkonsum ein, um die gewonnene Zeit sinnvoller nutzen zu können. Der konsequente Verzicht auf den Verzehr von Fleisch, und eine rigorose Umstellung der Ernährung auf Brot und Fisch gehören weitestgehend der Vergangenheit an.

Nicht mehr Fisch konsumiert

Das bestätigt auch Fischzüchter Elmar Mohnen: „Traditionell wird in der kalten Jahreszeit mehr Fisch gegessen, was daher rührt, dass die Menschen früher keine modernen Kühlmöglichkeiten hatten und den Fisch im Winter länger aufbewahren konnten. Während der Fastenzeit aber wird nicht mehr Fisch konsumiert als zu anderen Zeiten auch.” Lediglich am Aschermittwoch und am Karfreitag sei eine gesteigerte Nachfrage festzustellen. Die Fischzucht bietet (auch) heute frische sowie geräucherte Regenbogenforellen, Lachsforellen und Saiblinge an. Die Fische stammen aus der Zucht in den eigenen Teichanlagen in Gressenich, Schevenhütte, Burg Maubach und Eschweiler-Vollmühle.
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