Heinsberger Kindergärten pilgern schrittweise nach Aachen

Von: Anna Petra Thomas
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Eine Wallfahrt der kleinen Schritte: Die Kinder der Kindergärten der GdG Heinsberg-Waldfeucht näherten sich bereits in den vergangenen Wochen dem Thema Heiligtumsfahrt. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Für Groß, aber auch für Klein in der Heinsberger Region ist die Aachener Heiligtumsfahrt ein Thema. So hatten zum Beispiel auch die fünf katholischen Kindergärten in der GdG Heinsberg-Waldfeucht zunächst die Idee, an der Heiligtumsfahrt teilzunehmen.

„Dann haben wir in unserer Leiterinnenrunde überlegt, statt zu einer Mammutveranstaltung mit den Kindern lieber im Kleinen zu pilgern“, erzählt Brigitte Minkenberg, Leiterin des Kindergartens St. Marien in Unterbruch.

Die Leiterinnen der fünf Kindergärten trafen sich mit Gemeindereferentin Irmgard Zielenbach und ihren Vorschulkindern in den vergangenen Wochen am Kindergarten St. Hedwig, um von dort aus eine Wallfahrt der kleinen Schritte und kurzen Wege zu unternehmen. Mit dabei waren neben den Kindern aus Heinsberg und Unterbruch auch Kindergartenkinder von St. Hubertus Kirchhoven, St. Johannes Haaren und aus dem Marienheim in Waldfeucht.

Vom Kindergarten an der Sittarder Straße ging es zunächst hinauf zur Schlangenkapelle und von dort weiter zum Selfkantdom. Die Kinder erkundeten zusammen mit Propst Markus Bruns die Krypta. Dort hinterließen sie auch die großen roten Papierherzen, auf die sie ihre Wünsche und Gedanken gemalt oder aufgeschrieben hatten. Nach dem Segen rundete ein Picknick im Garten von St. Hedwig die Wallfahrt der kleinen Schritte ab.

Angebote für Groß, nach Aachen zu fahren, kommen etwa aus einer Pfarrei und von der regionalen Frauenseelsorge. Bereits seit 1349 würden die Heiligtümer in Aachen alle sieben Jahre den Gläubigen gezeigt, erklärte Propst Thomas Wieners, der am 27. Juni mit Gläubigen aus der Pfarrei St. Marien Wassenberg in einem organisierten Bus nach Aachen fährt.

„Man spürt den Atem der Geschichte, wenn man sich einreiht in die Schar der Gläubigen, die nach Aachen pilgern“, sagt er. „Wir sehen Reliquien, die uns an die Ursprünge unseres Glaubens erinnern: die Windeln Jesu, das Lendentuch Jesu, das Enthauptungstuch Johannes des Täufers und das Kleid Mariens.“

Dies seien wichtige Momente für das persönliche Glaubensleben, „weil unser Glaube eben auf historischen Fakten beruht, wenn er sich auch nicht in ihnen erschöpft“, sagt der Propst. „Und weil wir als Pfarrei St. Marien Teil des Bistums Aachen sind, ist auch die Teilnahme wichtig.“ Sie sei ein Zeichen der Verbundenheit mit dem Aachener Dom und seinen Schätzen. „Beim Pilgern setzen wir uns in Bewegung, erweitern unseren Horizont und kehren sicher mit vielen neuen Eindrücken und Impulsen beschenkt wieder nach Hause zurück.“

Für die regionale Frauenseelsorge hat Sabine Mevissen ebenfalls für den 27. Juni eine Tour organisiert – mit dem Zug. Ab 11 Uhr starten die Frauen von den Bahnhöfen in Erkelenz, Geilenkirchen und Heinsberg. „Wir nehmen den kleinen Pilgerweg vom Bahnhof aus zum Dom und beteiligen uns an der Verehrung der Heiligtümer“, erläutert sie.

Weiter gebe es Gelegenheit, das Programm der Frauenseelsorge mit der Kunstausstellung in der Citykirche zu entdecken. Den Impuls dazu gestaltet Sabine Mevissen selbst um 17 Uhr an diesem Tag. „Danach besuchen wir die heilige Messe auf dem Katschhof, denn es ist ja der Tag der Region Heinsberg.“

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