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Zu allen Zeiten hat der Fußball für mehr gestanden als nur für sich selbst, immer waren die elf, die auf dem Platz standen, die kleine Vertretung eines größeren Ganzen. Eines Dorfes, eines Stadtteils, einer Stadt und so fort. Akademikern aller Fakultäten ist der Fußball auch deswegen seit jeher Unterhaltung und Forschungsobjekt gleichermaßen, doch bedurfte es erst der rhetorischen Brillanz des deutschen Fußballlehrers, um den Fußball auch in eine akademische Sprache zu fassen.
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Die EU-Kommission hat beschlossen, dass ab Mitte November Schwäbische Maultaschen als regionale Spezialität geschützt sind. Ab dann dürfen sie nur noch aus Baden-Württemberg oder dem bayrischen Teil von Schwaben kommen. Endlich!
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Noch keinen Monat ist Karl-Theodor zu Guttenberg im Amt, schon hat er die ultimative Feuertaufe als Wirtschaftsminister bestanden. Ohne falsche Bescheidenheit oder auch nur einen Hauch von Nervosität zeigt der schnittige Oberfranke, dass ihm die Fußstapfen seines Vorgängers Michael Glos in Sachen Verbalkompetenz mitnichten zu groß sind. Ganz im Gegenteil: Zu Guttenberg ist sogar noch besser.
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Es ist angerichtet: Chips, Bier, Freunde, Fernbedienung. Nichts steht einem gemütlichen Fußballabend mehr im Wege. Ob Champions-League, Uefa-Cup oder in der Not auch einmal 2. Bundesliga – wenn Deutschlands Mannschaften kicken, dann zeigt der Tunnelblick Richtung Fernseher. Leider lässt sich aber das Gehör nicht abschalten. Und so muss Fußballdeutschland ertragen, was sich bezahlte Sprachdilettanten an Ausrutschern erlauben.
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Neulich haben wir Heini wiedergetroffen. Heini ging auf die gleiche Schule wie wir und war Aachens einziger Oi-Skin. Oi-Skins sind gewissermaßen die guten Skinheads, sie tragen Bomberjacken, rotkarierte Hosen und Springerstiefel. Politisch gesehen sind Oi-Skins links, wie Punker und Anarchisten.
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Montag, 25. Februar 2008
Schwimmen in Zwolle
Multikulti im Schwimmbad? Wo kämen wir denn da hin! - Das «Hansebad» im niederländischen Zwolle hat jedenfalls jetzt einer Agenturmeldung zufolge muslimischen Frauen im sogenannten Burkini den Zutritt zu den normalen Öffnungszeiten untersagt.
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Habe heute den Fehler begangen, Pro Sieben einzuschalten. "Das Blut der Templer". Worum es da geht? Nicht einmal der Regisseur könnte das beantworten. Einen solch gequirlten Dünnpfiff haben Deutschlands Mattscheiben bislang nicht erleben müssen. Ich erspare dem geneigten Leser Einzelheiten dieser Produktion, gegen die Homer Simpson in seinen wüstesten Cartoon-Exzessen wie ein Arte-Beitrag über das Leben im Kleinwalsertal erscheint.
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Bei manchen Meldungen lohnt es sich, genauer hinzusehen, bevor man sich der kollektiven Aufregung anschließt. Besonders, wenn Zahlen im Spiel sind..
Aber da die Nachricht von der renommierten Deutschen Presse-Agentur (dpa) verbreitet wurde, plapperten die meisten Journalisten sie am Mittwoch ungeprüft nach und schlossen sich dem kollektiven Aufschrei an: „Erbarmen – wir sterben aus!!!“
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Komme gerade zurück aus Schalke (oder heißt das von Schalke?). Vom königsblauen Champions-League-Festival gegen Rosenborg Trondheim. War schon eine beeindruckende Sache, dieser Fußballabend in der Veltins-Arena. Ein Abend, der dem Tivoli-gewohnten Zuschauer geradezu Erstaunliches bot: Ist man in der Soers Kollektivgegröhle des Inhalts "Arschlock, Drecksack, Hu......" gewohnt, so tönte mitten im "Ruhrpott" stattdessen zart "Kling, Glöckchen, klingelingeling" aus einer Trompete ans ungläubige Fan-Ohr.
Champions-League-Fußball mit 55.000 Fans in der Arena der Bergwerker und Stahlkocher. Die wahre Klasse eines Clubs und seiner Fans zeigt sich eben nicht nur in der Tore-, Schwalben, Ecken- und Abseitsstatistik.
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Freitag, 2. November 2007
Chapeau, Herr Lohmeyer!
Chapeau, Herr Lohmeyer!
Ja, so geht's. Mit einem formvollendeten Brief hat das Hotel Holiday Inn Dresden zwei NPD-Funktionäre ausgeladen. Diese Nachricht läuft um die Welt. Und der Hoteldirektor, der diesen Brief verfasst hat, Johannes H. Lohmeyer, ist ein viel gefragter Mann.
Auch unsere Zeitungen berichten in der Samstagausgabe über den Fall. Doch auch hier im Blog der ganze Wortlaut: "Sehr geehrter Herr Apfel, sehr geehrter Herr Delle, wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.
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"Niederrheiner sind freundliche Menschen" lese ich auf einem Fahrradaufkleber am Rheinufer bei Wesel. Tausende genießen hier das möglicherweise letzte sonnige Wochenende des Jahres. Auch einige Eschweiler sind darunter, die hier zwei muntere Tage und Nächte verbringen. Und dabei feststellen müssen, dass Niederrheiner nicht nur freundliche, sondern auch praktisch veranlagte Zeitgenossen sind.
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Unser Leser Reinhard Gumbert ist am Sonntagabend mit der Bahn gefahren und hat dabei eine Erfahrung der ganz besonderen Art gemacht...
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Donnerstag, 11. Oktober 2007
Die neuen Leiden der Eva H.
Eigentlich sollten schon bei den ersten Buchstaben die Finger ängstlich zurückzucken. Da schwingt sich eine gewisse Eva H., ihres Zeichen einst Nachrichtensprecherin, zur Buchautorin auf, zieht merkwürdige Vergleiche und schon bricht eine deftige und heftige Debatte aus. Bevor sich erste Leser dieser Zeilen bereits zum Gegenangriff firmieren, weil ich Dinge verharmlose: Stopp!
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Donnerstag, 11. Oktober 2007
Sauber zum Narren gehalten
Der Mann war Grüner, Umweltminister und unberechenbar. Und da im April 2005 beim Kauf meines neuen Wagens nicht abzusehen war, ob Jürgen Trittin wiedergewählt werden und was er dann noch alles aushecken würde, habe ich meinen Diesel gleich mit einem Partikelfilter ausstatten lassen. Den gab es damals noch nicht serienmäßig und trieb den Preis für das neue Gefährt um 580 Euro in die Höhe. Die gute Sache war es mir wert.
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Blöder Kalauer aus Schülertagen: «Was gibt dreimal sieben?» fragt die Lehrerin. Antwort: «Ganz feinen Sand.» Gut, ist nicht gerade ein Brüller, fiel mir auch nur ein, als ich Sebastian Dickhauts Tipps zum Thema «Küchensieb» las.
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Montag, 24. September 2007
Belgische Kannibalen
Wochenend und Sonnenschein und ab an die belgische Küste. Herrliches Flandern, zauberhaftes de Haan - bis im Supermarkt am Fleischregal der Blick auf eine Terrine mit einem handgeschriebenen Schildchen fällt.
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Donnerstag, 20. September 2007
Wupp und Huch
Dieser Tage sitze ich - weil Spätdienst - morgens in meinem Arbeitszimmer am PC, als es draußen "wupp" macht. Sekunden später gehen vereinzelte spitze Schreie in Beifall über. Da wird man neugierig. Blick aus dem Fenster: Gegenüber, im Hof des Franziskus-Krankenhauses steht ein Häuflein Menschen, denen ein Herr was erzählt. Wesentliche Teile des Geschehens werden von einem Baum verdeckt, der zwischen mir und der Gruppe steht. Ärgerlich.
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Erinnern Sie sich noch? An die Zeit, als die CDU Berufsverbote für all die durchsetzte, die sich ihrern Erkenntnissen nach nicht "auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung" bewegten? Geblieben ist davon nicht viel. Heute arbeiten erklärte Gegner unserer Verfassung als Minister. Mit CDU-Parteibuch.
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Musik gilt gemeinhin als Ausdruck von Lebensfreude. Das gilt selbst für Märsche, wie jeder gestandene Indestädter, dem der als "Eschweiler Stadtmarsch" bekannte "Laridah" von Kindesbeinen an in den Knochen steckt, aus eigenem Erleben zu bestätigen weiß: Kaum erklingen irgendwo die ersten "Laridah"-Töne, springt jeder Indestädter - und sei er noch so kläglich von Müdigkeit, Krankheit oder Alkohol hingestreckt - in die Vertikale und beginnt rhythmisch zu zappeln.
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Freitag, 7. September 2007
Närrische Nachhilfe...
Ich gestehe: Ja, ich bin ein Narr. Ein Fastelovendsjeck, wie man in Eschweiler zu sagen pflegt. Sogar ein Karnevalist, weil ich Funktionär eines Karnevalsvereins bin. Dies mag mancher außerhalb des rheinischen Dunstkreises eher herablassend zur Kenntnis nehmen, aber in diesen Breiten saugt man das Alaaf mit der Muttermilch ein.
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 Wenn einer eine Zeitung macht, dann kann er was erzählen. Was dabei nicht im Blatt landet, das verarbeiten die Kollegen aus den Redaktionen vielleicht hier.

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