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UrsprĂŒnglich stammt dieser Begriff des passiv-aggressiven Verhaltens aus einer reinen MĂ€nnerdomĂ€ne, der amerikanischen Armee, und geht auf den MilitĂ€rpsychiater Colonel Menninger zurĂŒck, der wĂ€hrend des 2. Weltkrieges passiv-aggressive Steuerung als „Reaktion der Unreife“ bezeichnete und als Versuch des eigentlich Schwachen der AutoritĂ€t eines „mĂ€chtigeren Gegners“ entgegen zu arbeiten, und zwar meist nicht offen, sondern verdeckt, subtil, indirekt..., eben aus der Deckung heraus.

In der Armee konnten sich Soldaten im Prinzip nur durch verdeckte Missachtung der Befehle in eine Art gewaltlosen Ungehorsam flĂŒchten, sie verhielten sich damit nach außen angepasst, da persönliche, offene Entscheidungen zu ebenso offenen Konflikten eskaliert wĂ€ren, was zudem nicht zum Ehrenkodex einer Armee passt.

Nach außen noch in etwa angepasst, bei innerer latenter Renitenz, ist ebenfalls eine ausgezeichnete Interpretation des passiv-aggressiven Verhaltens.

Somit steckt im Begriff der passiven Aggression psychodynamisch eine verdeckte „Rebellion“ gegen das angeblich MĂ€chtige, steckt Feindseligkeit und oft unangemessene Kritik gegenĂŒber AutoritĂ€ten und/oder einem System dahinter, kann bis hin zur heimlichen Verachtung und Abwertung eines Chefs, eines Kollegen, Freundes oder Beziehungspartners gehen und ist immer verbunden mit der grundsĂ€tzlichen, inneren Annahme und Haltung, irgendwie sowieso schon latent von diesen Anderen benachteiligt worden zu sein. Praxis Kontakt und Infos auf eigener Website.

WĂ€hrend Frau durch ihre geschlechtsspezifische Sozialisation weitgehend angehalten wurde, möglichst weniger als der Mann aggressive Impulse auszutragen und damit tatsĂ€chlich hĂ€ufig eine eher indirekte und damit passive, konfliktvermeidende Haltung erlernt hat, hat die neue Frau damit schon eher Probleme, wenn sie zunehmend aktiv-aggressive Verhaltensweisen durchsetzen will, wĂ€hrend gesellschaftlich immer noch vorsichtig-zurĂŒckhaltende, d.h. passiv-aggressive Einstellungen von ihr erwartet werden.

Es ist wissenschaftlich weitgehend untersucht und gesichert, dass die passive Aggression fĂŒr die Psyche der Frau nicht so konflikthafte ZĂŒge trĂ€gt, wie es offensichtlich beim Mann der Fall ist.

Immerhin zerbrechen nicht wenige Beziehungen an passiv-aggressivem Verhalten von MĂ€nnern und vielleicht in Zukunft ebenfalls mehr am zunehmend aktiv-aggressivem Verhalten von Frau ?
siehe Website

Aber unser sozialgesellschaftlicher und vor allem evolutionĂ€rer Kontext billigt MĂ€nnern in ihrer Rollenerwartung zunĂ€chst ein Mal eher zu „drauf zu hauen“,sich also zu wehren, als ĂŒblicherweise Frauen es tun.

VerhĂ€lt sich ein Mann hier eher untypisch, so muss er seine vorhandene Aggression in ganz bestimmte Verhaltensmuster ableiten, leugnet dabei jedoch unbewusst seine aggressiven Anteile und bleibt dabei in einem latenten Widerspruch mit sich selbst,denn er spĂŒrt seine Wut, lĂ€sst sie aber nicht deutlich, sondern verdeckt raus...

Er nimmt sich vor allem passiv und damit hilfloser oder ausgelieferter wahr, als es die RealitÀt bestÀtigt. Vieles wird also schicksalhaft hingenommen, beklagt, gejammert, und immer haben die Anderen es besser, haben die besseren Chancen, Beziehungen, Gelegenheiten usw.
Den klassisch passiv- aggressiv gesteuerten Mann umgibt eine Art Anklage-Nimbus inklusive einer eingebauten „Verneinungssucht“, also erst mal alles in Frage stellen zu mĂŒssen. Eine gefĂ€hrliche, weniger eine bunte und spannende Welt, wirft grundsĂ€tzlich ihre Fallstricke nach ihm und nur nach ihm aus, er ist das Opfer!

Eine passiv-aggressive Lebenseinstellung kann sich also in sorgsam verdeckten GefĂŒhlen der subjektiv gefĂŒhlten Benachteiligung, Neid und Missgunst zeigen,ist nicht unbedingt sofort offensichtlich, denn so gepolte MĂ€nner nehmen nicht selten eine unbewusste Tarnung ein, indem sie ihre passive AggressivitĂ€t oder sogar Feindseligkeit hinter Schuldzuweisungen, oft auch einfach UnzulĂ€nglichkeit oder sanfter Manipulation verbergen.

Die indirekte Art ( passiv-aggressiv ) seinen Ärger oder gar Feindseligkeit zu verpacken, auch verborgen hinter der Maske der grĂŒblerischen oder meditierenden Ruhe, verborgen auch hinter Bequemlichkeitshaltungen und gezeigter Arglosigkeit bis betonter Toleranz, lĂ€sst Frau glauben, nur sie könnte seine BedĂŒrftigkeit sehen und die „Mauern niederreißen „..Eine hĂ€ufig verhĂ€ngnisvolle und anstrengende Schlussfolgerung.

HĂ€ufig ist einer seiner unbewussten WinkelzĂŒge jener, dass selten oder nie gesagt wird, was wirklich gemeint ist.Folglich bekommt der Sozial-bzw. Beziehungspartner stĂ€ndig gemischte bzw.doppeldeutige Botschaften.

So beobachtet beispielsweise eine Klientin staunend den bemĂŒhten Mann im Freundeskreis, der kaum im eigenen Auto sitzend, kein gutes Haar an allen lĂ€sst. Er lebt nicht nur im Widerspruch, er ist hĂ€ufig der personifizierte Widerspruch!

Quasi lebt er und die jeweilige Partnerin in einem Art Bedeutungsnebel, weil das passiv-aggressive Verhaltensmuster WidersprĂŒche herstellt zwischen dem, was er zu sein vorgibt, und letztlich seiner gezeigten Handlungsweise.

Der passiv-aggressive Mann hat schließlich genau das Problem, dass er sich nur sehr schwer und oft nebulös mitteilt, fĂŒhlt sich dabei stĂ€ndig missverstanden, ist nicht selten im Zuge dessen : schweigend aggressiv, anklagend, vorwurfsvoll und mĂŒrrisch.

“Ich hĂ€tte niemals gedacht, was fĂŒr einen schwierigen Partner ich da heirate“, wird mir erzĂ€hlt.“ „Er war anfangs doch so charmant und umgĂ€nglich. Ich fand auch toll an ihm, dass er mal bei mir ĂŒber seinen Job gejammert hat, er zeigte damit ja auch Vertrauen und seine schwachen Seiten, nun tut er das allerdings immer.“

„Wenn ich ihm mitteile, was ich will, macht er es mir umso schwerer, es auch zu erhalten“, berichten Frauen zum Thema passiv-aggressiven mĂ€nnlichen Verhaltens weiter. Immer, so wurde mir auch geschildert, wird irgendetwas zunĂ€chst zugesagt oder wenigstens nicht eindeutig abgelehnt, dann aber meist zurĂŒckgenommen und die Unzufriedenheit der Partnerin darĂŒber wird nur als Indiz dafĂŒr gesehen, dass sie ihn und seine BedĂŒrfnisse mal wieder ĂŒberhaupt nicht versteht. Damit wird das Problem auf den Kopf gestellt, das Problem liegt immer bei der Partnerin bzw. den Anderen. Es wird einfach nicht anerkannt, dass ein so behandelter Sozial- bzw. Beziehungspartner ein Recht auf den eigenen Ärger hat Partnerinnen solcher MĂ€nner können schier verzweifeln an der Diskrepanz zwischen Worten und Taten...

Fortsetzung folgt

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29.06.2008 09:13 Uhr
G.S. kommentiert
Prima Monika,
jetzt kennen wir die Probleme von MĂ€nnern - aber die von Frauen bleiben ein Buch mit sieben Siegeln.

mfg
G.S.

29.06.2008 14:54 Uhr
jogi kommentiert
super moni!
wenn ich an die frauen denke mit denen ich im leben teilweise zu tun hatte und den ganzen problemen( z.b. bulimieanfÀllen , panikattacken, schlafstörungen, depressionen, allgemeinen unzufriedenheiten usw...) hÀtte man doch allen grund zur aktiven agressivitÀt haben können:-) wusste ichŽs doch:-))
lg hg

30.06.2008 19:19 Uhr
monika Koch kommentiert (Homepage)
ErgĂ€nzende ErlĂ€uterung fĂŒr Kommentatoren..

Frauen sind eher PASSIV-AGGRESSIV strukturiert, schon "von Natur aus", d.h. eher weniger aktiv-aggressiv und damit oft eher konfliktvermeidend, hÀufig moderater erzogen bereits durch ihre geschlechtsspezifische Sozialisation.

Frauen gehen Konflikte hĂ€ufig indirekt an, versuchen sich in „weiblicher Diplomatie“, der Mann sucht bevorzugt schnell nach Problemlösungen, geht aktiv-aggressiv an diese heran.

Nicht so der Typus des passiv-aggressiv gesteuerten Mannes. Dieser stellt sich selten offen Konflikten, bleibt gerne in Deckung, vermeidet oder weicht dem Ganzen irgendwie aus, ist aber damit auf Dauer auch nicht glĂŒcklich, denn es verbleibt in ihm das stĂ€ndige GefĂŒhl der Benachteiligung oder der ungerechten Behandlung,“weil er so gar nichts falsch gemacht hat“...

Frau denkt hÀufig umstÀndlich um die Ecke, ein passiv-aggressiver Mann eigentlich auch, was sich in seiner indirekten, teilweise wenig fassbaren,nebulösen und manchmal sogar faselnden Kommunikation zeigen kann.

Es wird viel gesagt ohne viel zu sagen oder lieber noch wird geschwiegen, was aber ebenfalls aggressiv ankommt bei Sozialpartnern, die meist dringend auf Antworten oder Handlungen hoffen und warten.

Gleichzeitig leidet dieser Typus Mann unter seiner eigenen innerer Zögerlichkeit und Verhaltenheit, genau das ist sein eigentliches, inneres Dilemma, er will eigentlich anders,als er dann tasÀchlich tut.

Und und dann auch wieder nicht : Er schwankt instabil, zwischen den Grundhaltungen des aktiven Herangehens an die Herausforderungen des Berufes oder der Partnerschaft, vermag sich aber andererseits auch passiv dem Ganzen gleichzeitig ergeben, nichts oder zu wenig tun...was ihn selbst unterschwellig nervt, seine Umwelt meist noch mehr.

Diese PassivitĂ€t, bei gleichzeitiger unterschwelliger AggressivitĂ€t, ist in höchstem Masse neurotisierend, also entsprechend von inneren Konflikten begleitet und negativen GefĂŒhlen, die der passiv-aggressive Mann dann auf seine Umwelt und seine jeweiligen Sozial-Partner projiziert: es gelingen so glĂ€nzend und schnell nachvollziehbar Schuldzuweisungen, die von Partnern hĂ€ufig lebenlang angenommen werden, aber keinesfalls berechtigt sein mĂŒssen.

Der Typus des passiv-aggressiven Mannes vermeidet es grundsĂ€tzlich, selbst dafĂŒr gerade zu stehen, wenn er sich "gedrĂŒckt" hat,Mist gebaut hat, und irgendwie findet sich ein Anderer, der es war, der etwas nachweislich falsch gemacht hat.

Und so rettet sich der innerlich total ambivalente passiv-aggressive Mann hÀufig auch in leere Versprechungen, die er nie einhÀlt oder ...sie einfach vergisst.

So vermeidet er letzlich Verantwortung fĂŒr das eigene Tun und Nicht-Tun, er bleibt, wie ein Soldat in Deckung und sucht gerne nach Gelegenheiten, Befehle oder Pflichtdienste auf subtile Weise zu sabotieren, um auf die historische Begriffsfindung des passiv-aggressiven Persönlichkeits-und Verhaltensstils nach Menninger zurĂŒckzukommen.(vgl. Bloganfang)

Aber genau das treibt ihn ja gleichzeitig um,er mĂŒsste mit sich selbst hadern, tut es dafĂŒr immer mit den Anderen. Dies ist dann seine Form der Aggression.

Frau hat mit ihren lebenslang eingeĂŒbten passiv-aggressiven ZĂŒgen naturgemĂ€ĂŸ weniger Probleme,sie kanalisiert diese, je nach Persönlichkeitsstruktur und Entwicklung, in gesunde oder ebenfalls neurotische oder psychosomatisch bedenkliche KanĂ€le, kann zwanghafte SĂŒchte wie eine Anorexie oder Bulemie ( Mager-und Ess.-Brechsucht) entwickeln oder andere Reaktionen, von depressiven Aspekten gesteuert bzw. begleitet.

Die inzwischen viel beschriebene neue Frau der jĂŒngeren Generation, steuert inzwischen ihr Leben immer mehr aktiv-aggressiv und ĂŒbernimmt damit eher mĂ€nnliche Konzepte, ihre weicheren und moderaten Seiten werden nicht selten dabei vernachlĂ€ssigt.
Und genau dies erlebt dann Frau als konflikthaft.

Zusammenfassung :

Der passiv-aggressiv gesteuerte Mann will unterschwellig seinen mĂ€nnlichen "FĂŒhrungsanspruch" (aktiv-aggressiv) ausleben, bremst sich aber weitgehend selbst dabei immer wieder aus.
Er verbleibt so in einem latenten Zustand der Unzufriedenheit, Wut oder gar Depression und zieht sich nicht selten manchmal von der Welt zurĂŒck, die ihn sowieso nicht versteht, oder benachteiligt oder was auch immer.

Dieser Typus Mann verfĂŒgt ĂŒber ein großes Repertoire in Sachen Anklage und VorwĂŒrfe gegen alles und jedes und sieht sich selbst entsprechend wenig reflexiv als Auslöser, nie als TĂ€ter.
Ebenso vermag er mittels sanfter Manipulation, einfach auch Mal -phasenweise-als netter Kerl, sich so mancher Pflichten entziehen und kommt auf den ersten Blick meist sehr moderat und sanft bei den Frauen an, wenn die Liebe noch jung ist.
Nicht desto trotz gelingt es gerade diesem Mann perfekt Frau zu instrumentalisieren, wenn sie sein Bequemlichkeits-und Vermeidungsssystem nicht rechtzeitig durchschaut.

Tut sie es, zeigen sich immer mehr passiv-aggressive ZĂŒge seinerseits, die entweder hingenommen werden oder aber Frau aufrufen zur "Flucht"..., je nachdem wie sie selbst gestrickt ist.


Aktuell gibt es noch schwebende Verfahren, diese mĂ€nnlichen, passiv-aggressiven PersönlichkeitszĂŒge und Verhaltensweisen, falls das eigene Leben und das anderer Menschen sehr beeintrĂ€chtigend, in psychiatrische Diagnose-Manuale zu ĂŒbernehmen, und zwar unter der Kategorie der Persönlichkeitsstörung.
DarĂŒber ist sich die Fachwelt allerdings noch nicht einig, da passiv-aggressive Verhaltebnsweisen( teilweise vermischt mit depressiven ZĂŒgen), durchaus auch als Unteraspekte bei anderen, eklatanten P.störungen mit vorkommen können.

15.09.2008 10:29 Uhr
Tanja kommentiert
(Kommentar entfernt)
15.09.2008 17:15 Uhr
Koch kommentiert (Homepage)
ZunĂ€chst ein Mal danke fĂŒr Ihren Beitrag.

Sie haben mir vertrauensvoll beschrieben, wie es derzeit um Ihre aktuelle Beziehung steht und auch einiges ĂŒber Ihre Biografie erzĂ€hlt.
FĂŒr Sie ist inzwischen klar, dass Sie sich immer vor allem passiv-aggressiv strukturierte MĂ€nner „ausgucken“ und ich nehme daher an, Sie haben beide Blogs zu dem Thema inhaltlich gut verfolgt.
Auch denke ich, wird Ihnen dann nicht unbekannt sein, dass wir stark die eigenen Anteile in einer Beziehung beantwortet wissen wollen, oder aber ins“schöpferische, reibungsvollere Gegenteil“ gehen.
So wie Sie Ihr eigenes Verhalten in den AnfĂ€ngen Ihrer aktuellen Beziehung schildern, sieht es mir stark nach einem ebenfalls eher passiv-aggressiven Verhalten aus, was bei Frau –im Gegensatz zum Mann-bekanntlich eher weiblich und charakterspezifisch von der Mitwelt registriert wird: Sie schildern sich als zunĂ€chst durchaus konziiliant bis gar unterordnend, offensichtlich konfliktvermeidend und harmoniebedacht, fallen dann aber von der (durchaus aktiven) Retterinnen-Rolle in die Opferrolle zurĂŒck, beschreiben Ihr Selbstmitleid und Phasen, wo Sie um NĂ€he betteln und entsprechend emotional an der Seite des jeweiligen Partners „verhungern“...Es bleibt eine lebenslange Unzufriedenheit mit sich selbst..
Bereits diesen letzte Erkenntnis zeichnet Sie allerdings auch wieder als sehr reflektionsfĂ€hig aus: Sie verdrĂ€ngen oder verschieben hier nichts, Sie konstatieren zwischen den Zeilen Ihre vermutete,ĂŒberfordernde Eigenbeteiligung,und das ist keineswegs passiv-aggressiv, denn wĂ€ren Sie es im strengen Sinne,mĂŒssten Sie ausschliesslich nur bei Ihren Partnern,der gesamten Lebenssituation und damit der ganzen Welt die Schuldigen suchen, was Sie aber nicht tun, sondern sich durchaus selbstkritisch Ă€ussern.
Wenn Ihr Partner-mag er Therapeut sein oder ein Handwerker oder ein Professor-trinkt- und dieses Suchtverhalten starken Ausdruck im tĂ€glichen Umgang findet-gehört er in FachhĂ€nde, nicht in die Ihren.Sie können ihn nicht retten, das muß er gefĂ€lligst selber tun !
Das haben Sie wohl inzwischen gelernt,lese ich ansatzweise aus Ihren Zeilen und dies ist jedenfalls der erste erkenntnishafte Schritt zu aktiven(eigenen) VerÀnderungen.
Es mag sein, dass Sie intuitiv so falsch nicht liegen, kann also sein, dass Sie so eine Art selbsterfĂŒllende Prophezeiungstechnik aktivieren und schon viel weiter von Ihrem jetzigen Partner entfernt sind, als Sie wahrhaben möchten..

Warum Sie sich also die immer auch anfĂ€nglich durchaus nur „netten, aber leider passiv-aggressiven Kerle“ ausgucken, oder sich von denen ausgucken lassen,beantwortet sich ebenfalls: Sie bieten sich schlicht und ergreifend als ideale Partnerin fĂŒr solche MĂ€nner an. Sie suchen ganz besonders nach Ausgewogenheit,Fairness,Respekt und Anziehung ĂŒber die erste Zeit hinaus, idealisieren dabei tĂŒchtig und zeigen damit durchaus ihr geschlechtsspezifisch-weibliches passiv-aggressives Verhalten, was ja von Ihren Partnern auch zunĂ€chst positiv angenommen wird,und zwar genau bis zum dem Punkt,wo Sie erwarten, dass dieser Partner Ihnen nun genauso aufopfernd und hingebungsvoll entgegenkommt wie Sie es laufend tun.... Tut er es nicht, fallen Sie schnell aus dem selbstgezimmerten Idealzustand, sind maßlos enttĂ€uscht bis verbittert und...ja trennen sich dann auch !

Und genau da ist „der Wurm am Haken“: der passiv-aggressive Mann will sich streckenweise ĂŒberhaupt nicht so passiv verhalten,kĂ€mpft innere KĂ€mpfe, will eigentlich aktive Klarheit und fĂŒrchtet diese gleichermaßen,denn er will Sie natĂŒrlich schon „behalten“, will seine Harmonie und Bequemlichkeit.
Ihr Partner lernt es möglicherweise auch auch Mal aktiv-aggressiv zu sein,wenn Sie ihn lassen.Was heisst das?

Sie benötigen-so lese ich aus Ihrem Text hypothetisch heraus-ganz viel NĂ€he. NĂ€he kann Angst machen und erdrĂŒcken, kann auch im anderen Fall sichern und Geborgenheit vermitteln. Vielleicht klingt es etwas einfach, aber versuchen Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben, denn diese tragen in sich bereits den Keim der EnttĂ€uschung oder geben enormen Druck an den Mann weiter,ob jetzt passiv-aggressiv oder aktiv-aggressiv gesteuert oder in gesunder Mischung vorhanden,ist fast egal.
Jedenfalls verhelfen Sie ihm quasi mit Ihrer anfĂ€nglich ĂŒberschwĂ€nglichen,spĂ€ter reinen entgegengesetzten Opferhaltung dazu, auf Ihr damit(auch) passiv-aggressives Verhalten,ebenfalls so verdeckt zu antworten, wenn er den offenen Konflikt vermeiden will.
Gehört er zur Spezies der offen Kommunizierenden, vermag er Sie auch geradeheraus fragen, was tatsĂ€chlich los ist... Aber genau das kann passiv-aggressives Verhalten selten, können Sie es denn oder fĂ€llt es Ihnen leicht ? Verpacken Sie Ihre BedĂŒrfnisse hauptsĂ€chlich in Anklagen und VorwĂŒrfe,er dafĂŒr in Drohungen, will er sich doch damit abgrenzen und Sie vielleicht subtil „entmachten“ ?
Ihr Partner beantwortet Ihrer Meinung nach Ihren Wunsch nach Gemeinschaft und NĂ€he mit abweisenden Drohungen : „Wie du mir so ich dir“. Vermutlich ist er ebenfalls schon ziemlich beziehungsmĂŒde,wenn er buchhalterisches Heimzahlen nötig hat.
Andererseits ist dies aber auch der Gradmesser einer Verzweiflung, die wohl nicht nur Sie alleine verspĂŒren,er auch, aber eben anders...: Er trinkt, schreiben Sie,flĂŒchtet in seinen Arbeit, meidet NĂ€he usw., da ist gewiss therapeutisch hinzuschauen...
FĂŒr Sie bedeutet das auf die Grundfrage zu kommen, ob Sie mit diesem Mann ĂŒberhaupt noch zusammen sein wollen oder nicht;steigen Ihnen die Probleme allmĂ€hlich wirklich ĂŒber den Kopf oder wird daran gedacht, jeder fĂŒr sich und auch gemeinsam, Hilfe zu suchen ?!!
Sie schreiben, Ihr Partner sei quasi ein Kollege, also psycholgisch geschult. Er sitzt nichtdestotrotz genau wie Sie als Laie in einem schwarzen Loch der Unkenntnis, vielleicht noch mit einigen klugen Theorien bekrÀnzt.
Aber genau das wird ihn weder schĂŒtzen, noch aus der Verantwortung fĂŒr sich selbst und fĂŒr seine kleine Familie entbinden.Immerhin hat er diese Verpflichtung doch ganz bewusst ĂŒbernommen,aus welchen GrĂŒnden auch immer und dies ist gewissermaßen auch „mutig“ gewesen, und ĂŒbrigens eher aktiv-aggressiv,es sei denn, er baut sich darĂŒber ausschliessllich nur als als toller Vater gegenĂŒber einer mies geredeten Kindesmutter auf,aber nach so viel vĂ€terlichem Narzismus klang das nicht in Ihrem Text.

Daß Sie Vergleiche mit dem Verhalten seiner Ex zu Ihrem anstellen ist ĂŒberflĂŒssig.
Sie mĂŒssen sich vielmehr an Ihre eigenen Empfindungen halten und nicht unbedingt an die unvermeidlichen Wiederholungen des Lebens glauben nach dem Filmmotto:“ Und ewig grĂŒsst das Murmeltier..“
Nur weil Sie schicksalhaft ebenfalls einen alleinerziehenden Vater hatten und eine Sie und den Bruder abgebende Mutter, gehen Sie nicht zwangslĂ€ufig in Ihr eigenes Lebens-Deasaster: Sie entscheiden sich tagtĂ€glich- ohne das Sie es oft bewusst merken- immer wieder fĂŒr Ihren eigenen NEUENTWURF, indem Sie alte eigene Verhaltensmuster hinterfragen, unterbrechen oder gar ganz auslöschen...

Nun sind Sie also als „Dritte“ mit Ihrer kleinen Tochter in diese kleine Welt des Partners vor eineinhalb Jahren hinzugekommen,Sie haben sich vermutlich bis zum Verbiegen arrangiert...Er hat sich vermutlich auf seine Weise auch angestrengt, in dieser Patchwork-Familie zu leben. Und nun ist Ihr und vermutlich auch sein Speicher leer, wie Sie schreiben,wundert Sie das ?
In derartig gelagerten FĂ€llen empfehle ich gerne eine Beziehungs- Bedenkpause oder Auszeit, was voraussetzt, dass man bereit ist, sich mit den Nachteilen und Vorteilen der Beziehung auseinanderzusetzen, am besten unter moderater Hilfe eines Fachmannes.
Auch wenn Ihr Partner Experte sein mag, er kann sich niemals selbst beraten oder therapieren, kann sein, das dies die grĂ¶ĂŸte zu ĂŒberwindende HĂŒrde ist, aber wenn Ihnen noch etwas aneinander liegt, sollten Sie nichts unversucht lassen.

20.10.2008 18:52 Uhr
Helga MĂŒller kommentiert
Hallo!
Ich wollte nur Mal DANKE fĂŒr den Artikel sagen. Es ist so wie ich es auch immer wieder in Beziehungen feststelle.
Der nette Mann, der völlig selbstverliebt erzĂ€hlt, wie tolerant er ja sei und letztlich ermöglicht ihm diese Haltung nur ein Vermeiden von Konflikten und ermöglicht Bequemlichkeit und liegt sehr nah an GleichgĂŒltigkeit.
Noch ein Vorteil: Bei dieser Haltung ist die Partnerin, die die Probleme anspricht oft "die Doofe", weil sie Unbequemes ausspricht und letztendlich allein verantwortlich ist/ Schuld am Konflikt, weil sie ja was auszusetzen hat....
Habe das schon sooooo oft erlebt...

21.10.2008 19:32 Uhr
Koch kommentiert (Homepage)
Danke fĂŒr Ihren Kommentar.

Problematisch ist das Leben mit einem passiv-aggressiven Mann ja vor allem deshalb, weil die GefĂŒhle meist noch PurzelbĂ€ume schlagen und man (bzw. frau) nicht zu frĂŒhzeitig aufgeben will, was auch i.O. ist.
Ganz schlimm allerdings wird das Zusammenleben, wenn der gegenseitige Respekt abhanden kommt und mildernde Sichtweisen, auch solche mit etwas mehr Humor, nun noch schwerer fallen.
Wenn sich erst mal die GleichgĂŒltigkeit breit macht kann, ist allerdings Alarmstufe Rot.
Haben Sie mal an eine stĂ€rkende Einzeltherapie oder auch an eine Krisenintervention gedacht, denn Sie sind sich immerhin selbst ja wohl nicht gleichgĂŒltig,oder?
Ihre innere Haltung zum Partner und Ihre Sicht auf ihn sollte ducrhaus mal von jemand Dritten angeschaut werden und Sie notfalls hierin sichern oder auch Mal irritieren, das kann natĂŒrlich auch dabei passieren.

Vielleicht ist manches im Laufe der Jahre so gewachsen,dass es erscheint,als sei es unwiderruflich so, aber muß man es deshalb nur "aushalten"...
Alles Gute wĂŒnscht Ihnen
Ihre Monika Koch

23.10.2008 22:21 Uhr
Emma kommentiert
Liebe Frau Koch!

Danke fĂŒr diesen wahnsinnig tollen Artikel! Er scheint mir wie die Antwort auf alle meine Fragen und genau das, wonach ich gesucht habe!!!!
Mein Partner scheint ein Paradebeispiel fĂŒr passiv-aggressives Verhalten zu sein, ich habe das bereits seit lĂ€ngerem erkannt und versuche mich damit anzufreunden. Aber die eine Sache, die ich nirgendwo finde ist: WAS SOLL ICH TUN? Wie soll ich mich verhalten??? Was ist das richtige Verhalten um der passiven aggressivitĂ€t entgegenzuwirken.
Eine gewisse ZEit habe ich versucht das ganze mit Humor zu nehmen. Ich bin ruhig geblieben. Ich wollte sein Ruhepol sein, ihm Geborgenheit und Vertrauen geben und ich wusste ja, dass er passiv-aggressiv ist und aus welchem Antrieb heraus er so reagiert, aber so habe ich mich immer mehr in die Opferrolle manövriert. Ich habe ihm nicht gesagt, wenn mich etwas stört, wenn ich sein Verhalten beschissen finde und seine Reaktion unangebracht, wenn ich finde, dass er im Unrecht ist und sich schon wieder total ĂŒbertrieben aufregt, weil er meint, die GANZE WELT sei GEGEN IHN!
Aber das bringt doch nichts....
Spreche ich ihn aber darauf an, wann er sich falsch verhalten hat, oder was er mir versprochen hat und nicht eingehalten, dann wird er patzig und kindisch und faucht mich an und es gelingt ihm alles so zu drehen, dass ich plötzlich seine Argumentation fĂŒr völlig logisch halte und denke "Mhh...er hat ja Recht und ich reagiere ĂŒber...ich hab das wohl falsch gemacht" und ich komme mir vor wie ein 3-jĂ€hriges Kind....
Ich weiß, dass er mich liebt. Er zeigt es mir ja auch...
Ich liebe ihn auch unendlich aber ich weiß, dass es so nicht weitergehn kann, dann hat diese Beziehung keine Zukunft und ich weiß, dass sie eine Zukunft haben soll.
Ich will etwas dafĂŒr tun und wissen, wie ich mit einem passiv-aggressiven Mann umgehen soll.!!
Das BUch "Wenn MĂ€nner mauern" sagt mir: "Schenken sie ihm vertrauen" wie kann ich ihm noch mehr vertrauen schenken als meine jetzige LiebenswĂŒrdigkeit, mein stĂ€ndiges BemĂŒhen um ihn, mein VerstĂ€ndnis??
Es sagt "Setzen sie ihm Grenzen?" Was genau bedeutet das??? Mag dieses Buch mir auch die Augen ĂŒber ihn geöffnet haben, ich kann doch nirgendwo einen Hinweis finden, was ich aktiv jetzt tun soll, damit es sich Ă€ndert. Er sich Ă€ndert! WIR uns Ă€ndern?

24.10.2008 15:45 Uhr
koch kommentiert (Homepage)
Danke fĂŒr Ihre AusfĂŒhrungen und Ihr Vertrauen !

Es ist mir durchaus klar, dass meine Beschreibungen eines bestimmten Verhaltensmusters immer wieder auf eine andere RealitÀt treffen und damit auf eine mehr oder weniger intakte Beziehung.
Bei Ihnen - so mutet es mich an - klingt nicht ganz soviel Resignation und vor allem Wut heraus, sondern mehr die (noch)geduldige Annahme und Zuwendung, die dieser Mann in der Tat unendlich benötigt, um seine emotionale Sicherheit zu bekommen und zu halten.
Sie lieben ihn,das merkt man deutlich,Sie fĂŒhlen sich auch (noch) geliebt, das ist ein Geschenk,was aber kein Alibi fĂŒr partnerschaftliches, latent unangemessenens Benehmen sein darf...

Nicht schön ist es, wenn Ihr Humor leidet und Sie sich nur noch als KĂ€mpferin empfinden und damit auch erschöpfen, was sich naturgemĂ€ĂŸ auch in der Beziehungsstimmung widerspiegelt.
Beziehung aber, die zum "permanenten Kampf" wird, oder zur "Umerziehung" oder zur "Anklagebank"wird, ist unsÀglich schwierig und tendiert fast zwangslÀufig ins lieblose AUS.

Aber ich denke, ich lese und interpretiere aus Ihrem Text durchaus Ressorcen heraus, auf die Sie sich letzlich auch verlassen können, um sich eben nicht so oft wie das kleine meckernde dreijĂ€hrige MĂ€dchen empfinden zu mĂŒssen...?

Gewiss gibt es berechtigte Erwartungen Ihrerseits an den Partner, aber auch solche, die vielleicht zu hoch punkten fĂŒr einen so gestrickten Mann ?
Aber genauso gibt es auch solche Erwartungen, Ihre UND SEINE, die Sie immer immer wieder neu verhandeln mĂŒssen...!!!

Ja, Sie haben richtig gelesen, es geht darum, eigene BedĂŒrfnisse auch mal gegen Widerstand durchzusetzen,dabei stĂ€ndig im GesprĂ€ch zu bleiben, sein mauerndes Schweigen erst gar nicht dadurch zu stark werden zu lassen.
Es geht aber auch darum, ihm nicht immer und unablÀssig den schwarzen Peter zuzuweisen, ihn aber gleichzeitig auch nicht laufend zu schonen..

Das ist eine sehr sehr anstrengende Gratwanderung, aber wenn Sie Ihren schwierigen Mann lieb haben, sollte es sich doch lohnen,oder ?Er sollte sich jedenfalls ebenfalls bewegen, kommunizieren und nicht immer nur Sie, notfalls unter professioneller Anleitung!

Je aktiv-aggressiver Sie selbst im Leben stehen,desto stĂ€rker wird das Verhalten des Partners Sie reizen und desto grĂ¶ĂŸer Ihre EnttĂ€uschung und Wut....
Sind Sie selbst mehr passiv-aggressiv besetzt, wie die Mehrzahl der Frauen eben durch ihre Sozialisation sind,kommt sein Verhaltensmuster bei Ihnen primĂ€r lieblos und abwertend an.Es regt Sie auf, dass er z.B. nicht aus den FĂŒssen kommt, alles verspricht und nie einhĂ€lt und die personifizierte UnpĂŒnktlichkeit ist, wo Sie sich doch so bemĂŒhen um ihn !!

Sie lernen also- entgegen Ihrer "eigentlichen"Art als klassich passiv-aggressiv gepolte und erzogene Frau, nicht immer moderat zu bleiben, sondern ihn permanent(aktiv-aggressiv) anzutreiben.. Das macht Sie mit sich selbst ĂŒbrigens manchmal auch unsicher, nach dem Motto:"Aber so bin ich doch gar nicht, will ich nicht sein."

Andererseits haben Sie sich vermutlich gerade in seine BedĂ€chtigkeit, seine manchmal auch zögerliche AttitĂŒde verliebt,...und damit Ihren "Umsorgungsinstinkt" angekurbelt.Sie wollen es ihm eben gerne recht machen, aber sich selbst doch auch, oder ?



Sie verÀndern sich in und durch Ihre Beziehung, und zwar Beide, manchmal entwickeln sich Menschen weiter, manchmal erzeugen bestimmte Beziehungskonstellationen auch unreife oder verletzende Verhaltensweisen.

Ihr Partner mag eine gewisse Bequemlichkeit pflegen und hat dafĂŒr genau Sie als GegenstĂŒck, um dies fĂŒr ihn zu gewĂ€hrleisten.
Im Prinzip muß einer von Ihnen aus dem ĂŒblichen Muster aussteigen, um andere Möglichkeiten in Gang zu bringen.

Ist bereits eine große KrĂ€nkung da, wird aus fast allem Bequemlichkeit und Ignoranz gestrickt, weil sich seine anfĂ€nglichen Marotten nicht mehr als solche bezeichnen lassen, sondern schon als Unarten oder sogar Persönlichkeitsstörung gelten..Hier ist allerdings die Bannbreite extrem groß, also Vorsicht mit klassifizierenden Stereotypen!!!

Das Ganze hat also auch immer auch etwas mit Ihrer inneren Einstellung zu diesem Mann zu tun..

"Entlieben" wir uns, geht uns auch vielfach ein StĂŒck humorige Akzeptanz verloren: aus der bewundernden Partnerin wird da schnell Heidis Gouvernante"Frl. Rottenmeier", Sie erinnern sich an die Geschichte, und lĂ€uft damit zwanghaft seinem "schlechten Benehmen und damit auch den eigenen Ohrfeigen hinterher ?

Vielleicht haben meine Denkanstösse Sie an einem Punkt erwischt, wo es (noch) hilft.
Das wĂŒnscht Ihnen sehr
Ihre Monika Koch

25.10.2008 23:47 Uhr
Emma kommentiert
Vielen, vielen Dank. Sie haben mir wirklich SEHR geholfen! Ich werde heute nacht sicherlich kein Auge zutun und die ganze Zeit darĂŒber nachsinnen :-) aber ich fĂŒhle mich jetzt viel sicherer und weiß woran WIR arbeiten können.
DANKE

21.01.2009 21:35 Uhr
Anne kommentiert
(Kommentar entfernt)
22.01.2009 19:07 Uhr
Frida kommentiert
Ich möchte mich auch fĂŒr diesen Artikel bedanken, weil er mir endlich gezeigt hat, was ich wĂ€hrend der letzten 6 Monaten oft geahnt habe. Dauernd hat mir mein Ex-Freund unterstellt, ich wĂ€re eine Klette und wĂŒrde ihn nicht verstehen und stets hat er jeden Konflikt so gedreht, dass ich als die ÜbeltĂ€terin dastand, die ihm Böses will. Dabei bin ich alles andere als eine Klette und aus vollstem Herzen nett zu ihm... oder? Die Selbstzweifel haben mir wirklich die Energie abgegraben und erst langsam erhole ich mich und sehe nun hier die ZusammenhĂ€nge.
Auch bei mir hat er einen Streit provoziert und dann 1 Woche geschwiegen und dann endlich: Ein offenes GesprÀch, bei dem ich sagte, wir können es schaffen, wenn wir an uns arbeiten ... und schon waren die Luken wieder dicht und er beendet die Beziehung. Klappt nicht, was soll man da machen, schade.

Drei Mal haben wir uns seitdem wegen meiner Sachen bei ihm gesprochen und er tut so, als sei nie etwas passiert. Das ist genauso schlimm wie das Schweigen bei Anne (s.o.). Kein Wort des Bedauerns, keine Anstalten noch mal den schrecklichen Streit am letzten Tag zu besprechen, ihm geht es anscheinend super und "demnĂ€chst können wir ja mal eine Kaffee trinken". Ich habe ihn echt lieb und wĂŒrde ihn am liebsten schĂŒtteln und anmeckern, wie bescheuert und verletztend sein Verhalten war und dass er endlich aus seiner pseudohöflichen GleichgĂŒltigkeit rauskommen soll, aber das bringt wohl nur das Gegenteil, wenn ich mir das alles hier durchlese. Aber dieses "Alles-ist-toll"-Spiel kann ich auch nicht durchhalten. Ich wĂŒnschte es gĂ€be ein Patentrezept, wie ich zu ihm durchdringen kann...

22.01.2009 20:51 Uhr
monika koch kommentiert (Homepage)
Schreibe Ihnen auf Ihren heute, am 22.1.09 per Mail geĂ€usserten Wunsch "nicht öffentlich" zurĂŒck.
Ihre Monika Koch

23.01.2009 14:30 Uhr
Marga kommentiert
Auch ich habe grade so ein Problem (hinter mir), das mir viel Energie geraubt hat. Leider auch immer noch raubt, da ich stĂ€ndig nach GrĂŒnden suche und den Menschen, der er am Anfang war, vermisse. Ich finde da viele Parallelen zu Fridas Bericht.

Ich war mit meinem Freund 4 Monate zusammen, beide hatten wir schwierige Beziehungen hinter uns. Mein Freund war extrem eifersĂŒchtig auf alle MĂ€nner um mich herum und unterstellte mir stĂ€ndig, ich wĂŒrde nur darauf lauern, dass er mal weg wĂ€re, um mich anderweitig zu orientieren. Er war nach seinen Aussagen betrogen worden, also dachte ich, ok, er wird merken, dass er mir vertrauen kann. Er legte Wert darauf, dass er jederzeit fĂŒr mich erreichbar wĂ€re und war furchtbar beleidigt, wenn ich nicht sofort zurĂŒckrief. Anfangs tat er mir gut, weil er so extrem euphorisch war und so sicher schien, was mich betraf. Ich kannte das ganz anders und genoß das sehr. Er verwöhnte mich, ohne dass ich das von ihm verlangt hĂ€tte, ging komplett auf mich ein..., wollte mich jeden Tag sehen. Verlangte in der Öffentlichkeit Liebesbezeugungen, damit jedes sĂ€he, dass wir zusammen wĂ€ren.

Ich bin ein sehr vorsichtiger Mensch, was Beziehungen angeht, und habe lange gezögert, bis ich ihm glaubte. Ich lebe nach einer Scheidung seit 7 Jahren allein und bin es gewöhnt, fĂŒr mich zu entscheiden. Es war so schön, dass er sich stĂ€ndig anbot, mir zu helfen und sein Leben mit mir zu teilen. Ich bin ein relativ kopfgesteuerter Mensch, es sei denn, es geht um Beziehungen, und er schien meine eher sachliche und etwas desillusionierte Art zu akzeptieren. Trotzdem versuchte ich, ihm stĂ€ndig zu zeigen, wie wichtig er mir ist, ungewohnt fĂŒr mich, aber ich wollte es „richtig“ machen. Das ging 2 Monate gut. Bis ich das erste Mal ein Problem ansprach, es ging um seine Kinder aus der vorherigen Ehe. Er unterstellte mir stĂ€ndig, ich wolle sie ja gar nicht kennen lernen, also schlug ich ihm vor, wie wir das Zusammentreffen gestalten könnten. Ich bat ihn hier um Hilfestellung, weil ich der Ansicht war, er mĂŒsse entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt wĂ€re. Das GesprĂ€ch verlief unerwartet aggressiv, er vertrat die Meinung, das mĂŒsse ich entscheiden, er hĂ€tte mir da keine UnterstĂŒtzung zu geben. Ich war irritiert.

Dann ging es weiter. Er hatte anfangs erwĂ€hnt, es gĂ€be familiĂ€re Probleme, aber nie konkret darĂŒber gesprochen. Ich wollte ihm Zeit lassen und fasste nie nach. Ich kenne meine manchmal etwas dominante und zu lösungsorientierte Art und versuchte, mich im Zaum zu halten.
Plötzlich erklĂ€rte er mir, diese Probleme wĂŒrden sich zuspitzen, er wĂ€re extrem unter Druck, da wolle ihm jemand etwas ganz Böses, es ginge um seine komplette Existenz. Wieder, ohne mir zu sagen, was genau Sache ist. Ab diesem Moment verĂ€nderte er sich schlagartig. Er beschwerte sich, wenn ich nachfragte, er kenne mich noch nicht lange genug und wĂŒrde mir noch nicht genug vertrauen. Er erklĂ€rte mir, wie schlecht es ihm ginge, dass er fĂŒr sich keinen Ausgleich mehr hĂ€tte, dass ihm alles ĂŒber den Kopf wachsen wĂŒrde, dass das alles so furchtbar ungerecht wĂ€re. Ich dachte immer noch, es gĂ€be ein konkretes Problem, bei dem ich ihm helfen könnte. Er rief nicht mehr zurĂŒck, tauchte tagelang unter, wenn ich mir Sorgen machte, reagierte er beleidigt, warum ich nicht verstĂŒnde, dass es ihm so schlecht ginge. Verabredungen, die wir getroffen hatten, hielt er nicht ein, war stundenlang nicht erreichbar war, und warf mir dann vor, ich wolle ihn wohl schon wieder kontrollieren und er dĂŒrfe nichts mehr fĂŒr sich machen. Nur, dass er vorher was von einem Nachbarn erzĂ€hlt hatte, der sich umgebracht hatte, und so am Rande erwĂ€hnte, so schlecht wĂ€re die Idee ja nicht... Oder dass er eine wichtige Entscheidung ansprach, mich nach meiner Meinung fragte, das genaue Gegenteil tat und mir dann vorwarf, warum ich verletzt reagiere, das ginge mich nichts an. Wurde dann aber wehleidig, als ich sagte, ok, das ist ja auch ein Indiz dafĂŒr, wie wichtig ich dir bin. Ließ keine ZĂ€rtlichkeiten mehr zu und war dann beleidigt, wenn man darĂŒber traurig war. Forderte mehrmals Aussprachen, wo er den Mund nicht aufmachte. Sprach ich Probleme an, schaute er mich nur hasserfĂŒllt an und beschwerte sich, dass ich nur ĂŒber Probleme rede. Griff mich verbal an, versuchte stĂ€ndig, mit kleinen Sticheleien zu reizen, mich klein zu machen... Versuchte ich ein harmloses GesprĂ€ch, wurde mir vorgeworfen, ich wolle wohl die Probleme nicht lösen. Ich war ihm in der Diskussion zu sachlich, zu wenig emotional. Wurde ich emotional, war ich aggressiv...

Und vor 3 Wochen erklĂ€rte er mir per SMS, ich hĂ€tte ja ĂŒberhaupt kein VerstĂ€ndnis fĂŒr ihn und ab jetzt wĂ€ren wir getrennte Leute. Er brauche keine Beziehung, wo er kontrolliert wĂŒrde und er dĂŒrfe ja wohl nichts mehr.

Habe mit Vermittlung einer Freundin von ihm dann noch mal um ein GesprĂ€ch gebeten, aber er stellt es so hin, als hĂ€tte ich seine Kinder nicht akzeptiert, hĂ€tte nie zu ihm gestanden, hĂ€tte ihn kontrollieren wollen und ihn eingeengt. Er weigert sich, ĂŒberhaupt noch mit mir zu reden, es wĂ€re alles gesagt.

Ich denke nicht, dass wir noch eine Chance haben, dazu blockt er zu sehr. Aber leider kann ich ihm nicht rĂ€umlich aus dem Weg gehen, und meine Bitte, wenigstens noch höflich miteinander umzugehen, hat nur einen erneuten Wutanfall nach sich gezogen. Es tut weh, weil man so gar nicht weiß, was das Problem war. War ich zu fordernd? Hatte es ĂŒberhaupt mit mir zu tun? Alle seine Freundinnen vor mir hatten ihn verlassen, er hatte mir immer erklĂ€rt, er wĂŒrde nie Schluss machen, und schon gar nicht per SMS. War das ein unbewusster Racheakt von ihm an die alten Beziehungen, all das an mir auszulassen, was sie ihm in seiner Wahrnehmung „angetan“ hatten?

23.01.2009 18:53 Uhr
koch kommentiert (Homepage)
Hallo Anne,Frida und Marga...
Danke fĂŒr Ihre "öffentliches Vertrauen. Ich möchte Ihnen allen antworten, bin aber derzeit unglaublich unter Zeitdruck in meiner Praxis, also haben Sie bitte etwas Geduld mit mir.

Aber vielleicht können Sie ja auch untereinander hilfreich Kontakt aufnehmen ?
Bis bald
Ihre Monika Koch

25.01.2009 10:06 Uhr
Jldi Mathé kommentiert
Ich möchte gerne auch meine Geschichte loswerden. Vor einigen Tagen wusste ich von Typus Mann passives agressives Verhalten noch gar nichts. Doch ich habe hier dasrichtige Thema gefunden. Ich selbst bin 51 Jahre alt und mein Partner 53. Wir haben seit 2 Jahren eine 'Beziehung'. Ich kenne ihn aber lĂ€nger. Irgendwann habe ich mich in ihn verliebt. Heute frage ich mich alles Ernstes in was oder wer habe ich mich eigentlich verliebt. Den die Beziehung lief bereits anfĂ€nglich nicht gut. Die Ersten Problemen fingen bereits im sexuellem Bereich an. Als wir das erste Mal intim wurden, hat es schon mal mit seiner Errektion nicht geklappt. Er sagte mir, er sei eben beruflich gestresst usw. Naja, ich bin ja eine Frau und fĂŒr uns Frauen steht der Akt auch nicht immer an Erster Stelle. Mir ist nur aufgefallen, dass er mich körperlich auch nicht berĂŒhrte. Also kein streicheln oder einfach in die Arme nehmen. Hat mir einfach den RĂŒcken gekehrt ohne ein Wort zu sagen und schlief ein. Ich mir darĂŒber noch keine Gedanken gemacht. Ich habe mir gedacht, er braucht seine Zeit. Also, ich schlief ca. 2 Monate neben ihn ein ohne das was geschah. Mein Selbstzweifel wuchs. Ich habe ihn daraufhin angesprochen. Die Antwort war. Er hĂ€tte schon lĂ€nger kein Sex mehr und dass mĂŒsse sich eben entwickeln. Nun gut, Er hatte beruflich ziemlich Probleme. Er ist selbststĂ€ndig im Transportwesen tĂ€tig. Ich die starke Frau, hatte endlich eine Aufgabe ihm zu helfen. Ich habe mir den A..... aufgerissen um ihn zu AuftrĂ€ge zu verhelfen. Ich wollte ihm dadurch beweisen wie wichtig er fĂŒr mich ist und wie selbstlos ich bin. Egal was ich machte, ich ernete nur Kritik. Obwohl ich ihm in diesem Bereich ĂŒberlegen war. Er sah in mir eine Art Konkurenz. Ich habe versucht mit ihm darĂŒber zu sprechen. Ich wollte ihm klarmachen, dass in einer Beziehung keine Konkurrenz gibt. Sondern ein miteinander. Das hat er bis heute nicht verstanden. Nach dem 3 Monat, kam ich gutgelaunt zu ihm nach Hause und wollte von einer Idee berichten wie wir sein GeschĂ€ft noch bekannter machen könnten. Ich hatte noch keine zwei SĂ€tze ausgwsprochen, hat er so einen Streit vom Zaun gebrochen der sich gewaschen hat. Er sagte zu mir, ich solle seine Wohnung verlassen, ich solle jetzt einfach verschwinden. Er ging dann ins Klo. (das Klo war auch immer sein RĂŒckzugsort). Traumatisiert verliess ich auch die Wohnung. Ich verstand die Welt nicht mehr. Ich dachte er wird sich sicherlich fĂŒr seinen Ausrutscher sicherlich entschuldigen. Doch da kam nichts. Nach einiger Zeit habe ich ihm einen Brief geschrieben. Darin habe ich ihm versucht aufzuzeigen was mir fehlte in unserer Beziehung. Ich hatte von ihm nie nettes Wort bekommen. Er hat mir auch nie gesagt ob er mich gern hat oder liebte. Wenn ich seine NĂ€he suchte, hat er mich ziemlich brĂŒsk zurĂŒckgewiesen. Also im Ganzen nicht nettes. Auf diesen Brief hat er auch nicht reagiert. Nach einem Monat hat er mir ein SMS geschrieben. Darin hat er mir versprochen nie mehr 'gemein' zu sein. Ich dachte ich gebe ihn nochmals die Chance und wir versuchen es nochmals. Ich habe ihn wirklich geliebt. Also ich habe mir vorgenommen mich zurĂŒckzunehmen und ihn nicht mehr in 'seine' Angelegenheit dreinzureden. Er aber hatte nie ein anderes Thema als sein GeschĂ€ft. Er hatte auch einen Mitarbeiter der ihn genervt hat. Dieser Mitarbeiter war auch im Bett bevor wir schliefen gingen das Thema Nr. 1. Am morgen als ich aufwachte war der Mitarbeiter das Thema Nr. 1. Da fing die ganze Sache von vorne an. Ich habe versucht ihm Lösungswege aufzuzeigen. Da mein Freund nur das Negative sah und sieht. In Lauf der Zeit musste ich einfach feststellen, er denkt nur negativ. Sehr wahrscheinlich war auch ich ein Negativ Punkt in seinem Leben. Heute frage ich mich allen Ernstes. Was wollte er von mir? Sexuell klappte es bei ihm auch nicht. Er konnte nicht mal ĂŒber seine Impodenz reden. Nur daseigenartige war, anfĂ€nglich klappte es bei ihm nicht. Dann plötzlich kam er auf Touren und konnte jeden Tag Sex haben. Ich spreche bewusst von Sex. Er konnte immer noch nicht ZĂ€rtlichkeiten austauschen. Das einzige was er mir mal sagte, dass ich kĂŒssen kann. Er sagte mir auch, keine Frau hat ihn bis heute gekĂŒsst. Insgeheim fragte ich mich was fĂŒr Beziehungen hatte er eigentlich. Da er frĂŒher in den Kneippen zu Hause war, waren es die Bedienungen mit denen er verkehrt hatte. Da war natĂŒrlich Alkohol im Spiel. Ich nehem an ich war seine erste 'normale' Frau. Obwohl vor mir hatte er eine Beziehung mit einer 18 Jahre Ă€lteren Frau. Sie haben auch zusammen gewohnt. Diese Frau war ebenfalls im Sevice tĂ€tig und hatte Alkohol-Probleme. Mein Freund hat bis heute noch Kontakt zu dieser Frau. Er hat mir versichert, dass diese Beziehung nur noch auf freunschaftlicher Basis bestehe. Ich habe das auch so akzeptiert. Wusste aber nicht, dass diese Beziehung noch eine wichtige Rolle in unserer Beziehung spielen wird. Mir ist mit der Zeit aufgefallen, dass sich mein Freund tagsĂŒber nie bei mir meldete. Wenn ich ihn versucht habe anzurufen, so hat er selten das Telefon abgenommen. Diesem Umstand habe ich immer noch keine grosse Bedeutung beigemessen. An einem Samstag Abend, hat er mir ein SMS geschrieben ob ich am Abend bei ihm vorbei komme wolle, er wĂŒrde kochen. Wir haben zuvor vereinbart, dass er einige seiner Pendenzen erledigen solle. (ich wollte sein gejammer nicht immer anhören mĂŒssen, was er noch alles zu erledigen hatte). Ich schrieb ihm zurĂŒck, ob er die Aufgaben erledigt habe. Wenn nein, so werde ich nicht kommen. Ich habe an diesem Samstag nichts mehr von ihm gehört. Am Sonntag schrieb er mir ob wir unser treffen wĂŒrden. Ich ging zu ihm. Ich fragte ihn was er Samstagabend gemacht hĂ€tte. Er sagte mir, seine hĂ€tte Ex-Freundin sei zufĂ€llig auf der Strasse getroffen und er habe sie zu sich eingeladen. Er hĂ€tte ja gekocht. In mir kochte es wieder, und wie immer verschwand er fast stundenlang aufs Klo. Ich habe nichts besseres gewusst und habe sein Handy kontrolliert. Denn ich hatte nicht an diesen Zufall geglaubt. Siehe da, als ich im mitteilte ich komme nicht, da hat er 2 Minuten spĂ€ter seine Ex angerufen. Also er hat mich belogen. Als er von seinem Klo Aufenthalt rauskam, habe ich ihn nochmals auf den Vorabend angesprochen. Ich habe ihm gesagt, dass ich sein Handy kontrolliert habe. Er spielte die Ganze Sache runter und sagte es sei eine kleine NotlĂŒge gewesen. Ich sei ja selber schuld, ich sei ja nicht gekommen. Von nun an war auch das Vertrauen erschĂŒttert. Von nun an gings bergab. Ich wurde misstrauisch und eifersĂŒchtig. Ich fing an zu gewichten. Wenn ich ihn um eine Hilfestellung gebeten habe, so wurde nichts gemacht. Hat aber seine Ex ihn um einen gefallen gebeten so war er fĂŒr sie da. Er fand nichts dabei. er hat es mir ja auch in einer selbsverstĂ€ndlichkeit offen erzĂ€hlt. er sagte, besser gesagt schrieb mir per SMS dass seine Ex eben QualitĂ€ten besitzt die eben nicht kenne. Ich Idiot habe die ganzen TĂ€uschungen und DemĂŒtigungen ĂŒber mich ergehen lassen. Ich hatte nicht mal bemerkt, dass er doppelspurig gefahren ist. Nachinein muss ich mir fragen,was habe ich fĂŒr eine Rolle gespielt. Wenn seine Ex ihn angerufen hatte, so hat er das GesprĂ€ch immer mit Hallo MAUS...... begonnen. FĂŒr mich reichte es höchstens (resp. das netteste) DU Oberschlampe..... natĂŒrlich nicht verbal sondern per SMS. Bilanz heute. Ich stehe vor einem Scherebenhaufen. Ich hatte mich und mein GeschĂ€ft tödlich vernachlĂ€sstigt. Ich befinde mich in einem solchem GefĂŒhl Chaos. Es gibt Tage, da denke ich das ĂŒberleb ich nicht. Mich hat noch kein Mensch voher so verletzt wie dieser Mann. Ich die intelligente Frau, wollte diesen Mann zu sich 'hoch' ziehen. Was ist das Ergebnis: Er zog mich auf seine Stufe hinunter. Er hat bei sich keine Fehler gesehen. Ich war immer die schuldige. Hat er jemals das GesprĂ€ch gesucht? Nein, dazu wĂ€re er feige. Per SMS ist es sehr leicht einem alles an den Kopf zu schmeissen. Ich habe vor einigen Tagen nach dem Begriff 'Minderwertigkeitskomplex' zu suchen. Meine Freundin hat mir gesagt, dass mein Freund mit einer erheblichen Minderwertigkeitskomplex ausgestatten sei. Da ich ihm gegenĂŒber zu stark sei. Irgendwie bin ich auf diesen Begriff passiv-agressiv gestossen. Siehe da, dass ist der Punkt. Als ich noch die ErklĂ€rung dazu von Frau Koch gelesen habe, so hĂ€tte man nur noch den Namen meines Freundes hinzufĂŒgen mĂŒssen. Es war eins zu eins. Vorallem das Verhaltensmuster. Das schlimmste daran ist, dass solch ein verhalten eines Partners einem selbst krank macht. Selbszweifel, völlige Traurigkeit, depressives Verhalten meinerseits, totale hilflosigkeit. HĂ€tte mir jemand vor 2 Jahren gesagt, dass ich sowas durchmachen werde, den hĂ€tte ich ausgelacht. Mir doch nicht. Und heute laufe ich Gefahr daran zugrunde zu gehen. Ich wollte heute eigentlich meine BĂŒroarbeiten erledigen die sich seit April 2008 aufgestaut hat und was mache ich. Ich schreibe hier in diesem Forum. Eines hat mein Partner sicher geschafft. Ich hinterfrage mich wie blöd, was eigentlich geschehen. Eigentlich wĂŒrde ich gerne wissen, die Menschen die das passiv-agressives Verhalten haben, sind sich diese Menschen eigentlich ihres verhaltens bewusst was sie im Grunde genommen bei anderen damit auslösen können? Was mir noch aufgefallen ist, das sind vielfach Manipulation-Spielchen oder aber Provokationen dahinter verborgen sind. Empfinden solche Menschen auch schmerzen oder können sie auch leiden? Bleiben nur die 'Opfer' auf der Strecke. Vielleicht gibt es in diesem Forum jemanden, der vielleicht eine Geschichte erzĂ€hlen kann, wie sie die Sache verarbeitet hat und im nachhinein wie man sich fĂŒhlt wenn die Trennung aufgearbeitet wurde.

Liebe GrĂŒsse aus der Schweiz

Jldi

25.01.2009 18:43 Uhr
koch kommentiert (Homepage)
Viel GrĂŒsse aus Aachen in die Schweiz und danke fĂŒr das große Vertrauen !!!!
Versuche demnÀchst auf die letzten vier Kommentatoren zu antworten.
Ich bitte um Geduld, denke aber die unterschiedlichen Schilderungen sind an sich schon bemerkenswert und manchmal gar hilfreich.
Das wĂŒnscht herzlich
Ihre Monika Koch

26.01.2009 15:16 Uhr
koch kommentiert (Homepage)
Ein paar erlĂ€uternde, ernĂŒchternde,bestĂ€tigende oder auch ermunternde Worte zu dem Kommentar von: Marga.

Sie schildern mir eine typische, energieraubende Kurzbeziehung mit einem Mann, der vermutlich recht eindeutige passiv-aggressive, aber vor allem auch stark „kontrollhafte(zwanghafte) ZĂŒge„trĂ€gt.
Woran mache ich das fest :
Dieser Mann war und ist vermutlich im Glauben, dass man kaum einem Menschen trauen kann, auch Ihnen nicht,er vertraut sich selbst schliesslich auch nicht ! So hat er immer zusÀtzliche Sicherungen in einer Beziehung nötig, die ihn aber letzlich auch nicht Beruhigen und Sichern können.
Klassisch hier ist seine entsprechende „Sicherung“ ĂŒber öffentliche Liebesbezeugungen: er will damit unterschwellig Bedingungen „erschaffen“, die Sie und ihn komplett rollenmĂ€ĂŸig einbinden sollen. Das vermittelt ihm kurzfristig Sicherheit, Ihnen aber langfristig gar nicht.

Die rollenmĂ€ssige Einbindung als Helferin“, Retterin, Problemlöserin, Therapeutin oder gar Coach und damit auch die sorgende,mĂŒtterlich-liebe, aber auch kontrollierende und konfliktlösende, pragmatisch-dominante, auch aggressive Seite bei Frau ist, systemisch gesehen, zwar die genaue Gegenentsprechung zum passiv-aggressiven-depressiv-oder auch zusĂ€tzlich zwanghaft gesteuerten Mann, aber i.d.R, zumindest aus meiner therapeutischen Erfahrung heraus, eher zum Scheitern verurteilt, als dem „dialogischen Miteinander“ förderlich : Vor letzerem hat dieser Mann einfach zuviel (unbewusste) Angst, da er immer wohl insgeheim befĂŒrchtet,dabei an Autonomie und Überlegenheit zu verlieren !

Vermutlich sind auch Sie,liebe Marga, in eine bestimmte Rolle in Ihrer geschilderten Beziehung gerutscht. In manchen Ă€hnlichen Beziehungen, wie der Ihrigen, ĂŒbernehmen Frauen Verantwortung fĂŒr Alles und Jedes und gehen damit schleichend und unbewusst in die Rolle des Opfers und TĂ€ters gleichermaßen. Aber : ihn zufrieden zu stellen kann und wird dabei trotzdem nur selten gelingen, eben nur dann,wenn er selbst aus seinem Muster rauskommt. Dazu muss er dieses aber Reflektieren und Ändern wollen. Aber auch vor solchen VerĂ€nderungen hat dieser Mann ebenfalls tiefe Ängste.

Parallel kann ein solcher Partner große BefĂŒrchtungen hegen, Sie könnten doch noch jemand anderen netter finden als ihn, daher legt er sich auch anfĂ€nglich besonders mĂ€chtig ins Zeug und geht dabei mit möglichen,“imaginĂ€ren“ Mitbewerbern in Konkurrenz, schnell vermutet er daher auch „Feinde“ der Beziehung und ist ĂŒberpropotional eifersĂŒchtig, zumal dann, wenn er immer oder hĂ€ufig die absolute Kontrolle benötigt oder bei der Partnerin vermutet...(Stichwort:Übertragung,Projektion..)

In Wahrheit ist er sehr stark aufgrund seines eher geringes SELBSTWERTGEFÜHLES gesteuert: Er muss und will alle Welt, auch die zu erobernde Frau, daher anfĂ€nglich unbedingt vom Gegenteil ĂŒberzeugen,von seinem dann vorhandenen Charme, Esprit, kann dann aber in seinem BemĂŒhen schlagartig abschalten,erstens, wenn er erreicht hat, was er will oder zweitens,wenn er sich in irgendeiner Weise selbst nun nur gegĂ€ngelt, kontrolliert oder schnell betrogen empfindet.FĂŒr Partnerinnen ist das dann meist ein verletzendes und unbegreifliches „ Mauern“.

Die von Ihnen geschilderte euphorische Seite dieses Mannes hingegen beeindruckt emotional vor allem jene Partnerin,die bei ihm auch eine entsprechende Tiefe der GefĂŒhle vermutet, die aber in der Regel so nicht existiert,hierfĂŒr ist dieser Art Mann zu narzistisch auf sich selbst konzentriert..

Auch Sie,liebe Marga, als scheidungsgeschĂ€digter und sieben Jahre mit sich selbst eigentlich zufriedener Mensch, waren ja, wie Sie beschreiben, sowohl selbst zunĂ€chst misstrauisch, aber dann auch sehr beindruckt ĂŒber das Werbungsverhalten.
Und genau darum schien es ihm zunÀchst (meist vermutlich unbewusst agitiert) auch zu gehen : zu BEEINDRUCKEN, woraus sich spÀter jeglicher DRUCK, den er Ihnen gemacht hat,entwickelt hat.
Denn Sie können niemals seinem anfÀnglich auch idealisierenden Bild, das er von Ihnen hat,auf Dauer entsprechen.Geht also die Verliebtheit und weicht dem gemeinsamen Alltag, tauchen schnell entwertende Verhaltensweisen auf.
Da Sie sich selbst auch als dominante, also auch selbstbewusste Frau schildern, ist verstÀndlich, dass er Sie anfÀnglich genau deshalb bewundert und in der Entwicklung dann immer mehr als zu stark empfunden hat.

Diese Selbstsicherheit hat er denn auch empfindlich angebohrt.......Er dreht kurzum alles auf den Kopf : so lĂ€sst er nichts von sich hören, und Ă€ussern Sie darĂŒber Sorgen, reagiert er unverstĂ€ndlicherweise beleidigt, weil er glaubt, Sie verstĂŒnden seine Sorgen sowieso nicht und warum es ihm ĂŒberhaupt schlecht ginge..
UnablĂ€ssig versuchen Sie dann natĂŒrlich diesen Mechanismus zu verstehen und genau das kommt dann wieder falsch, zuviel, zu dominant oder was auch immer bei diesem Partner an !!

Sie mutieren bei einem solchen Mann also schnell zu einem „Detektiv,Kriminalinspektor oder auch Staatsanwalt“,da Sie ja immer irgendetwas herausfinden,lösen,Ă€ndern wollen, dabei seiner Meinung nach ausschliesslich vorwurfsvoll und anklagend reagieren,auch wenn Sie sich selbst als lösungsorientiert empfinden,oder mutieren sogar zum Richter, denn stĂ€ndig fĂŒhlt er sich von Ihnen auch negativ bewertet, manchmal sogar verurteilt und vor allem bevormundet usw.usw :All dies entspricht gleichzeitg seiner Grundhaltung zur schlechten Welt und der Ungerechtigkeit des Leben im allgemeinen...Diese innere Meinung will er behalten !!!

Nebulöse Äusserungen seinerseits mit klaren Nachfragen Ihrerseits, enden daher zwangslĂ€ufig im Streit.

Hinweise auf einen Freitod in der Nachbarschaft- Sie schildern dies so- gehören zu den ziemlich perfiden Druckelementen dieses passiv-aggressiven Mannes, der damit, statt einen wirklichen Hilferuf zu senden, eigentlich nur wieder indirekten Druck und SchuldgefĂŒhle bei Ihnen aufbaut.

Sein bewusstes und auch unbewusstes Ziel und Motiv ist offensichtlich: Sie beschĂ€ftigen sich mal wieder mit ihm und seinem Elend und bieten sich als Blitzableiter, SĂŒndenbock oder einfach unmögliche Person an und werten ihn damit auf,“ er ist dagegen immer in einem Zustand der "Unschuld."

Wichtige Entscheidungen verschiebt dieser von Ihnen so geschilderte Mann sehr hĂ€ufig, fragt zwar nach Ihrer Meinung, tut dann aber das Gegenteil und wundert sich, völlig frei jeglichen EinfĂŒhlungsvermögens, dass Sie darĂŒber verletzt sind..
Die „Abstrafung“ ĂŒber portionierte ZĂ€rtlichkeit, mangelnde BerĂŒhrbarkeit und Mini-Sex, ist kein typisch passiv-aggressives Verhalten, dies ist eine leider hĂ€ufig anzutreffende,menschliche Reaktion beiderlei Geschlechts und jeglicher Charakterstruktur..
Aber in Kombination mit passiv-aggressivem Ignorieren, schmerzen solche Verhaltensweisen umso mehr.

Egal, was Sie derzeit auch tun, Sie machen alles falsch, dieser Mann will wirklich nichts mehr von Ihnen noch mit Ihnen; er dreht sich nur immer um die eigene, negativierende Achse. Ziehen Sie endlich die Notbremse und trauern Sie keinem Phantom nach.

Er ist ein bedauernswerter, vermutlich tief unglĂŒcklicher, aber nicht unbedingt leicht „liebenswerter“ Mann. Er muss an sich selbst etwas tun,wenn ĂŒberhaupt, damit haben Sie jetzt nichts mehr zu tun. Hoffentlich !!

26.01.2009 20:00 Uhr
koch kommentiert (Homepage)
Hallo Frida,
Selbstzweifel entwickeln sich, seine GleichgĂŒltigkeit ist nur noch krĂ€nkend, sein Schweigen, dann wieder kurz Hoffnung, um wieder schnell zu versiegen: Sie schildern eine verhĂ€ngnisvolle Achterbahn der GefĂŒhle und es gibt wirklich kein Patentrezept, um zu ihm durchzudringen...Ich kenne ebenso keines !
Die passiv-aggressive Ignoranz der GefĂŒhle des Anderen ist mit die schlimmste emotionale Verletzung des passiv-aggressiven Verhaltens und entwertet Sie mit der Zeit völlig, erschöpft Sie und höhlt Sie aus.Da hilft oft nur die Flucht !!!!

Nicht Sie alleine brauchen nur Hilfe, sondern auch er, aber er wird genau das nicht einsehen, auch das gehört zu seinem Stil...und Muster der Vermeidung..
Hören Sie jedoch auf, da am Rad zu drehen, ! !
VerÀndern kann er sich nur selbst ! Zweifelhaft ist zudem, ob stÀndiges Appellieren ihn auf die Spur bringt, aber manchmal geschehen doch noch Zeichen und Wunder..
Je mehr Sie allerdings an ihm zerren, desto halsstarriger wird er, je mehr Sie Ihre GefĂŒhle anbieten, desto mehr verschliesst er sich..
Könnten Sie ihm mal eine zeitlang auch mit Pseudohöflichkeit als getarnter Distanz begegnen..ginge das ?
Manchmal wirkt das tatsÀchlich !!
Gute WĂŒnsche von
Frau Monika Koch

27.01.2009 08:32 Uhr
Marga kommentiert
Hallo, Frau Koch,
zuerst einmal vielen Dank fĂŒr die ausfĂŒhrliche und deutliche Antwort. Sie kam gerade zur rechten Zeit, um mich fĂŒr eine gestrige Situation zu wappnen, die ich ohne Ihre Aussagen vielleicht schlechter ĂŒberstanden hĂ€tte. Ich möchte kurz berichten, vielleicht hilft es meinen „Mitstreiterinnen“, leider jedoch nichts positives.

Ich hatte erwĂ€hnt, dass ich leider keine Möglichkeit habe, dem Mann rĂ€umlich aus dem Weg zu gehen. Ich hatte nach seinem Schlussmachen per SMS immer wieder versucht, Kontakt herzustellen, habe ihm geschrieben, habe versucht, einfach neutral freundlich zu sein, etc. Keine Reaktion. Schließlich hatte sich ja eine Freundin von ihm eingeschaltet, die ĂŒbrigens inzwischen schildert, mit ihm ĂŒber die Jahre Ă€hnliche Probleme gehabt zu haben wie ich (Kontrolle, Eifersucht, stĂ€ndiges Um-ihn-drehen, alle anderen sind Schuld). Ich hatte ein schlechtes Gewissen, mich mit seiner Bekannten in dieser Form auszutauschen, weil sie ja mit IHM befreundet war und ist – es tat mir aber gut, weil ich ja verstehen wollte.... Und gestern – nachdem er mich wieder komplett ignoriert hatte, aber ich an seiner Körpersprache sah, dass er kurz vorm Explodieren war – kam sie wieder auf mich zu, wir fĂŒhrten ein ganz normales GesprĂ€ch... Sie erzĂ€hlte mir, jetzt wĂŒrde er IHR vorwerfen, sie wĂŒrde sich nicht bei ihm melden (die Frau hat Familie!), sie hĂ€tte ihm ganz deutlich erklĂ€rt, sie wĂ€re nicht nur fĂŒr ihn da. SpĂ€ter hĂ€tte er sich extrem missbilligend geĂ€ußert darĂŒber, dass sie mit mir sprechen wĂŒrde. Daraus entspann sich dann ein in der Öffentlichkeit gefĂŒhrter Streit zwischen den Beiden, den er anzettelte. Es war ihm offenbar völlig egal, dass sie Zuhörer hatten und vor allem, dass ich 5 Meter weiter stand und jedes Wort mithörte. Er warf ihr vor, sie hĂ€tte nicht mit mir zu sprechen, er wĂŒrde mich kennen, das hĂ€tte er nicht nötig, halt nach dem Motto, die Böse ist sie. Er wĂŒrde ab sofort mit ihr nicht mehr sprechen, ĂŒberhaupt ihr nichts mehr erzĂ€hlen. Sie antwortete nur, sie ließe sich nicht vorschreiben, mit wem sie redet... Typisch, das Vertrauen-Thema... Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus, ging dazwischen und habe zumindest noch geschafft zu sagen, ob sie nicht leiser reden könnten.

Klingt lĂ€cherlich, denn ich hatte das Ende eigentlich fĂŒr mich gar nicht so dramatisiert, aber fĂŒr ihn ist es wohl momentan eine Schlacht, die er fĂŒhrt. Ich höre ihn förmlich denken, dass ich jetzt SEINE Freunde gegen ihn einstimme, dass ich sie bestimmt instrumentalisiere gegen ihn. Deshalb schlĂ€gt er wahrscheinlich auch so um sich, er sieht sich in die Ecke gedrĂ€ngt, ich nehme ihm alles weg. Er grĂŒĂŸt inzwischen die Menschen nicht mehr, die mit uns beiden befreundet waren, wenn sie noch mit mir sprechen. Offenbar denkt er, die ganze Welt interessiert sich nur fĂŒr unser Thema und zieht da alle mit rein, indem er jedem erzĂ€hlt, wie arm er mit mir dran war. Das kann er aber nicht mehr so gut, weil seine Aussagen nicht mehr allein im Raum stehen. Eigentlich sind die Leute alle erwachsene Menschen um die 40, die großteils sagen, schade, was euch passiert ist, aber das hat mit uns nichts zu tun. Nur langsam fangen sie immer mehr an, sich zu fragen, was das soll. Und ich selber bekomme Angst, wie das Ganze sich weiter zuspitzen könnte, wenn er sich nicht irgendwann einkriegt. Ich spreche nicht mehr mit ihm, ich ignoriere ihn einfach (nach außen hin), aber egal, wie ich es mache, jetzt versucht er ĂŒber Dritte, sich selber reinzuwaschen, indem er mich in den Dreck zieht. Dabei habe ich nie in der Form negativ ĂŒber ihn geredet, wie er es sich offenbar vorstellt. Es scheint keinen Weg zu geben, ihn noch zu erreichen, wenn er in dieser Phase ist. Jetzt macht er sich schon die eigenen Freundschaften kaputt aus lauter Hass. Ich habe Frau Kochs deutliche Worte als Mantra im Kopf und kĂ€mpfe stĂ€ndig gegen das aufkommende „vielleicht bist du doch Schuld“ an. WĂŒnscht mir einfach GlĂŒck und Durchhaltevermögen;-)

27.01.2009 22:54 Uhr
P.C. kommentiert
Hallo Frau Koch,
auch ich lebe seit fast 5 Jahren mit einem passiv aggressiven Partner zusammen. Wir durchleben alle genannten Symptome, wobei ich mir immer wieder klar mache, dass ich mich von Ihm nicht verbiegen lasse.
Ich leide mal mehr - mal weniger unter seinem Verhalten, aber die Liebe ist bei uns beiden sehr gross - und eine Trennung kommt fĂŒr mich momentan nicht in Frage.
Eher habe ich das Problem, dass mein Partner sich nicht auf eine Ehe und Kinder einlassen möchte.
Dieses Thema zerstört unsere Beziehung - nach und nach sofern nicht noch ein Wunder geschieht.
Wir sind beide 39 - aber Ihn stört das nicht, er tut so, als hĂ€tte er noch alle Zeit der Welt ... ich habe schon seit ca. 3 Jahren die absolute Torschlusspanik - denn er möchte sich noch nicht mal mehr darĂŒber unterhalten, jedem noch so kleinen Versuch geht er aus dem Weg - es endet dann immer im Streit - er sagt meist: er lĂ€sst sich von mir nicht unter Druck setzen, er kann nichts dafĂŒr, dass ich schon so alt wĂ€re, oder noch schlimmer, selbst in langen Phasen ohne Streitigkeiten kann er dann sagen, es passt einfach nicht bei uns beiden, wir wĂŒrden zu verschieden sein.
Immer gibt es einen Vorwand, warum es fĂŒr UNS nicht passt, dabei waren wir uns am Anfang so einig, dass wir beide eine Familie grĂŒnden wollen - aber schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass er den Status der Beziehung nicht vertiefen wollte - sondern immer nur aufrecht erhalten hat.
Wir sind ein glĂŒckliches und harmonisches Paar - immer solange bis ich wieder mit den THEMA anfange, wenn ich frage wohin geht unser Beziehung, was wird in Zukunft mit uns sein, dann blockt er total ab - verschliesst sich, verleugnet unsere Liebe - ich kann dann kaum glauben warum das passiert.
Ich bin ĂŒberzeugt, dass er mich liebt - aber ich finde keinen Weg zu ihm, um irgendwie auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Er behauptet sogar weiterhin, er wolle eine Familie grĂŒnden - aber wann - und mit wem lĂ€sst er dann einfach offen. Und ich werde dabei immer unglĂŒcklicher, werde aggressiv oder beginnen zu weinen, was Ihn veranlasst, aus dem Zimmer oder sogar aus dem Haus zu gehen, er kann mich kaum weinend ertragen - er lĂ€uft eher davon weg, als mich zu trösten - es dauert meist lange, bis er mich dann von sich aus in den Arm nimmt - wenn dann spĂŒre ich, dass es Ihm leid tut - aber irgendwie lĂ€uft alles immer nach dem selben Muster ab.
Überhaupt ist er innerhalb der Beziehung recht antrieblos,
die ĂŒblichen Marotten, er kann sich nicht entscheiden oder auf etwas festlegen, lĂ€sst immer alles offen, möchte seinen Geburtstag nicht feiern, möglichst wenig Kontakt zur Familie haben, jammert zwar, keine Freunde zu haben, ist aber gleichzeitig kontaktscheu - aber immer bin ich dann Schuld, wenn er keine Freunde hat, weil ich das angeblich nicht möchte.
Nun ja, wie gesagt - ich komme mit seinem ĂŒblichen Verhalten eigentlich ganz gut zurecht, und wehre mich oft meiner Haut -
aber in Sachen - Beziehung und FamiliengrĂŒndung - verzweifle ich -

wir sind beide bereit eine Paarberatung zu machen, nur frage ich mich, was dies bewirken kann, wo er sich in dieser Sache nicht unter Druck setzen lassen möchte.

Was kann ich tun, kennen Sie entsprechende Beispiele - oder haben Sie eine persönlichen Rat - oder eine EinschĂ€tzung der Möglichkeiten fĂŒr uns ?

Sie wĂŒrden mir sehr helfen -

noch eine Bitte - bitte verfremden Sie meinen Namen - ich möchte nicht dass mein Name hier veröffentlicht wird ...

Herzlichen Dank !

P. C.

28.01.2009 17:26 Uhr
Koch kommentiert (Homepage)
Zu Ihrem Blog,
leider werden Sie und Ihr damit angegebener Name automatisch als Kommentar veröffentlicht.


Ansonsten verweise ich auf Erfahrungen und Schilderungen anderer Betroffener.

Und dann noch eines : Paarberatung/Therapie ist in Ihrem Fall unumgĂ€nglich und dieser von Ihnen so geschilderte Partner wird sich grundsĂ€tzlich widerstrebend zeigen und sich unter Druck gesetzt fĂŒhlen, da es ihm ja offensichtlich gut mit allem geht.Er braucht diese Hilfe ja nicht ! Ihr Leidensdruck ist entscheidend !!!
mfg
Monika Koch

29.01.2009 14:16 Uhr
Evchen kommentiert
Liebe Frau Koch, liebe Leidensgenossinnen,

diese BeitrĂ€ge haben mir sehr geholfen, ĂŒberhaupt zu verstehen, was in meiner Beziehung passiert ist.

Ich habe meinen Freund (45, ich bin 42) vor zwei Jahren nach 10-jĂ€hrigem Dasein als Alleinerziehende kennengelernt. So tiefe GefĂŒhle, die so von Herzen zu kommen schienen, hatte ich mir in der RealitĂ€t kaum trĂ€umen lassen. Es waren 200 Prozent. Wir sprachen viel ĂŒber unsere geschiedenen Ehen, darĂŒber, was schief gelaufen war, wie wir uns unser Leben und das unserer Kinder (insgesamt haben wir 4) vorstellen. Es schien alles so perfekt. Nach einem halben Jahr beschlossen wir zusammen zu ziehen. Weil wir eine so große Familie sind, haben wir zusammen ein Haus gekauft. Und seitdem fĂŒhren wir Krieg in der Beziehung: seit April 2008. Er hielt nichts von dem ein, was wir vereinbart hatten. Er fand das "kleinkariert" und "unwichtig". Ich war sauer und musste mir vorwerfen lassen, ich sei aggressiv und wĂŒrde ĂŒberreagieren. Er blockierte meinen Umzug, bei dem er mir helfen wollte ("ich tu doch alles fĂŒr Dich!"), 5 Monate lang. Er ließ mich links liegen nach einer OP. Er konnte sich nicht bei seinen eigenen Kindern durchsetzen und gab mir die Schuld, ich sei zu korrekt und spießig. Schon anfangs hatte er Erektionsstörungen, jetzt schlafen wir gar nicht mehr miteinander. Wenn ich ihm sage, dass er mich verletzt mit seinem Verhalten, scheint es ihm gut zu tun. KĂŒrzlich hat er meine Fachzeitschriften weggeschmissen: Das ist ja schon aktiv und nicht mehr passiv - ich empfinde das als Provokation und als Schlag ins Gesicht. Spricht man ihn darauf an, lĂ€uft alles unter dem DeckmĂ€ntelchen "Ich hab's ja nur gut gemeint und Du bist jetzt so aggressiv zu mir". Ich habe sĂ€mtliche Strategien im letzten Dreiviertel Jahr probiert und bin immer die Schuldige. Nach einem Bandscheibenvorfall habe ich beschlossen, alles zu beenden. Ich hasse und verachte diesen Mann. Er hat mir und meiner Tochter das Zuhause genommen mit seinen leeren Versprechungen (ich hatte eine abbezahlte Eigentumswohnung); jetzt habe ich Schulden im fĂŒnfstelligen Bereich und fange wieder von vorn an mit meiner HaushaltsgrĂŒndung. Ich weiß noch nicht, woher ich die Kraft nehmen soll... Ich wĂŒsste gerne nur eines: Sind solche MĂ€nner ĂŒberhaupt zu Liebe fĂ€hig? Ich glaube, sie lieben nur sich selbst.

29.01.2009 17:03 Uhr
Koch kommentiert (Homepage)
Hier meine kurze Antwort :
Auch diese MĂ€nner,mit entsprechenden destruktiven Verhaltensweisen, haben das Bild von sich als völlig normaler und liebender Mensch, meistens befinden sie sich daher im Zustand der "Unschuld", also sind wenig in der Lage ĂŒberhaupt zu reflektieren,wie ihr Verhalten auf Sozialpartner wirkt. Das Selbstbild ist somit ebenso wie das Fremdbild hĂ€ufig nicht sehr realistisch und besonders dann bemerkbar, wenn ein passiv-aggressiver Mann sich verliebt, sich anfĂ€nglich sehr ins Zeug legt und ebenfalls sehr ĂŒberzeugend rĂŒberkommt.
Aber diese Zugewandheit hÀlt er leider nicht durch, das ist das Problem und damit auch das der Partnerinnen...
Ich finde es schlimm, dass Sie so enttĂ€uscht worden sind und alles wieder von vorne anfangen mĂŒssen und wĂŒnsche Ihnen ganz viel StĂ€rke.
mfg
Ihre Monika Koch

30.01.2009 10:40 Uhr
Jldi kommentiert
Liebe Frau Koch und liebe Leidensgenossinnen

Ich habe das Buch von Scott Wetzler „Warum MĂ€nner mauern’ gelesen. In diesem Buch habe ich meinen das beschriebene Verhalten von meinem Partner darin zu 100% wiedergefunden. Interessanterweise habe ich MICH auch (mein verhalten) in diesem Buch entdeckt. GemĂ€ss des Buches gehöre ich zum Teil ‚die Managerin’ und zum Teil ‚die Retterin’. In diesem Buch wurde mir aufgezeigt, dass ich mit meinem verhalten z.B. Der Partner soll sich bei mir wohl fĂŒhlen. Er kann (soll) seine Gedanken offen und ehrlich aussprechen können usw. Was wollte ich eigentlich wirklich? Durch mein Helfer-Syndrom wollte ich im Grunde genommen die totale Kontrolle ĂŒber meinem Partner erlangen. Wieso eigentlich? Weil ein passiv-aggressiver Mann, weder spricht, geschweige sich in eine Auseinandersetzung einlĂ€sst. Solche MĂ€nner bringen einen zur Verzweiflung. Sie lĂŒgen, dass sich die Balken biegen und ziehen sich sofort zurĂŒck, wenn mal ein ernstes BeziehungsgesprĂ€ch gefĂŒhrt werden soll. Sie sind gar nicht in der Lage, ĂŒber eigene GefĂŒhle und WĂŒnsche zu sprechen. Sie sind nicht in der Lage, echte NĂ€he aufzubauen. Denn sie haben wahnsinnige Angst davor, jemanden zu brauchen, von jemandem der ihnen nahe steht vielleicht einmal verletzt zu werden. Einfach ausgedrĂŒckt, man weiss nie woran man bei einem solchen Mann ist. Dieses verhalten verunsichert einem selbst. Und wenn noch die unehrliche Art mitspielt, ist das Vertrauen ebenfalls derart erschĂŒttert und damit beginnt der eigentlicher Teufelskreis. Man wird man immer hilfloser und fĂ€ngt an Beweise zu sammeln und ihn zu kontrollieren. Konfrontiert man den Partner mit Beweisen, so kann er mit einem lĂ€cheln die ganze Sache herunterspielen und er findet einem hysterisch oder sagt man sehe Probleme wo gar keine vorhanden sind. Also der Spiess wurde gedreht und man steht als ‚schuldige’ da. Letztendlich musste ich mich aller Ernstes fragen, was und wie ist mir geschehen? Obwohl ich eine ‚starke’ Frau bin, aber ich kein allzu grosses SelbstwertgefĂŒhl besitze, bin ich auf diesen Typ Mann reingefallen besser noch, ich habe ‚ihn’ ausgesucht. Ich bin fast ‚verrĂŒckt’ geworden. So ein Mann kann einem wirklich zur Verzweiflung bringen. Könnte sogar soweit gehen, dass ich schlussendlich bei einem Therapeuten auf der Couch liegen mĂŒsste. Ich spreche von meinem Partner, der wirklich zu 100% durch das Band hindurch passiv-aggressives verhalten hat. In diesem Buch habe ich nicht mal ansatzweise einen Punkt gefunden, wo ich sagen musste, dass trifft auf meinem Partner NICHT zu. WĂŒrde ich ein ausgesprochenes hohes SelbstwertgefĂŒhl besitzen, so glaube ich kaum dass ich solch einen Mann kennen gelernt hĂ€tte, geschweige mit ihm eine engere Beziehung eingegangen wĂ€re. Aus den Geschichten meiner Leidensgenossinnen der letzten Tage erkenne ich nicht unbedingt immer parallelen, die wirklich auf einen passiv-aggressiven Partner hinweisen wĂŒrden. Ich hatte mit meinen Partner bereits von Anfang an der ‚Beziehung’ Probleme. Ich konnte mit meinen Partner nie ĂŒber ZukunftsplĂ€ne sprechen. Er hat mir in diesen zwei Jahren auch nie gesagt, dass er mich liebt oder wenigstens das er mich mag. NĂ€he wie auch körperlicher NĂ€he hat er nicht zugelassen. BerĂŒhrungen empfand er als unangenehm. Im seinem tiefsten Innern, hatte er mich auf seine Art schon gern. Aber eben auf seine Art. Wisst ihr, im Grunde genommen haben wir auch nicht wirklich miteinander gesprochen oder gestritten. Wenn ich ihn auf ein Problem angesprochen habe, sass er wortlos da, rauchte nervös eine Zigarette nach der anderen. Kriegte den Mund nicht auf. Ihn sooo leiden zu sehen, tat mir leid und ich habe das GesprĂ€ch abgebrochen. Auch in solch Situationen hat er mich dort wo er mich haben wollte. Er verhielt sich wie ein 3-jĂ€hriges unsicheres Kind. Er zog sich jeweils zurĂŒck (verliess spĂ€ter lĂ€cheln und mit einem Kuss die Wohnung) und der ganze Frust kam Tage spĂ€ter per SMS aus dem Nichts und voll aus dem Hinterhalt heraus. Aber in einer Form resp. mit Worten, da wisst ihr nicht mehr was oben oder unten ist. Durch dieses Buch kann ich jetzt vieles besser verstehen. Nur was mich persönlich an diesem Buch stört, ist der Untertitel. ‚Wie Sie ihren passiv-aggressiven Partner Mann besser verstehen (dia bin ich noch gleicher Meinung) und MIT IHM GLÜCKLICH werden (da setzte ich ein grosses Fragezeichen). Klar, wenn ich mich so ‚verbiegen’ wĂŒrde und alle Tipps in diesem Buch beherzigen wĂŒrde, könnte es vielleicht klappen. Jedoch ich wĂ€re in kĂŒrzester Zeit ein Frack. VerstĂ€ndnis, fĂŒr einen passiven-aggressiven Mann in allen Ehren aber nicht um jeden Preis. Leider stand im Buch nichts darĂŒber was der passiv-aggressiver Mann tun mĂŒsste..... Es gibt vielleicht doch noch Literatur darĂŒber. WĂŒrde mich interessieren. Trotzdem finde ich das Buch ausgezeichnet und hat mir sehr geholfen.

Frau Koch meine Frage an Sie: Hatten Sie jemals einen Fall, dass eine Patientin wirklich mit einem 100% passiv-aggressivem Mann ‚GLÜCKLICH’ geworden wĂ€re? Oder hatten Sie jemals einen Patienten mit dem passiv-aggressiven verhalten therapieren können? Ich wĂŒsste nicht einmal, ob man (frau) den Partner freiwillig in eine Praxis reinkriegt

Ich liebe meinen Partner (noch). Ich bin aber heute soweit, auch wenn noch so schmerzlich sein wird, dass fĂŒr mich nur noch Trennung in Frage kommt. Ich beschĂ€ftige mich in den Letzten Wochen nur noch mit dieser Thematik. Ich habe mir gestern eine Liste erstellt, mit dem Titel: Wie stelle ich mir eine Beziehung vor und was kann ich und was will in eine Beziehung einzubringen. Ich habe bewusst nicht den Titel gewĂ€hlt: Was erwarte ich von einer Beziehung und wie sollte der Partner sein. Um ein Ziel zu erreichen, muss ICH mich entscheiden was ICH dafĂŒr zu tun bereit bin um ein Ziel zu erreichen. Auf einer zweiten Liste habe ich mir die Punkte aufgeschrieben, was und wie ich mich in meiner jetziger Beziehung fĂŒhle und das Miteinander erlebe. Also meine Beziehung kann ich als Kriegschauplatz bezeichnen. Mein Partner (Gegner) kĂ€mpft leider den Kampf nicht von Angesicht zu Angesicht. Sondern immer aus dem sicheren Hinterhalt heraus. Aus dem Kampf wurde fĂŒr mich bereits ein Krampf. Kaum zu glauben was fĂŒr Spielchen dieser Mann eigentlich fĂ€hig ist. Provokationen und Manipulationen. Solange man sich in seine Spielchen verwickeln lĂ€sst, so kommt man an kein Ende. Dieser Kreislauf schreit förmlich danach unterbrochen zu werden.

Frau Koch meine Frage an Sie: Ich hĂ€tte gern, dass mein Partner aus seiner Sicht eine Liste wie ich es bereits gemacht habe, erstellen wĂŒrde. Es geht mir nicht darum, diese Beziehung mit aller Macht am Leben zu erhalten. Meine Beziehung liegt bereits im ‚sterben’. Sondern es wĂŒrde mir ungemein helfen, aus seiner Sicht auf vielleicht noch nicht gekannte Erkenntnisse zu stossen, die mir nicht bekannt waren mitzuverarbeiten.

Vor einer Woche wusste ich von der Persönlichkeit eines passiv-aggressiven Mann noch absolut gar nichts gewusst. Meine Freundin hat mir gesagt. Weißt Du, Dein Freund hat starke Minderwertigkeitskomplexe. Da er unter Minderwertigkeitskomplexe leidet, konnte er Dir nie Stirn bieten. Du hast alles getan. Du liebtest ihn, Du warst ‚gut’ zu ihm. Du wolltest ihm ‚helfen’ und er hat es Dir auf eine ‚gemeine’ und ‚hinterhĂ€ltige’ Art gedankt. Ich hatte darauf hin im Internet nach Minderwertigkeitskomplexe ‚gegoogelt’ Ich bin ĂŒber hundert Umwegen auf den passiv-aggressiven Mann gestossen. Seither ist auch meine innere sehr nervöse Unruhe mehrheitlich weg. Weil meine stĂ€ndigen Fragen nach wieso und warum endlich einen Namen bekommen hat. DafĂŒr danke ich auch Frau Koch fĂŒr ihre AusfĂŒhrungen ĂŒber den passiv-aggressiven Mann. Frau Koch Sie werden es nicht glauben, Sie haben mir buchstĂ€blich mein ‚Leben’ gerettet. Ich war so was von fertig, dass ich am liebsten sterben wollte. Kein Freund oder Freundin hat es wirklich gesehen oder gar erahnt wie es in mir drinnen wirklich aussah. Mit SprĂŒchen, vergiss den Typ oder wie konntest Du, als intelligente Frau an ein solchen Mann geraten oder was hast Du eigentlich an diesem Menschen eigentlich geliebt, der Dich doch nur angelogen und betrogen hat. Der hat Dich nur ausgenutzt usw. All die gut gemeinten RatschlĂ€ge, half mir auch nicht wirklich weiter. War ja nicht böse gemeint, doch es ist auch eine Art Hilflosigkeit der Freunde. Auch sie wussten ja nicht, wie die ‚Krankheit’ heisst. Ich wĂŒnsche meinen Leidensgenossinnen wirklich viel Kraft. Weiterhin möchte ich gerne meine Erfahrungen und GefĂŒhle in diesem Forum einbringen. Es ist fĂŒr mich auch noch nicht abgeschlossen. Aber ich arbeite daran.

Mein Motto fĂŒr meine jetzige Beziehung: Entweder WIR zusammen MITEINANDER, oder eben OHNEEINANDER, aber nicht GEGENEINANDER.

Lieb GrĂŒsse

Jldi

30.01.2009 15:57 Uhr
koch kommentiert (Homepage)
Ein freundliches Hallo in die Schweiz,
ja in der Tat habe ich im nachfolgenden Blog bzw.in meinen Kommentaren zum Blog (...Juli 2008) :"Vom Softie zum passiv-aggressiven Mann" genau diese eigentlich einzige, englischsprachige literarische Quelle erwĂ€hnt,auch "Wenn MĂ€nner mauern" wurde irgendwo ebenfalls als Tip genannt. In beiden BĂŒchern wird ziemlich passgenau beschrieben, was partnerschaftlich mit einem solchen Mann passieren kann oder eher auch nicht gelingt.
Aus meiner therapeutischen Erfahrung heraus weiß ich ebenso genau um die KĂ€mpfe und Scheingefechte betroffener Partnerinnen, aber auch um deren PASSEN in das Schema derartig "gestrickter MĂ€nner."
Auch hierĂŒber wurde meinerseits schon viel Theoretisches, aber auch Anschauliches berichtet und kommentiert bzw.von Betroffenen vertrauensvoll ergĂ€nzt und dem kann kaum noch etwas hinzugefĂŒgt werden, als vielleicht jene Warnung,nicht alle Probleme immer unbedingt lösen zu wollen, manches ist vielleicht doch kompromissfĂ€hig und dabei ist gleichzeitig auch im Auge zu behalten, dass ein passiv-aggressiv gepolter Mann selten ein pur boshafter Mensch ist, sondern ebenfalls hilfsbedĂŒrftig, aber eben selten therapiebereit bzw. therapiefĂ€hig ist..
Der klassisch passiv-aggressive Mann kann also zu einer "Lebensaufgabe mutieren" oder sich auch als AUFGABE DES(eigenen) LEBENS herausstellen, beides unmĂ€ĂŸig anstrengend und oft mehr Kampf, dann wieder Waffenstillstand, eher wenig ein Zustand des Friedens..., der Zufriedenheit.. Es ist ein immer wieder neues Probieren,Verwerfen, Ausgleichen, VERSTEHEN.. notwendig oder eben RĂŒckzug und Flucht vor und aus dieser "Rolle", je nach dem wie hoch der Leidendruck bei den betroffenen Partnerinnen ist.
Und tatsĂ€chlich : Es landen eher die Frauen und Partnerinnen, als ein passiv-aggressiver Mann in der Therapie, denn hier wĂ€re er ja auf dem "PrĂŒfstand" und mĂŒsste aus der Deckung heraus. Schwierig! Ich habe mit einigen Paaren zwar sehr erfolgreich gearbeitet, aber dafĂŒr mit etlichen anderen, mit dieser spezifischen Problematik, eher zielend auf eine Trennungsmoderation hin.
Die Frauen konnten oft nicht mehr!!
Die MĂ€nner versprachen sich an diesem Punkt oft einfach die Chance auf eine neue,möglichst unproblematische Beziehung zu einer anderen Partnerin, da ja die aktuelle- zumindest fĂŒr diesen Mann-fĂŒr die Konflikte doch meist alleine verantwortlich war :Eine mĂ€nnliche Eigenreflexion gelang wirklich nur selten...und erst dann hatte diese Beziehung-und Therapiearbeit ĂŒberhaupt eine Chance..

Hiermit möchte ich mich fĂŒr meinen Teil aus dieser Runde ausklinken, da sich allmĂ€hlich fĂŒr mich hier echte Zeitprobleme herausbilden.
Allen Kommentatorinnen hiermit noch Mal meinen herzlichen Dank und alles alles Gute...., auch in die Schweiz trotz allem !!!!!!!
Ihre Monika Koch

06.03.2009 21:04 Uhr
Angela Völkel-Ebert kommentiert
Hallo,

mit riesigem Interesse habe ich alle AusfĂŒhrungen hier "verschlungen" und mich in so vielem wiedererkannt.....
Allerdings bin ich noch nicht in einer jahrelangen Beziehung, aber ich habe mich in einen solchen Mann verliebt.....schÀtze sein Wissen , seinen Humor, sein Selbst und...ja, auch seine kompromisslose Art.......nur er reagiert wie hier so oft beschrieben. Hat im Prinzip die Beziehung bereits beendet......schreibt dennoch tÀglich Mails.....und hat auf meine direkten Fragen warum, nur ausweichende Antworten.

Ich bin noch krĂ€ftig genug......wĂŒrde es versuchen wollen.
Meine Frage ist, wie kann ich am besten mit ihm umgehen.....neutral unverbindlich nett und freundlich bleiben, Ja sagen.....witzig ĂŒber die Fiesheiten hinweggehen....ich hĂ€tte so gerne ein paar "handfeste" RatschlĂ€ge......

Vielen Dank und viel Kraft fĂŒr alle Leidensgenossinnen...A.

17.03.2009 19:36 Uhr
Anonym kommentiert
So viel Frauen sind betrffen. ich bin ĂŒberwĂ€ltigt. Ich muss all die beitrĂ€ge noch einmal in ruhe lesen. Ich möchte nur mitteilen, dass ich mich/und in so vielem wiederfinde.
19.03.2009 14:17 Uhr
Ela kommentiert
Na ja. ich bin wohl ein sehr seltenes Exemplar. Schon seit Jahren auf der Suche nach ErklĂ€rungen.Immer die Augen offen, um etwas z finden, was stimmig ist, mit meinem GefĂŒhl: warum ist es so, wie es ist....
Ausbrechen aus dieser Beziehung schon einmal.
Trennung schon einmal..
Hm..das Problem:Mache mal den Anfang mit Infos, mein Mann ist zwölf Jahre Àlter, also heutzutage 72 Jahre, ich bin gerade 60 geworden.
Wir haben zwei Kinder und zwei Enkelkinder.
Der letzte Ausbruch meinerseits liegt 6 Jahre zurĂŒck.
Wir versprochen uns gegenseitig, wir wollen uns helfen lassen, Ich tat es, er nicht, in Form einer Therapie.
Der passiv aggressive Mann/Frau. Wie kommt es zu solchen Persönlichkeitsstörungen?
Kindheitsbedingt, in unserem Fall Kriegserlebnisse, er ist Jahrgang 1936....?
Immer diese SchuldgefĂŒhl. Daran werde ich noch eines Tages ersticken..
Ich brauche Hilfe, wie kann ich mit dieser Situation umgehen?
ich möchte diese Beziehung erhalten, aber evtl. bestimmte Werkzeuge in die Hand bekommen, um besser damit umzugehen..
Ist das ĂŒberhaupt möglich?
Ela

01.04.2009 00:01 Uhr
Anke Winter kommentiert
wenn Mauern meutern (könnten)
.......

Hier einer von mehreren Versuchen einer lyrischen
Darstellung zu diesem Themenkreis:

Auf verrĂŒckten Fundamenten
ecken sie leicht an
fĂŒrchten daher um ihre Statik
die auf fehlinterpretierten Signalen
und verborgen gehaltenen GefĂŒhlen basiert,
ihre raffinierte Indirektheit,
um die Schlupfwinkel der Opferrolle,
immer wiederkehrenden MissverstÀndnissen
und falscher Wahrnehmung.

Fassungslos fÀllt
jede Kommunikation
aus den Rahmen

Unentschlossen
pendelt sich eine
TĂŒr in Trance

AUF ­– Offenheit, vertrauensvolle VerbĂŒndete
ZU – Angst vor NĂ€he und AbhĂ€ngigkeit, Verwechslungsszenarien
AUF – Einladende Worte aus Zusagen und Versprechen
ZU – ZurĂŒckweisung, subtile Verzögerungstaktik, Mehrdeutigkeit

AUF – Hoffung, Verwirrung, gemeinsame Ziele(?)
ZU – Schuldzuweisung, KrĂ€nkung, RĂŒckzug

AUF ­– Leidenschaftliche Gester, Zauber, GroßzĂŒgigkeit
ZU – Machtspiele, verzerrte Logik, Verletzung

bis sie zugeschlagen bleibt,
weil niemand mehr nachsieht,
ob hinter den Mauern noch einer lebt.

Unter abgehobenen DĂ€chern
verliert die Sehnsucht
den Boden unter den Illusionen.

Zerfallen Wahlfreiheiten und Bewusstsein
in die Bewusstlosigkeit eines (un)kontrollierten Schlafes,
mit Macht demonstrierte UnabhÀngigkeit
schafft Wut, Verzweiflung und (Selbst)Zerstörung.

Dennoch: viel GlĂŒck viel GlĂŒck viel GlĂŒck

Und die Liebe duckt sich
unter dem Schwanken
der Abrissbirne
sie kann die Barrikaden
aus Angst und passiver Aggression
nicht einreißen.

P.S.:
Nach fast sieben Jahren habe ich diese Beziehung Ende des
letzten Jahren abgebrochen.
Dieses Gedicht stammt aus der "Endphase".
Möglicherweise besteht ja ein gewisser Wiedererkennungswert.

Gruß
Anke

11.06.2009 22:24 Uhr
Susa kommentiert (Homepage)
hallo, es wÀre hier sehr hilfreich, wenn jemand mal "positive Erfahrungen" die durch verÀndertes Verhalten zu einem p-a Mann entstanden sind.
Ich bin seit fast 10 Jahren eine Betroffene, habe aber erst vor kurzem die HintergrĂŒnde zu seinem Verhalten verstanden, nachdem ich das Buch 2wenn MĂ€nner mauern2 entdeckt hatte.
entdeckt habe ich es deshalb weil ich verzweifelt nach Hilfe gesucht habe, denn ich liebe diesen Mann und werde nichts unversucht lassen diese Beziehung zu erhalten.
Allerdings musste ich inzwischen schon sehr viele meiner anfĂ€nglich so beglĂŒckenden GefĂŒhle im tiefsten Unterbewustsein vergraben, denn er kann NĂ€he nicht vertragen und s.o. dann mauert er total, wenn es mal enger zu werden droht.
Also, was kann ich tun??? wie verhalte ich mich richtig..ich habe an mir alle drei Muster festgestelltOpfer-Managerin- Helferin, wo mĂŒsste ich ansetzen um einen inneren Neuanfang zu starten, ganz fĂŒr mich allein.
GrĂŒĂŸe Susa

22.07.2009 00:30 Uhr
Kröte kommentiert (Homepage)
Hallo Frau Koch,
nachdem ich mit meiner Freundin (selbst Therapeutin) mehr als eine Stunde telefonisch Beziehungsprobleme gewÀltzt hatte, erzÀhlte sie mir etwas von passiv-aggressiven Verhaltensmustern. Die glaube ich bei meinem Ex-Partner zu erkennen, mit dem ich jedoch noch zusammen arbeite.
Ich bin sehr froh, auf diesen Blog gestossen zu sein, denn ich suche - seit vielen Jahren schon - nach ErklÀrungen und Lösungen.
Den Job mit meinem Ex empfinde ich als die Hölle, komme aber irgendwie nicht in die Pötte, etwas zu verÀndern.
Habe schon schlimmste psychosomatische Störungen entwickelt und flĂŒchte mich abends in den Rotwein. TagsĂŒber funktioniere ich einigermaßen.
Mein Ex mauert und ich komme nicht dran. Wenn ich sage, dass ich mich vom Job ĂŒberfordert fĂŒhle, wird er sauer.
Wenn ich ihm sage, dass ich ĂŒberzeugt bin, dass wir eine gute Beziehung hĂ€tten haben können, wenn ich jobmĂ€ĂŸig meinen eigenen Weg gegangen wĂ€re, dann sagt er nichts.
Er sagt ĂŒberhaupt nicht viel oder gar nichts, wenn ich das GesprĂ€ch suche. Es ist, als wĂŒrde ich meine Worte in ein großes schwarzes Loch schmeißen. Und ich begreife noch nicht wirklich die Psychodynamik, die da ab geht.
Ich fĂŒhle mich in etwas hineingezwungen, das ich gar nicht so will. Aus alter LoyalitĂ€t, vielleicht auch ein wenig aus Angst, kralle ich an diesem Job fest, weil er mir sehr oft sagt, was er schon finanziell fĂŒr dieses Projekt investiert hat.
Selbst Diskussionen will er immer gewinnen, will sich immer durchsetzen. Im Zweifelsfall wird er auf eine Ansprache hin böse und sagt: "das diskutiere ich nicht".
Vor fast fĂŒnf Jahren habe ich einen anderen Mann kennengelernt. Seit zwei Jahren leben wir zusammen. Es ist nicht so spannend wie mit meinem Ex (viele Reisen, viele Jobdiskussionen mit viel Wein und unzĂ€hligen Kippen - was ich irgendwann aber nicht mehr wollte), aber es ist halbwegs harmonisch. Aber ich fĂŒhle mich alles andere als frei. Mein Leben wird immer noch von meinem Ex gesteuert. Irgendwie ist alles wie vorher, nur dass ich ihn jetzt abends in einem Anfall von Aggression nicht mehr mit Sachen bewerfen oder wĂŒrgen kann. Zum GlĂŒck - ich hĂ€tte es getan. Es ist soviel Hass in mir - obwohl dieser Mensch meine große Liebe war.
Ich habe mich bei ihm wie ein unmĂŒndiges Kind gefĂŒhlt - fĂŒhle mich noch immer so. Ein Analytiker meinte, es seien Machtspiele. Ich wollte doch eigentlich nur eine ganz normale Familie mit ihm haben, einen 30 Stunden Job, eine gemeinsame Zukunft, mit gemeinsamen Ideen und Zielen und Zeit fĂŒr Sport, Freunde und KreativitĂ€t.
Tausendmal wĂ€re ich zu ihm zurĂŒck gegangen, wenn er mich und meine BedĂŒrfnisse einfach mal ernst genommen hĂ€tte.
Er hat ĂŒbrigens niemandem erzĂ€hlt, dass wir nicht mehr zusammen sind - seinen Bekannten nicht und auch seiner Familie nicht. Ich spiele das Spiel mit - bin bei Familienfesten mit dabei. Ich bin Teil des Problems.
Ich weiß gar nicht, was ich fĂŒr meinen mauernden Ex empfinde - es schwankt zwischen tiefen, lieben GefĂŒhlen und tief empfundenem Hass.
Mit meinem "neuen Freund" komme ich natĂŒrlich auch nicht weiter, weil ich irgendwie emotional zwischen den StĂŒhlen hĂ€nge.
Mein Therapeut empfiehlt, mich von meinem jetztigen Freund zu trennen und mir eine eigene Wohnung zu suchen - und ggf. mit meinem Ex wieder zusammen zu ziehen. Und dann denke ich, er hat ĂŒberhaupt keine Ahnung - er versteht meine Bedenken und Nöte nicht. Mal davon abgesehen, dass ich streckenweise suizidgefĂ€hrdet bin und hĂ€ufig gegen Depressionen und die "Sauflust" kĂ€mpfe. Habe in den letzten Jahren im zarten Alter von 40 Neurodermitis und ĂŒbelstes Asthma entwickelt - und mache mir auch echt Sorgen wegen meiner Gesundheit.
Ich weiß nicht, wie ich aus dieser Catch 22 ZwickmĂŒhle entfliehen kann. Reden hilft nicht, beklagen hilft nicht, Pulsadern aufschneiden hilft nicht, Ex wĂŒrgen hilft nicht, lieb sein auch nicht und neuer Freund ist auch wenig hilfreich "dann musst du halt etwas verĂ€ndern".
So - und jetzt habe ich eigentlich viel mehr geschrieben, als ich wollte, aber ganz bestimmt nicht alles - 16 gemeinsame Jahre könnten einen fetten WĂ€lzer fĂŒllen.

22.07.2009 19:44 Uhr
Koch kommentiert (Homepage)
Eine Antwort erhalten Sie in "Kurzfassung",jedoch nicht öffentlich!!
mfg
Monika Koch

21.08.2009 11:37 Uhr
Silvia kommentiert
Hallo,
seit lĂ€ngerem lese ich bereits die von Euch geschriebenen Artikel und ich bin jedesmal wieder froh darĂŒber, mit meinem PA Mann nicht allein dazustehen. Auch jedesmal wenn ich hier nachlese, wie es anderen in der Beziehung so geht stelle ich mir die Frage, ob es nicht möglich wĂ€re eine Art "Stammtisch" oder "Selbsthilfegruppe" zu grĂŒnden!?

Kurz zu meiner Person:
Ich bin 43 Jahre jung, lebe in DĂŒsseldorf mit meinem Partner und meiner 13-jĂ€hrigen Tochter, seit 5,5 Jahren bin ich mit meinem Partner zusammen. Anfang MĂ€rz sind wir dann zusammengezogen. Wir sind auch schon durch die Hölle gegangen (tuen es immer wieder was sehr anstrengend und zermĂŒrbend ist), alles von Euch Beschriebene kenne ich leider zur GenĂŒge. In meinem Freundes,- und Bekanntenkreis fĂ€llt es mir oft schwer ĂŒber unsere Probleme zu sprechen, sind sie doch oft sehr subtil und verwirrend dass ich diese kaum erklĂ€ren kann. Auch ich stosse viel auf so SĂ€tzen wie: "Vergiss ihn", Trenn Dich, such Dir eine eigene Wohnung... VerstĂ€ndnis ernte ich selten :-(. Nun, es gibt so viel zu erzĂ€hlen und ich wĂŒrde mich sehr freuen, wenn es möglich wĂ€re wenn wir uns mal treffen könnten!?
Gruss,
Silvia

22.08.2009 00:38 Uhr
Blueserin kommentiert
Was bin ich dankbar dafĂŒr, schon nach anderthalb Jahren Beziehung und Wechselbad die Problematik erkannt und diesen Blog ( respective das Buch ĂŒbers "Mauern") gefunden zu haben!!
Dennoch- wie kommt es eigentlich, dass ich mir immer und immer wieder die schwierigsten Situationen im Leben "herauspicke" ? Was ist mein Anteil? Will ich mir beweisen, ĂŒberfordernde Situationen eben doch zu meistern, was ich als kleines Kind mit meinen Eltern nicht konnte?
Dieses zuverlĂ€ssige System erschließt sich mir (trotz Analyse) nicht. Leider.
Ich möchte die Beziehung zu meinem Liebsten halten und vertiefen.
Antworten ĂŒber den richtigen Umgang sind auch hier nicht zu finden.
Gelungene Liebe bleibt eine Gnade.
Einen teilenden Gruß an alle hier!

02.09.2009 18:12 Uhr
Norbert kommentiert
Hallo zusammen,
ich wĂŒrde hier gern mal meine Sicht als Mann darstellen. Nach dem Lesen des Blog und der zahlreichen Kommentare, musste ich mit Erschrecken fetsstellen, dass viele der beschriebenen Verhaltensmuster auch auf mich zutreffen, ob ich nun ein klassischer passiv-aggressiver Mann bin, weiß ich nicht genau, aber es kann ja vielleicht doch helfen (mir, wie auch den betroffenen Frauen), sich darĂŒber auszutauschen. Ich habe nĂ€mlich Ă€hnliche Probleme in meiner eigenen Beziehungen und wenn ich lese, das Freunde von betroffenen Frauen immer wieder raten, verlass den Typ doch endlich (so wie das Freunde meiner Freundin natĂŒrlich auch tun) und selbst Frau Koch schreibt, dass eine Beziehung mit passiv-agressiven MĂ€nnern ein lebenslanger Kampf bzw ein lebenslanges Scheitern implizieren, wird mir schon ganz anders.
Es muss doch auch Wege geben, damit umzugehen, also dies zu Àndern, ohne sich stÀndig zu bekriegen.
Vielleicht mal kurz was zu mir, ich bin 34 Jahre, seit 2 Jahren in einer sehr aufreibenden Beziehung, bei der ich durchaus Probleme meiner vorhergehenden Beziehungen wiederentdecke. Anfangs bin ich immer sehr zuvorkommend, weich und liebevoll, gebe ganz viel von mir und gehe sehr viel Kompormisse ein, teilweise aus Liebe, teilweise aber auch, um Konflikte und EnttĂ€uschung zu vermeiden. Dies fĂŒhrt im Laufe der Beziehung zu einer sich steigernden Unzufriedenheit und Frustration, die sich dann auch in Lieblosigkeit, PasivitĂ€t, depressiven Fluchtgedanken (Hobby, Alkohol, etc.) und unterdrĂŒckter Aggression niederschlagen. Ich denke betroffene Frauen kennen das Problem von der anderen Seite. Das Mauern beginnt. Nun ist diese Beschreibung sehr gut gewĂ€hlt, weil sie nicht nur die Handlungsweise, sondern auch die Sichtweise beschreibt. Ich kann oft nicht mehr ĂŒber meine Mauern sehen. Was nĂ€mlich, wie auch die Betroffenen schildern, noch schlimmer ist, als das Schweigen, ist das Argumentieren in einer verzerrten Logik. Ich selbst bin seit einem Monat in der Therapie, weil ich mein eigenes Denken und FĂŒhlen nicht begreife und nur sehe, wie sehr ich meiner Freundin damit schade. Ich habe versucht alle Agression und DemĂŒtigung aus den GesprĂ€chen zu verbannen, aber allein die Argumentationsketten, die ich mir im Streit zurecht lege, machen meine Freundin wĂŒtend und tragen wenig zu einer gelingenden Beziehung bei.
Vielleicht ist ja jemand an einem Gedankenaustausch interessiert oder kann ein paar Tips, mit welchen Schritten ich mich bzw. wir uns auf den Weg zu einer wirklichen VerÀnderung machen können.
Mit besten GrĂŒĂŸen.

07.09.2009 18:07 Uhr
monika Koch kommentiert (Homepage)
Hallo Norbert,
zunÀchst mal finde ich es ganz toll, dass endlich auch mal ein Mann hier zu Worte kommt.
Sie stellen bei sich ziemlich stark vertretene passiv-aggressive ZĂŒge fest,d.h.dann aber z.B. auch, dass Sie eher konfliktscheu bis konfliktvermeidend sind,deutliche Aggressionen sind da gewiss eher gefĂ€hrlich !!
Andererseits tragen Sie diese naturgemĂ€ĂŸ ebenfalls in sich,drĂŒcken Sie jedoch so lange es geht ganz ganz nach unten, und wundern sich dann, wenn Ihnen mal der Geduldsfaden platzt,wie lieblos und unzufrieden Sie plötzlich rĂŒberkommen können: von Ihrer AUCH irgendwie immer angestrebten Ausgeglichenheit ist dann ganz schnell nichts mehr zu bemerken, eher StimmungslabilitĂ€t,depressiv-aggressive Schwankungen und dazu meist die UnfĂ€higkeit, diese PhĂ€nomene : "HINTER DER EIGENEN MAUER SITZEND,einem Beziehungspartner schildern zu können.

Überrwiegen die mehr "dunklen Töne" in der Stimmungsskala, kann man durchaus von einer Depression sprechen. Depression kann SCHWEIGEN aber auch stĂ€ndig RĂ€sonieren,Nörgeln,VorwĂŒrfe und Anklagen produzieren....

Norbert, ich vermute mehr als ich es denn weiß, dass Sie am Anfang womöglich jeder Beziehung, fast idealistisch ĂŒberschwĂ€nglich daran glauben wollen, dass diese Beziehung einfach einzigartig sein muß.Kommen dann die ersten Zweifel,Kompromisse,bis zum Streit auf die Tagesordnung, passen Ihre (vermutlich) "idealisierten" Vorstellungen ĂŒber Partnerin und Beziehung rein garnicht mehr.Das ist bitter und genauso gallenbitter werden Sie dann auch !!!!

Ein therapeutisch-analytisches Herausfiltern Ihrer tatsĂ€chlichen Erwartungen an Sie selbst, d.h.an Sie als MANN,aber auch an Partnerin und FRAU,sollten zum Thema werden.Denn enttĂ€uscht kann nur der werden, der fĂŒr sich die Messlatte immer ein bischen unrealistisch hoch hĂ€lt, und ebenfalls zu hohe AnsprĂŒche an das SO SEIN der Partnerin stellt. So kann FRAU nur enttĂ€uschend sein und Sie ebenfalls!

Insofern geht es also nicht nur um das eigene MĂ€nnerbild, sondern auch immer um das systemische Wirken auf der Beziehungsebene.Ihre Argumentationsketten vernebeln im Prinzip nur Ihre eigene innere Unsicherheit, die Sie damit auf die jeweilige Partnerin ĂŒbertragen können; schnell ist sie alles schuld und Sie nur Opfer des Ganzen.
Dass Sie genau das nicht mehr wollen,lese ich aus Ihrem Text heraus.Ich gratuliere Ihnen dazu und warten Sie nicht auf die große ĂŒberdimensionale VerĂ€nderung...SIE SIND NÄMLICH SCHON MITTEN DRIN !
Alles Gute
Ihre Monika Koch

03.01.2010 02:06 Uhr
Kerstin kommentiert (Homepage)
Liebe Frau Koch,

ich war sehr froh diesen Blog gefunden zu haben. Man findet im netzt sehr wenig ĂŒber den Passiv-Aggressiven Man, jedenfalls nicht viel Brauchbares.

Ich lebe mit meinem Exemplar seit 7 Jahren zusammen.
Viel ist geschehen, vieles was mich an meiner eigenen Glaubhaftigkeit hat zweifeln lassen. Ich habe viel geweint, stundenlang gegrĂŒbelt, nĂ€chtelang wach gelegen und unzĂ€hlige mal versucht mit ihm gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Bisher ohne Erfolg.

Aus Eigenschutz, so nehme ich an, habe widme ich mich mit einer Besessenheit , die ich noch nie hatte,einem Hobby. Bei dem ich mich in einen Raum völlig zurĂŒck ziehen kann, dort finde ich dann meinen Ausgleich.

Es fÀllt mir immer noch sehr schwer nicht auf ihn zu reagieren. Ich kann manchmal einfach nicht den Mund halten wenn mir was auf der Seele brennt, aber bei der winzigsten Kritik an ihm habe ich die Hölle auf erden. Ich sei doch daran schuld das er so reagiert.
Das aller erste Mal das ich ihn seltsam fand war als er ein T-shirt links herum an hatte, auf mein fragen sagte er:“ du hast es mir so in den Schrank gelegt“, ich war nun dafĂŒr verantwortlich wie er angezogen ist. Damals habe ich so gelacht

..damals!

Dann fingen meine Selbstzweifel an, ich habe ĂŒber meine anderen Beziehungen nachgedacht und immer wieder festgestellt dass ich mich mit niemand anderen ĂŒber solche dinge wie mit ihm gestritten habe, das ich nie streitsĂŒchtig war und das, wenn ich schuld an etwas hatte das auch zugab. Er will mir aber immer das Gegenteil beweisen.
Es war schon soweit das ich dachte ich gehöre in eine geschlossene Abteilung, ganz im ernst ich bin bald verrĂŒckt geworden.

2005 wurde ich krank, ich hatte Morbus Basedow. War 14 Tage im Krankenhaus und am Tag meiner Entlassung spielten sich seltsame Dinge ab. Mein Freund bekam auf einmal schreckliche schmerzen im Bein, er konnte also nicht viel fĂŒr mich tun was das verwöhnen angeht. Ich gab ihm Schmerztabletten. 3 Stunden spĂ€ter bekam er starke Hodenschmerzen, die waren weg als ich den Arzt rufen wollte. Ich habe das nie verstanden
..
Ich musste 2 Jahre auf die Renovierung unsere Wohnung warten(er ist Maler). Wenn mir etwas gefÀllt wird das Gegenteil angeschafft. Es sind auch schon Dinge kaputt gegangen an denen mein Herz hing, habe Vermutung das er es war.
Ich verstand ihn nicht bis ich
Das das Buch kaufte „warum MĂ€nner
“ . Wie er das entdeckte wurde er ganz aufgelöst. Lief in der Wohnung auf und ab. Dann sagte er irgendwann das dieses Buch an allem schuld ist, wer Weiß was ich noch fĂŒr durchgknallte Ideen habe um ihn schuldig zu sprechen ich gehöre in Behandlung.!. Denn das aller schlimmste ist ja, dass er der Meinung ist keinerlei Probleme zu haben. Ich bekĂ€me ihn nie zu einer Therapie, er sieht oder will es nicht sehen dass er anders ist.



Warum verschwendet er seine ganze Intelligenz damit sich ausreden oder andere taktische PlÀne auszudenken!!! Man muss intelligent sein um so handeln zu können.

Das schlimmste was ich machen kann, wenn ich ihn darauf hinweise das ich der Meinung bin dass er dies oder jenes mit Absicht macht. Das ist das schlimmste fĂŒr ihn, er reagiert so heftig das ich ihm am Ende recht gebe. Aber was soll ich den machen, ich bin ganz schrecklich sensibel, ich spĂŒre die kleinsten Kleinigkeiten und fĂŒhle ich mich schmerzhaft verletzt. Wenn ich mir doch bloß ein dickeres Fell zulegen könnte!!! Oder aufhören könnte ihn zu lieben!!!!!!

04.01.2010 14:10 Uhr
koch kommentiert (Homepage)
Hallo Kerstin,
in der Tat schildern Sie ein einmalig deutliches Beispiel passiv-aggressiven Verhaltens in Ihrer damals noch jungen Beziehung mit dem T-Shirt-Beispiel :
Weil Sie es ihm links herum gedreht in den Schrank gelegt hatten,zog er es dann auch so an,ohne selbst genau hinzusehen, sich also verantwortlich fĂŒr sich selbst rĂŒckzuversichern,da Sie ja offensichtlich die Verantwortung fĂŒr sein Äusseres bereits zu diesem Zeitpunkt klassich rollenkonform ĂŒbernommen hatten.
Und so also waren Sie "schuld" dass er das Shirt links herum anzog.
Wie ungemein bequem und praktisch fĂŒr einen passiv-aggressiven Mann, der gerne in Deckung bleibt und auch aus dieser verbal heraus schiessen kann, selbst dabei wenig Profil und AngriffsflĂ€che bietet, ja sich sogar manchmal betont zurĂŒckhaltend und "bescheiden" gibt und geradezu unsichtbar machen kann..Jedenfalls bei Themen wie : Mitverantwortung,Eigenverantwortung,Beziehungs-
gestaltung,Fairness...,Eigenreflexion, Selbstkritik..

In Wahrheit kann ein passiv-aggressiver Mann ein regelrechter "Schisser" sein,meinte neulich eine Klientin mit einer gewissen Genugtuung in der Stimme, und konnte mit diesem Ausdruck die passiv-aggressive ( angebliche ) Überlegenheit als infantile Schutzhaltung entlarven und sie gleichzeitig, durch diese analytische Abwertung auch besser ertragen lernen.

BegrĂŒndungen, warum er was wohl verspĂ€tet oder gar nicht tut,obwohl im vorhinein zugesichert,sind ebenso verquer.. Da muß sich eine Klientin anhören, dass sie eigentlich daran "schuld" sei, wenn er z.B. noch Ostern mit dem zerhackten Weihnachtsbaumresten im Kofferraum rumfĂ€hrt, weil er diesen notgedrungen ganz nach hinten geschoben habe,eben wegen der stĂ€ndig anfallenden, nur von ihm immer zu erledigenden GetrĂ€nkeeinkĂ€ufe wegen seines großen Kofferraumes,und da sei es doch ganz normal,dass man(n) das Holzgebilde dahinten vergisst, (auch wenn es noch so gut sichtbar ist.. ! )..Diese passiv-aggressive Logik ist wirklich nur schwer nachvollziehbar und einfach ignorant.

Ein passiv-aggressiver Mann wird allerdings immer nur ganz ganz schwer einen tatsĂ€chlich gemachten Verhaltensfehler eingestehen (können) ; lieber dreht er solange an seiner "BeweisfĂŒhrung" herum,bis sein weibliches GegenĂŒber verwirrt und verunsichert nachgibt.., oder ( bei bevorzugt histrionisch-zwanghaften ZĂŒgen der Partnerin,vgl.Themen-Blog ) bis SIE vielleicht hochaggressiv zurĂŒckbrĂŒllen, oder, andere Variante, total schluchzend am Ende sind, oder bis Sie ihr Recht nun doch mal wollen, es klar stellen möchten, in Ruhe oder heftig, und sich dabei oft "dumm und dusselig reden, schliesslich völlig fassungslos werden oder wĂŒtend den Faden verlieren, ihn nur noch beschimpfen, was sein Negativbild ĂŒber Sie wieder bestĂ€rkt und Sie damit dann sowieso die A.-Karte haben und ERST DANN, kann er - so wird mir geschildert-auch mal großzĂŒgig eine kleine "Mitverantwortung" an diesem oder jenem ĂŒbernehmen,und dies meist,wenn er sich vorher gehörig in aggressive Schweigsamkeit zurĂŒckgezogen hat, die in sich ja bereits ein Vorwurf an die laute oder unsichere, heulende, streitsĂŒchtige Partnerin ist..

Ist sie also vielleicht doch Schuld am Streit oder an...? Er bringt sie zum Schreien, sie ihn aber letzlich zum Schweigen, was ist schlimmer ?

Hat ein passiv-aggressiver Mann dazu noch verstĂ€rkt schizoid-zwanghafte CharakterzĂŒge ( vgl.meine Blogs unter diesen Begriffen...), so nörgelt er nicht nur sehr hĂ€ufig oder manchmal stĂ€ndig an seiner Partnerin,Kindern und dem Leben allgemein und am wenigsten an sich selbst herum, sondern weiß zudem unglaublicherweise alles, aber auch alles, einfach nur besser.
Ja, er dreht schwarz auf weiß, kann dies sehr subtil tun,was den Akt nicht minder aggressiv ankommen lĂ€ĂŸt. Er richtet seine Dialektik schnurgerade darauf aus,möglichst die Schwachstellen der Partnerin offenzulegen,von seinen ist natĂŒrlich nie die Rede,die gibt es ja auch gar nicht..

Freunden und Bekannten diesen nach außen hĂ€ufig doch so charmanten,zugewandten,"friedlich-jovialen" Menschen erklĂ€ren zu wollen,rĂŒckt einen dann selbst schnell ins Licht der histrionischen (frĂŒher hysterischen ) oder auch rechthaberischen (zwanghaften) UnglaubwĂŒrdigkeit.(vgl. vorangegangene Themenblogs zu den Strukturanteilen ) .

Insofern ist nur folgerichtig, dass hier in meiner Praxis die geschĂ€digten Frauen, aber nur sehr selten die auslösenden MĂ€nner sitzen,nicht selten von diesen sogar grosszĂŒgig finanziell dabei unterstĂŒtzt und und gefördert, also von jenen auf den ersten Blick verstĂ€ndnisvoll wirkenden Partnern, die in Wahrheit jegliche Selbstreflexion und Therapie scheuen "wie der Teufel das Weihwasser..",immer haben Andere, vor allem die Partnerin das nötig !!

Nach dem Motto :" Lese du mal das Buch und wenn's interessant ist,kannst du mir was erzĂ€hlen, dann muß ich es erst gar nicht lesen.., oder : " Mach die TĂŒre zu, ich kann nicht sehen, wie du arbeitest !"oder : "Du hĂ€ttest ja warten können,dann hĂ€tte ich dir geholfen..!", lĂ€uft vieles ab.

Selbst diese harmlose passiv-aggressive Parodie des Alltages zwischen Paaren verdeutlicht die Ignoranz und die kollosale Ich-Bezogenheit des passiv-aggressiven Denkens und Verhaltens beim mÀnnlichen, in Wahrheit unpartnerschaftlichen Partner.

Auch wenn man einen solchen Partner (noch ) innig liebt, kann sich ein herbes Machtspiel entwickeln,das imagninĂ€re SchuldgefĂŒhle Ihrerseits wachsen lĂ€sst und damit eine fast sadomasochistische Beziehungsebene..., bei der einer dominiert und der andere sich unterordnet.

Sie mĂŒssen also entscheiden, ob Sie dies ein Leben lang wollen, aushalten oder immer wieder dagegen ankĂ€mpfen wollen.
Es ist schwer, dieses Leben mit ihm, aber ohne ihn auch, jedenfalls fĂŒr die klassiche Partnerin dieses MĂ€nnertypus mit mehr depressiv-histrionischen ZĂŒgen.(vgl.Themenbolgs hierzu ).

Schalten Sie zur Abwechslung mal Ihre Intelligenz ein,statt immer seine fraglos hinzunehmen,ja sie als taktisch zu bewerten und zu hassen und gleichzeitig zu bewundern..
Ihre Frau Monika Koch

04.01.2010 17:50 Uhr
Kröte kommentiert
Hallo Kerstin, hallo Frau Koch!

Aus eigener Erfahrung kann ich nur raten, sich von solchen Exemplaren zu trennen. Ich habe mich nach 12 Jahren endlich von meinem passiv-aggressiven Partner getrennt - viel zu spĂ€t. Man hofft und hofft und hofft und versucht zu verstehen, zu begreifen, sucht nach ErklĂ€rungen fĂŒr das Verhalten, sucht die Fehler dann bei sich selbst. Man fragt sich, ob man vielleicht Wahrnehmungsstörungen hat und wird schlimmstenfalls selbst darĂŒber krank. Das ist kein Mann wert! Auch wenn man glaubt, noch so sehr an ihm zu hĂ€ngen.

Mein Partner hatte dazu schizoide ZĂŒge und ich selbst habe depressiv-hysterische Anteile. Eine fast tödliche Mischung - mit sadomasochistischen ZĂŒgen. Ich hatte Angst, wieder allein zu sein und habe alles ertragen - bis bei mir das Fass ĂŒberlief und ich meinen Partner sogar tĂ€tlich angriff. Dabei bin ich eher harmoniebedĂŒrftig und ein "Weichei". Aber mit seiner Art und seinen Machtspielen, seiner KritikunfĂ€higkeit und Überheblichkeit brachte er mich zur Raserei. Ich begann ihn zu hassen, aber nicht einmal wirklich konsequent. Eine Art Hassliebe entwickelte sich.

Die Trennung ist jetzt mehr als fĂŒnf Jahre her. Ich habe einen neuen Partner, mit dem diese Problematik nicht existiert. Alles lĂ€uft ziemlich harmonisch, dennoch kann ich meine neue Beziehung nicht wirklich leben, da mein "Ex" immer noch einen starken Einfluss auf mein Leben nimmt. Das Schlimme ist, dass wir noch zusammen arbeiten und irgendwie ist es eine FortfĂŒhrung unserer Beziehung auf anderer Ebene ...
Heißt, wirklich gelöst habe ich mich immer noch nicht. Und immer noch frage ich mich, warum unsere Beziehung nicht anders laufen konnte. Nun werde ich den nĂ€chsten Schritt gehen mĂŒssen, also einen neuen Job suchen.

Ich kann einfach nur sagen: HĂ€nde weg von passiv-aggressiven MĂ€nnern. Der Preis ist zu hoch!

Und vor allem, wenn Trennung, dann richtig und konsequent, sonst wird daraus ein galoppierender Albtraum.

Ich wĂŒnsche allen betroffenen Frauen ganz viel Kraft, WillensstĂ€rke und Konsequenz und vor allem Selbstvertrauen!

Herzlichst,
Kröte

04.01.2010 23:13 Uhr
Kerstin Schwebel kommentiert (Homepage)
Liebe Frau Koch liebe Kirsten,

sie beide schreiben so als hÀtten sie die letzten 7 Jahre als Schatten neben mir bzw. mein Leben mit mir gelebt.
Mir haben immer die richtigen Worte gefehlt um mich auszudrĂŒcken.

Ich zitiere Kirsten:"Mein Partner hatte dazu schizoide ZĂŒge und ich selbst habe depressiv-hysterische Anteile. Eine fast tödliche Mischung - mit sadomasochistischen ZĂŒgen. Ich hatte Angst, wieder allein zu sein und habe alles ertragen - bis bei mir das Fass ĂŒberlief und ich meinen Partner sogar tĂ€tlich angriff. Dabei bin ich eher harmoniebedĂŒrftig und ein "Weichei". Aber mit seiner Art und seinen Machtspielen, seiner KritikunfĂ€higkeit und Überheblichkeit brachte er mich zur Raserei. Ich begann ihn zu hassen, aber nicht einmal wirklich konsequent. Eine Art Hassliebe entwickelte sich."

Jedes Wort stimmt mit meinen Erlbnissen ĂŒber ein.

Wie oft habe ich mich gefragt warum wir nicht so streiten können wie andere, ich habe nie zuvor einen Partner aus voller Kehle angeschrien oder schlimmer noch mit FÀusten auf ihn eingeschlagen(nicht in sein Gesicht, aber immerhin)Er hat dabei immer nur geschrien:"ja hau mir in die fr...., schlag mich.."Er hatte einen blauen fleck, dieser wurde mir aber tÀgl. 50 gezeigt. ich war nur fassungslos das ich keine Minute daran dachte mich zu entschuldigen, ich bekam angst vor mir selber.

Aber eine frage stellt sich mir nach wie vor. Weiß der passiv-aggresive Mann das er ist wie er ist, und das dies kein normales Verhalten ist? Wenn ja, warum will er nichts Ă€ndern.
Wenn nein, wie kann ich ihm das glaubhaften machen das er ein Problem hat?
Noch eine Frage, gab es schon erfolgsgeschichten fĂŒr diesen Typus mit einer Therapie?
Ich will nicht glauben das Man(n) nichts Àndern kann.

Ich zitiere monika:"BegrĂŒndungen, warum er was wohl verspĂ€tet oder gar nicht tut,obwohl im vorhinein zugesichert,sind ebenso verquer.. Da muß sich eine Klientin anhören, dass sie eigentlich daran "schuld" sei, wenn er z.B. noch Ostern mit dem zerhackten Weihnachtsbaumresten im Kofferraum rumfĂ€hrt, weil er diesen notgedrungen ganz nach hinten geschoben habe,eben wegen der stĂ€ndig anfallenden, nur von ihm immer zu erledigenden GetrĂ€nkeeinkĂ€ufe wegen seines großen Kofferraumes,und da sei es doch ganz normal,dass man(n) das Holzgebilde dahinten vergisst, (auch wenn es noch so gut sichtbar ist.. ! )..Diese passiv-aggressive Logik ist wirklich nur schwer nachvollziehbar und einfach ignorant."
Das sind sie, seine BegrĂŒndungen die mich immer wieder verrĂŒckt machen, ich frage mich dann, wie kommt man in sekunden auf solch eine ausrede.


Da fĂ€llt mir eben ein, immer wenn er bei seiner Oma zu Mittag gegessen hat, schrie er sie an wenn sie ihm erst nach seinen ersten Bissen sagte das dass essen heiß ist und er aufpassen soll!!! nUN WAR DIE ARME ALTE fRAU DARAN SCHULD DAS ER SICH DIE ZUNGE VERBRANNTE , schließlich hĂ€tte sie ihm das ja vorher sagen mĂŒssen.

es ist mir bis heute schier unmöglich freunden und Bekannten sein Verhalten glaubhaft zu machen, genau wie Monika es schreibt. mein schwager hat erst im letzten jahr mir die schuld gegebn, muss dazu sagen wir wohnen 780km von einander getrennt, meine schwester und ich wir sehen uns selten. wenn dann der besuch da ist sagt er vorher immer schon das es wieder anstrengent wird. Ja, das wird es fĂŒr ihm denn die ganze Zeit ĂŒber ist er der Mann den ich möchte!!!!! Damit ja alle anderen gut ĂŒber ihn sprechen.

Momentan habe ich nicht mal genug Geld fĂŒr einen Umzug da ich Arbeitslos bin, ich weiß nicht wie das hier alles weitergeht soll, meine Kraft ist fast verbraucht. ich nehme mir alles so zu Herzen, ich glaube ich fange an mich selbst zu verletzen in dem ich mir winzig kleine Pickel im Gesicht so auskratze das es Riesen EntzĂŒndungen werden.
Bin von Berlin nach Kaiserslautern nur fĂŒr ihn gezogen...weiß nicht wohin ich sollte. ich wĂŒrde lieber wollen das er behandelt wird.

Vielen Dank das sie meine Sorgen gelesen haben.
Liebe GrĂŒĂŸe Kerstin

05.01.2010 10:50 Uhr
Kröte kommentiert
Hallo Kerstin,
MĂ€nner sind oft wahre KĂŒnstler, was die VerdrĂ€ngung angeht. Sie tun alles, um das Bild, das sie von sich selbst haben, aufrecht zu erhalten. FĂŒr Selbstrefelexion oder gar Selbstkritik ist da kein Platz - wichtige Voraussetzungen jedoch, um etwas am eigenen Verhalten zu verĂ€ndern.
Auch mein ehemaliger Partner hat ein sehr eigenens Bild von sich "ich bin der beste Freund, den du je hattest ..." blabla und auch andere Menschen, die ihn nicht so hautnah kennen, haben eine ziemlich gute Meinung von ihm.
Inzwischen denke ich, dass unsere "Macken" einfach nicht zueinander gepasst haben. Schlimmer noch - unsere Eigenarten haben die ganze Situation eskalieren lassen.
Liebe Kerstin, ich glaube nicht, dass du deinem Partner glaubhaft erklĂ€ren kannst, dass er ein behandlungsbedĂŒrftiges Problem hat. Er will das nicht wissen und auch nicht sehen und schon gar nicht hören - besonders nicht von dir.
Du schreibst, du bist extra wegen ihm von Berlin nach K'lautern gezogen - und nun denkst du wahrscheinlich "scheiße, alles umsonst, wenn ich jetzt gehe!?"

Übrigens habe ich mich auch ĂŒber mich selbst erschrocken, dass ich zu solchen Aggressionen fĂ€hig bin. Deshalb mein Rat an dich: wenn eine Beziehung ein solches Stadium erreicht hat, ist sie ungesund, um nicht zu sagen krank und defacto am Ende. Deshalb wĂ€rme deine alten Berliner Kontakte auf, such' dir dort einen Job (auch schon fĂŒr dein SelbstwertgefĂŒhl!)und dann packst du deine Klamotten.
Berlin ist eine tolle Stadt - was willst du in K'lautern;-)
Und vor allem: höre auf zu grĂŒbeln, warum er so ist und nicht anders, warum er nicht begreifen will, dass er ein Problem hat etc. etc.
KĂŒmmere dich um dich selbst, sonst tut es nĂ€mlich niemand.
Und deine autoaggressiven Handlungen (Selbstverletzungen) helfen dir auch nicht weiter. Das verschlimmert alles und du tust dir damit keinen Gefallen - das kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen.
Also Kerstin: SEI GUT ZU DIR! KÜMMERE DICH UM DICH SELBST!
Ich wĂŒnsche dir ganz viel Kraft! Übrigens, die Kraft, die dich jetzt deine Beziehung kostet, fehlt dir fĂŒr dich selbst.
Liebe GrĂŒĂŸe
Kröte

16.01.2010 17:48 Uhr
Coop kommentiert
Hallo und Hi Ihr Lieben,

seit Dezember 09 les ich diesen Blog und bin superglĂŒcklich, dass ich mit dem Problem des PAMs nicht alleine dastehe !
Das hatte ich bis dahin nÀmlich gedacht!
Starter fĂŒr das neue Bewußtsein kam etwas eher, denn im Nov.09 hatte ich durch Zufall den WETZLER gefunden. Dieses kleine gelbe BĂŒchlein habe ich innerhalb 1 Tages, wie ein trockener Schwamm aufgesogen! Das war die Offenbarung !
Auslöser meiner Krise ist, dass ich in eine passiv-aggressive Familie hinein geboren wurde. Es gab daneben ganz massive aggressive Strukturen, die aber wiederum durch passiv-aggressive Muster gedreht und vereitelt wurden. Sodass ich mein Leben lang nicht verstand, was ĂŒberhaupt los ist. Ich wußte bis vor einiger Zeit nicht, wer ich eigentlich genau bin und was mir Grausames passiert ist.
Mit 20 Jahren habe ich meine Familie verlassen und Kontakte gibt es seitdem nicht mehr. Ich habe lange und mit großer IntensitĂ€t nach mir selbst gesucht. Weil ich mich selbst liebe und achte. Es ist mir auch zu sehr großen Teilen gelungen. Ich habe dafĂŒr keine Kosten und MĂŒhen gescheut. Erst habe ich mit Freunden, Bekannten gesprochen, dann habe ich eine Psychoanalyse gemacht, einige sehr hilfreiche BĂŒcher gelesen. Unter anderem, im Hinblick auf Beziehungen "Die Regeln" und mich dem Spirituellen zugewandt.

Nun komme ich zum Punkt, denn, wenn man in so einer Familie aufwÀchst, ist es klar, dass man immer wieder auf PAMÀnner trifft. Nachfolgend werde ich die PAm nennen um Zeit zu sparen.
Ich hatte immer große Probleme mit denen :-( und bin extrem oft verletzt worden.
Aktueller Auslöser ist mein Exfreund. Wir haben uns im Clb unserer Stadt kennengelernt. Er hat mich angesprochen und war superklasse offen, lieb, zuvorkommend und sehr beziehungswilli ! Ich dachte ENDLICH, ENDLICH habe ich meinen Traummann gefunden ! Der, der mich gut behandelt, der lieb zu mir ist, vertrauenswĂŒrdig. Der sich immer regelmĂ€ĂŸig meldet; einer, der mich nicht verletzt, einer, der mich nicht erniedrigen will und der mir zeigt, dass er mich liebt.
Aber, wie im Wetzler beschrieben, hat er mir doch nach einiger Zeit immer wieder mal "kleine Kostproben seiner Feindseligkeit gegeben". Das hat mich stutzig gemacht und vorsichtig und ich bin imer mehr auf Distanz gegangen. Uns da ich ja "Die Regeln" gelesen habe, weiß ich, dass man einem Mann, der sich nicht meldet nicht hinterherlĂ€uft. Weiter habe ich im Lauf meines Lebens gelernt Konflikte ausuhalten, wenn sie nicht direkt zu lösen sind; Ungreimtheiten, Unsicherheiten einfach mal stehe zu lassen und vor allem alleine Leben zu können.
So habe ich meinem PAM die Grundlage fĂŒr seine hinterhĂ€ltige-subtil-verdeckten Angriffe genommen. Er hatte so keine AngriffsflĂ€che. Denn er wollte (selbstverstĂ€ndlich wiederum subtil und verdreht !), dass ich entweder die Opferrolle, die Retterinnenrolle oder die Managerinnenrolle einnehme. Er hat das richtiggehend enegetisch versucht="dicke Luft", denn gesprochen hat er nicht ! Aber nix davon ist ihm gelungen. Ich habe mich "den Regeln" gemĂ€ĂŸ, wie eine junge, freundliche, attraktive und flotte Frau verhalten, die glĂŒcklich ihren Alltag bestreitet! Also - ich habe bin in der Rolle, der gesunden Frau geblieben. Das hat dann im Lauf der Beziehung zu Kontaktabnahme mit ihm gefĂŒhrt. Wir haben uns 3Wochen lang nicht mehr gesehen. Zwar hatten wir Kontakt per SMS und Telefon aber der war jedesmal auffallend knapp. Es war dieser gespannte argwöhnische Friede.
Dann kams, wie es mit einem PAM kommen musste. Wir verabredeten uns fĂŒr Samstag und wir verbrachten einen wunderschönen Abend und eine wunderschöne Nacht zusammen. Aber immer wieder mal dazwischen kamen diese kleinen feinen Kostproben der Feindseligkeit. Bis er Andeutungen! machte, dass er Angst hĂ€tte. Aber erlĂ€utern wollte er das auch auf Nachfrage meinerseits nicht. Ich lies ihn. Am Sonntagvormittag hatten wir uns wiedersehr lieb auf sein betreiben hin. Und ich dachte dann, na ja, jetzt wird er langsam doch mal gehen wollen. Aber er machte nur so komisch rum, druckste, schwieg. Es war schon 15:00 und er fing wieder an mich zu streicheln, zu berĂŒhren und zu kĂŒssen - also er wollte nochmal. Ich ging darauf ein.
Dann geschah das Entsetzliche, was zu einer starken Retraumatisierung bei mir gefĂŒhrt hatte. Nach einer Weile wollte er eine Pause, auf die ich natĂŒrlich einging. Wir lagen dann eine gefĂŒhlte Minute nebeneinander. Dann richtete er sich plötzlich auf und sagte in einer eises KĂ€lte, die ich vorher von ihm nicht kannte:"Ich muss jetzt gehen !" - kurz, knapp und mit einer unglaublichen Unverbindlichkeit.
Seien Ausstrahlung hat sich in sekundenschnelle um 180° gedreht. Ich habe ihn wie gebannt angeschaut und nur seinen Körper wieder erkannt. Alles andere an ihm war fremd, kalt und unangenehm.
Von diesem Moment an verhielt er sich mir gegenĂŒber, wie ein Ranghöherer. Er wr anmaßend, respektlos, herablassen und manieriert.
Ich ließ ihn gehen. Ich versuchte nochmal mit ihm spĂ€ter zu reden, was er selbstverstĂ€ndlich verweigerte. Er verweigert auch seither die Beziehung. Denn einige Tage danach fing er an mich zu bestalken per Telefon. Dann wollte er mich 2Wochen spĂ€ter per SMS von einer Stunde auf die andere verabreden, was ich wiederum den Regeln folgend verweigerte, denn ich lass mich doch nicht von ihm, selbst, wenn ich noch si liebe, zu seinem Lakaien machen.
Von da ab war 4Monate Sendepause. Dann sartete ich nochmal einen abschließenden KlĂ€rungsversuch, denn zu diesem Zeitpunkt wußte ich noch nichts von PAMs, was er logischerweise abschmetterte.
&Wochen danach fing er an wieder mit Telefonstalking an. Telefonstalking=hier: er rief an und legte, nachdem ich mich gemeldet hatte schnell wieder auf oder er wartete bis ich es tat, AB aanrufen und den Ansagetext abhören und Klingelstörer.
Januar 2008 bekam ich eine DoublebindSMS mit dem Inhalt:"Bitte entschuldige, dass ich nicht mehr reden möchte. Aber was wolltest du mir sagen?" Diese beantwortete ich 4Wochen spÀter genaiso herablassend, wie er, kurz und knapp.
1Monat spÀter fing das T-Stalking wieder an. Ich setzte ihm per SMS Grenzen, die er missachtete, denn er stalkte jetzt mit erhöhter Frequenz als vorher. Dann zeigte ich ihn nach vorhergegangener Warnung an! Er hat die Polizei und auch die Staatsanwaltschaft unverfroren angelogen, denn er verleugnete.
Dann fing er unmittelbar danach wieder an, mit bis zu 20 Anrfen pro Tag. Anfang 2009 wechselte ich meine Handynummer. Bis Mitte 2009 traktierte er meine Festnetzanschluß tĂ€glich. Im Mai saß er nachts vor meinem Fenster und starrte hoch. 1Monat spĂ€ter klingelte er sonntsgs an meiner HaustĂŒr, erst ganz zurĂŒckhaltend, dann steigerte sich das bis zum Sturmklingeln. Ich machte ihm nicht auf!
Seit Oktober 2009 ist jetzt Funkstille.
Das Blöde ist, dass ich in ihn immer noch verliebt bin ! Mein Herz sagt-JA, mein Verstand - NEIN!
Ein tolles Leben ist das nicht. Selbst, wenn man Schluss gemacht hat.
Dennoch kann ich nix Besseres derzeit tun. Ich studiere den Wetzler und versuch bei Gelegenheit alles unzusezen.
Vor allem ist es gut zu wissen, dass ich ich damit nicht alleine in der Welt stehe.
Ich habe auch mit großem MitgefĂŒhl und Anteilnahme alle Geschichten von den Frauen hier gelesen. Auch das Statement von Norbert war sewhr hilfreich, denn Die PAMs wissen echt, was sie da tun !
Ich wollte hiermit meine Geschichte erzÀhlen und auch zum Blog beitragen.
Viele Liebe GrĂŒĂŸe fĂŒr alle und ein erfolgreiches, zufriedenes und ruhiges Beziehungsjahr
Coop*

31.01.2010 11:42 Uhr
Marianne kommentiert
Hallo liebe Leidensgenossinnen!
Mit Spannung habe ich soeben die vielen interessanten Kommentare gelesen und ich habe mich extrem berĂŒhrt gefĂŒhlt. Bis heute wußte ich nicht, was ein P-A Mann ist. Das Wissen ist fĂŒr mich eine unheimliche Erleichterung! RĂŒckblinkend: 2003 habe ich einen Afrikaner kennengelernt. Er gab sich so liebevoll, zĂ€rtlich, verstĂ€ndnisvoll. Wir schwammen auf einer LĂ€ngenwelle, Ich war so glĂŒcklich. 2004 haben wir geheiratet. Ich habe ihn in allem unterstĂŒtzt. Ich war seine *Traumfrau*. Er meinte, ich solle immer gut zu ihm sein. Bevor er seinen Aufenthaltstitel bekam, verĂ€nderte er sich. Ich war immer an allem Schuld. HEUTE sind wir seit 2 Monaten getrennt. Das Leben in den letzten 2 Jahren war die Hölle. Es gab immer weniger ZĂ€rtlichkeiten. Dann bekam er Errektionsstörungen. Er ließ sich nicht mehr anfassen. Die letzten Monate kein Sex! Als ich mich im November getrennt habe, ist er innerhalb einer Woche ausgezogen. Wir haben den Heiligen Abend noch mit den Enkeln verbracht und an diesem Abend erstmal wieder besser kommuniziert. Silvester kam eine SMS mit *guten WĂŒnschen*. Seitdem NICHTS! Ich hĂ€tte gerne gewußt, wie unser Leben weiter geht, eine ErklĂ€rung oder ein klĂ€rendes GesprĂ€ch gesucht. Das war nicht mehr möglich. Er ignorriert jede SMS, jeden Versuch...Ich bin die Schuldige!
Ich kann nur jeder Frau empfehlen, die Finger von solch einem Mann zu lassen. Von mir ist eine große Last abgefallen. Ich muß lernen, mein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.Es tut sehr weh. All die Kommentare hier haben mir geholfen, die Wahrheit zu erkennen. Das tut gut!
Ich möchte allen Frauen Mut machen! Lassen Sie sich nicht auf der Seele rumtrampeln. Das Leben ist zu kostbar.
Liebe GrĂŒĂŸe und Daumen drĂŒcken von Marianne

06.02.2010 11:57 Uhr
Gudrun Walther kommentiert
Hallo liebe Frau Koch, hallo liebe Leidens-Genossinnen,

erst gestern habe ich das erste Mal vom passiv-aggressiven Typ-Mann gehört. Eine Freundin bekam per Zufall ein Buch darĂŒber in die HĂ€nde und erkannte ihren Ex-Partner darin sofort wieder. Meine Neugierde brachte es mit sich, dass ich auf diese Seite gestossen bin.
Ich bin fasziniert, was Ihr alle von Euren Partnerschaften berichtet.
Selbst wĂŒrde ich sagen, dass ich in einer passiv- und aktiv aggressiven Familie aufgewachsen bin und kenne persönlich auch solche Partnerschaften. Allerdings kann ich von mir sagen, dass ich sie nie sehr lange mitgemacht habe.
Aufgrund meiner PrĂ€gung bin ich immer relativ schnell verwirrt gewesen, und das kann ich bis heute nicht aushalten. Dann fange ich an, an mir zu zweifeln, fĂŒhle mich schlecht, wie ein kleines Kind, in der Opferrolle, will retten, managen, mein GefĂŒhl signalisiert Hilflosigkeit.
SpÀtestens dann setzt mein Verstand ein und sagt, muss ich mir das antun?
Ich weiß, dass ich einen erwachsenen Menschen nicht Ă€ndern kann - habe ich frĂŒher versucht - also erhebt sich nur noch die Frage, ob ich ihn so akzeptiere wie er ist. Wenn nicht habe ich keine Alternative, ich muß gehen. Und genau das tue ich dann.
Meine letzte Beziehung ist 1 1/2 Jahre her und obwohl sie nur 1 1/2 Jahre dauerte habe ich mir mit ihr keinen Gefallen getan.
Ich sehe den Fehler schon bei mir, ich bin eindeutig co-abhĂ€ngig und damit selbst sĂŒchtig. Ich befinde mich im Prozess des lernens, aber es ist nicht leicht. Die Arbeit mit den 12-Schritten der Anonymen Alkoholiker hilft mir dabei.
Ich schaue auf mich und mein Verhalten. Das bekommt mir gut, es lĂ€ĂŸt die volle Verantwortung fĂŒr mein Leben bei mir und ich ĂŒbernehme nicht irgendeine Verantwortung fĂŒr einen anderen Menschen - was eh nicht geht.
Aber ich muß stark auf mich aufpassen, sonst laufe ich Gefahr wieder in eine destruktive Beziehung zu laufen, wie ich sie als Kind kennen gelernt habe. (Und das kann auch am Arbeitsplatz sein, ohne partnerschaftliches Beziehungsgeflecht)

Ich wĂŒnsche allen eine frohe Zeit - und kein unnötiges Leiden.
Das Leben ist zu wertvoll, um es nicht bewußt zu leben - wie Marianne schon sagte.

Liebe GrĂŒĂŸe an alle

Gudrun

06.02.2010 18:22 Uhr
NameNameName kommentiert
Na ja, inzwischen gibt es ja wohl mehr Bibliographie ĂŒber diese MonstermĂ€nnchen; das ist doch erstaunlich!
Auch ich rate dazu, beim ersten Anzeichen auf Distanz zu gehen.
Mich hat solch ein Monster geschÀftlich einmal völlig ruiniert, wobei erst spÀter richtig ersichtlich war, welche Rolle er bei der Sache gespielt hat.
Er sorgte dafĂŒr, dass ich mit ihm ins Ausland ging, das bekannte Schema lief jahrelang genau wie oben permanent angedeutet, zwischendurch entschloss ich mich zu einer Abtreibung, weil ich merkte, was Sache war, mein Berufsleben war praktisch völlig im Eimer, ich musste in einem Macholand zusehen, wie ich selbst auf die FĂŒsse kam - ohne eine zuverlĂ€ssige Justiz im Hintergrudn udn als AuslĂ€nderin-, die Verwandtschaft machte gemeinsame Sache mit Herrn PAMacho, ein Trauma folgte dem anderen.
Beruflich habe ich wenig Zeit gehabt, mal einige konkrete Dinge permanent zu notieren, es ging nur sporadisch. Umso interessanter ist, Einzelheiten in den Kommentaren oben wiederzufinden.
Ja, im Ausland ist das Problem aufgrund des Machismo und gewisser familiÀrer Komponenten meines Erachtens sehr akut, vielleicht noch mehr als in Deutschland.
Und man sollte meiner Meinung nach dringend versuchen, im Vorfeld Massnahmen zu treffen, schon bei Jugendlichen, im Elternhaus, denn die emotionalen und auch finanziellen Folgen sind nicht zu unterschĂ€tzen und die Partner dieser feinen Herrn landen nicht selten in einer Sackgasse, die fĂŒr jeden der Beteiligten schliesslich nichts als berufliche, familiĂ€re und finanzielle, psychologische Desaster zur Folge haben.
FĂŒr mich ist die Haltung der "Passiv-aggressiven" persönlich etwas, was an die Grenzen zum Kriminellen herankommt, systematische Zerstörung von Strukturen und LebensentwĂŒrfen, die einer Gesellschaft auf Dauer alles andere als zutrĂ€glich ist.
Ich persönlich kenne keinen Fall, in dem der Herr in irgendeiner Form Einsicht gezeigt hĂ€tte und bin selbst froh, in diesen Strukturen zum GlĂŒck die Notbremse gezogen zu haben, als es darum ging, Kinder in die Welt zu setzen.
Bleibt noch abzuwarten, inwiefern die Kinder aus einer vorherigen Ehe dieses Psychomonstrums dieses nette Erbe mit in ihr Leben tragen.
Und wenn man raus ist aus der Beziehung oder wenn man sie fĂŒr sich einigermassen neutralisiert zu haben glaubt, dann ist man noch lange nicht raus aus dem Schneider; die Scherben schneiden dennoch tief ins eigene Fleisch. Eine Nebensache ist der fatale Einfluss eines solch "diabolischen" Menschen also sicherlich nicht.
HĂ€nde weg!

22.02.2010 12:36 Uhr
sonja kommentiert
Hallo Ihr Lieben,
auch ich (41 Jahre) habe seid 3 1/2 Jahren einen PA-M an meiner Seite. Es ist verdammt hart, aber ich habe noch nicht aufgegeben. Ich merke ganz doll, daß die pa-reaktionen von meinem Freund viel mit Angst zu tun haben. Durch seine Erlebnisse in seinem Leben, ist er geprĂ€gt. Ich bin auch vorbelasstet und er nimmt auch darauf RĂŒcksicht (was in seiner Situation Möglich ist). Ich lerne viel aus dieser Beziehung. Z.B.: Absolute SelbstĂ€ndigkeit, unabhĂ€ngig und Eigenveranwortung. Vieles hat mit der Sichtweise zu tun. Ich habe schon oft gedacht ich muß es beĂ€nden. Doch jedes mal lerne ich etwas ĂŒber mich dazu. Es gibt keine Beziehung, wo man nicht stĂ€ndig daran arbeiten muß, damit es weiter kribbelt. Ich weiß auch, daß mich ein Mann langweilen wĂŒrde, der jeden Wunsch mir von den Lippen abliest. Ich glaube auch das alles Vorbestimmt ist und es einen Teil in mir gibt das diesen Mann braucht. Ich habe schon viele Verletzungen erlebt von Familie und Partnern und ich habe immer daraus gelernt. Ich weiß nicht genau, aber vielleicht gibt es doch einen glĂŒcklichen Weg auf dauer mit PA-M. Ich werde weiter berichten.
Liebe GrĂŒĂŸe
Sonja

25.03.2010 12:29 Uhr
Coop kommentiert
Hallo,

vor einiger Zeit habe ich hier im Blog meine Geschichte und Erfahrung mit meinem PAM geschildert.
Inzwischen hat er sich immer noch nicht entschuldigt, leider - nein. Es wird hingegen fleißig weiter gestalkt.
Gut, -oder - besser nicht gut.

Was ich aber noch mitteilen wollte ist, dass ich in dem Zusammenhang noch ein weiteres SEHR HILFREICHES Buch gelesen habe, was ich gerne als Hilfe empfehlen möchte.
Es heißt: " Die Masken der Niedertracht" von Marie-France Hirigoyen. Eine französische Psychologin und Viktimologin.
Es ist leicht zu lesen und zu verstehen und bietet echt brauchbare Hifle.
Des Weiteren sieht man daran, dass das mittlerweile ein weltweites Problem ist, das sich immer stÀrker ausbreitet und auf gar keinen Fall, etwas individuelles.
Was der PAM einem ja gerne einreden möchte!
Man kann sich schon wĂ€hrend der LektĂŒre ganz wunderbar und vor allem nachhaltig! von seinen elenden SchuldgefĂŒhlen befreien. Was ja das wichtigste bei PAM-GeschĂ€digten ist.
Auch wird man angeleitet seinen Wahrnehmungen zu vertrauen und aufs BauchgefĂŒhl zu hören.
Also, dann
Frohe Ostern und beste Entwicklung fĂŒr alle
Coop*

02.04.2010 20:45 Uhr
M. kommentiert
Ich habe gespannt diesen Artikel und die dazugehörenden Kommentare gelesen und habe leider den Verdacht, dass viele der hier genannten Symptome auf mich zutreffen.

Ich bin mÀnnlich und 22 Jahre alt. Ich bin seit 2 Jahren in einer Beziehung (meine erste) und wir haben unseren absoluten Tiefpunkt erreicht.
Meine Freundin verlangt schon seit geraumer Zeit von mir mich in meinem Verhalten zu Ă€ndern, bis es eben jetzt so weit war, dass sie mich nicht mehr ertragen konnte und mich vorerst rausgeschmissen hat. Seitdem suche ich im Internet nach LösungsansĂ€tzen und bin dabei auf den Begriff der passiven Aggression gestoßen.

Meine Freundin beschwert sich immer darĂŒber, dass ich extrem kindisch wĂ€re. Ich blödele oft rum und wenn sie irgendetwas stört, bin ich auf der Stelle eingeschnappt und schmolle erstmal, suche sogar die Auseinandersetzung mit ihr und versuche mein Verhalten zu rechtfertigen. Zudem Versuche ich ihr klar zu machen, dass sie die böse ist, da sie mich in meiner Persönlichkeit einschrĂ€nken möchte und nicht akzeptiert wie ich bin. Ist sie dann von meinen Aussagen richtig angepisst bekomme ich wieder ein schlechtes gewissen und versuche mich bei ihr einzuschmeicheln, ihr Gefallen zu tun etc.
Da sie sauer ist interessiert sie das natĂŒrlich nicht, worauf ich sofort wieder schlecht gelaunt bin und ihr vorwerfe, dass sie mich nicht mehr mag, aber eben wieder auf diese gottverdammte kindische Weise. Teilweise versinke ich sogar in Selbstmitleid und Selbsthass und teile ihr dies sogar mit um Mitleid bei ihr zu erzeugen, was natĂŒrlich wieder nicht fruchtet und wiederum zu weiterer mieser Laune meinerseits fĂŒhrt...

Dieses Spielt setzt sich dann meistens so lange fort, bis sie irgendwann auf einen meiner Entschuldigungsversuche eingeht, und alles wieder in Butter ist, bis zum nÀchsten Vorfall.

Teilweise geht es auch soweit, dass ich meine Sachen packe und Anstalten mache einfach zu gehen. Meistens bleibe ich dann doch, da ich mit ihr das GesprĂ€ch suche, was dann frĂŒher oder spĂ€ter auch funktioniert.

Ich fĂŒhle mich stets und stĂ€ndig von ihr beleidigt, da sie mich auf meine Fehler aufmerksam macht worauf ich nur mit Ignoranz und Schmollen reagiere. teilweise suche ich sogar nach Wegen, ihr VorwĂŒrfe zu machen um von ihr Entschuldigungen zu erwirken, was bei ihr nicht fruchtet. Ich werde dann meistens sauer und werfe ihr vor, sich nie fĂŒr Ihre Fehler zu rechtfertigen und frage sie, warum ich es dann tun solle.

Ich habe ihr schon oft versprochen, dass ich versuche mich zu Àndern, was auch kurze Zeit funktioniert, aber nach einer bestimmten Zeit fÀllt alles wieder dem alten Schema zum Opfer.

Auch in anderen Belangen habe ich gewisse Symptome erkannt:

Ich schiebe sĂ€mtliche Aufgaben bis zum letzten DrĂŒcker auf.

Wenn irgendetwas nicht so lĂ€uft wie ich will, ist immer erst der andere Schuld und ich rege mich tierisch darĂŒber auf.

Ich habe ab und zu AnfĂ€lle von Selbsmitleid und hĂ€nge das auch an die große Glocke, um dafĂŒr Mitleid zu ergattern.

Hat jemand durch eine glĂŒckliche FĂŒgung irgendetwas, was ich auch gern hĂ€tte, finde ich das total unfair und verachte den anderen dann, da er ja alles in den hals geschoben bekommt, ohne etwas dafĂŒr zu tun zu mĂŒssen. Das macht auch nicht vor guten Freunden halt.

Ich habe "PrioritĂ€ten"! Das heißt ich fange oft Diskussionen und Streit ĂŒber Grundsatzfragen an obwohl mir eigentlich nichts negatives passiert ist. Daraus folgt, dass ich die Meinung habe, dass mein Rechtsdenken dass einzig Richtige ist und andere Meinungen mir oft falsch vorkommen.

Bekomme ich kleine Aufgaben von meiner Freundin (frĂŒher auch bei meiner Mutter) werden diese meist nur murrend erledigt, oft bezeichne ich dabei den anderen als Faul, da ich ja immer alles selber machen muss. Das endet wie so oft wieder im Streit.

Manchmal erledige ich auch Aufgaben selbststĂ€ndig, nur um das meiner Freundin wieder zum Vorwurf fĂŒr ihre Faulheit zu machen.

Ein anderes Beispiel ist, dass ich nie direkt sage was ich will! Es war schon immer so, dass ich nicht "NEIN" sage, wenn ich etwas nicht will, sondern es mit großem Gemecker erledige. sei es der Haushalt oder irgendwelche AktivitĂ€ten wie Shoppen mit meiner Freundin. Meistens akzeptiert sie aber leider auch kein NEIN, deswegen glaube ich, dass ich es deswegen einfach aufgegeben habe.

Das ist halt ihr Fehler, dass auch sie recht aufbrausend wird, wenn ihr was nicht passt, aber dass kann auch der angestaute Unmut ĂŒber mein generelles Verhalten sein (kann ich jetz nicht genau sagen).

Weitere Situtation. Sie will weggehen, ich will aber nicht wirklich, dass sie es tut, selbst möchte ich auch nicht mitgehen. Ich gönne es ihr aber und erhebe deswegen keinen Einwand. Wenn sie aber spĂ€ter wieder nach hause kommt, mach ich ihr VorwĂŒrfe, dass wir nichts mehr unternhemen und das sie keine Zeit mehr fĂŒr mich hat.

So. Ich hab jetzt einmal einige Dinge geschildert, die mir so eingefallen sind, ich denke es gibt noch einige andere Beispiele.

Selbst dieser Kommentar ist wahrscheinlich nur ein Zeichen meines AufmerksamkeitsbedĂŒrfnisses und der Suche nach einem Schuldigen, nĂ€mlich dieser Psychose oder was auch immer passive Aggression genau ist.

Meine eigentlich Frage aber ist, wo und wie bekomme ich Hilfe, und vor allem, was wird es mich kosten. Ich als Student habe leider so gut wie kein Geld zur VerfĂŒgung.

05.04.2010 15:36 Uhr
Coop* kommentiert
Hallo M.,
hab gerade Dein Statement gelesen, finde es halt immer gut, wenn auch MĂ€nner sich aufrichtig zu dem Thema Ă€ußern.

Also, was Du machen könntest, ist zum Arzt oder Hausarzt gehen. Der ĂŒberweist Dich dann zum Psychotherapeuten, vielleicht einen Verhaltentherapeut.

Weiter fÀllt auf, dass Du es Deiner Freundin nicht lÀsst, dass sie ihre Frauenrolle einnimmt und Du entsprechend nicht die MÀnnerrolle einnimmst.
Das hĂ€tte verantwortungsvollen Umgang mit sich selbst, dem anderen, der Beziehung und dem Leben gegenĂŒber zum Inhalt.
Gut wĂ€re auch EinfĂŒhlungsvermögen zu ĂŒben, sodass ein Perpektivwechsel dahingehend möglich ist, dass Du fĂŒhlst und mit Deinen inneren Augensehen kannst, was Du Deiner Freundin zumutest resp. antust mit dem scheinbar harmlosen kindischen Verhalten.
Denn definitionsgemĂ€ĂŸ ist das exakt das passiv-aggressive Verhalten.
So nimmst Du Deine Freundin vorab nicht ernst=DemĂŒtigung=Erniedrigung. Und, wenn das immer öfter passiert - ohne nachfolgende Entschuldigung und KlĂ€rung, nimmst Du Deiner Freundin die menschliche WĂŒrde - nach und nach - und - StĂŒck fĂŒr StĂŒck !
Wahrscheinlich denkst Du das nicht, planst das auch nicht aber dennoch, Du handelst ihr gegenĂŒber so !
Andererseits bist Du in dem Zusammenhang sofort eingeschnappt und schmollst. Das kommt dann und dauerhaft als ĂŒberhöhte Arroganz an.
Das empfindet ĂŒbrigens jeder Mensch so, sei denn er ist grad ein Psychotherapeut.
Ich wĂŒnsche ganz, ganz viel Erfolg und eine gute Beziehung fĂŒr Euch !
Lg und Frohe Ostern
Coop*

05.04.2010 17:10 Uhr
Marianne Baaba kommentiert
Hallo M.
Ich habe Deinen Kommentar gelesen und möchte Dir auch etwas dazu schreiben.Ich hatte auch einen passiv-aggresiven Mann.ich habe mich von ihm getrennt. Er hatte seinen Standpunkt und ging nicht davon ab. Immer hatte ich die Schuld. Seine Manipulation hat so lange gefruchtet, bis ich dahinter gekommen bin.
Du bist Student. Also setze ich einen IQ vorraus.
1. In einer Beziehung lebt man freiwillig. Niemand zwingt Dich dazu. 2. Ist Beziehung gegenseitiges Geben und Nehmen.
3. Wo ist Deine Liebe geblieben?
Du mußt unbedingt lernen Verantwortung fĂŒr Dein Leben zu ĂŒbernehmen. Auch "Nein" sagen lernt man. Mit Kritik konstruktiv unzugehen ist sehr wichtig. Das brauchst Du immer im Leben. Erst wenn Du mit Dir selber klar kommst, wirst Du mit anderen klar kommen. Deine Freundin hat es nicht leicht und nicht verdient dazu.
Es gibt viel LektĂŒre zu diesem Thema. Schau Dich mal im Internet um. (Scott Wetzler - Warum MĂ€nner mauern) Darin kannst Du Dich widererkennen. Du bist deswegen kein schlechter Mensch. Du bist noch jung. Dir gefĂ€llt Dein Leben ja selber nicht. Also bitte: Ă€ndere Dich in kleinen Schritten. Bevor Du das nĂ€chste Mal "maulst", halte inne und denk nach. Deine Freundin wird es Dir danken. Ich hoffe, Eure Liebe hĂ€lt diesem Prozess stand. Alles Gute fĂŒr Dich.
L.G. Marianne

06.04.2010 18:15 Uhr
koch kommentiert (Homepage)
Danke, diese Beurteilung und gleichsam Analyse des Verhaltens und der Wirkungen auf die Beziehung sind sicherlich fĂŒr den jungen Mann, der sich so offen geĂ€ussert hat, sehr hilfreich.
Monika Koch

23.04.2010 12:29 Uhr
Natalie kommentiert
(Kommentar entfernt)
26.04.2010 14:52 Uhr
Marianne Baaba kommentiert
Hallo Natalie!
Was Sie schreiben schlĂ€gt den Boden durch. BITTE: lösen Sie sich emotional aus diesem "VerhĂ€ltnis". Der Mann verdient es nicht, dass sich jemand mit ihm befasst. Ich habe mich von meinem pass./aggr. Mann getrennt und jetzt geht es mir gut. Ich fĂŒhle mich als wĂ€ren Steine von mir abgefallen. Auch ich habe sehr geliebt! Es tut weh, aber das haben wir nicht verdient. Sie haben alles versucht. Die Manipulation von seiner Seite wird weiter gehen. Das können Sie nicht verhindern. Versuchen Sie sich zu lösen und bekommen Sie Ihr eigenes emotionales Leben wieder in den Griff. Igendwann sind Sie bereit fĂŒr eine neue Beziehung. Ich habe mir geschworen, dass ich so etwas nie wieder mit mir machen lassen. Dann lebe ich lieber als Single.
Ich wĂŒnsche Ihnen viel Kraft und immer daran denken: Sie sind nicht alleine!!!

26.04.2010 19:19 Uhr
koch kommentiert (Homepage)
Vielen Dank fĂŒr Ihre Schilderung !
Natalie, eines ist klar, nicht dieser Mann muss entscheidend etwas verÀndern, sondern SIE.

Sie mĂŒssen aus der Rolle der verfĂŒgbaren Frau unbedingt heraus und wenn Sie Mitleid mit IHM haben, sollten Sie mal an erster Stelle fĂŒr sich selbst MitgefĂŒhl entwickeln,denn SIE sind geschĂ€digt,nicht er, Ihnen ging es doch jahrelang miserabel und Sie sind doch gewiss kein "TanzbĂ€rchen",dass man am Ring an der Nase fĂŒhren kann,oder ?

Leider konnte dieser Mann Sie sehr bequem ausnutzen, Ihre Hoffnung auf eine normale Beziehung dabei ebenso instrumentalisieren,denn Sie haben soooo lange nicht aufgegeben ihn zu entschuldigen und immer immer immer wieder seinje fordernde Art an sich heranzulassen, nie etwas ZurĂŒckerhalten und- so wie Sie ja schreiben- niemals eine ernsthafte und innige NĂ€he mit ihm erleben zu können.

Das erinnert doch fatal an das "TanzbÀrchen"..Lassen Sie es besser nie mehr so weit kommen, sind Sie sich in Zukunft zu schade !!!
Dieser von Ihnen so geschilderte Mann kann seinen Charme,aber auch seine Unarten und unsozialen, unpartnerschaftlichen Verhaltensweisen nur dann leben, wenn SIE und andere Frauen es ihm laufend ermöglichen, er also nie Grenzen KONSEQUENT gesetzt bekommt !!
Sie können von ihm keine Reflexion erwarten,dann wĂŒrde er ja reagieren mĂŒssen auf Sie und Ihre BedĂŒrfnisse.
Ich denke,Sie sollten sich da keinen falschen Hoffnungen hingeben und froh sein, wenn Ihre WohnungstĂŒr fĂŒr ihn ( hoffentlich ) verschlossen bleibt.
Sobald Sie sie öffnen und damit Sie selbst auch wieder erwarten, dass ihm plötzlich ein Licht aufgeht,begeben Sie sich exakt wieder in das Dilemma zurĂŒck,aus dem Sie doch eigentlich hinauswollen.. SIE MÜSSEN SICH ENTSCHEIDEN, NICHT ER, denn DIESER MANN KANN SICH NICHT ENTSCHEIDEN; ER WILL ALLES und NICHTS, aber ohne jegliche Verpflichtung und Verantwortung z.B.fĂŒr eine Beziehung.
Wollen Sie das im Ernst weiter leben ?
mfg
Monika Koch

27.04.2010 00:39 Uhr
Natalie kommentiert
(Kommentar entfernt)
27.04.2010 14:33 Uhr
Redaktion AZ/AN kommentiert
Liebe Leser und Kommentatoren,

wir möchten Sie darauf hinweisen, dass dieser Beitrag und alle Kommentare in einem öffentlich lesbaren Blog von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten stehen. Bitte beachten Sie dies, wenn Sie private partnerschaftliche Erfahrungen schildern und mit (echtem) Namen und E-Mail-Adresse unterschreiben.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen, Ihre AZ/AN-Redaktion

28.04.2010 14:21 Uhr
anakpetani kommentiert
Liebe AZ/AN Redaktion,
danke fĂŒr den wichtigen Hinweis! Gerade, wenn man sich seinen Ballast von der Seele schreibt, denkt man wohl oft nicht weiter darĂŒber nach, dass man dies hier absolut öffentlich tut.
WÀre es nicht möglich und auch sinnvoll, vielleicht unten in dem gelben Feld einen entsprechenden Hinweis wie "Vorsicht mit der Bekanntgabe Ihrer persönlichen Daten - verwenden Sie ggf. ein Pseudonym" o.À. zu setzen!?
Und ... wie können Name und/oder E-mail Adresse nun wieder gelöscht werden?

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

anakpetani

28.04.2010 18:30 Uhr
Marc Heckert kommentiert (Homepage)
Liebe anakpetani,
liebe Kommentatoren,

wir haben die Bedienung der Kommentarfunktion bisher als bekannt vorausgesetzt. Es ist ja auf Blogs und Internetseiten allgemein ĂŒblich, dass der Name angezeigt wird, den der Benutzer beim Schreiben eines Kommentars eingibt. Manche Menschen möchten ja durchaus unter Ihrem echten Namen schreiben. Bislang gab es damit auch noch keine Probleme.

Wir können aber gerne nachtrĂ€glich Namen oder E-Mail-Adressen in Kommentaren Ă€ndern oder löschen. Wenn Sie dies wĂŒnschen, senden Sie bitte eine E-Mail (mit genauer Angabe, um welchen Blogartikel es geht und in welchem Kommentar welche Informationen wie geĂ€ndert werden sollen) an die Redaktion (oben unter "Kontakt" erreichbar).

09.05.2010 02:38 Uhr
just kommentiert
Hallo zusammen,
als ich die ganzen BeitrÀge gelesen habe, dachte ich mir nur "Willkommen im Club"... denn auch ich habe so einen Pflegefall.
Wir lernten uns vor ĂŒber einem Jahr kennen. Wir hatten gerade beide gescheiterte Beziehungen hinter uns und es war anfangs nur eine Bettgeschichte. Zumindest dem Namen nach. Keine Verpflichtung, keine Erwartung - einfach einfach einfach eben... Und doch: Wir telefonierten tĂ€glich mehrere Stunden, sahen uns so oft wie möglich, vertrauten uns unsere Sorgen und Probleme an, teilten unsere tĂ€glichen Freuden miteinander... es war "mehr". Dann - von einem Tag zum anderen brach er den Kontakt ab. Er hatte eine andere kennengelernt. Ich habe richtig gelitten.

Nach 6 Wochen kratzte er wieder an meiner TĂŒre. Die andere war wieder weg. Er kĂ€mpfte um mich, denn ich war zu Recht mißtrauisch. Nun, er bekam eine 2. Chance. Das ist nun 8 Monate her.

Seitdem... er wollte keine Bettgeschichte mehr und trotzdem versucht er immer wieder, mich darauf zu reduzieren. Er meldet sich ab und an ein paar tage nicht - zieht sich einfach so zurĂŒck. Dann widerum das absolute Gegenteil, dass ich das gefĂŒhl habe, er erdrĂŒckt mich regelrecht. Er - genauso wie ich - wollten schon mehrfach einen Schlussstrich ziehen. Er hat es einmal 4 tage ohne mich ausgehalten, nachdem er mich auf sehr verletzende Weise lösen wollte. Er kam reuemĂŒtig zurĂŒck, schickte mir innerhalb von 24 Std. ĂŒber 100 SMS, vermisste mich und hatte Angst mich endgĂŒltig zu verlieren.
Und so geht es immer wieder hin und her.

Er gibt mir das GefĂŒhl, dass er mich liebt. Er vertraut mir nach und nach seine Vergangenheit an, die ihn geprĂ€gt hat.
Er ruft nach mir, wenn es ihm schlecht geht und ich bin dann da. Ich versuche ihm das gefĂŒhl zu geben "ich bin da!"
Aber wenn es mal um Beziehungsfragen geht, weicht er aus. Er verschließt sich komplett und gibt mir keine Antworten. Sobald mal etwas mehr NĂ€he aufgetreten ist, zieht er sich emotional wieder sofort zurĂŒck.
Immerhin... anfangs hatte er immer das GefĂŒhl, nach dem Sex sofort zu flĂŒchten. Inzwischen bleibe ich bei ihm, bis er eingeschlafen ist. Wobei ich erwĂ€hnen möchte, dass wir in dem Jahr nicht eine einzige gemeinsame Nacht verbracht haben. Er hat es mal so erklĂ€rt: er habe danach eine Konflikt, als ob er sein bestes Geschirr an die Wand werfen will. Anschließend aber die Scherben wieder zusammensetzen will und es tut ihm dann leid...

Vorletzte Woche hat er mir wieder sehr weh getan.
Er weiß, dass ich ihn liebe. Er will aber keine Beziehung und in seinen Augen sind wir nicht zusammen. er steht nicht zu mir und ich bin die "heimliche AffĂ€re", obwohl wir beide ungebunden sind.
Nun... er hatte mal wieder eine seiner Depri-Phasen (die kommen öfters vor) und da kam er plötzlich auf den Trichter, dass er mich ja so gerne glĂŒcklich machen will, es aber nicht kann. Er stellt sich oft vor, wie er bei und neben mir einschlĂ€ft... Auf meine Nachfrage hin antwortete er, dass er mich nicht glĂŒcklich machen kann, weil er mich nicht liebt! Sein Verhalten mir gegenĂŒber und auch mein BauchgefĂŒhl sagt mir aber etwas ganz anderes. Es ist alles so widersprĂŒchlich!

Als Antwort, dass ich mich deswegen nun zurĂŒckziehen will kam der nĂ€chste Hammer!
Er hatte es seit Monaten angedeutet....

Er will ein gemeinsames Kind mit mir!
dadurch wÀre ich ja mein Leben lang an ihn gebunden - in welcher Form auch immer. Ich verstehe es nicht.
Einerseits liebt er mich nicht (so wie er sagt) aber will ein Kind. er weiß, dass es paradox ist aber fĂŒr ihn "ist es eben so"
Auf meine Frage, wie er sich das vorstellt, bekomme ich keine Antwort... er lÀsst alles offen.

Meine Reaktion hat ihn dann sichtlich getroffen. Ich sagte ihm knallhart, dass ich mich - wenn ich mich dafĂŒr entscheide - darauf einrichte, alleinerziehend zu sein und es dann fĂŒr mich entscheide und nicht um ihm einen Gefallen zu tun.

Wieso hat dieser Mann diesen Kinderwunsch?

Gibt es dafĂŒr eine ErklĂ€rung????

Eure just

09.05.2010 14:10 Uhr
Coop* kommentiert
Hallo Just,

es ist ein Kreuz mit diesen MÀnnern. Immer wenn ich BeitrÀge von anderen Frauen lese und auch den deinen, fÀngt sich alles in mir an zu drehen. Ich möchte helfen, trösten und alles Àndern. Aber es geht nur sehr schwierig. Also, will sagen, dass trotz allem, was du berichtest, die Lage nicht hoffnungslos ist.
Und da du ja alle oder viele BeitrÀge hier gelesen hast, hast du meine Geschichte wahrscheinlich auch mitgekriegt (Coop* am 05.01.2010). Ich bin schon seit langem damit beschÀftigt mit diesem Beziehungsproblem fertig zu werden.
Anfangs dachte ich, dass lĂ€ge alles nur an mir, was man mir ja mehr oder weniger mit Worten (eher Sticheleien, Andeutungen, HalbsĂ€tze, Gemurmel, eiskaltes Verhalten, KaltblĂŒtigkeit, Ignoranz, lĂ€cherlich machen, Auslachen ...)zugetragen hatte, von Seiten der MĂ€nner. Also ich hatte SchuldgefĂŒhle bis zum "geht nicht mehr" und auch große und viele MinderwertigkeitsgefĂŒhle. Was jedesmal von denen beabsichtigt und gewollt war. Also, ich ging davon aus, dass sei etwas ganz Individuelles. Auch Freunde, Bekannte und Kollege(innen) ließen mich mehr oder minder in dem Glauben. Aber im Laufe der Jahre!, dĂ€mmerte es mir, dass das komplett falsch war und ist. Will damit sagen, man wird vorsĂ€tzlich, geplant und absichtlich ĂŒbers Ohr gehauen wird - aber nicht bewußt.
Und nun, kam der Durchbruch, auch, wie du wahrscheinlich, saß ich am PC und war vollkommen ratlos und dachte mir, es muss eine Lösung geben, ich glaube langsam nicht mehr, dass es wirklich nur mir so geht, dann habe ich gegoogelt und bin auf Buchtipps und den Blog hier gestoßen. Die habe ich gelesen und endlich wurde das greifbar, was ich schon jahrzehntelang dachte aber nie als einheitliches Muster zusammenfassen konnte.
Die beiden besten BĂŒcher zu dem Thema sind:
Scott Wetzler: Wenn MĂ€nner Mauern
und
Marie-France Hirigoyen: Die Masken Der Niedertracht
Also zuerst den Wetzler lesen, die Reihenfolge ist wichtig und dann das andere Buch.
Die Reihenfolge ist daher wichtig, weil der passiv-aggressive Mann (PAM) oft darĂŒber hinaus narzisstisch-perverse Verhaltensmuster hat. Das kommt aber auf den Typ an. Bei dem einen ist es mehr und bei dem anderen weniger oder vielleicht auch gar nicht.
Trotzdem finde ich, dass die beiden BĂŒcher zusammen gehören und Wetzler sagt ja auch in seinem Buch, dass MĂ€nner, wenn sie PAM-mĂ€ĂŸig reagieren, oft sehr niedertrĂ€chtig und plump sind. Er geht aber nicht genauer drauf ein. Ich denke, sonst wĂŒrde er den Rahmen seines eigenen Buches sprengen; weiter ist es, glaube ich, in der Verhaltenspsychologie so definiert, dass diese beiden Teile voneinander abgegrenzt werden. Aber trotzdem tritt das oft in Kombination auf.
Zum Schluss will ich noch sagen, dass der PAM sich so benimmt, dass man glaubt, er wisse was er tut, will und was seine Ziele im Leben und in einer Paarbeziehung sind. Das ist nicht richtig! Er weiß zwar schon, was er will. ABER er beschĂ€ftigt sich nicht mit dem Thema, er definiert das nicht in seinem Inneren, alles liegt eher im Unbewußten nur gefĂŒhlten Bereich, etwa, wie bei einem Kleinklind. Und so bleibt das auch bis Grabstein! wenn sich nichts Einschneidendes in seinem Leben Ă€ndert/passiert und ihn zur Handlung zwingt. Denn seinem Denken nach(und so denken die meisten)
A) sind fĂŒr den Paarbeziehungsbereich, Beziehungsbereich und emotionaler Bereich in erster Linie Frauen zustĂ€ndig. So ist und war das schon seit Jahrtausenden, wieso sollte er sich unbequemerweise auf ein Parkett begeben, wo es kein richtiges Script gibt und das daher ungeheuer gefĂ€hrlich ist. (Seine Gedanken: "..das war doch noch nie so..?... Wieso sollte ich...?)
B) Also verdrĂ€ngt er das aus seinem Bewußtsein.
C) Er ist bequem!
D) Er könnte als Opfer dastehen. Das mag keiner und MÀnner im Besonderen nicht.
E) Außerdem gibts ja auch noch andere Frauen, wieso sollte er sich denn so um die bemĂŒhen, die Frau soll das machen und wenns nicht klappt, dann geht er zu ner anderen. Ein FrauDepp wird sich schon finden lassen.
F) Die PAMs können sogar, bei echt heftigen Exemplaren, ĂŒber ihre eigene "emotionale Leiche" gehen. Dass heißt, selbst, wenn sie eine Frau ganz besonders lieben, das aber nicht so lĂ€uft, wie er sich das so vorstellt, dann macht der trotz der WertschĂ€tzung und Liebe zu der Frau Schluss...
Es gibt durchaus Mittel und Wege, das er das fĂŒr sich regeln, sich erarbeiten und Ă€ndern könnte.
Aber das Thema wird ja von ihm oft nicht wirklich intellektuell erfasst und formuliert, auch wenns so scheinen mag.
Eher ist es so, dass es eine hehre Mischung aus GefĂŒhltem und Intellektuellem ist, und die dann irgendwie einigermaßen ("medientauglich" ) ausgesprochen wird.
Im Kopf wird alles mehr oder weniger verdrĂ€ngt. MĂ€nner können das generell ganz gut. Und der PAM ganz besonders. Denn in seinem Inneren herrschen viele abgespalten Persönlichkeitsanteile nebeneinander, extreme Ängste und daher verschiedene Wahrheiten. Deswegen möchte er heute mit dir ein Kind. Anderen Tags weiß er nix mehr so richtig davon. Und wenn du dann auch noch der Logig folgend sebstverstĂ€ndlich sagst, dass du das sowieso/wahrscheinlich das alleine stemmen wirst, musst und willst, geht der ab, "wie Schmidts Katze", denn er wird aggressiv. Aggressiv deshalb, weil du ihn so in seinem Wesen, Sein und MĂ€nnlichkeit in Frage stellst. Das sagt er dir aber nicht! Er macht nur komisch rum und behandelt dich irgendwie mies.
Die Grund sind ExistenzĂ€ngste: Angst vor NĂ€he, Angst vor ganz normalen Verbindlichkeiten in einer Paar(beziehung), Angst vor seiner eigenen BedĂŒrftigkeit nach Zuwendung, Aufmerksamkeit, ZĂ€rtlichkeit, Geborgenheit, WĂ€rme, Zusammengehörigkeit, Harmonie...Also elementare, essentielle Bestandteile von Beziehungen.
Ok, es wird zu kompliziert...
Wenn du gerne liest, dann die beiden BĂŒcher. Das Thema ist ungeheuer komplex, schwierig auszudrĂŒcken und schwer greifbar. Dort geht das aber und das hilft echt !!!
Ich hab versucht ein paar Sachen locker zu umschreiben, soweit das bei dem Thema ĂŒberhaupt möglich ist.
PAMs erinnern mich manchmal an Excel. Also, eine mannigfaltige Anzahl und Möglichkeit von Zellen. Alle Zellen sind voneinander abgegrenzt und existiereren nebeneinander. Daher ist es leicht, wenns schwierig wird, eine Zelle abzuspalten, die ganz groß aufzumachen und den ganz, ganz großen "Rest" an Zellen zu komprimieren und zu verdrĂ€ngen.
OK, ich hoffe ich konnte helfen und trösten. Denn das braucht man als PAM-GeschĂ€digte, es wird einem verdammt weh getan, man ist verletzt, völlig erschöpft vom GrĂŒbeln und man hat ja selber auch noch ein Leben mit BedĂŒfnissen und WĂŒnschen, die ja auch richtig, wichtig und normal sind.

GLG Coop*

10.05.2010 10:31 Uhr
koch kommentiert (Homepage)
Im erwĂ€hnten Buch : " Die Masken der Niedertracht" von Marie-France Hirigoyen wird vor allem auf dem Kampf um die MACHT abgehoben, der fĂŒr eine Person kennzeichnend ist, die narzistisch pervers gestört ist.
Dieser Mensch bzw. dies Persönlichkeit hat vor allem das BedĂŒrfnis,sich das GlĂŒck des anderen anzueignen und wenn das nicht gelingt,es zu zerstören und nutzt entsprechende Schwachstellen aus, und zur Not erschafft er sie selbst.
Dies ist ein fundamentales Mobbing-Verhalten und ein
quÀlerisches- aber IMMER bewusstes Verhalten.

Dies genau kann man bei einem passiv-aggressiv gesteuerten Mann eben i.d.R.nicht sagen,dieser fĂŒhlt sich nicht nur immer im Zeichen der Unschuld geboren, sondern glaubt in der Tat auch eher als Opfer reagieren zu mĂŒssen,denn als TĂ€ter zu agieren.
Hier sollten nicht schwerwiegende Persönlichkeitsstörungen in einen Topf geworfen werden,denn der PAM ist zwar in höchsten Masse narzißtisch,aber nicht zudem noch pervers und niedertrĂ€chtig,wie es die französische Autorin eindrucksvoll als perversen Narzismus beschreibt und darstellt.

Die passive Gewalt des PAM wurde hinreichend beschrieben,entbehrt aber -soweit ich dies als Therapeutin beurteilen kann-in den meisten FĂ€llen jegliche Boshaftigkeit und Niedertracht,denn dies setzt ein Bewusstsein darĂŒber voraus,um es gewissermassen strategisch einzusetzen.

Der PAM ist sich teilweise aber auch selbst hilflos ausgeliefert,und kann sich kaum selbst regeln,und versucht dies leider zu oft und irrtĂŒmlicherweise ĂŒber Beziehung und FRAU.
Ich fordere also durchaus auf,das sehr gute geschriebene Buch :"Masken der Niedertracht" nicht als erweiterndes Konzept des passiv-aggressiven Verhaltens zu begreifen..und somit völlig ĂŒberzeichnete Bilder entstehen zu lassen..
Perversionen mag es in bestimmten AnsÀtzen im passiv-aggressiven Verhalten geben,aber eben nicht dominierend !!!
Bleiben Sie kritisch !
Ihre MonikaKoch

18.05.2010 15:45 Uhr
Coop* kommentiert
Hallo Frau Koch,

Sie haben mit Ihrer Kritik an meinem Beitrag vollkommen Recht. Ich habe in meinem MitgefĂŒhl und HilfebedĂŒrfnis nicht exakt getrennt zwischen PAM-Handeln und dem Narzisstisch-Perversen. Das ist wirklich nicht konstruktiv.
Sie sagten, dass die Verhaltensmuster aber Paralellen haben, gerade im Machtbereich.
Und, wie das im Alltag praktisch ablÀuft wird bei Hirigoyen genau beschrieben. Das brÀuchte man auzugsweise als PAM-Geplagte. Denn im Leben und im unausweichlichen Diskurs mit ihm muss man sich stark konzentrieren, abgrenzen und immer bei sich selbst bleiben. Denn beim geringsten Zweifel wird er ja hellhörig und schlÀgt sofort zu. Wenn man aber wissend ist, ist das eben von Vorteil. Mir hat das geholfen, sehr. Ich habe das aber selektiv gelesen.
Na ja, daher fand ich den Buchtipp nicht ganz daneben.
Die Grenzen zwischen bewußt und unbewußt sind auch noch fließend.
Zuletzt, sagt die Autorin, gelten Menschen, die sich solcher Muster bedienen in unserer Gesellschaft als Könige. Das wĂŒrde den PAM ja auch noch zusĂ€tzlich bestĂ€tigen, oder ?
TROTZDEM: ist das sehr richtig, wenn Sie aufordern die beiden BĂŒcher streng inhaltlich voneinander zu trennen.

Danke nochmals fĂŒr den Hinweis Coop*

27.06.2010 22:48 Uhr
Beate kommentiert
Hallo zusammen,
in meiner Not, die seit ich und in einem Jahr mit einem solchen Mann erlebt und erlitten habe, stiess auch ich auf das Buch "Wenn MĂ€nner mauern" und es fiel mir wie Schuppen von den Augen, als "das Kind" endlich einen Namen bekam!
Nicht, dass ich nicht erschĂŒttert gewesen wĂ€re (!), aber ich war auch erleichtert. Wie sehr habe ich angefangen und war mitten drin, komplett an mir zu zweifeln! Ich entdeckte Wesens- und Unarten an mir, die waren so schrecklich, kannte ich in der Weise nicht an mir, und kann sie mir nun erklĂ€ren. Was ein Irrsinn, sich seelisch derart deformieren zu lassen, weil ein anderer Mensch, der "geliebte" Partner der Manipulator schlechthin ist!!
Noch hĂ€nge ich nicht in der Aufarbeitung, sondern in einem "Aufatmen", dass ich mich wirklich zu Recht und gĂ€nzlich zurĂŒckziehen darf und MUSS, damit ich nicht vollends vor die Hunde gehe! Klar, ich habe auch den Auftrag, was das mit mir zu tun hat, dass ich einen solchen Mann, der zudem auch noch (mittlerweile) sich alle 14 Tage wegtrinkt, angezogen habe und er mich.
Aber zunÀchst will ich erst einmal danke sagen, dass ich erkennen und sehen konnte, was mich so krank und verzweifelt hat sein lassen, dass ich bereits an meinem Verstand und Sein gezweifelt habe!!
WĂŒrde gern mal mit einer betroffenen Frau darĂŒber sprechen - gibt es Selbsthilfegruppen oder Jemanden, der bereit wĂ€re, dass man/frau telefoniert?
Ich wĂŒnsche allen Frauen, die hier geschrieben haben, dass sie sich befreien und einen grossen Schritt auf sich selbst zugehen konnten!
Beate

28.06.2010 11:08 Uhr
Coop* kommentiert
Hallo Beate,

ich wÀre sehr an einem Telefonkontakt interessiert.
Mein Leben lang kÀmpfe ich mit dieser Art Mensch resp. Mann.
Wenn Du meine Geschichte wissen willst, brauchst Du nur alle EintrÀge hier unter Coop* zu lesen.
Nur weiß ich jetzt nicht, wie wir kontakten könnten, denn meine Telefonnummer gebe ich hier nicht preis, weil man darf nicht vergessen, die ganze WELT kann den Text hier lesen!
Also ich mache den Vorschlag, dass ich erstmal Deine Reaktion hier im Forum abwarte. Und dann hinterlege ich bei der Redaktion meine Kontaktdaten. Ob die das machen, habe ich noch nicht ausprobiert, werde ich auf jeden Fall tun.
Freue mich auf konstruktive GesprÀche,
ganz liebe GrĂŒĂŸe

Coop*

28.06.2010 12:44 Uhr
Koch kommentiert (Homepage)
Danke fĂŒr Ihren Blogkommentar !
In der Tat bekomme ich so viele Reaktionen und Schilderungen von Betroffenen auf meine beiden Blogs zum passiv-aggressiven Mann, dass ich mir denke, dass gewiss Leserinnen des Blogs nun auch auf Sie reagieren könnten und mit Ihnen Kontakt aufnehmen- oder umgekehrt- mailen Sie doch Ihrerseits solche Kommentatorinnen an, die fĂŒr Sie hilfreiche oder nachdenkenswerte BeitrĂ€ge geschaltet haben.

So kann möglicherweise ĂŒber den normalen Austausch noch anderes entstehen,vielleicht sogar eine Selbsthilfegruppe ?
Ich wĂŒnsche Ihnen dabei viel Erfolg
Ihre Monika Koch

29.06.2010 09:01 Uhr
Beate kommentiert
Liebe Coop* und Frau Koch,
danke auf beide Reaktionen!
Eine Selbsthilfegruppe, ein noch persönlicherer Austausch - das wĂ€re ein Schritt, den ich auch gerne aktiv unterstĂŒtzen wĂŒrde!
Ich bin ja schon mal froh darĂŒber, dass diese Seite hier existiert, die mir grundseriös erscheint und deswegen auch keine Angst macht, dass "alle Welt" sie liest.
Daher mein Vorschlag an Dich, Coop*, ich richte eine Emailadresse ein, unter der wir kontankten können und werde diese hier auch reinschreiben.
Wenn ich mir vorstelle, wieviele Frauen an ihrem PC (und dann sind sie ja schon richtig tief drin in ihrer Not!) sitzen und verzweifelt Fragen an sich und ihr Leben stellen, wie allein man/frau sich fĂŒhlen können - da mag ich etwas tun!
Also, ich melde mich wieder, und bis dahin lasse ich liebe GrĂŒsse hier!
Bis bald Beate

29.06.2010 11:40 Uhr
Coop* kommentiert
Hallo Beate,

prima Idee von Dir, dann harre ich der Dinge resp. Deiner Kontaktdaten, die da kommen und freue mich auf positive GesprÀche, sodass wir dann nicht mehr alleine und verzweifelt vor dem PC sitzen zu brauchen.

Bis dahin und viele GrĂŒĂŸe

Coop*

29.06.2010 20:03 Uhr
Anonym kommentiert
Hallo Coop*,

die Mailadresse fĂŒr Dich und wer sich sonst noch gerne melden will:

passiv_nein_danke@gmx.ch

Und in dem geschĂŒtzten Rahmen sollte es uns doch möglich sein, einen weiteren Schritt auf einander zu zuwagen! :-)

Einen schönen Abend und ich freu mich auf Dich!
Beate

01.07.2010 00:31 Uhr
Anonym kommentiert
Da sich bislang, aber immerhin!, einzig Coop* unter der von mir angegebenen Mailadresse gemeldet hat, mag ich nochmals ermuntern und einladen: Ihr lieben und leidenden Frauen, meldet Euch! Wir wĂŒrden gerne mehr, als uns die Sorgen von der Seele zu schreiben oder allein im Leid zu brĂŒten...
...gemeinsam können wir uns auch den Fragen: was hat das mit uns zu tun, wo sind unsere Anteile an dem Dilemma, zuwenden.
Ich glaube, wir haben einen Austausch mehr als verdient, nicht als "Opfer" und eine Schimpffront bildend gegen die, die wir ja einst geliebt haben, sondern eher als Hilfestellung und Kraftquell, dass uns so etwas nicht noch einmal passieren muss - weil wir mehr wert sind, ohne den Anderen abwerten zu mĂŒssen!
passiv_nein_danke@gmx.ch

Lasst uns kennenlernen.
Beate

04.07.2010 08:46 Uhr
Kerstin Schwebel kommentiert (Homepage)
Hallo Anonym,
auf deinen aufruf habe ich gewartet, warum ich selbst nicht drauf gekommen bin? keine Ahnung!!!!!

ich werde dir heute noch schreiben.

l.g. kerstin

05.07.2010 09:43 Uhr
Anonym kommentiert
Liebe Kerstin,
nun bist Du bereits die Zweite, die sich bei mir gemeldet hat unter der Emailadresse - vielen Dank!
Was mir dĂ€mmert, ist, dass es gar nicht so einfach zu sein scheint, sich wieder ĂŒber den "Tellerrand" zu begeben.
Allen scheint eines gemeinsam zu sein: eine ziemliche LĂ€hmung und Kraftlosigkeit, da alle Energie in die Auseinandersetzung mit dem Mann und den eigenen GefĂŒhlen, Verwirrungen, Selbstzweifeln fliesst, anstatt dass frau eine knallehrliche und somit harte Bilanz zieht und diese als Antrieb nimmt, um ihr Leben wieder selbstbestimmt zu leben!
Wenn ich mir das vorstelle, wird mir ganz schwindelig - denn mit dieser verschwendeten Energie könnten wir Enormes leisten, was dann auch Erfolg brÀchte!
Oder wenigstens uns das Wohlwollen und die liebende Zuwendung selber geben, auf die man/frau so sehr wartet, dass der Partner sie uns geben möge....
Hoffe, die Ein oder Andere holt sich Mut aus diesen Worten.

Liebe GrĂŒsse,
Beate

05.07.2010 14:23 Uhr
Coop* kommentiert
Hallo,

es haben sich tatsÀchlich inzwischen doch schon einige hier telefonisch zu einem konstruktiven Austausch zusammen gefunden und um das noch um eine weitere Möglichkeit zu erweitern, hier eine weitere E-Mail Adresse, um mehr Zufluss zu haben und den Austausch aufrechtzuerhalten.
PAM3000@gmx.de
Also, wer will, hier eine weitere Möglichkeit zu telefonieren. Seinem Kummer loszuwerden, vielleicht ein paar TrĂ€nen vergießen, denn es wird einem ja schon enorm viel zugemutet und wehgetan. Und um sich mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Bis dann und liebe GrĂŒĂŸe

Coop*

05.07.2010 16:38 Uhr
Kerstin Schwebel kommentiert
Ich glaube es kennen zu wenige diesen Blog hier, und die , die sich hier ihr Herz ausgeschĂŒttet haben schauen nicht oft vorbei, leider. wir sollten einfach Geduld haben. Vielleich hat ja jemand eine Idee wo man einen weiteren Aufruf starten könnte, in anderen Foren traue ich mich das nicht.
Ich gleube fest daran das ganz ganz viele nur darauf warten......

02.09.2010 15:41 Uhr
hexe3010 kommentiert
Hallo!

Hoffe das liest noch jemand.
Ich hatte Gestern versucht hier einen Text zu schreiben. Aber der war wohl zu lang oder so.

Ich schreib jetzt einfach an die E-Mail-Adresse. Hoffe da guckt ab und zu jemand. WÀr echt schön, wenn jemand antwortet...

16.09.2010 21:22 Uhr
MiJa kommentiert
Sehr geehrte Frau Koch,
ich bin vom Vater meiner beiden Kinder (10 und 7) seit etwa einem Jahr getrennt. Ich habe ihn rausgeschmissen, nachdem ich ihm aus der Nase gezogen habe, dass er fremdgeht. Wir waren 10 Jahre zusammen und Fremdgehen ist fĂŒr mich noch kein Grund, um eine Beziehung zu beenden sondern kann auch eine Chance fĂŒr eine gesunde Partnerschaft darstellen. Und selbst wenn nicht, so muss es gerade bei der Verantwortung fĂŒr gemeinsame Kinder nicht dazu fĂŒhren, dass ein „Krieg“ ausbricht. Der innerliche Schlussstrich fĂŒr mich kam allerdings, als er mir in unzĂ€hligen GesprĂ€chen immer wieder die Schuld fĂŒr seinen Studienabbruch und das Fremdgehen gab, seine Defizite auf mich projizierte und ich mir vorkam, als wĂ€re ich sein lebendiger MĂŒlleimer. Was sein Studium anbetrifft, habe ich immer wieder versucht ihn zu unterstĂŒtzen – meine Hilfe wurde nicht angenommen, denn er wollte keine Hilfe. Nachdem ich ihn quasi auch mit UnterstĂŒtzung meiner Eltern jahrelang mitfinanziert habe und er letztlich nur noch Computer spielte und keine ernst zu nehmenden Anstrengungen unternahm, auch einmal fĂŒr seine Kinder zu sorgen, habe ich versucht, mit ihm das GesprĂ€ch darĂŒber zu finden. Erfolglos. Kritik in jeglicher Hinsicht, wurde (schon lange) sofort zurĂŒckgeworfen, er reagierte gereizt und bestrafte mich, wie seit Beginn unserer Beziehung, mit Schweigen. Meine stĂ€ndige Nörgelei, meine â€žĂŒberzogenen“ Forderungen hĂ€tten ihn letztlich dazu veranlasst, sich eine andere Frau zu suchen. Ich denke, dass er gemerkt hat, dass ich selbst ĂŒber Trennung nachgedacht hatte und wollte dem zuvor kommen. Manchmal habe ich den Eindruck, auch durch viele seiner Äußerungen und Reaktionen nach dem Rausschmiss, dass er mich bestrafen wollte bzw. immer noch will – fĂŒr meine Trennungsabsichten. Aber genauso habe ich auch das GefĂŒhl, dass er nicht wusste, was er wollte und dass es ihm selbst bei den kleinsten Dingen schwer fĂ€llt, die Wahrheit zu sagen. Die LĂŒge scheint sein stĂ€ndiger Begleiter zu sein – aus Angst.

Ich bin seit Anfang des Jahres in einem Selbsthilfeforum, habe viel ĂŒber mich gelernt und sollte eigentlich nicht mehr darĂŒber nachdenken, warum er so handelt. Fakt ist ja, dass es mit ihm keine Partnerschaft auf Augenhöhe gab. Aber dadurch, dass wir ĂŒber die Kinder noch Kontakt haben mĂŒssen und jede Konfrontation erstens die alten Wunden aufreißt und zweitens alles ein einziger Machtkampf auf Kindergartenebene ist, indem ich krampfhaft versuche meine Grenzen aufrecht zu erhalten, er sie aber ignoriert und ĂŒbergeht – kann ich nicht aufhören, darĂŒber nachzudenken. Ich weiß einfach nicht, wie ich mit ihm umgehen soll und ich möchte fĂŒr die Kinder das bestmögliche dabei herausholen. Ich weiß nicht, ob er „nur“ passiv-aggressiv ist oder eine narzisstische Persönlichkeitstörung hat. Ich will es mir auch nicht anmaßen, so etwas zu diagnostizieren. Aber sein Verhalten ist so kindisch und das hinter einer Fassade, die nur so von Selbstsicherheit strotzt. Ich frage mich oft, ob er den ganzen MĂŒll, den er da ablĂ€sst wirklich glaubt. VerfĂŒgt er ĂŒber Empathie oder nicht? Woran erkenne ich das? Was bedeuten seine Reaktionen? Wie momentan, wo er sich mal wieder tot stellt, mir nicht auf Mails antwortet, den Umgang der Kinder betreffend. Ich habe mittlerweile einfach keine Lust mehr, ihm immer wieder hinterher zu schreiben und weiter zu versuchen, ihn auf die sachliche Elternebene zu bringen. Mehr will ich ja gar nicht. Mehrere Familienberatungstermine brachten auch nichts. Ich bin so am Ende, dass ich ĂŒberlege, ihm die Kinder zu ĂŒberlassen, auch damit die beiden nicht mehr im LoyalitĂ€tskonflikt stecken, in den sie (sei es durch seine Äußerungen oder dadurch, dass er trotz meiner Bitten, immer wieder Termine mit ihnen statt mit mir ausmacht) bringt. Oder sollte ich es ihm vielleicht auch mal gleich tun und auch nicht antworten, wenn er sich dann mal wieder meldet, weil er etwas will?

20.09.2010 14:43 Uhr
Sonja kommentiert
Hallo Mija,
ich bin auch getrennt und habe zwei Kinder. Verletzte MĂ€nner
sind gefĂ€hrlich, ob PA oder nicht. Ich bin immer fĂŒr meine Kinder da und wenn sie ihren Papa sehen möchten, dann machen die Kinde die Termine und ich akzeptiere alles. Es ist manchmal sehr hart, aber ich fange an jetzt nach 5 Jahren zu profitieren. Meine Kinder sind 12 u. 9 Jahre. Ich mache diesen
Kindergartentanz einfach nicht mit. Es geht um die Kinder. Und das schöne ist: die Kinder machen ihre Erfahrungen ohne meinen Einfluss. Ich mache ihren Vater auch nicht schlecht. Auch wenn er es tut, ich will diesen Kampf einfach nicht.
Es klappt jetzt super. Ist aber nicht einfach.
Viel GlĂŒck
LG.
sonja

25.01.2011 13:41 Uhr
Korinthe kommentiert
Hallo, Ihr alle,
ich habe zwei Fragen, vor allem an Frau Koch und an die beiden betroffenen MĂ€nner, sofern sie hier noch vorbeischauen.
Ich habe zwei kurze Beziehungsversuche mit demselben passiv-aggressiven Mann hinter mir. Eigentlich möchte ich mir nicht lĂ€nger die ZĂ€hne an ihm ausbeißen, aber vielleicht doch eine einigermaßen befriedigende Freundschaft aufbauen. Gerade wĂ€hrend des letzten Versuchs hatte er immerhin GesprĂ€chsbereitschaft signalisiert, er wolle "besser" werden, damit die Beziehung (welcher Art nun immer) fĂŒr uns beide schön sei. In der Praxis fĂŒhrte das bisher nicht weit, nur zu den bekannten Reaktionen des RĂŒckzugs, des Zeitschindens und des starken Verletztseins (mit immerhin der Meldung, die Dinge, die er von mir gespiegelt bekomme, seien vor allem deshalb so verletzend, weil sie stimmten...) und dem Abbruch unseres zweiten Anlaufs.
Nun meine Fragen:
1. Es fiel hier mal der schöne Begriff vom "Festsitzen im schwarzen Loch der Unwissenheit" - Und so kommt es mir, bei allen zaghaften Versuchen, da rauszukommen, bei diesem Mann noch immer vor. WĂ€re es ratsam, ihm - vorsichtig - zu sagen, wie das PhĂ€nomen heißt, an dem er leidet, damit die richtigen TĂŒren aufgestoßen werden, oder wĂ€re das psychologisch völlig falsch und eher kontraproduktiv?
(N.B. Er hat schon mal eine tiefenpsychologisch-fundierte Therapie gemacht, aber ich weiß nicht genau, weshalb und was da rauskam. Auf jeden Fall scheint er auch Anteile von Authismus zu haben.)
2. Warum genau wird gemauert? Und was passiert da? Er sagt, er braucht diesen RĂŒckzug in Momenten starker emotionaler Reaktionen, die er nicht mehr kontrollieren könne. Aber das Mauern kam auch in Momenten, wo zwischen uns nicht unbedingt eine Konfrontation lief und ganz "normaler" Beziehungsaustausch angesagt gewesen wĂ€re.

Vielen Dank, falls jemandem was einfÀllt.
Korinthe

26.01.2011 13:33 Uhr
kazia Jones kommentiert
Dann kann ich nach den tausendundeins Kommentaren ja auch noch meinen Senf dazu geben. Ich finde es etwas merkwĂŒrdig, wie passiv-aggressive MĂ€nner hier moralisierend schlecht gemacht werden. Ich bin selbst betroffen und habe durch diese Krankheit extreme Probleme im beruflichen Bereich. Am Wochenende war ich auf einer Party, wo ich mich mit zwei Menschen sehr gut unterhalten habe. Dann gab es einen Streit wzischen diesen beiden und der Gastegeberin. Als die beiden gegangen waren, wurde sofort die Gelegenheit genutzt (von der Gastgeberin) ĂŒber sie zu lĂ€stern. Ich wurde dazu gefragt, wie ich den zu den beiden stehe: Und ich wollte eigentlich sagen: Ich finds ĂŒberhaupt nicht in Ordnung zu lĂ€stern, Du solltest das lassen. Aber ich habe nur freundlich geguckt und was ausweichendes gesagt. Ich habe Aggressionen, die mich vor allem schweigsam und verschlossensein lassen und ich habe manchmal Lust mich umzubringen....Vielleicht wĂ€re es besser von ihnen, Frau Koch, hier nicht die Rolle des Gurus zu spielen, sondern mal zu ĂŒberlegen was einem passiv aggressiven Mann wirklich weiterhelfen kann ? DarĂŒber finde ich in der Literatur nur sehr wenig. Und ich wĂŒrde mich ansonsten davor hĂŒten, in dieser Diagnose die alleinseligmachende ErklĂ€rung mit Offnebrungswert zu tun. FĂŒr Offenbarungen gibts schliesslich die Religion....

Zu meiner vorangehenden Kommentatorin wĂŒrde ich sagen: Warum nicht ihm das sagen, woran er leidet ? Die wahrheit ist dem Menschen zumutbar, und wenn er schon mal eine tiefenpsychologische Therapie gemacht hat, spricht das dafĂŒr, dass er ĂŒber sich selbst reflektieren kann.........

So long.........................!

26.01.2011 20:44 Uhr
Korinthe kommentiert
Lieber Kazia Jones,
danke erst mal fĂŒr Deine Reaktion auf meinen Kommentar. Dazu spĂ€ter noch kurz. ZunĂ€chst was anderes: ich kann Deine Reaktion wirklich gut verstehen, denn in der Tat ist dieser Blog voller Wut und Bitterkeit. Aus eigener Erfahrung muss ich zur Verteidigung meiner Geschlechtsgenossinnen sagen, dass man aus einer Beziehung mit einem pa-Mann wirklich wie aus einem seelischen Schiffbruch kommt, also völlig demontiert und demoralisiert. In dieser Stimmung ist die Diagnose "passiv-aggressiv" dann in der Tat eine "Offenbarung". Und dann kommt massive Wut, all die aufgestaute, von der man all die Zeit dachte, man dĂŒrfte sie nicht haben, weil man ja eventuell, ja wahrscheinlich doch eher selber schuld ist bzw. war. Aber das sollte sich in einem gewissen zeitlichen bzw. emotionalen Abstand relativieren und das tut es ja bei manchen auch und die anderen schreiben dann vielleicht nicht mehr, weil der seelische Tiefpunkt durchschritten und "ĂŒberwunden" ist.
Zu Dir: Wie Ă€ußern sich Deine Probleme im beruflichen Bereich und und hast Du sie nicht in anderen Beziehungen? Und warum können Deine Aggressionen nur im Schweigen enden und nicht im Dialog oder ĂŒberhaupt im Aussprechen? - BezĂŒglich der von der beschriebenen Party-Situation und ĂŒberhaupt kann ich Dir nur aus einem GefĂŒhl heraus raten: vielleicht Schritt fĂŒr Schritt gegen das Evasive angehen und die Dinge sagen, die Dir kommen, es versuchen und immer wieder. Auch auf die Gefahr hin, dass sie zunĂ€chst vielleicht ein bisschen heftiger kommen als "angemessen". Bewusst bleiben und immer wieder neu versuchen, anders zu reagieren, so wie innerlich gefĂŒhlt. Und ĂŒber andere zu lĂ€stern, ist wirklich Sch...
Zu meinem Fall: Danke noch mal. Ich finde solche Dinge immer heikel und Selbstreflexion hin oder her: von jemand anderem reflektiert zu werden, ist dann doch was anderes. Er reagiert schon so sensibel, wenn ich nur sage, dass mich bestimmte Verhaltensweisen irritieren. Und wenn ich ihm dann ein "Krankheitsbild" vorsetze, komme ich mir irgendwie anmaßend und bevormundend vor. Aber ich denke weiter drĂŒber nach und vielleicht ergibt sich ein passender Moment.
Alles Gute auch fĂŒr Dich und vielleicht bekommst Du ja noch von anderen Tipps,
Korinthe

29.01.2011 08:34 Uhr
kazia Jones kommentiert
Danke Korinthe, fĂŒr den guten Kommentar.......Das hilft mir wohl besser, die weibliche Seite zu verstehen.....Ja, ich staune immer wieder darĂŒber, was Frauen sich antun lassen, wenn sie lieben. Und meine Erfahrung sagt mir leider, dass die wunderbarsten Frauen mit den grössten A.......l.......ern zusammenkommen, weil sie darin etwas herrlich bezwingendes finden. Und leider suchen die Frauen immer allzulange, weil sie zu Selbstzweifeln neigen, die Schuld dafĂŒr bei sich. Und Ă€rgern sich hinterher dann mal wieder schwarz, was sie alles mit sich haben machen lassen. Und dann ist der Mann, den sie mal so geliebt haben, plötzlich ein ganz niedertrĂ€chtiger und es macht alles so viel leichter, wenn man ihn hĂŒbsch einkasteln kann mit einer Diagnose, wie passiv-aggressiv. Wen stört es da schon, das diese Diagnose einer mehr als wunderliche Syndrombeschreibung aufweist?

Danke fĂŒr den Rat, ja ich werde weiter ĂŒben, einfach direkt auszusprechen, was mich stört um es so aus der Welt zu schaffen. Gibt schlieesslich genug Unrecht in der Welt, dass gesunde, direkte Aggression verdient hat ;-)
Und zu Deinem Fall: ist immer schwierig, solche Ferndiagnosen abzugeben. Die meisten Menschen reagieren verstĂ€ndlicherweise erstmal nicht gut, wenn man ihnen direkt auf den Kopf zusagt, was sie fĂŒr ein Problem haben. Da macht wohl jeder Mann erst mal die Ohren zu. Mir persönlich gehfĂ€llt immer die Methode "David". Nachdem David einen Ehebruch und Mord begangen hat, besucht ihn bekanntlich der Prophet. Und erzĂ€hlt ihm eine ganz indirekte Geschichte, in der David sich zunĂ€chst nicht erkennt. Auf die Weise bleiben die Ohren Davids offen, er regt sich ĂŒber das Unrecht auf. Woraufhin der Prophet zu ihm sagt: Du bist der Mann! Kurz: Vielleicht könntest Du mit Deinem Mann bei passender Gelegenheit ĂŒber Jemanden sprechen, der passiv aggressive ZĂŒge hat (Vielleicht mich ;-), und dann schonend zu seiner Selbsterkenntnis beitragen ? Smile

Ist nur so eine Idee

Dir einen schönen Tag, Korinthe!

29.01.2011 22:38 Uhr
M. kommentiert
So, möchte gerne mal was positives preisgeben. Habe mein Problem am 2.4.2010 geschildert und möchte gerne erzÀhlen, wie es seit dem gelaufen ist.
Habe mir Rat eingeholt, und es wurde mir geraten, nicht mit der Ausrede daherzukommen, ich wĂ€re krank. Eher sollte ich gegen meinen inneren Schweinehund ankĂ€mpfen und mein Gemaule durch Taten ersetzen. Ich maule immernoch gerne aber bei weitem nicht mehr so oft und wegen jeder Kleinigkeit, stattdessen nehme ich das Problem selbst in die Hand und schaffe es wenn möglich aus der Welt. Meine Freundin ist natĂŒrlich seit jeh her an allem Schuld, mittlerweile lachen wir aber ĂŒber solche Aussagen von mir (Gemeinsam!)
Wir haben uns zwei Katzen zugelegt, wohnen zusammen, streiten uns, lieben uns, umarmen uns, schrein uns an, kochen, faulenzen, rĂ€umen auf um danach wieder alles zuzumĂŒllen,im Endeffekt also die perfekte Beziehung. Es gab seit der Nachricht vom 2.4.2010 keinen Streit mehr in solchem Ausmaß.
Um ganz ehrlich zu sein, habe ich nicht wirklich das GefĂŒhl, dass jetzt alles anders ist, es fĂŒhlt sich einfach alles normal an! Wie als ob nie was gewesen wĂ€re, nur dass wir einfach glĂŒcklich miteinander sind.
Also genug der GefĂŒhlsduselei, ich danke allen fĂŒr ihre hilfreichen Kommentare, und sagt euren MĂ€nner, dass sie ihren Sturkopf ĂŒberwinden mĂŒssen indem sie einfach was konstruktives tun, wenn ihnen was nicht passt.Und liebe Frauen, lasst euch nicht unterbuttern!!!Gleiches gilt im umgekehrten Falle natĂŒrlich umgedreht.
Was mir so als kelien Therapie geholfen hat, war mein neuer Nebenjob als Kassierer, bei dem man ja vom Chef aus aufgefordert wird den Kunden darauf hinzuweisen, wenn er Fehler macht (Er fasst frische Lebensmittel an, kauft sie aber nicht; er hat die Bepreisung falsch gelesen und weigert sich zu zahlen usw.). Das hat mir geholfen, zu sagen was ich denke. Hab ich mittlerweile ein Problem mit Kumpels oder Passanten, in der Straba,etc, dann sage ich, was mein Problem is und versuche es zu klĂ€ren, bevor ichs wie frĂŒher in mich reinfresse und meinen Frust anderweitig auslasse.
Ich mag vielleicht nicht PA gewesen sein, keine Ahnung, ich hab mich aber definitiv Ă€ndern können.Ich möchte auch noch etwas sagen, was vielleicht nicht so positiv aufgefasst wird, aber wenn ich mir die BeitrĂ€ge durchlese versteh ichs einfach nicht: Wie könnt ihr Frauen soviel Zeit fĂŒr soviel Ärger opfern? Meiner Meinung nach verhaltet ihr euch viel zu weich gegenĂŒber deisen MĂ€nner, und das scheinbar nur um sie nicht zu verliern..aber was wollt ihr denn mit denen?Wenn ihr diese Typen abservieren wĂŒrdet, wĂŒrde das Problem PA doch garnicht existieren, da diese Typen keine andere Möglichkeit hĂ€tten als sich zu Ă€ndern.SpĂ€testens nach der 2.Chance sollte Schluss sein, falls sich ĂŒberhaupt nichts getan hat.
Sagt den MĂ€nnern was Sache is, wie ihr die Beziehung wollt und schließt realistische Kompromisse (der normale Mann hat ja auch so seine Eigenarten, die er gerne behalten möchte). Klappt das nicht, is doch die Beziehung vornherein fĂŒrn A****.
LG M.

01.02.2011 12:29 Uhr
Korinthe kommentiert
Lieber Kazia Jones,
die David-Methode klingt gut, ich kannte sie noch nicht, werde sie also ausprobieren, sobald sich eine Gelegenheit bietet. Sofern sie sich bietet. Im Moment ist er immer noch auf Tauchstation. Und ich bin mĂŒde. Und, auch wenn lĂ€ngst alles so hĂŒbsch "eingekastelt" ist, immer noch von sowas emotional angegriffen. Insofern möchte ich auch Deinem Nachkommentatoren Recht geben: irgendwann sollte man die Reißleine ziehen und dem anderen sein Problem selbst ĂŒberlassen.
Dir wĂŒnsche ich einstweilen viel Spaß und Erfolg dabei, wĂŒtend zu sein und fĂŒr Dich (und allerhand anderes/andere) zu kĂ€mpfen. Ich mach' mit, nur vielleicht aus anderen GrĂŒnden ;-)

Korinthe

18.02.2011 00:10 Uhr
Coop kommentiert
Es ist sehr schön, dass sich auch mal wieder MĂ€nner zu dem Thema Ă€ußern. Denn fast nur betroffene Frauen haben hier viele gute Kommentare geschrieben - offen, ehrlich und ungeschönt. Der Beitrag von Norbert war sehr hilfreich. Leider gab seitdem nicht mehr viel dazu zu lernen.
Es kommt mir des Weiteren auch so vor, dass die GĂŒtigkeit etwas schwindet.
Mittlerweile hat man registriert, dass PAMs wie Kinder sind. Dennoch inzwischen erwachsen, die auch jetzt fĂŒr ihre Taten und hier eher Worte selber verantwortlich sind.
Nach Kommentaren vom 26.01.11 und 29.01.11 kann ich mir gut vorstellen, dass sich die ein oder andere Kommentatorin etwas verunglimpft und vor den Kopf gestoßen fĂŒhlen könnte.
Schließlich haben einige davon wirklich Haus und Hof verloren, neben ihrer WĂŒrde und auch ihrem Wert als Mensch und Frau. Das sollte doch der Achtung halber gewĂŒrdigt werden. Das Ganze ist passiert, weil sie dem permanent geheuchelten Vertrauen geglaubt haben. Es dauert halt lange bis man das unfaire Treiben durchschaut hat, wenn man den Wetzler nicht kennt. Und das ist ja auch beabsichtigt und wird absichtlich durch LĂŒgen, Vertrauensbruch, per DenklĂ€hmung und Verleugnung herbei gefĂŒhrt. Das Letzte, was die meisten Passiv-Aggressiven wollen ist, dass man sie durchschaut und das Hinterletzte ist eine VerĂ€nderung.
Er verwechselt einem vorab schon mit einer Medea und verwickelt einem in seine erlebten Begebenheiten und Erlebnisse rein, mit denen man nix zu tun hat. Er will einem nicht loslassen, krallt sich fest, will die Beziehung, liebt einem sehr, will einem nicht gehen lassen. Wobei das meistens vermieden wird zu zeigen.
Daher kann es nicht angehen, dass man recht gefĂŒhllos hier TiefschlĂ€ge verteilt, mit dem Inhalt, dass Frauen zu weich seien und nicht allein sein können. Das wirkt recht primitiv und ist ein Rundumschlag. Letztendlich verbrĂ€mt und um nicht zu sagen verhöhnt, man sei selbst dran Schuld. Auch findet man nichts Bezwingendes darin permanent auf den Arm genommen zu werden und so etwas dann bezwingen zu wollen!
Ich war echt entsetzt als ich das gelesen habe.
Nicht minder niederschmetternd war, dass offenbar nicht besonders viel verstanden wurde. Gerade Frau Koch hat doch nie etwas Böses ĂŒber PAMs gesagt, ganz im Gegenteil. Ihre Aussagen sind zwar kritisch aber konstruktiv. Auch in der Literatur wird das Thema vernĂŒnftig beschrieben und auch so damit umgegangen. Aber offenbar haben MĂ€nner noch nicht genug Leidensdruck, sonst wĂ€ren ja entsprechende BĂŒcher oder Essays schon auf dem Markt.
Weiter, es ist doch fĂŒr alle schwierig ĂŒberhaupt einen guten Partner zu finden. Wer lebt schon gerne sein Leben lang alleine, einsam und im unfreiwilligen Zölibat, sofern er nicht hedonistisch ist und wenig Wert auf QuantitĂ€t als auf QualitĂ€t legt. Oder mit einem Partner, den man eigentlich nicht wollte...
Es ist nun mal so - und das sitzt sehr tief. Man sucht seinen Schatz nach elterlicher PrĂ€gung aus. Und das zu lösen ist nahezu unmöglich. Also das zu stemmen ist schon mal schwer. Dann, wenn man das Pech hat und auch einen ebensolchen Vater, dann ist der Partner ein PAM in aller Regel. Man hat ihn, wenn auch unbewußt, ausgewĂ€hlt.
Dieser nimmt ja am Anfang, wenn auch unbewußt, eine Tarnung ein. So hat man ihn kennen und vor allem auch lieben gelernt. Dann kommt frĂŒher oder spĂ€ter der jĂ€he Umbruch in Mr. Hyde. Und in Unkenntnis der hier so oft genannten Literatur, wartet man auf LĂ€uterung und Besserung, ohne es zu wissen in Vergeblichkeit !
Und damit nicht genug, denn dieser Zustand soll ja aufrecht erhalten werden. Durch Schauspiel und bereits o.g.Unaufrichtigkeiten. Es wird in Ausicht gestellt, dass das alles wieder so werden könnte, wenn sie sich nĂŒr genĂŒgend abstrampelt.
"Ihr Frauen, lasst euch das nicht gefallen! Dann Àndern sich auch die MÀnner ...!".
So einfach ist das eben nicht.
Wobei es aber vollkommen richtig ist, dass nach der 2. Chance, wenn wieder ein Vertrauensbruch stattgefunden hat, durch 1passiv-aggressiven Winkelzug zur Abwehr und Selbstsuchtpflege, echt Schluss sein sollte.

14.03.2011 10:31 Uhr
Roja kommentiert
Dieser Strang verkommt durch ellenlange Kommentare der "betroffenen" Frauen in dem sie die pathologischen MĂ€ngel ihrer MĂ€nner beschreiben leicht zum "Opfer-Strang". Diese alleinige Konzentration auf den "blöden A...Mann" bringt ĂŒberhaupt nicht weiter, viel eher sollte sich doch gefragt werden, warum man selbst an einen solchen geraten ist und was das ĂŒber einen aussagt. Nur daran ist Weiterentwicklung geknĂŒpft, wenn ich mich anschaue und mich frage, warum ich das ĂŒberhaupt alles mitmache und aushalte. Wo ist der Respekt? Wenn ihr ihn vor euch nicht habt, dann können ihn auch eure MĂ€nner vor euch nicht haben.
17.03.2011 14:21 Uhr
Coop kommentiert
Wer hat diesen destruktiven Unsinn geschrieben mit dem "Opferstrang".
Dieser Kommentator hat ganz offensichtlich hier weder etwas gelesen, noch etwas verstanden. Er benutzt den sog. "Strang" nur zur eigenen Trieb-und Aggressionsabfuhr.

Sehr wohl ist hier die Frage geklÀrt und beantwortet worden, warum man an einen PAM gerÀt.
Einzig Natalie hat etwas verstanden.

Schade finde ich auch, das habe ich schon mal festgestellt, dass der Blog hier an GĂŒte verliert. Und auch zum Schlachtfeld verkommen könnte.

Nun, vllt. klappts ja jetzt - also erst lesen, dann schreiben

04.04.2011 11:44 Uhr
Ich arbeite daran kommentiert
Hallo,

ich bin ĂŒberrascht, welche Resonanz dieses Thema hier findet. Eine zeitlang hatte ich geglaubt, mit einem seltenen PhĂ€nomen leben zu mĂŒssen.

Auch ich möchte hier kurz meine Erfahrungen aus Sicht eines passiv-agressiven Mannes schildern und wÀre sehr daran interessiert mich mit "Leidensgenossen" auszutauschen. Dazu hinterlege ich eine E-Mail-Adresse.

Wie gesagt: Ich selbst bin ein Mann, der seine Umwelt, insbesondere Partnerinnen auf die oben mehrfach beschriebene Weise als ProjektionsflĂ€che fĂŒr eigene Aggressionen oder Ängste nutzt und manipuliert ("Zuckerbrot und Peitsche").

Beziehungen beginnen "normal" - Herzklopfen, verliebtsein, große GefĂŒhle. Das Miteinander ist sehr harmonisch, alles scheint perfekt. Wir sprechen schnell ĂŒber gemeinsame TrĂ€ume und entwickeln sehr konkrete Ziele fĂŒr ein gemeinsames Zusammenleben. Dabei bin ich in der Lage, sehr schnell sehr viel Vertrauen aufzubauen und zu vermitteln. Ich empfinde in dieser Phase ehrlich und ohne Hintergedanken.

Ab einem bestimmten Zeitpunkt Ă€ndert sich meine GefĂŒhlswelt und mein Verhalten. Ein GefĂŒhl der Fremdbestimmung drĂ€ngt sich mehr und mehr in den Vordergrund und zwingt mich dazu, die Distance zu meiner Partnerin zu vergrĂ¶ĂŸern. Dabei bleibt der Wunsch nach NĂ€he jedoch erhalten, sodass ein innerer Widerspruch entsteht, der widerrum nach aussen hin durch unklare, teils widersprĂŒchliche Signale und Kommunikation zum Ausdruck kommt. Um meinen RĂŒckzug fĂŒr mich selbst legitimieren zu können, suche ich unbewusst nach Fehlern bei meiner Partnerin, die als Argumente gegen eine Beziehung oder hĂ€ufiges Zusammensein taugen.

Gleichzeitig hĂ€ufen sich scheinbar harmlose Situationen, in denen ich aggressiv ĂŒberreagiere - dies jedoch ganz ohne körperliche oder verbale Gewalt. Ich entziehe mich dann schlagartig einer kritischen Situation und nehme meinen Groll mit. Im Zweifelsfall beende die Beziehung per SMS um dies dann fast im gleichen Atemzug wieder zurĂŒckzunehmen und zu bereuen. FĂŒr meine Partnerin entsteht eine Situation der völligen Unsicherheit, bei gleichzeitiger AbhĂ€ngigkeit und Hoffnung ("Liebe"). Aus meiner Perspektive gilt in dieser Phase: "I can't live with or without you". Ängste vor NĂ€he und Fremdbestimmung stehen in permanenten Konflikt mit Ängsten vor Verlust und Einsamkeit.

Es liegt mir fern, an dieser Stelle fĂŒr VerstĂ€ndnis fĂŒr passiv-aggressives Verhalten zu werben, jedoch wĂŒnsche ich diesen inneren Zwiespalt mit den damit verbundenen psychischen und physischen Belastungen niemandem.

Ich selbst bin jetzt seit 3 Monaten in psychotherapeutischer Behandlung und arbeite sehr hart an Auswegen aus dieser Misere. Allerdings erkenne ich zunehmend, dass passiv-aggressives Verhalten im inneren Kern der Persönlichkeit angesiedelt ist und damit nicht von heute auf morgen verÀndert werden kann.

Aus meiner momentanen Sicht wĂŒrde ich betroffenen Partnern/innen von solchen passiv-aggressiven, die ihr "Problem" noch nicht erkannt haben, bzw. nicht daran arbeiten (wollen), davon abraten, dies zu ihrem eigenen Thema zu machen ("gemeinsam schaffen wir das"). Mann/Frau kann hier nur verlieren. Leider.

ich wĂŒnsche allen Betroffenen alles Gute.

07.04.2011 12:31 Uhr
Coop kommentiert
Hallo "Ich arbeite daran",

endlich wieder mal ein guter Kommentar, von dem man etwas lernen kann. Denn die GefĂŒhlswelt ist als Partner wirklich nur sehr schwer nachvollziehbar. Es ist gut, wenn man man das mal ehrlich erfĂ€hrt, was da passiert.
Ich habe eine Frage an dich. Und zwar, wie wird innen und außen reagiert, wenn die Frau Schluss macht, nachdem sie versucht hat vernĂŒnftig zu klĂ€ren und zu sprechen. Was fĂŒr GefĂŒhle stellen sich dann ein?
Vielen dank vorab fĂŒr die Antwort
Coop

07.04.2011 13:02 Uhr
Coop kommentiert
Nachtrag fĂŒr Frage an "ich arbeite daran"

Es ist noch wichtig zu sagen, dass die Frau auch bei ihrem Wort bleibt, dass wirklich Schluss ist, zwar nett, verbindlich aber dennoch.
Thanx again

06.05.2011 21:42 Uhr
Pia M. kommentiert
Der passiv aggressive Mann ist mir sooo vertraut, ich habe das immer mit "stoisch" verwechselt.
Muss ich besser auf mich aufpassen.
Dankeschön fĂŒr den deteillierten Artikel

08.05.2011 12:54 Uhr
Conrad kommentiert
Liebe Bloggemeinde! Ich möchte gerne etwas anmerken, teils aus meinem Nachdenken, teils aus eigener Betroffenheit. Ich selbst bin ein Mann und habe gewiss passiv aggressive Verhaltensmuster. Wobei ich nicht einverstanden wĂ€re, diesen Teil fĂŒr das Ganze zu setzen. Gehen wir doch einmal an den Anfang, wo wir erfahren, dass der Begriff erstmals fĂŒr das Verhalten von Soldaten angewendet wurde, die gegen ihre Vorgesetzten nicht offen rebelliert haben, sondern passiv widerstand geleistet haben. Wer wĂŒrde Ihnen das verdenken wollen? Wer findet den braven Soldaten Schwejk unsympathisch? Ebenso erfahren wir, dass passiv-aggressives Verhalten in einer patriachalischen Gesellschaft eher weiblich war. Und wer will das den Frauen verdenken? Wenn wir uns zuletzt noch daran erinnern, dass selbst die wohlmeinensten Eltern fĂŒr kleine Kinder ĂŒbermĂ€chtig sind, wird jedem einleuchten, dass wir alle in unserer Entwicklung einmal auf passiv-aggressives Verhalten angewiesen waren, um ĂŒberhaupt erfolgreich aggressiv sein zu können, und sei es nur durch Aktivierung der Fantasie. Ich behaupte aber, dass AggressivitĂ€t, also Selbstbehauptung, lebensnotwendig ist. Daher halte ich AggressivitĂ€t einschließlich der passiven Spielart fĂŒr etwas Normales, nichts per se Krankhaftes.
In den persönlichen Erfahrungsberichten hier geht es ja ĂŒberwiegend um die Begegnung zwischen Erwachsenen, insbesondere von Mann und Frau, und da wieder um das Leiden der Frau an der passiven AggressivitĂ€t des Mannes. Wenn ich die verschiedenen Kommentare betrachte, entdecke ich jedoch jede Menge weiblicher AggressivitĂ€t, ĂŒberwiegend passiver AusprĂ€gung mit einer leichten Tendenz zum Übergang in aktivere Formen der AggressivitĂ€t nĂ€mlich Begrenzung und Trennung. Das Erlittene steckt nach meiner Wahrnehmung also ebenso in der eigenen Position drin, vielleicht sogar noch ein StĂŒck subtiler und perfekter, was nicht verwunderlich ist, wenn man sich an die kulturelle Spezialisierung erinnert. GrundsĂ€tzlich ist ja gegen die offene Ansprache und Ausfechtung von Konflikten in der Partnerschaft nichts zu sagen, wozu hier ĂŒberwiegend geraten wird. Auch fĂŒr eine Trennung kann man sich gegebenenfalls entscheiden. Aber nicht immer ist das der beste Weg, und schon gar nicht der Weg der Selbsterkenntnis. Wenn Sie nochmal an unsere armen Soldaten denken, was wird aus deren offener Rebellion? Im Zweifel die eigene Vernichtung. Ebenso muss man bei partnerschaftlicher Konfrontation mit Verlusten rechnen. Wie viele von uns erfahren haben, hat Freiheit ihren Preis. Nicht immer wird es uns danach wirklich besser gehen. Manchmal ist ein klein wenig DuckmĂ€userei, Wegsehen, So-Tun-Als-Ob vielleicht die bessere Alternative fĂŒr Frauen und MĂ€nner. Also seid mir nicht böse: ich bleibe passiv-aggressiv. Trotzdem liebe ich die Frauen.

09.05.2011 13:46 Uhr
koch kommentiert (Homepage)
Ein Hallo an den Blogger Conrad !
Sie haben sehr differenziert und klar nochmals auf den Anfang des Blogs zum passiv-aggressiven Mann hingewiesen,dafĂŒr bedanke ich mich !

In der Tat wurden mittlerweile, in diesem sich immer mehr verselbstĂ€ndigenden " Selbsthilfeforum ", von einigen weiblichen Kommentatoren recht starke Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht,die ich im einzelnen ĂŒberhaupt nicht mehr aus ZeitgrĂŒnden verfolgt konnte.

Von Zeit zu Zeit mache ich jedoch kleine Stichproben und lese einzelne Kommentare,zu denen ich mich i.d.R. aber nicht mehr oder nur selten Àussere.

In Ihrem Falle jedoch stimme ich Ihnen völlig zu,dass so manche Bloggerin den Mann mit passiv-aggressiven ZĂŒgen geradezu mit einem "teuflischen Bonus" versehen hat,der es unmöglich macht,mit ihm zu kommunizieren oder ĂŒberhaupt zu leben.

Ein KRANKHAFT passiv-aggressiver Mann,der damit als persönlichkeitsgestört gelten kann,vermag sich wirklich selbst kaum in Selbsterkenntnis zu ĂŒben,noch ist er daher gut therapiefĂ€hig und wirklich sehr begrenzt beziehungsfĂ€hig, da er selten bis nie - in harten FĂ€llen - Eigenverantwortung fĂŒr eigenes Tun und Handeln ĂŒbernimmt.

Hier kann letztendlich nur noch die Trennung von diesem wenig einsichtigen Menschen helfen, wenn selbst AlltagsbewĂ€ltigung zur Überforderung wird und nicht nur die große Krise bestimmte,wenig ertrĂ€gliche WesenszĂŒge nach oben spĂŒlt.

Aber :Passiv-aggressive MILDE ZĂŒge beim Mann lassen u.a. auch zu,dass sich dieser nicht selten als besonders aufmerksamer,emphatischer Partner auszeichnet und einen krassen Gegensatz zum klassischen Macho bildet.

Insofern gratuliere ich Ihnen,als sich offen bekennender Mann mit vermutlich recht milden passiv-aggressiven ZĂŒgen,genau zu dieser anderen Seite "der Medaille".
Ihre Frau Monika Koch

24.05.2011 10:11 Uhr
Phoenix kommentiert
Antwort auf Conrad

.... ein klein wenig DuckmÀuserei, Wegsehen, So-Tun-Als-Ob
ist doch keine passive AggresivitÀt, es fehlt doch gÀnzlich der aggressive Hintergund.

Ich persönlich habe dieses Forum als sehr lehrreich empfunden und meine ehemalige Situation bei vielen Kommentaren wiedergesehen.

Es hilft nur eins konsequenter Schlussstrich!

Meine Damen, sie sind mit der BewĂ€ltigung des Problems ĂŒberfordert, werden aber nach einer harten und sehr trĂ€nenreichen Zeit (je nach dem wie lange die Ehe /Partnerschaft gedauert hat , bei mir 25!Jahre) feststellen wie schön das Leben sein kann und das es wunderbare MĂ€nner gibt!..............

Viel Erfolg an alle Betroffenen.

27.05.2011 09:02 Uhr
Sandra kommentiert
Hallo,möchte nun auch mal meine Situation schildern oder einfach mal von der Seele schreiben.....Mein Partner und ich fĂŒhren seit 5 Jahren eine Fernbeziehung.Am Anfang war alles wunderbar,er war aufmerksam und liebevoll.Ich fĂŒhlte mich sehr lange Zeit"angekommen",geborgen und einfach gut aufgehoben mit ihm,ein Mann zum altwerden dachte ich.Aber nun bin ich an einem Punkt angekommen wo ich nichtmehr kann.Ich sehe genau 3 Möglichkeiten:Ich finde schnellstmöglich einen Weg mit seinem Verhalten endlich umgehen zu lernen,ich gehe,er Ă€ndert sich(was nicht passieren wird,ich weiss).
Er ist völlig konfliktunfĂ€hig,wenn irgendwas ist,zieht er sich jedesmal total zurĂŒck,kommt dann wieder und tut als ob nichts war.Wir können also nie mal wirklich ĂŒber etwas reden,sondern alles kommt unter den Teppich.Er teilt verbale Ohrfeigen aus ohne Ende,stellt mich dann als Mimose hin die ja wegen jedem Mist die Krise bekommt.....er hat doch gar nichts gemacht/gesagt und ich bilde mir das alles doch nur ein.Oft bestehen diese Attacken aus sehr deutlich gezeigter GleichgĂŒltigkeit.Oder jetzt ist alles in Ordnung wenn ich frage,eine Stunde spĂ€ter ist alles nur noch Mist und hat doch sowieso keinen Wert.Das kann ungemein verletzen.
Auf der anderen Seite kann er genau das Gegenteil sein,beim Essen wird auch nach 5 Jahren noch eine Kerze angemacht,wenn ich ihn um dringenden RĂŒckruf bitte wenn etwas ist,dann tut er es sobald er kann,usw.
Vor 2 Tagen habe ich ihm eine Mail geschrieben,2 h lang,und alles geschildert was mich beschĂ€ftigt,dass ich ihn liebe,was ich fĂŒhle,wie vieles bei mir ankommt...auf eine nicht vorwurfsvolle Art.Nun,2 Tage spĂ€ter hat er immer noch nicht darauf reagiert.Beim ersten mal nachfragen war der Grund dass er erst nachts vom Billard heimkam.Beim 2. mal nachfragen war der Grund zu mĂŒde vom arbeiten.Nochmal nachgefragt muss der Rasen gemĂ€ht werden.Dann noch die Aussage"er habe ja keine email gewollt".Ich werde also keine Antwort bekommen,obwohl er zuerst sagte er wird antworten.
Eine Aussage die er hin und wieder macht ist dass unsre Beziehung ihm Kraft gibt.Das mag sein.Aber mir nimmt sie meine KrĂ€fte und es kommt so gut wie nichts zurĂŒck.
Seine Ex-Frau(sie waren 15 Jahre zusammen und nach seiner Aussage war sie grösste Liebe seines Lebens) erzĂ€hlte mir mal folgende Situation.Sie waren zusammen im Schwimmbad,es war wohl vorher ein Streit oder eine Krise o.Ă€.Sie sagte zu ihm"ich kann nichtmehr",er sagte darauf zu ihr "Dann geh doch".Auch hier diese KĂ€lte und GleichgĂŒltigkeit,nicht darĂŒber sprechen wollen oder können.Sie ging dann tatsĂ€chlich irgendwann.
Dieses andauernde ausweichen,die hĂ€ufige GefĂŒhlskĂ€lte und zur Schau gestellte GleichgĂŒltigkeit kann ich bald nichtmehr ertragen.Ich war schon kurz davor zum Arzt zu gehen,weil ich dachte ich bin depressiv,und brauche ein paar Pillchen um das alles besser aushalten zu können.
Ich kĂ€mpfe noch immer,zeige ihm dass er mir wichtig ist,dass ich fĂŒr ihn da bin.Und wenns blöd lĂ€uft wird mir genau das dann zum Vorwurf gemacht....Er nimmt meine GefĂŒhle,meine Liebe,und ich verhungere quasi an seiner Seite.Dann sind da aber wieder Kleinigkeiten,die mir zeigen dass ich ihm eben doch nicht so egal bin wie er oft tut,die mir wieder ein wenig Mut und Hoffnung geben...es ist verdammt schwer.Ich weiss dass er auch eine gute Seite hat,aber mein NervenkostĂŒm wird langsam aber sicher immer dĂŒnner,dieses hin und her,auf und nieder zehrt,ich weiss nie mit was ich im Lauf des Tages noch zu rechnen habe.Mein Selbstbewusstsein ist mittlerweile fast hinĂŒber,auch das wird mir dann bei passender Gelegenheit vorgeworfen.

Nunja,ob mein Beitrag hier nun wirklich was zum Thema BeitrÀgt oder als nicht-konstruktives Geheule abgetan wird,keine Ahnung.

Gruss an alle,Sandra

28.05.2011 01:19 Uhr
Marion kommentiert
Sitze seit Stunden hier vor all den Berichten, weine, und weiß nicht mehr, was eigentlich wirklich Sache ist. Ist er auch so, ist er nicht so, bin ich so eine, oder doch nicht. FĂŒhrte seit ĂŒber 2 Jahren eine Fernbeziehung mit bereits mehrmaligen OFFs, sprich Trennungen und dann doch wieder Neuanfang. Vor dieser Beziehung habe ich 5 Jahre lang alleine gelebt, meine vorherige 10-jĂ€hrige Beziehung ging kaputt, als ich herausbekam, daß er mich jahrelang systematisch betrogen hat. FĂŒr mich eine totale Katastrophe, da ich diesem Mann 100% vertraut hatte und dazu noch von ihm meinen damals gerade mal 2-jĂ€hrigen Sohn hatte. Ich kam gut zurecht mit dem Alleinleben, mit allen Höhen und Tiefen, das dieses mit sich bringt. Als mein Sohn dann Ă€lter war, dachte ich mir, jetzt bin ich auch mal wieder dran, und ich fĂŒhlte mich auch wieder stark fĂŒr eine neue Beziehung, hatte mit der vorherigen gut abgeschlossen. Ich lernte ihn ĂŒber eine Onlinekontaktbörse kennen. Der Kontakt mit ihm war sofort so intensiv, so lieb, so tief, so ehrlich, daß es bei mir nur noch peng gemacht hat. Er kam gerade aus einer mehr als zehnjĂ€hrigen Beziehung mit fast gleichaltrigem Sohn, war also im Gegensatz zu mir frisch getrennt. Innerhalb weniger Tage war unser Kontakt so tief, daß wir erst privat telefoniert hatten, und uns dann auch getroffen hatten. Der Schriftwechsel vor dem persönlichen Kennenlernen war auch total frei, wir konnten uns(was ich vorher so nie konnte) auch ĂŒber Sex und Phantasien und vieles mehr miteinander ganz offen und frei austauschen. Schon bei unserm ersten Kennenlernen waren wir intim miteinander (etwas, was ich so vorher auch nie konnte). Er sagte mir immer wieder, bei ihm wĂ€re es schon bei der Kontaktbörse, als er mein Bild sah, Liebe auf den ersten Augenblick gewesen, und als er mich dann persönlich kennenlernte, wĂ€re es total um ihn geschehen. Wir hatten auch schöne erste Wochen zusammen, sehr innig, sehr intensiv, trotz der großen Entfernung. Das erste Mal, als er fĂŒr mich völlig ĂŒberraschend und fĂŒr mich total brutal empfunden, ausrastete, war als ich ihm sagte, daß ich bald in Urlaub fahren wĂŒrde, mit meinem Ex, da wir das bislang immer so gehandhabt hatten. Wir hatten immer getrennte Bereiche, wechselten uns aber im Urlaub mit der Betreuung unseres Sohnes ab, damit jeder auch ein wenig entlastet war und fĂŒr meinen Sohn war es halt schön. Er beschimpfte mich damals schon sehr unter der GĂŒrtellinie, es war das erste Mal, wo ich mich vor ihm gefĂŒrchtet habe. Ich sah ein, daß er damit ein Problem hatte, ich hatte mir damals nicht wirklich Gedanken darĂŒber gemacht, wie es ein neuer PArtner empfinden könnte, da es fĂŒr mich die letzten Jahr so wie es war, halt normal war. Ich machte mir selbst VorwĂŒrfe, daß ich ihm so etwas zumuten wollte, daß es von mir nicht sehr empathisch war, ihn mit so etwas zu konfrontieren. RĂŒckwirkend betrachtet gebe ich ihm auch Recht, es wĂ€re nicht o.k. gewesen, zu fahren. Ich habe den Urlaub ja dann auch deshalb eine Woche vorher gecancelt in der Form, daß mein Ex dann die erste Woche, und ich die zweite Woche mit meinem Sohn an dem gebuchten Ferienort verbracht hatten. Zu der gleichen Zeit fragte er mich, ob wir denn nicht im Sommer Urlaub machen könnten, meinen Sohn wĂŒrden wir mitnehmen. Obwohl wir noch nicht viel Alltag miteinander hatten usw. willigte ich ein, freute mich darĂŒber, mein Sohn war sehr unproblematisch, hatte mit meinem neuen Freund kein Problem. So ein kleiner Magenhieb war es dann, als er mir kurz vor unserem Urlaub dann ganz selbstverstĂ€ndlich eröffnete, daß wir getrennt dorthin fahren sollten. FĂŒr ihn bedeutete das knapp 300 km, fĂŒr mich fast 900 km. Ich schluckte damals, versuchte ihm noch klar zu machen, daß ich ja mit meinem kleinen Sohn dann die ganze Strecke alleine fahren mĂŒĂŸte etc. Er meinte damals nur, es wĂ€re besser, falls er in seiner Firma im Notfall einspringen mĂŒsse, dann mĂŒĂŸte ich nicht auch noch den Urlaub abbrechen, weil ich sonst nicht zurĂŒckkĂ€me. Er bot mir noch nicht einmal an, daß ich wenigstens bei ihm Zwischenstation machen könne, seine Wohnung wĂ€re auf halber Strecke gewesen etc..Ich war damals schon sehr enttĂ€uscht, aber dachte mir noch, o.k. er hat seine GrĂŒnde. Er wollte dafĂŒr, daß er ja vor mir da sein wĂŒrde, fĂŒr Abendessen sorgen und Kaffee fĂŒr mich machen, damit ich damit keinen Streß mehr hĂ€tte nach der langen Fahrt. Als ich ankam, war nichts davon zu sehen, im Gegenteil, er jammerte mir die Ohren voll, daß er im Stau gestanden hĂ€tte, total erledigt wĂ€re.... Als ich ihn darauf hinwies, daß ich mehr als die doppelte Zeit wie er mit meinem weinenden Kind, das im Auto auf einmal Heimweh bekam, weil er noch nie ohne Papa im Urlaub war, unterwegs gewesen wĂ€re, etc. kam von ihm nur ein kurzes "Jetzt hast Du es ja hinter Dir, jetzt bist Du ja da". Zum Abendessen gab es das, was ich als Reiseproviant noch ĂŒbrig hatte. So richtig betroffen wurde ich jedoch, als am zweiten Tag mich mein Sohn in der FrĂŒh weckte, er hĂ€tte mich mit FrĂŒhstĂŒck ĂŒberraschen wollen, aber er wisse nicht, wie die Kaffeemaschine gehe. Ich ging mit ihm in die KĂŒche, der kleine Kerl hatte alles total lieb hergerichtet, nur eben Kaffee war nicht gemacht. Er sah total unglĂŒcklich aus, und den TrĂ€nen nah. Ich sagte ihm, das wĂ€re doch nicht schlimm,und wir wĂŒrden das jetzt gemeinsam machen. Da fing er total zu weinen an, und sagte mir, er hĂ€tte ja eigentlich J. zuerst geweckt, weil er mich mit dem FrĂŒhstĂŒck ĂŒberraschen wollte, und ihn gefragt, ob er ihm beim Kaffeemachen helfen könnte. Und J. wĂ€re erst mit ihm in die KĂŒche mitgegangen und hĂ€tte gefragt, wo ich sei. Und als er ihm sagte, ich wĂŒrde noch schlafen und er wolle mich ĂŒberraschen, hĂ€tte J. ihm gesagt, er solle mich wecken, er wĂ€re zu mĂŒde und hĂ€tte ihm dann nicht geholfen. Als dieser "hilfsbereite" Mensch dann viele Stunden spĂ€ter erst aufstand, sich ganz selbstverstĂ€ndlich an den noch immer eingedeckten FrĂŒhstĂŒckstisch gesessen hatte, als ob nichts gewesen sei, da begann ich innerlich zu frieren. Ich hatte regelrecht das GefĂŒhl, zu erstarren. Sein Engagement wurde nicht besser, er machte nichts, ließ sich bedienen. Ich wurde immer ruhiger und abweisender, ich konnte mit ihm nicht mehr reden, dies hatte nichts mit dem Mensch zu tun, den ich bis dahin eigentlich dachte, gekannt zu haben. Es herrschte zweitĂ€giges, eisiges Schweigen zwischen uns, das jedoch von mir ausging er versuchte noch, mit mir zu reden, aber in mir braute sich alles zusammen. Ich unternahm nichts mehr mit ihm, und zeigte und sagte ihm, daß ich nicht mehr bereit wĂ€re, fĂŒr ihn HaushĂ€lterin zu spielen, ich hĂ€tte hier auch Urlaub, und er hĂ€tte damals gesagt, er wĂ€re ja auch noch da, der sich mit meinem Sohn abgeben könnte. Er hatte sich nicht mit ihm abgegeben, obwohl er ihm versprochen hatte, mit ihm Fußball zu spielen etc. Es kam zu lautstarken Streit, er meinte, er sĂ€he nicht ein, mit meinem Sohn was zu machen, wenn ich mich so verhalten wĂŒrde, letztendlich packte er seine Sachen und fuhr. Ich saß mit meinem Sohn alleine dort und wußte nicht, was mir geschah. Zuerst hoffte ich noch, er kĂ€me zurĂŒck. Aber nach einigen Tagen und sehr heftigen SMS war klar, daß er das nicht tun wĂŒrde. Das war unsere erste Trennung. Ich bin dann auch frĂŒhzeitig zurĂŒckgefahren, und entdeckte dann in dieser Kontaktbörse ihn wieder, mit gleichen DAten, Bildern, Chiffre etc. wie damals bei unserem Kennenlernen, obwohl er mir gesagt, hatte, er wĂ€re da so wie ich raus. Ich hatte damals meinen Account gelöscht, und bin dann wieder neu rein, aber ohne mich dort anzumelden, nur als sog. Fake. Mir wurde klar, daß er niemals ganz dort draußen war. Er schrieb mir dann einen ganz lieben, zĂ€rtlichen Brief auf meine Abschiedsworte, woraufhin ich mich dann doch wieder meldete, und wir telefonierten lange, wo er auch weinte, und mir nochmals seine Liebe versicherte. Wir kamen wieder zusammen, ich war glĂŒcklich. Bis ich durch meinen Fake, als ich ihn löschen wollte, sah, daß er dort noch aktiv war. Ich sendete ihm so ein Spielchen, was man als KontaktaufhĂ€nger benutzen konnte, als nichtangemeldeter User, und prompt bekam ich von ihm auf mein Fake, von dem er nicht wußte, daß ich es war, eine Resonanz, gefolgt mit einem Schreiben, welches dazu dient, den Kontakt zu intensivieren. Kurz vorher hatte er mir noch am Telefon gesagt, ich wĂ€re die einzige passende Frau fĂŒr ihn. FĂŒr mich brach wieder eine Welt zusammen. Ich sagte ihm nichts davon, weil ich mich auch schĂ€mte, und mir selbst die Schuld gab, da ich ja den Kontakt begonnen hatte. Ich fragte ihn lediglich am Telefon, ob er weiterhin dort wĂ€re, etc. und er windete sich, es war ihm unangenehm. Ich sagte ihm daraufhin, ich hĂ€tte dort nach unserem Urlaub einen neuen Account erstellt, und ich hĂ€tte gesehen, daß er dort noch mit seinem alten Account drin war, obwohl er mir versprochen hatte, daß er raus wĂ€re. Er war ziemlich aggressiv und kalt, wĂŒrgte mich am Telefon ab, und ich hörte erstmal nichts von ihm, ein Schweigen, das er auch schon vorher mehrmals angewandt hatte, wenn ihm was nicht paßte etc., was ich so vorher in Beziehungen in dem Ausmaß nicht gekannt hatte, sondern meist war nach ein paar Stunden auch wieder Kontakt da. Nach langem Schweigen redete er mit mir dann doch drĂŒber, und wir beschlossen bzw. versprachen uns, daß wir jetzt beide endgĂŒltig dort rausgehen. Ich war ja sowieso nicht dort als ich selbst sondern als Fake angemeldet, die Chance, also jemand dort zu kennenzulernen, wenn ich das so gar nicht bin, bestand also nicht. Ich dachte mir da jedoch, daß ich diesmal warten wĂŒrde, bis ich gesehen habe, daß er dort gelöscht ist, bevor ich auch rausgehe. Sein Profil bestand jedoch weiterhin, er hatte es nur aus dem sichtbaren Bereich genommen, konnte also nicht von anderen mehr kontaktiert werden. Ich ließ also mein Profil auch weiterhin, schaute nur mal hin und wieder rein, und sah, daß er auch nicht mehr groß aktiv war. So gab es einige Wochen zwischen uns, wo die Liebe wieder aufblĂŒhte, das Vertrauen wieder wuchs auch von meiner SEite, er sagte mir sogar dann selbst mal, daß er sein Profil nicht löschen konnte, da seine Mitgliedschaft erst spĂ€ter auslaufen wĂŒrde, und er deshalb noch dort drin wĂ€re, aber eben nur bis Ende und fĂŒr niemanden sichtbar. Ich war glĂŒcklich ĂŒber seine Ehrlichkeit und vertraute ihm wieder mehr. Dann kam der nĂ€chste Magenhieb, völlig unerwartet fĂŒr mich, als ich wieder mal "kontrolliert" hatte, war von ihm, ohne daß es von mir ausging, eine Anfrage zu diesem Spielchen. Er hatte mich mit meinem Fake wieder kontaktiert, er wußte ja noch immer nicht, daß ich es war. FĂŒr mich brach wieder eine Welt zusammen, ich rief ihn sofort an, völlig aufgelöst, und konfrontierte ihn damit. Er wurde laut und wĂŒtend, beschimpfte mich und dann bekam ich eine Mail, die wieder unter die GĂŒrtellinie ging, in der er mich als Stasi-Braut etc. bezeichnete, und er meinte, daß er mit so jemanden, der solche Spielchen mache, nichts zu tun haben wolle. Keine Rede davon, daß er das alles losgetreten hatte etc. nein ich wurde aufs ĂŒbelste beschimpft, weil ich dieses Fakeprofil hatte, auf welches er angesprungen war. Er meinte ich wĂ€re nicht besser wie er, ich wĂ€re dort ja auch drin, wer weiß, was ich dort fĂŒr Kontakte hĂ€tte. Ich konterte gut zurĂŒck, sehr emotional, aber immer erklĂ€rend und ihn darauf hinweisend, daß er derjenige war, der das losgetreten hatte und ich dort schließlich anders wie er, nicht als die Person auftrete, die ich bin,sondern nur ein Fake wĂ€re. Daraufhin Schweigen. Da beschloß ich dann, mir das nicht mehr gefallen zu lassen, und schwieg auch. Antwortete auf seine Mail und SMS nicht mehr, telefonisch war ich nicht mehr fĂŒr ihn erreichbar. Das Spiel, das er mit mir so gern spielt. Schließlich kam wieder ein Brief von ihm, wieder total lieb, und er entschuldigte sich sogar, daß er so ausfĂ€llig geworden wĂ€re, und versuchte zu erklĂ€ren, daß er dort nur aus Langeweile gewesen wĂ€re, ohne ernsthafte Absichten,etc. Und er wĂŒrde mir das gerne erklĂ€ren, und möchte, daß wir uns treffen. Ich wurde ganz weich und dachte mir dann, daß ich vielleicht doch zu hart war und seine Worte, daß ich natĂŒrlich durch meinen Ex auch extrem vorsichtig, mißtrauisch etc. wĂ€re was die Treue betrifft, was er immer wieder schon festgestellt hĂ€tte, fanden auch Gehör. Ich war auf einmal nicht mehr sicher, ob ich ihn nicht doch ungerecht behandle, und ihn vielleicht durch meine Vorsicht und Kontrolle zu hart verurteile. Er wollte eigentlich zu mir kommen, einige Tage vorher jedoch begann er, mir zu schreiben, daß er sich krank fĂŒhle und wahrscheinlich krank werde. Ich wollte vermeiden, daß das GesprĂ€ch, welches auch fĂŒr mich Entlastung meiner Ungewißheit darstellte, nicht stattfindet, und erklĂ€rte ihm daß ich eben dann zu ihm komme. Ich hatte Mitleid mit ihm, obwohl er mich kurz vorher vorgefĂŒhrt hatte, und obwohl ich selbst gerade erst am Gesundwerden war, da ich auch krank war. Als ich dann bei ihm war, war außer einem sehr bemĂŒht klingenden Husten und leicht verstopfter Nase, nicht viel an Krankheit zu erkennen. Als ich das kurz feststellte, bemĂŒhte er sich, mir zu erklĂ€ren, daß die ErkĂ€ltung auch erst seit diesem Tag wieder in ertrĂ€glichem Ausmaß wĂ€re. Dieses GesprĂ€ch ergab wieder dasselbe, Beschluß raus aus der Kontaktbörse, Versöhnung, etc.... Er entschuldigte sich, versprach mir, nie wieder dort aktiv zu werden,... Unsere Beziehung aber verschlechterte sich immer mehr. Schon kurze Zeit spĂ€ter, begann er, permanent aus kleinsten VorfĂ€llen eine Riesensache zu machen mit folgendem Schweigen. Wenn ich versuchte, ihm zu erklĂ€ren, daß das Schweigen mich belastet, mich fertigmacht, kam jetzt immer öfter als Rechtfertigung, ich könne das ja genauso gut, was ich bereits im Urlaub usw. gezeigt hĂ€tte. Immer öfter kam, wie unmöglich ich mich im Urlaub verhalten hĂ€tte, etc. Daß er seinen Anteil daran hatte, das wollte er nicht hören bzw. ignorierte er. Zum großen Gau kam es dann Sylvester. Er war die Tage vorher bei mir, ich hatte ihm damals gesagt, daß Sylvester fĂŒr mich immer ein besonderer Tag gewesen sei, und ich diesen Tag dieses Jahr mit ihm sehr romantisch verbringen wĂŒrde, nur wir zwei, mit Spaziergang im Schnee, und uns einfach die Zukunft zusammentrĂ€umen, schönes Essen, etc. Der Abend endete vor dem Fernseher auf dem Sofa, ich schlief auf dem Sofa ein, er schaute fern. Es lag nicht an mir, er hatte nach dem Feuerwerk gesagt, er wĂ€re so voll vom Essen, mĂŒde, etc. zog sich seinen Jogginganzug an, und meine Versuche, noch zusammen zu kuscheln etc. gingen ins Leere. Ich solle VerstĂ€ndnis haben, es wĂ€ren harte Wochen des WeihnachtsgeschĂ€ftes gewesen, und er wĂ€re platt. Ich war am Neujahrstag so enttĂ€uscht darĂŒber, dazu kam noch, daß mein Sohn mich sehr frĂŒh weckte, ich also ziemlich ĂŒbernĂ€chtigt war. Er schlief aus wie meist, kam irgendwann mal zum FrĂŒhstĂŒck ... Ich war sauer, ließ es mir auch anmerken und dann krachte es. Es war klar meine schlechte Laune, und er verließ sofort die KĂŒche und zog sich an und packte seine Tasche. Ich entschuldigte mich sofort bei ihm wegen meines schlechten Laune-Anfalles, war immer noch total fertig und enttĂ€uscht, und weinte. ich versuchte ihn zu umarmen, seine Arme hingen an ihm runter, er konnte mich nicht umarmen. Ich ĂŒberredete ihn schließlich, daß er blieb, erklĂ€rte ihm, warum ich explodiert sei, etc. aber er war dennoch sehr unterkĂŒhlt, obwohl ich sehr deutlich zeigte, daß es mir leid tat. Die restliche Zeit, die er da war, verbrachten wir noch gut miteinander, ich hatte das GefĂŒhl, der Vorfall wĂ€re erledigt, er hĂ€tte meine Entschuldigung akzeptiert. Von wegen. Kaum war er bei sich daheim, distanzierte er sich mit fadenscheinigen GrĂŒnden. Als ich dann nachbohrte, und fragte, ob wirklich alles in Ordnung sei, ich das GefĂŒhl hĂ€tte, es stimmt was nicht, Explodierte er. Er sagte mir, ich wĂŒrde ihn einengen, und mein Ausraster an Neujahr wĂ€re fĂŒr ihn ein emotionaler Schock,.... Daraufhin war er fĂŒr mich nicht mehr erreichbar. Ich rief ihn dann, was ich sonst nicht tat, in seinem GeschĂ€ft an, er war total kalt und abweisend, sagte mir eiskalt, daß er mich bewußt abgeschaltet hĂ€tte, und er mit meinem Verhalten nicht umgehen könne. Als ich ihm sagte, daß er schon viele Male selbst explodiert wĂ€re, ich deswegen nie soviel Aufhebens darum gemacht hĂ€tte, und er sich dafĂŒr meist noch nicht mal entschuldigt hĂ€tte, was ich ja getan habe, da wiegelte er mich ab, er mĂŒsse jetzt arbeiten. Daraufhin gab es nur noch böse SMS etc. und ich gab ihm dann den Laufpass, hatte das GefĂŒhl, nicht mehr ich zu sein, nicht mehr logisch denken zu können, mit permanent schlechten GefĂŒhlen und Gedanken belastet zu sein. Es waren zwischendrin ja immer wieder ganz viele kleine Sticheleien, indirekte VorwĂŒrfe, und immer wurden meine Verfehlungen thematisiert, wenn ich ihm sein Verhalten, wie es bei mir ankommt, spiegeln wollte, machte er sofort zu, er mĂŒĂŸte sich diese VorwĂŒrfe nicht antun und außerdem wĂ€re es ja ganz anders gewesen.Ich schrieb mir all den Frust, all die Ungerechtigkeiten von der Seele und wĂŒnscht ihm alles Gute. Von ihm kam erstmal einige Tage gar nicht, und dann eine Mail, in der er meinen Entschluß bedauerte, darauf hinwies, daß ich was ganz Großes damit zerstört hĂ€tte, und ganz viele vernĂŒnftigte Worte,... Ich war entschlossen, mein Leben wieder neu zu leben, spĂŒrte erstmal eine große Last von mir abgefallen... und dann fehlte er mir wieder total, seine schönen Worte, wenn er gut drauf war, der absolut gute Sex mit ihm, unsere intensiven GesprĂ€che,... und all das Beklemmende, mich Verletztende schien ganz weit weg. Ich war mir auf einmal nicht mehr sicher, ob ich nicht zu frĂŒh aufgegeben habe, ich liebte ihn wirklich. Ich versuchte wieder, den Kontakt zu ihm herzustellen. Er ging nur verhalten darauf ein. Drei Monate spĂ€ter waren wir wieder ein Paar, mit den besten VorsĂ€tzen. Wir beschlossen einige Dinge, von denen wir erkannten, daß sie uns mehr schaden. z.b. dieses Schweigen statt Reden, dieses erst mal mit sich selbst Ausmachen, wenn man meint, der Andere hĂ€tte einem Unrecht getan, etc. Total vernĂŒnftig, gut und ich war absolut optimistisch, daß es ein richtiger Neuanfang wĂ€re, und ich hatte mir vorgenommen, daß ich mich nicht mehr so schnell entmutigen lasse, wenn er blockt, sondern sofort anspreche, wenn mir etwas nicht gefĂ€llt, er wollte dies auch so machen. Ich beschloß, so weit ich konnte, ihm die langen Fahrten abzunehmen, von denen ich wußte, daß diese ihm mehr Energie abverlangten wie mir, obwohl ich selbst mit Kind und Volljob etc. mehr als ausgelastet war, und die Fahrten viel Zeit in Anspruch nahmen, und natĂŒrlich auch kosteten, aber ich wollte das so. Und fĂŒr ihn war das so auch angenehmer, er war entspannter, wenn auch weiterhin leider nur phasenweise. Immer wieder passierte es trotz dieser VorsĂ€tze, daß er von heute auf morgen auf einmal schlechte Laune hatte, sich wieder in Schweigen hĂŒllte, wenn auch nicht mehr so lange, wie vorher. Er reagierte auf meine EinwĂ€nde, wenn ich etwas nicht so gut fand, weiterhin so, daß er entweder abstritt oder eine ganz andere ErklĂ€rung hatte, als die Logik es zuließ. Es war nach wie vor da, schwellte nur im Untergrund, und ich gab mir MĂŒhe, meinen eigenen VorsĂ€tzen treu zu bleiben, und mich nicht so schnell entmutigen zu lassen. Ich ließ mich teilweise sehr erniedrigen, indem er mich behandelte, als wĂ€re ich bei ihm nicht willkommen, wenn ich dann deutlich machte, daß mich das total verletzte, ohne ihm VorwĂŒrfe zu machen, dann weinte er auch manchmal, und sagte, er wollte das nicht. Es war ein stĂ€ndiges Auf und Ab. Gut war es immer dann, wenn ich ihm deutlich zu verstehen gab, daß er der Beste ist, wenn der Sex zwischen uns gut war, er auch seine BedĂŒrfnisse im erotischen Bereich erfĂŒllt sah, ich mich zeitmĂ€ĂŸig auf seine BedĂŒrfnisse abstellen konnte... Wenn ich mal nicht so prĂ€sent sein konnte, wie er gerade wollte, da ich ja auch einen Job hatte, war die Gefahr ziemlich hoch, daß es auch wieder Konflikte gab. Teilweise ertappte ich mich dabei, daß ich Arbeit liegenließ, um ihm zu schreiben, weil er deutlich machte, daß er jetzt gerne mit mir Kontakt haben wolle, und ich dann fast nicht mehr mit meinen alltĂ€glichen Aufgaben hinterherkam. Es war fĂŒr mich das kleinere Übel, meine Arbeit zu vernachlĂ€ssigen, statt ihm, wenn er das gerade brauchte, den innigen Kontakt zu verweigern. Wenn ich es manchmal nicht einrichten konnte, waren die Folgen sehr schnell fĂŒr mich unangenehm, sprich Schweigen oder laute Überlegungen, daß unsere Beziehung auf dem Nullpunkt wĂ€re, er die IntensitĂ€t vermissen wĂŒrde (da hatte er mich schon am Beginn gesagt, daß er eine Beziehung, in der keine IntensitĂ€t wĂ€re, nicht mehr wolle, dann lieber allein sein möchte)... So ging das weiter, bis wir jetzt dieses Jahr die Situation haben, daß ich nicht so hĂ€ufig wie letztes Jahr zu ihm fahren kann, er also wieder mehr gefordert wĂ€re. Anfang MĂ€rz brach er kurz bevor er zu mir kommen sollte, wieder einen Streit aus völlig nichtigem Grund vom Zaun, was hieß, Schweigen. Er kam dann nicht, wollte dann aber mit mir an diesem Wochenende dennoch Kontakt haben, um dieses Problem zu bereden. Ich weigerte mich, sagte ihm, er wollte nicht fahren und mit mir das Problem vor ORt besprechen, jetzt solle er das Wochenende gefĂ€lligst auch alleine verbringen. Ich war maßlos enttĂ€uscht, weil ich gerade ĂŒber den Winter mit den Fahrten wirklich total belastet war, diese mich unheimlich Zeit und Nerven gekostet haben, und jetzt kam er wegen eines Problemes, das wir angeblich miteinander hatten, nicht. Er konnte mir auch nicht genau erklĂ€ren, warum er nicht gefahren ist, erklĂ€rte dies mit allem Möglichen. Als ich nicht locker ließ, weil mir die Logik der ErklĂ€rungen nicht einleuchtete, wurde er wieder sehr distanziert, woraufhin ich dann mich entschloß, auch erstmal auf Distanz zu gehen, da ich spĂŒrte, daß er damit den Auftakt zu einem neuen Spiel gesetzt hatte. Er bestrafte mich jetzt, wenn ich mich nicht seiner Probleme, die er gerade als wichtig ansah, dann annahm, wenn er das mochte, nĂ€mlich an seinem freien Tag, ich konnte nicht mehr damit rechnen, daß wir uns regelmĂ€ĂŸig sahen. Ich redete mit ihm eine Woche lang nicht,weil ich so enttĂ€uscht war und mir nicht zutraute, bei einem GesprĂ€ch ihm das nicht spĂŒren zu lassen, was zwangslĂ€ufig wieder Streit provoziert hĂ€tte. Ich hielt nur ĂŒber Mail und SMs mit ihm Kontakt, er wußte aber, warum. Wir trafen uns dann wieder, sprachen uns wieder aus, hatten wieder gute VorsĂ€tze und es dauerte keine Woche, bis er wieder Streit anfing, weil ich nicht innerhalb der Zeit, in der er es gerne gehabt hĂ€tte, auf eine seiner SMS geantwortet hatte. Wieder Schweigen, wieder Streit... kein Treffen, wieder Sprechen etc. so ging das jetzt seit MĂ€rz diesen Jahres, wir haben uns aufgrund diverser Streits so gut wie gar nicht mehr gesehen, da an den Wochenenden, wenn wir uns treffen wollten, immer Streit war. Letzte Woche eröffnete er mir dann, auch erst nachdem ich mehrmals nachgebohrt hatte, an welchen Wochenenden wir uns die nĂ€chste Zeit treffen wollten, und an welchen er kommen könnte, daß er bis Mitte August wahrscheinlich gar nicht fahren könnte, da Urlaubszeit etc. Unsere Beziehung machte er damit voll von mir abhĂ€ngig - ich sollte die Zeit, das Geld und die Kraft alleine aufbringen, damit wir uns persönlich treffen können. Als mir das so klar wurde und ich ihn fragte, wie lange ihm das so eigentlich schon klar wĂ€re, und warum er mit mir nicht schon vorher darĂŒber gesprochen hĂ€tte, da wurde er wĂŒtend. Ich sagte ihm, daß wenn ich das gewußt hĂ€tte, mit ihm schon viel frĂŒher darĂŒber gesprochen hĂ€tte, mit ihm nach Lösungen gesucht hĂ€tte, wie wir das vielleicht anders machen könnten, damit nicht alle Last auf mir liegt. Es kam erst eine böse SMS, ob ich ihn noch wĂŒtender machen wolle, wie er schon ist. Dann zwei Tage Schweigen, und als ich dann ein merkwĂŒrdiges GefĂŒhl hatte, so in der Art, der hat gar nicht vor, daran was zu Ă€ndern, der hat gar keine Motivation gehabt, die Sache anders zu regeln, machte ich seit langer Zeit mal wieder Kontrolle in der Kontaktbörse und wen entdecke ich da? Ihn ... Mich hat es wieder voll erwischt, und nachdem ich gerade mal gecheckt habe, daß er wohl wieder auf Suche ist bzw. sich wieder gedanklich mit neuer PArtnersuche beschĂ€ftigt, kam dann kurze Zeit spĂ€ter von ihm, nach tagelangem Schweigen, eine SMS, in der er nachfragt, ob das vorgesehene Treffen stattfinde... Ich konnte nicht darauf antworten, dachte mir nur noch, was will der noch von Dir, der ist doch schon wieder auf der Suche nach einem Ersatz, wenig spĂ€ter kam dann, als ich nicht darauf antworten konnte, eine liebe SMS, danach noch mal eine, die noch lieber war... Dann am nĂ€chsten Tag kam eine wunderschöne Mail von ihm, die wenn ich seine Kontaktanzeige am Vortag nicht gesehen hĂ€tte, mir wieder ganz viel Mut gegeben hĂ€tte und Kraft und Liebe... So aber kam ich mir nur noch benutzt vor. ICh antwortete ihm kurz und knapp, daß ich das Angebot, ihm noch solange zur VerfĂŒgung stehen zu dĂŒrfen, bis er eine Neue in der Kontaktbörse gefunden, nicht annehmen möchte, ging noch ganz distanziert ohne böse Worte auf einige seiner Angaben dort drauf ein. Am nĂ€chsten Morgen kam von ihm eine böse SMS zurĂŒck, wieder mit Tenor, ich wĂ€re nicht besser, ich wĂ€re ja wohl auch drin, etc.... Schriftwechsel Mail und SMs hin und her. Als ich ihm dann schrieb, wie ich das WE verbracht habe, nachdem ich die Kontaktanzeige, trotz seiner Versprechen, dort nicht mehr reinzugehen, gesehen hĂ€tte, kamen von ihm wieder so derbe Worte, wie ich wĂ€re verkotzt und verlogen... und da brannte bei mir die Sicherung durch. Ich schrieb ihm zurĂŒck, und ich habe so etwas in dieser Form noch nie jemanden vorher geschrieben, daß er ein verlogenes, egoistisches Arschloch wĂ€re, mit dem niemand außer seiner Mutter zu tun haben möchte. Und niemand so jemanden zum Freund oder Partner haben möchte, er charakterlich ein kleiner Mann wĂ€re und ich ihm das Leben und die Frauen wĂŒnsche, die er sich verdient habe.

Seitdem sitze ich immer wieder stundenlang nur noch da, kann mich zu nichts anderem mehr aufraffen, als mich mit ihm und mir zu beschĂ€ftigen, schĂ€me mich entsetzlich fĂŒr meine Worte, die ich selbst so niemals von jemandem hören wollen wĂŒrde und frage mich, ob ich wirklich besser bin als er oder ob ich mittlerweile jemand bin, der passiv-aggressiv ist .... Wer bin ich eigentlich geworden, daß ich einem Menschen solche Gemeinheiten an den Kopf werde, die seinen Charakter und ihn als Mensch bewerten. Er hat ja tatsĂ€chlich keine wirklichen Freunde, anders als ich, die fĂŒr ihn da sind, mit denen er reden kann, auch wenn sie das jetzt nicht verstehen, da keiner von ihnen damit was anfangen kann. Ich bin auch erst durch dieses Buch darauf gekommen.
Ich bin immer sehr sensibel mit dem Wissen, das ich von anderen Menschen hatte, die mir nahe waren, umgegangen, habe diesen selbst im Streit nie etwas an den Kopf geworfen, das sie absichtlich verletzte... Ich frage mich wirklich, was das eigentlich soll. Ich habe doch nur einen Menschen geliebt und versucht, ihm nahe zu sein. Ich wollte nie verletzt werden oder verletzen.... Irgendwie kriege ich das nicht auf die Reihe. Ich war immer stark, stark fĂŒr mich und die Menschen, die mir wichtig und lieb waren, und jetzt bin ich nur noch ein HĂ€ufchen Zweifel...Ich kann mich noch nicht einmal dafĂŒr entschuldigen, weil ich Angst habe, daß ich dann wieder umfalle, alle Schuld nur noch bei mir suche... Oder soll ich das doch? Es war nicht richtig ...

22.06.2011 17:11 Uhr
Klarlicht kommentiert
Über passiv-agressives Verhalten wurde oben viel gesagt, sodass sich ein recht plastisches Bild von Konfliktvermeidungsstrategien zeichnen lĂ€sst, bei der sich Agressionen sukzessive anstauen und punktuell entladen.

Wichtig scheint mir in diesem Zusammenhang der Hinweis auf mögliche Ursachen solcher Verhaltensmuster, die hÀufig - wie auch bei mir selbst - in einem AbhÀngigkeits-Autonomie-Konflikt liegen: Je unreifer ein Erwachsener ist, desto eher akzeptiert er Bevormundung. Die Wut, die daraus entsteht, lÀsst er bei passiv-agressiver Persönlichkeit verdeckt an der Gemeinschaft oder seinem Partner aus.

Dieser Grundkonflikt und die daraus resultierenden Verhaltensmuster lassen sich nach meiner Erfahrung nur schwer verhaltenstherapeutisch behandeln. Ich gehe daher jetzt zu einer analytischen Psychotherapie ĂŒber, um mögliche Ursachen in meiner Kindheit zu finden und meinen Frieden damit zu schliessen. Erst auf dieser Basis rechne ich mit signifikanten Erfolgen in einer Verhaltenstherapie.

Sollte jemand Ă€hnliche Erfahrungen gemacht haben, wĂŒrde ich mich ĂŒber RĂŒckmeldungen freuen.

25.06.2011 13:00 Uhr
Klarlicht kommentiert
Ich möchte hierzu erĂ€nzen, dass die AbhĂ€ngigkeit eines PA-Mannes von seiner Partnerin extrem groß sein kann.

In meinem Fall bemerkte ich dies nach der Trennung von meiner Partnerin, die mich in ein tiefes emotionales Loch riss. Mein Leben hatte von einem Tag auf den anderen keinen Sinn mehr, so sehr hatte ich mich im Laufe der Jahre daran gewöhnt, einen anderen Menschen fĂŒr meine Probleme, Wut und Ängste verantwortlich machen zu können.

Latente Depressionen, unter denen ich seit Jahren leide, verstĂ€rkten sich massiv, sodass ich mein Leben derzeit nur mit Hilfe von Medikamenten einigermassen meistern kann. Ich ziehe sogar eine stationĂ€re Psychotherapie in Betracht, da mich "Entzugserscheinungen" komplett lĂ€hmen - phasenweise körperliche Schmerzen verursachen. Ich befinde mich also auf ENTZUG, den ich als Chance fĂŒr mein zukĂŒnftiges Leben begreife. Auch wenn es Tage gibt, an denen ich alles hinschmeissen möchte.

13.07.2011 14:20 Uhr
Brigitte kommentiert
Passive Aggression
Das Verhalten meines Mannes, mit dem ich seit mehr als 30 Jahren verheiratet bin, wird zunehmend unertrÀglicher.
Wir haben zusammen vor ca. 25 Jahren ein Haus gekauft und umgebaut, es ist jedoch bis heute nicht fertig gestellt.Bevor mein Mann ein begonnenes Vorhaben abschließt, beginnt er stets etwas Neues. Unser Haus ist also ein Palast der Unfertigkeiten.Wenn ich etwas sage, ist die Antwort: "Dann mache ich eben gar nichts mehr!" Und das passiert dann auch, oft ĂŒber Jahre hinweg.
Aus dem Familienleben hat sich mein Mann wĂ€hrend der letzten Jahre vollkommen zurĂŒckgezogen. Er arbeitet stets lĂ€nger als notwendig oder ist mit GefĂ€lligkeiten fĂŒr seine Freunde beschĂ€ftigt. Ist er zu Hause, bevorzugt er, im Keller vor seinem Computer oder Fernseher zu sitzen. Macht er einmal etwas zu essen, da nur fĂŒr sich selbst.
Die einzige Anteilnahme an der Erziehung unseres Sohnes beschrÀnkt sich darauf, mir vorzuwerfen, was ich falsch mache. Kommunikation mit ihm ist nur möglich, wenn der Alkohol seine Zunge gelöst hat.
Auch hat er noch nie einen Fehler eingesehen oder zugegeben. Wird er ertappt, lĂŒgt er und sucht jede Menge AusflĂŒchte und fĂŒhlt sich stets als zu unrecht angegriffenes Opfer. Auch konnte er sich nie fĂŒr irgendetwas entschuldigen. Er ist ein Meister des Verschweigens, Verschwindens und Hinauszögerns. Wenn ihm etwas nicht passt, zieht er sich zurĂŒck, schmollt oder verschwindet eben, ohne je einen Versuch machen, darĂŒber zu sprechen.
UnlÀngst ging er zum Beispiel abends weg - zur Geburtstagsfeier eines gemeinsamen, guten Freundes, ohne mich zu informieren. Oder er schenkte mir zu diversen AnlÀssen Reiseprospekte oder aus solchen ausgeschnittene Fragmente. Das war's auch schon. Eine Reise hat er nie gebucht.
Ich habe immer wieder erfolglos versucht, mit ihm zu reden oder ihm eine Paartherapie vorzuschlagen. Er lehnte kategorisch ab und forderte mich auf "mich doch selbst behandeln zu lassen", denn er brauche ganz sicher keine Therapie.Was die Finanzen betrifft, lĂŒgt und verschweigt er ebenfalls. Und er kauft immer wieder EinrichtungsgegenstĂ€nde, Fernseher, elektronische GerĂ€te ohne es mit mir zu besprechen.
Im Freundeskreis ist er fĂŒr alle der charmante, gute Geist. Jede GefĂ€lligkeit, die an ihn herangetragen wird, erledigt er prompt. Ähnlich ist es auch mit seinem Berufsleben. Seine Kunden und Kundinnen haben höchste PrioritĂ€t. Jedes Telefonat wird sofort beantwortet, auch wĂ€hrend seiner Freizeit und am Wochenende. Er ist aber weder selbstĂ€ndig noch im Managementbereich tĂ€tig.Es hat viele Jahre gedauert, bis ich endlich bemerkt habe, dass ich in seinem Leben eigentlich immer an allerletzter Stelle stehe.
Ich ersuche Sie um konstruktive VorschlÀge, um meine Situation zu verbessern.
Vielen Dank!
B.

17.07.2011 15:32 Uhr
Coop kommentiert
Es ist ein Segen fĂŒr Betroffene, wenn man dieses Blog gefunden hat. Man kann sich austauschen, emotional sein, Wunden etwas heilen lassen und sich seine Geschichte von der Seele schreiben.
Es ist eine gute Sache und sehr hilfreich, dass so etwas ins Leben gerufen wurde.
Jedoch mutet es ein wenig seltsam an, wenn auch wiederum sehr verstĂ€ndlich, nach angekĂŒndigtem RĂŒckzug dem offenen Forum sich selbst zu ĂŒberlassen, um dann doch nach scheinbar stichprobenartigen Lesen, Gelegenheiten zu ergreifen und im weiteren gleichzeitig zu nutzen, um Botschaften hinein zu mischen und zu vermitteln.
Es scheint mit der geforderten SelbstÀndigkeit etwas nicht ganz stimmig.
Nicht minder aggressive Aussagen, passiv gedeckelt seien differenziert?
Viele andere unterdessen stehen im Regen.
Redundanz wÀre hier nicht fehl am Platze und bei diesem Thema sicher nicht zuviel.
Man hat auf alle FĂ€lle von diesem Blog einige Vorteile, wenn man entsprechende Passagen heraussucht, um eine wertvolle Aussage fĂŒr sich zu erhalten.

28.07.2011 16:55 Uhr
Struwwelpeter kommentiert
Liebe Brigitte, könnte das Verhalten Ihres Mannes außer des PAM Daseins noch Hinweise auf eine ADHS im Erwachsenenalter geben? Bitte googeln Sie das mal. Alles anfangen, nichts beenden, Chaos und zugleich Perfektion, Zeitprobleme, Sammelzwang, Angst vor NĂ€he, Besserwisserei, Kaufzwang, Orientierungslosigkeit, emotionale KĂ€lte, massive Unruhe, kein Selbstvertrauen...ich will nicht alles aufzĂ€hlen. War er in seiner Kindheit auch so oder erst spĂ€ter? Habe gerade selbst die Trennung von so einem Exemplar hinter mir und da waren auch sehr auffallende Symptome, die sich jetzt, völlig maskiert und verkapselt zwar, aber doch wieder erkennen lassen. Schreiben Sie Ihre Beobachtungen und was Ihnen so einfĂ€llt aus der Vergangenheit einfach mal auf ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum. Das ist auch fĂŒr anderes hilfreich, wenn Sie Notizen haben...Auch mein ExPAM war so, zusĂ€tzlich hat er noch ZwĂ€nge aller Art, ĂŒber die man nur staunt. Mir fielen bei dieser Bestandsaufnahme immer mehr die Schuppen von den Augen, was fĂŒr ZusammenhĂ€nge fand ich! Es war wie ein Paukenschlag. Endlich wusste ich, was mit ihm los war. Ich weiß aus GesprĂ€chen mit ihm und seinem Umfeld, dass er frĂŒher schon alles anfing und nicht beendete, nie still sitzen konnte. Daraus wurde seine Unruhe derart, dass er nicht am Meer, in der Sonne oder im GrĂŒnen sitzen kann, sondern nur immer herum rennen muss und seinen Bewegungsdrang auslassen muss. Ging ich nicht mit, oder wollte ausruhen, gab es Stress mit ihm. Er grenzte mich aus bei seinem einzigen Freund, ich habe keinen Kollegen kennegelernt. Ich war das Letzte fĂŒr ihn und hatte nichts zu sagen. Er hatte keinerlei Hobbys, war pedantisch im Chaos und Emotionen kannte er nicht, durfte ihn nicht besuchen. Teilen oder geben konnte er auch nicht. FĂŒr ihn war ich eine Sache ode ein Gegenstand. Ich hatte aber bis zu meinen schriftlichen Notizen keine Ahnung, sah nur die Symptome und nicht die Ursache. Das alles zu wissen Ă€ndert zwar nichts, erklĂ€rt aber alles, worĂŒber Frau verzweifelt. es gibt viele Persönlichkeitsstörungen, die ineinander ĂŒbergreifen und die sich sicher mischen. Ihre Situation Ă€ndert sich aber erst, wenn Sie sich von ihm befreien. Trennen Sie sich, nach einer Weile fragen Sie, warum Sie es nicht schon viel eher taten. Was will man von so einem Mann? Viele GrĂŒĂŸe von Struwwelpeter
01.08.2011 11:02 Uhr
Nadja kommentiert
Hallo, in vielen erkenne ich meinen Freund wieder. Seid ich mit ihm zusammen bin merke ich wie ich zu der aktiv aggressiven Frau werde, da er mich mit seinen Stichelein, kritisierenden Art, die aber immer nur durch Betonung zum Ausdruck kommt nie aber durch Wortwahl, zur weißglut bringt. Übrigens habe ich mir die Betonungen immer laut ihm eingebildet. Wenn ich nicht wĂŒsste das viele andere mich eher als zu nett beschreiben und ich eher mal einen Misston zu viel ĂŒberhöre, wĂŒrde ich denken ich hĂ€tte Halluzinationen. Was nicht heißt das ich keine Anteil an den Streits habe. Ich weiß ich lasse mich zu leicht reizen und manchmal bin ich einfach auch nur schlecht gelaunt und dann auch zum grĂ¶ĂŸten Teil fĂŒr den Streit verantwortlich. Aber nicht immer. Es nervt mich halt, das er nie seine Teilschuld eingestehen kann oder gar mal sagen kann du hast recht gehabt. Selbst im Nachhinein bin ich oberlehrerinnenhaft, besserwisserisch und arrogant, obwohl ich recht hatte.

Auch jammert er gerne, wenn wir unter vier Augen sind, aber nie öffentlich bei "Fremden". Statt denen mal zu sagen wo es ein Problem gibt, jammert er dann bei mir. ĂŒberhaupt ist jeder der irgendwo erfolgreicher ist oder mini autoritĂ€t hat (Versicherungsvertreter, der zahlung verweigern dĂŒrfte) fĂŒr ihn ein Trottel, Schlampe, Idiot, F*tze... ohne das die ihm schon was getan haben. Es reicht die Möglichkeit, das sie was tun könnten. Statt nun aber mit dieser Möglichkeit vorzuplanen (zB.Geld in Reserve halten, falls doch mal was unvorhergesehene Forderung kommt) wird nichts getan und hinterher dann dreimal mehr gejammert. Oder unsere Planungen sabotiert indem man sich einfach ohne absprache ein unnötiges Handy (hatte ein vergleichbares bereits) von den Ersparnissen kauft und dann bis ende des Monat nicht mal mehr kleine Zahlungen tĂ€tigen kann (nur der letzte fall von vielen). Gut das ich das Haushaltgeld am Anfang bekomme und dann verwalte.

Weil ich sehr ungern Schulden mache, kaufe ich mir nun schon seid monaten nichts mehr. Außer ein paar Schuhe habe ich nichts fĂŒr den Sommer geholt und beim Friseur war ich auch nicht. Sein Kommentar war dazu: "du könntest dir doch was holen. ich verbiete nichts." Das er sich nicht an unser Absprache gehalten hat und mir daher schwerfĂ€llt ihm noch zu trauen ist egal.

auch in anderen dingen hĂ€lt er mich kurz. so gibt es kaum noch Sex (vlt alle 2-4 Monate). Das zermĂŒrbt mich ehrlich. Er weiß das ich lust habe. Er mag aber wegen zig GrĂŒnden mal wieder nicht. Kurz darauf erwische ich ihm wieder beim mastubieren, was mich in diesem Fall schon auch verletzt und demĂŒtigt. (Ansonsten wĂŒrde fĂŒr mich das fĂŒr kein Problem darstellen) Wenn wir drĂŒber reden, was man Ă€ndern könnte, hat er viele ideen, aber kaum eine wird umgesetzt. Wenn ich mit Sex beginne wird schon aus Tradition geblockt. Und wenn wir Sex haben, dann nach seinen Vorstellungen und weil er begonnen hat. Was ich zu Anfang auch gerne gemacht habe um seine Lust wieder zu wecken. Das hat dazu gefĂŒhrt, das er seinen oral verkehr bekam und anschließend bei der Erholpause Ablenkungsmanöver startete, so das ich dann nichts bekam und das ĂŒber monate. Bis ich dazu ĂŒberging erst mal selber zum Zuge zu kommen. Seid dem kein Sex mehr.

Ansonsten ist er ein sehr liebevoller Mann. Der wenn ich es nicht erwarte auch mit kleinen aufmerksamkeiten kommt. Er kĂŒmmert sich auch um seine Mutter und um einige Freunde immer sehr lieb. Wir haben viele gemeinsame Interessen und wir kuscheln immer noch gerne und viel. Trotzdem geht unsere Beziehung an den obigen Problemen zu Grunde.

14.09.2011 08:03 Uhr
Brigitte kommentiert
Liebe Struwelpeter!
Da ich im momentan Chaos lebe, hat sich meine Antwort verzögert...
Vielen Dank fĂŒr deinen Kommentar! Wie recht du doch hast! Leider habe ich sehr lange gebraucht zu erkennen, was da mit meinem Mann los ist.
Aber unter anderem hat mir auch dein Posting geholfen, zu erkennen, dass es mit so einem Mann keine Zukunft gibt und letztendlich habe ich es geschafft, eine Trennung einzuleiten.
Zwar ist es im Moment unendlich schwer fĂŒr mich, aber ich weiß, das geht vorĂŒber und ich werde unendlich erleichtert sein. Ein neues Leben wartet auf mich...
Nochmals vielen, vielen Dank!

20.09.2011 09:22 Uhr
Nadja kommentiert
Gestern Nacht war wieder ein eindeutiger Beweis, warum ich manchmal vermute das mein Freund passiv aggressiv ist und unsere Sexlosigkeit nur eine Form seiner Bestrafung ist, wie die betroffenen Menschen es gerne mal machen.
Ich muss kurz ausholen um zu erzĂ€hlen, was passiert ist. Wir hatten vor 2-3 wochen eine Meinungsverschiedenheit mit seinen Eltern, die sich an eine Absprache nicht hielten und somit wir uns umsonst eine Menge Arbeit gemacht hatten. Nachdem wir das ansprachen, waren sie beleidigt und redeten kein Wort mehr mit uns. Mein Freund vermisste seine Mutter und rief deswegen an (kann ich verstehen) aber nachdem GesprĂ€ch war seine Mutter wieder die heilige, die keinen eigenen Willen hat und zu allen gezwungen wird und sein Stiefvater wieder der Teufel. Nur schlĂ€gt er seine frau nicht und nimmt ihr auch nicht den Hörer aus der Hand oder schließt sie ein. Also was hat die Mutter dran gehindert Kontakt zu ihrem Sohn aufzunehmen, der 500m entfernt wohnt? Als ich eben das anmerkte, war das scheinbar zu viel. Ich wurde von ihm mit mehrstĂŒndigen anschweigen bestraft. Selbst wenn ich ihn ansprach kein Wort. Eine öde einsame EiswĂŒste wĂ€re nicht schlimmer gewesen. Er merkte das mir TrĂ€nen runterliefen und er sagt nichts und ich meine sogar ein lĂ€cheln gesehen zu haben, was absolut sadistisch wĂ€re.

Als er wieder redet, stellte er es so hin als hĂ€tte ich den streit begonnen und hochgepuscht, was nicht stimmt und das ich seine Mutter nicht mögen wĂŒrde. Selbst nach diversen ErklĂ€rungen verstand er nicht, das ich sie sehr wohl lieb und warmherzig finde, wenn sie will. Ihr aber nicht die Verantwortung fĂŒr ihr Schweigen abspreche. Auch nicht mit dem Wissen um ihren Ex-partner. Denn das ist 30 jahre her und ihr neuer mann ist zwar ein Sturkopp aber eben nicht aggressiv oder gefĂ€hrlich. Das mich mein Freund in der Hinsicht fĂŒr unterkĂŒhlt hĂ€lt ist sein gutes Recht, aber das er dann alles schwarz sieht und meint ich wĂŒrde seine Mutter nicht mögen beinahe sogar hassen ist ĂŒbertrieben und seine Schweigenummer, das sadistische LĂ€cheln und die unterstellung ich hĂ€tte den Streit so gepuscht, finde ich daneben.
Wegen einem kleinen widerwort so eine Betrafung und Streit. ehrlich eine EiswĂŒste wĂ€re wohl wĂ€rmer als unser Schlafzimmer gewesen. Das hat mich schon sehr verletzt und ich bin am ĂŒberlegen, ob er der richtige ist.

30.09.2011 04:05 Uhr
miriella kommentiert
Hallo,

kann ein paar gute BĂŒcher empfehlen die mir persönlich sehr weitergeholfen und mich unglaublich weitergebracht haben.
Die ersten beiden laufen unter dem Thema Bindungsangst, kommt allerdings unterm Strich auf dasselbe heraus und vereint auch genau dieselben Verhaltensweisen wie die pA.

1) So nah und doch so fern- v. Steve Carter und Julia Sokol

2) Jein- v. Stefanie Stahl

3) das bereits weiter oben erwÀhnte Buch :
Wenn MĂ€nner mauern- v. Scott Wetzler

4) und last but not least: Wenn es verletzt ist es keine Liebe- v. Chuck Spezzano

Das letzte geht mehr in die esoterische Richtung und hat mir persönlich bei meiner Persönlichkeitsweiterentwicklung super geholfen.

Die ersten 3 sind, um die Thematik zu verstehen und sich damit auseinanderzusetzen auch super empfehlenswert- denn erst wenn man versteht, kann man mit manchem besser/erst wirklich umgehen und hat auch die Möglichkeit seine Sichtweise verÀndern.


Was nicht heißen soll, daß man respektloses, rĂŒcksichtsloses Verhalten billigen sollte, was bei mir zum GlĂŒck von anderer Seite nie ein Thema war.

Ich wĂŒrde mich freuen wenn die BĂŒcher auch anderen soviel bringen wie sie mir gebracht haben, denn ohne sie wĂ€re ich jetzt nicht da wo ich jetzt bin :-D


Viele GrĂŒĂŸe Miriella :-)


Die Ursache fĂŒr etwas zu erkennen,
gibt Antworten fĂŒr den Verstand.
Den Sinn von etwas zu verstehen,
gibt Antworten fĂŒr das Herz.
In dem Augenblick,
wenn beide verstanden haben,
verÀndert sich alles.


Nicht die Dinge an sich
sondern unsere Sichtweise von den Dingen ist das,
was uns beunruhigt

09.11.2011 15:40 Uhr
Natalie kommentiert
(Kommentar entfernt)
18.11.2011 12:02 Uhr
Luna kommentiert
Liebe Frau Koch,

ich sehe, Sie kommen leider nicht mehr hier zum Antworten. Ich wÀre dennoch sehr dankbar, wenn Sie meine Geschichte lÀsen und mir einen Tipp geben könnten, wie ich mich nun verhalten soll. Es geht nicht nur im mein Leben, sondern auch um das zweier kleiner Kinder, von denen eines noch nicht einmal geboren ist.

Aber von vorne. Mein Mann und ich sind seit 5 Jahren ein Paar. Er hat sich damals monatelange angestrengt, mich "zu bekommen". Am Anfang war er unglaublich bemĂŒht und hat sich, wie ich heute weiß, regelrecht fĂŒr mich verbogen. Er war auch immer sehr gutwillig, nach Streitsituationen wieder zu einer Harmonie zu finden. Oftmals aber ohne den Kern des Streits wirklich auszudikutieren. So bin ich immer mehr in eine dominante Rolle gerutscht, die ich so nie einnehmen wollte. Aber, wannimmer ich ihn nach seiner Meinung gefragt habe, lief es darauf hinaus, dass ich keine Antwort oder eine zweideutige bekommen habe, so dass ich letztlich entscheiden musste. Genau das wird mir heute vorgeworfen: Es sei immer nur alles nach meinem Willen gelaufen. Blöd wie ich bin, habe ich als refelektierender Mensch das angenommen. Erst meine Mutter öffnete mir die Augen und bestĂ€tigte mir, dass sie sich an viele Situationen erinnern könne, in denen ich meinen Mann um eine Entscheidungen gebeten, aber nie eine deutliche Antwort bekommen hĂ€tte. Nun, das ist aber im Grunde nur ein Nebenschauplatz. Mein grĂ¶ĂŸeres Problem ist seine Art mit seiner Familie umzugehen.

Er wollte unbedingt Kinder und mich heiraten. Es gab einen romantischen Antrag und fĂŒr die Formulare fĂŒr das Standesamt hat er sich die Hacken abgelaufen. Kurz nach der Hochzeit im Mai 2009 hielt ich einen positiven Schwangerschaftstest in HĂ€nden. Mein Mann war ĂŒberglĂŒcklich... zu Anfang... leider wurde er umso distanzierter, je dicker mein Bauch wurde. Da war nichts mit Bauch eincremen, oder mir den RĂŒcken massieren. Leider wurde er zu diesem Zeitpunkt dann auch noch arbeitslos. Wenn ich ihn also auf sein abweisendes Verhalten hinwies, hieß es nur: "Ich habe jetzt andere Probleme als Dir den Bauch einzucremen." Bei der Geburt war er mir eine große StĂŒtze, aber zeigte keine Emotionen. Nachdem unsere Tochter dann zuhause war und er wieder Arbeit hatte, wurde ich immer mehr zur Mutter und Hausfrau degradiert. Wenn ich mir etwas WertschĂ€tzung fĂŒr meine Leistung (nĂ€mlich mit einem diagnistizierten Schreikind umzugehen) zuhause einforderte, hieß es: "Ich habe erst wieder Respekt vor Dir, wenn Du arbeiten gehst. Du hockst ja nur zuhause rum." Als ich wieder arbeiten ging, zĂ€hlte das auch nichts, denn es waren ja nur 20 Stunden die Woche. Ich muss dazu sagen, dass ich gerne mehr gearbeitet hĂ€tte, wir aber keine ausreichende Kinderbetreuung verfĂŒgbar haben. Und er hat sich auf seiner neuen Arbeit so unentbehrlich gemacht, dass ich doch einfach verstehen muss, dass er nicht kĂŒrzer treten kann. All das hat mich immer unzufriedener gemacht. Ich habe nach Aufmerksamkeit und BestĂ€tigung gefleht und bin damit immer mehr zum Opfer geworden. Je mehr ich verlangt habe, desto weniger habe ich bekommen.

Obwohl mein Mann mich auch körperlich sehr ablehnt ist es dennoch passiert, dass ich im April erneut schwanger geworden binn. Es war zu diesem Zeitpunkt nicht geplant, aber generell wollten wir ein zweites Kind. ich hatte mich von dem Schock der ungewollten Schwangerschaft schnell erholt und mich mit der Situation arrangiert, aber er ist regelrecht ausgetickt. Er sagte mir immer wieder, dass er dieses Kind nicht wolle und nicht lieben werde. Anstatt aber mit mir nach Lösungen zu suchen, schlief er nachts im GĂ€stezimmer und machte sich immer öfter ĂŒber das Wochenende aus dem Staub und tauchte bei irgendwelchen mir nicht bekannten Kumpels ab. Eine eindeutige Aussage, dass ich einen Abbruch tĂ€tigen soll, hat er nie getan. Ich meine, wenn man sich nicht klar gegen ein Kind entscheidet, entscheidet man sich dafĂŒr. So habe ich sein Verhalten interpretiert. Aber nein, er hat ja keine Entscheidung getroffen, sondern wieder einmal habe ich die Entscheidung fĂŒr uns beide gefĂ€llt, heißt es nun.

Er hat es dennoch akzeptiert, dass ich das Kind austrage, entzieht sich aber jeder Verantwortung, will nichts von der Schwangerschaft und der Geburt wissen und ist auch bereit, mich zu den Untersuchungen oder zur Geburt zu begleiten. Den Höhepunkt erreichte sein Verhalten Anfang Oktober, als er ohne mein Wissen in einer Nacht- und Nebelaktion ausgezogen ist. Er spricht von einer vorĂŒbergehenden Trennung, bestreitet, uns im Stich zu lassen. Immerhin ĂŒberweise er ja Geld und wolle sich auch um seine Tochter kĂŒmmern. Dass ich, nunmehr in der 32 SSW dringend seine UnterstĂŒtzung brĂ€uchte, davon will er nicht wissen. Warum ausgerechnet ER, es gibt doch genug andere Menschen in meinem Umfeld (die gibt es aber gar nicht, weil wir zugezogen sind und gar nicht so viele Kontakte haben).

Nach dem Auszug habe ich dann erst einmal fĂŒr einen Monat den Kontakt komplett eingestellt und ihn gebeten sich auch nicht bei mir zu melden. Zwei Tage vor Ablauf der Frist kam dann eine Mail von ihm, wie es uns denn geht, ob ich zurecht kĂ€me und ob er mich und seine Tochter denn mal wieder sehen könnte.

Seitdem haben wir uns dreimal gesehen. Aber es passiert nichts. Er sucht zwar immer wieder den Blickkontakt, schaut mich intensiv an, umarmt mich auch zur BegrĂŒĂŸung und Verabschiedung, aber sonst passiert nichts. Kein Ton, ob er sich in den letzten Wochen mal ein paar Gedanken gemacht hat, wie es weitergehen soll. Nichts. Wenn ich von ihm etwas erbitte, das ich aufgrund der Schwangerschaft nicht mehr selbst erledigen kann, kommt zuerst ein "ja klar", das ein paar Minuten spĂ€ter revidiert wird oder ich bekomme gar keine Antwort.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Soll ich ihn zu einem BeziehungsgeprĂ€ch nötigen oder soll ich einfach gar nichts von ihm erwarten und erst einmal mein Kind auf die Welt bringen? Es besteht die Hoffnung, dass er nach der Geburt vielleicht zur Besinnung kommt. Sein Vater hat es genau so gamcht: Er war wĂ€hrend der Schwangerschaft abgetaucht und erst nach der Geburt seines Sohnes aufgetaucht und bis heute geblieben.

Ich liebe meinen Mann. Aber ich bin auch so entsetzt, wie er im Moment in einer destruktiven Art und Weise unseren gemeinsamen Lebensentwurf so leichtfertig aufs Spiel setzt und leider ĂŒberhaupt keine Bereitschaft zeigt, um das, was er so lange gewollt hat, zu kĂ€mpfen. Ich befĂŒrchte einfach, er könnte kampflos aufgeben und das könnte ich nicht verstehen. Wir sollten doch zumindest zusammen einen ernsthaften Versuch unternehmen, unsere Ehe zu retten. Es tut mir alles so schrecklich leid fĂŒr meine Kinder!

20.11.2011 18:43 Uhr
Natalie kommentiert
(Kommentar entfernt)
08.12.2011 00:28 Uhr
Christian Alexander Tietgen kommentiert (Homepage)
Wie viele MĂ€nner sind denn wirklich so? Ich wĂŒrde auch nicht bestĂ€tigen, dass MĂ€nner von Natur aus aggressiv sind. Ich halte dies fĂŒr sozial geprĂ€gt.
06.01.2012 16:45 Uhr
Marie kommentiert
Hallo Natalie,
habe sehr interessiert deinen Beitrag gelesen und da ich selbst seit fast 8 Jahren mit einem Prototyp pa-Mann zusammen bin, will ich Dir gern von meinen Erfahrungen berichten. Es ist ein stĂ€ndiger Seiltanz und das Wort "einfach" in diesen ZusammenhĂ€ngen der glatte Hohn, aber dennoch finde ich tatsĂ€chlich eine gewisse Sinnhaftigkeit in diesem mĂŒhevollen Unterfangen. Viel ist gesagt und geschrieben worden ĂŒber diese Sorte Mann, auch ich kenne das viel zitierte Buch fast auswendig und nehme es immer mal wieder zur Hand, um nochmal schnell klar zu bekommen, was gerade mal wieder abgeht.
Aber die Frage aller Fragen ist doch immer wieder: Wieso interessieren uns die kindischen Spielchen so ĂŒber alle Maßen? Warum lassen wir uns immer wieder verstricken, wieso ist es uns nicht einfach egal, ob der Schatz nun seine Fehler erkennt, sein Problem, seine Störung? Wenn er es nun einfach nicht sehen, hören oder fĂŒhlen möchte, warum Ă€rgert und verzweifelt es uns so? Weil, und da liegt immer der Hase im Pfeffer, wir ihn nicht nur verstehen wollen, nein, wir wollen ihn immernoch retten und vor allem Ă€ndern. Wenn wir mit dem gleichen Engagement unsere Muster entlarven wĂŒrden, unsere SehnsĂŒchte anerkennen und unsere tiefsten GlaubenssĂ€tze untersuchen wĂŒrden, wie wir es fĂŒr den pa-Mann tun, wĂŒrde das Problem nicht mehr bestehen. Er wĂ€re sicherlich noch genau so unmöglich, wie immer, aber wir wĂŒrden tatsĂ€chlich etwas lernen, und dafĂŒr, liebe Leidensgenossin, sind diese MĂ€nner wirklich durchaus tauglich.
Ich habe noch nie so viel an mir verstanden, so viel versucht und ich habe alle Höhen und Tiefen einer solchen Beziehung durchlebt, habe selbst eine therapeutische Ausbildung und viele Seminare besucht, BĂŒcher gelesen und Sitzungen genommen und fast immer drehte sich alles um diesen Mann, den ich liebe und mit dem ich es mir so oft ganz anders wĂŒnsche, als es eben ist. Und irgendwann, in ganz kleinen Schritten und mit ganz viel Disziplin, bin ich ausgestiegen. Ich spiele nicht mehr einfach mit, erwĂ€ge oft ein Pro und Contra, bevor ich mich entscheide, sage klar nein, aber auch klar ja, wenn es in mir die Wahrehit ist, und wenn gar keine AnnĂ€herung möglich ist, tue ich das, wovor sich die Partnerin eines solchen Mannes selbst am meisten fĂŒrchtet: ich ziehe mich zurĂŒck. Ich kĂŒndige das fairerweise an, lasse mich auf keinen Kompromiss mehr ein und versuche, mir ganz konsequent und so liebevoll wie irgendmöglich all das selbst zu geben, was mir dieser Mann mal wieder vorenthĂ€lt. Das ist harte Arbeit und es zwingt zu pausenloser Bewusstheit, aber es lohnt sich, und zwar fĂŒr mich. Ob und wie mein Freund sich Ă€ndert, lernt oder leidet, liegt nicht in meiner Hand, zum GlĂŒck, ich hab wirklich genug mit mir zu tun.
Also, lass Dir gesagt sein, alles was war, hatte einen Sinn, lass es los und ĂŒbe dich in dieser wohl wichtigsten FĂ€higkeit. Du wirst sehen, es wird dir eines Tages offenbart, und du kannst mit mehr Gelassenheit und Freude ein neues Kapitel Leben aufschlagen.

16.02.2012 08:21 Uhr
BriBri kommentiert
hallo!
Gestern telefonierte ich mit einer guten Freundin, die mich auf diese Spezies Mann aufmerksam machte.
Ich googelte und landete nun hier.

Seit drei Jahren bin ich in einer Beziehung und bin nun an dem Punkt angekommen, wo ich mir sage: Stopp ich kann nicht mehr!
Ich habe einfach keine Hoffnung mehr.

Mein Partner scheint sich irgendwie fĂŒr niemanden richtig zu interessieren, nicht mal fĂŒr sich selber. Er lenkt sich dauernd ab, indem er immer fern sieht. Er sitzt nur zu Hause rum, geht nie aus.
Mache ich einen Vorschlag; Kino oder so.
Vertröstet er mich. Verschiebt es. Sucht GrĂŒnde, nicht gehen zu mĂŒssen.
Im Gegenzug erhalte ich aber in aller RegelmÀssigkeit Links per Mail zu Orten, wo er mal gerne mit mir hingehen möchte. Oder Links zu einem Kinofilm, den er gerne sehen möchte.
Nur: es geschieht nie etwas!
Dann ist er entweder mĂŒde, krank, erkĂ€ltet, oder es lĂ€uft grad ein wichtiges Fussballmatch am TV, das er auf keinen Fall verpassen kann!

Emotional hĂ€lt er sich bedeckt. Spreche ich mal was an, wird er oft wĂŒtend, ist beleidigt, zieht sich zurĂŒck, redet nicht mehr und bestraft mich mit Ingoranz.

Ich muss mir dann noch SĂ€tze anhören wie: "Du kannst ja gehen, wenn Du willst! Du weisst ja, wo die TĂŒre ist!"

Das verletzt mich sehr.

Er ist super eifersĂŒchtig. Sieht gleich in jedem Mann Konkurrenz. Wenn ich mal mit einer Freundin ausgehe, sieht er mich gleich flirtend mit einem anderen Mann!!!
X Mal habe ich gesagt, dass mich das nicht interessiert. Der steigert sich da rein!

Im Gegenzug verhungere ich langsam, was ZĂ€rtlichkeiten angeht.
er will mich kaum berĂŒhren.
Wenn ich ihn umarmen will, schubst er mich weg mit den Worten: "Ich hab jetzt keine Zeit!!"

KĂŒssen, ausser beim Sex: Fehlanzeige!
Kuschenl auf dem Sofa wÀhrend eines romantischen Films:Fehlanzeige!
Ich darf ihn nicht anfassen!!!

Das zermĂŒrbt mich sehr. Ich fĂŒhle mich zurĂŒckgewiesen. Als ob ich die Pest hĂ€tte.

Seit letzten Sonntag ignoriert er mich komplett.
Am Sonntag Mittag (12.2.12) habe ich mal wieder etwas angesprochen, was ihm nicht gepasst hat.
Er hat mir gesagt: Er wolle nicht streiten am sonntag, ich könne ja gehen! Und das ich eh immer nur Streit suche,
Er redete ab da nicht mehr mit mir, ignorierte mich vollkommen.
Er bereitete sich in aller Ruhe sein Mittags-Sandwich zu, wĂ€hrend ich daneben stand und VERSUCHTE eine Konversation zu fĂŒhren.
Danach ging er ins Wohnzimmer, wo er demontrativ fern sah. Ich war einfach nicht mehr vorhanden!

So zog ich mich dann an und ging nach Hause.

Er meldete sich nicht auf meine Mails, SMS, Briefe. NIX.

Mein schlimmster Valentinstag folgte..

Ich habe so die Nase voll!
Ich kann nicht mehr.

Habe jetzt drei Jahre lang getan, was ich konnte. Nichts ist recht! Ich hab fĂŒr ihn eingekauft, gekocht, mich um ihn gekĂŒmmert, seine Seele gestreichelt, hab VerstĂ€ndnis gezeigt.
Und nichts ist zurĂŒckgekommen, ausser SĂ€tze von ihm wie: "Du benimmst dich wie ein Kleinkind!"
(wenn ich meine BedĂŒrfnisse anmeldete z.B)

Er wirft mir auch dauernd vor, ich rufe ihn nie an!! Er ruft mich aber selber nie an!

Er wirft mir vor, wir seien wie Bruder und Schwester. Weil wir wenig Sex haben, was aber defintiv NICHT AN MIR liegt!
Nur: ich bin AE und wohne mit meinen beiden Kids alleine.
Er kommt NIE zu mir. Er fĂŒhlt sich nur bei sich zu Hause wohl!!
Er kann nicht woanders ĂŒbernachten, als in seinem Bett!
Somit mĂŒssen wir immer warten, bis meine Kids zum Papi-WE gehen! Sprich : alle zwei Wochen!
Und obwohl er sichj selber nicht bemĂŒht und mal hierherkommt, bringt er es fertig, mir einen Vorwurf zu machen: "Du kĂŒmmerst dich viel zu wenig um mich!"

Ueberhaubt ist er gut darin, mir VorwĂŒrfe zu machen, wo er selber Defizite hat.
Er dreht oft alles um. Geschickt. So dass ich hinterher denke: "Mein Gott, stell dich nicht so an! Du bist zu fordernd, zu direkt!"
Und suche die Schuld bei mir!
Ich habe eingesehen: das stimmt nicht!
und ich kann so nicht mehr!

Ich werde Schluss machen.

Es ist einfach ZU aufreibende. Ich komme irgendwie nie zur Ruhe.

Ich ertappe mich schon, dass ich stÀndig auf der Hut bin, zu sagen, was ich sagen möchte.
Aus Angst, dass er wieder eingeschnappt ist und tagelang schmollt und sich nicht mehr meldet!
er ist 43 Jahre alt!
Unfassbar!

Ich bin momentan nur noch enttÀuscht, Grenzenlos enttÀuscht.
Und auch in meinem Freundes kreis höre ich: Verlasse ihn! Du bist mehr wert! Du findest einen besseren Mann!

Und ja, ich bin so weit nach drei Jahren, wo ich immer auf seine BedĂŒrfnisse eingegangen bin, wo ich nicht mehr ausgegangen bin, damit er mir keinen Vortag hĂ€lt, mich um ihn gekĂŒmmert habe etc und nix zurĂŒckkommt.
Ich bin soweit: ich werde schluss machen, ich kann einfach nicht mehr!

02.03.2012 08:05 Uhr
Fata Morgana kommentiert
Den Nagel auf den Kopf getroffen! Finde in jedem Satz meinen Lebenspartner wieder. Wirklich sehr gut beobachtet und beschrieben!

Ich hĂ€tte niemals nie gedacht, dass es derart ausgeprĂ€gt negative Menschen gibt. Es ist zum Verzweifeln! Und auf sonderbare Weise hat es ZĂŒge von Wahnsinn!

02.04.2012 18:43 Uhr
Konstanze kommentiert
Hej Sonja,

dieses Forum ist ja nun schon ein wenig Àlter, aber mir ist es bei Ihrem Kommentar etwas mulmig zumute geworden.
Ich weiß nicht...vielleicht ist es ja wirklich so wie Sie es beschreiben, aber mich erinnert das noch an die Zeit wo ich angenommen habe den Fehler in mir suchen zu mĂŒssen. Auch ich habe mir gesagt, dass man ja vielleicht aus solch einer "Ver-bindung" lernen könnte. Da ich eben auch eher co-abhĂ€ngig bin dachte ich, könnte ich lernen unanbhĂ€ngiger zu werden. Aber im Prinzip habe ich mir beim Vorhaben "ebenfalls" an mir zu arbeiten (mein p-a-Freund hat es nie wirklich getan, man hat nur den eindruck bekommen als wĂŒrde er demnĂ€chst damit anfangen) ordentlich ins eigene Knie geschossen. Denn dieses von wegen "es ist auch eine Chance fĂŒr mich daran zu wachsen" war, in retrospekt, nur eine verkapptes "die Schuldzuweisungen des PA annehmen". Wenn man ehe dazu neigt Selbstzweifel zu haben und dann zusĂ€tzlich sich seiner Themen sogar teilweise noch bewusst ist (wie der Co-abhĂ€ngigkeit), dann kann das auch schnell in SelbsttĂ€uschung ausarten. Denn was macht man nicht alles um bloß diese Beziehung aufrecht zu erhalten (Ja genau ,aber das sind ja eben auch Worte eines Co-AbhĂ€ngigen)? Und wĂ€re es nicht eine tatsĂ€chliche UnabhĂ€ngigkeit, wenn man sich zu allererst von dieser lösen wĂŒrde, bevor man "gemeinsam" weitermacht? Normalerweise finde ich es ja auch schöner und stĂ€rkender fĂŒr eine Beziehung, wenn man Krisen gemeinsam meistert, aber wenn diese Krisen auf so Grundthemen stoßen, die halt auch destruktiv sein können, dann stelle ich mir das total schwierig vor. sind sie denn beide in einer Therapie? Andes könnte ich mir das glaube ich gar nicht vorstellen.
Was ist denn seit dem passiert? Das wĂŒrde mich interessieren.
lg Konstanze

Antwort hierauf:

daß die pa-reaktionen von meinem Freund viel mit Angst zu tun haben. Durch seine Erlebnisse in seinem Leben, ist er geprĂ€gt. Ich bin auch vorbelasstet und er nimmt auch darauf RĂŒcksicht (was in seiner Situation Möglich ist). Ich lerne viel aus dieser Beziehung. Z.B.: Absolute SelbstĂ€ndigkeit, unabhĂ€ngig und Eigenveranwortung. Vieles hat mit der Sichtweise zu tun. Ich habe schon oft gedacht ich muß es beĂ€nden. Doch jedes mal lerne ich etwas ĂŒber mich dazu. Es gibt keine Beziehung, wo man nicht stĂ€ndig daran arbeiten muß, damit es weiter kribbelt. Ich weiß auch, daß mich ein Mann langweilen wĂŒrde, der jeden Wunsch mir von den Lippen abliest. Ich glaube auch das alles Vorbestimmt ist und es einen Teil in mir gibt das diesen Mann braucht. Ich habe schon viele Verletzungen erlebt von Familie und Partnern und ich habe immer daraus gelernt. Ich weiß nicht genau, aber vielleicht gibt es doch einen glĂŒcklichen Weg auf dauer mit PA-M. Ich werde weiter berichten.
Liebe GrĂŒĂŸe
Sonja

16.04.2012 14:44 Uhr
Suse kommentiert
Ja, genau so ist es. Ich bin gegangen, nach einem halben Jahr. Nach sechs Monaten schwebend ĂŒber einem Minenfeld, geduckt trotzdem, immer darauf bedacht, den "richtigen" Zeitpunkt zu finden, ganz sanft, mit ruhiger, warmer Stimme Dinge anzusprechen, die ich widersprĂŒchlich fand, die mich traurig machten usw. Er hörte ab und an zu, sagte, du hast recht, tut mir leid, ich werde es versuchen, das nĂ€chste Mal besser zu machen. Alles blieb, wie es war. Ich kann mich nicht erinnern, in sechs Monaten ein empathisches GegenĂŒber gehabt zu haben. DafĂŒr musste ich immer empathisch sein, VerstĂ€ndnis zeigen, ihn aufbauen. Ich bin letztendlich gegangen, weil er alle Verabredungen gecancelt hat. Er kam dann nachts oder abends, wie es ihm passte. TagsĂŒber hatte er nie Zeit. Wir hatten letzte Woche ein gutes GesprĂ€ch, indem ich von meinen WĂŒnschen erzĂ€hlen konnte und den Eindruck hatte, er höre mir auch wirklich zu. Er sagte, er wolle darĂŒber nachdenken. Er meldete sich dann und sagte, er wolle mich nicht verlieren, wir mĂŒssten uns ja mal zusammen setzen, ich sei ihm wichtig. Naja und eben dieses Date cancelte er mal so nebenbei und auch nur, weil ich nochmal nachfragte, ob es dabei bleibt. (es gab ja sooo viele MissverstĂ€ndnisse um angeblich NICHT vereinbarte Treffen)
Er meldete sich bisher nicht. Mit meiner Entscheidung bin ich immer noch zufrieden. Erst nach dieser Trennung bin ich auf die Persönlichkeit des passiv-aggressiven Mannes aufmerksam geworden und sehr dankbar, dass sein Verhalten ein "Wort" bekam. Auch ich habe immer versucht, meine Anteile zu sehen, meine Erwartungen kritisch ĂŒberprĂŒft. Nein, ich bins es nicht. Mein Ă€rger ist verstaĂ€nldich und von ihm inszeniert. Dann hörte ich immer, du, ich will nicht streiten, immer mekcerst du, du bist ungeduldig, du willst immer alls auf einmal. HALLOOO??? ich wollte lediglich, dass er "Vereinbarungen" einhĂ€lt. Er hat mich Woche fĂŒr Woche vertröstet. Zu guter Letzt hatte ich alles missverstanden, irgendwas reininterpretiert, mir die Dinge ausgdacht, um ihm eins reinzuwĂŒrgen. Was fĂŒr eine Kinderkacke!!! Klar, ich vermisse ihn. Kontakt werde ich momentan nicht herstellen, ich wĂŒrde mich nur wiederholen und er wĂŒrde sich nur wiederholen in seinen Anklagen und seinen Beteuerungen. Ich wĂŒnsche allen betroffenen Frauen, ihre innere StĂ€rke wiederzufinden und sich auf sich zu konzentrieren, aich unabhĂ€ngiger zu amchen, um vielleicht zu gehen. Es gibt auch MĂ€nner, die keine Angst vor ihren Ängesten, ihrer Wut und all ihren anderen GefĂŒhlen haben.

21.04.2012 03:04 Uhr
Susanne kommentiert
Ich lese das und kann es nicht fassen. Ich habe heute meine Trennung hinter mir, ich muss sagen, er hat es geschickt eingefĂ€delt. Ich habe mich die letzten Jahre immer mehr aufgelöst. Anfang der Abeziehung war ich selbst wegen Depression bei einem Psychologen, da kam dann auch dieses Thema auf den Tisch (Seine Verhaltensweisen mag ich nicht beschreiben) und sie sagte, er wolle mich schĂŒtzen, dadurch, dass er mich aus seinem Leben raushĂ€lt. Jetzt habe ich zwei Tage getrunken.. Irre. Ich fĂŒhl mich schuldig. Aber Gottseidank hab ich mich gewehrt. Leider auch unter der GĂŒrtellinie...Ich erkenn mich die letzten Jahre selbst nicht wieder.
22.04.2012 21:16 Uhr
Sruwelpeter kommentiert
Das hier in den BeitrÀgen immer wieder Geschriebene kommt mir so bekannt vor, dass ich denke, es handelt sich immer um ein und denselben Mann.
Nachdem auch ich mich nicht mehr brav unterordnete, AnsprĂŒche stellte und Gleichberechtigung einforderte, wurde er immer eisiger. Er zeigte unterschwelligen Groll, Liebesentzug, emotionale Misshandlung in verletzenden Worten, wie z. B., er hĂ€tte sein Interesse an mir verloren. Er geizte mit allem. Er wusste alles besser, was ich auch sagte oder tat. Er verspĂ€tete sich grundsĂ€tzlich, kam und ging wann er wollte, bestimmte, was wir unternehmen, grenzte mich aus bei seinen AktivitĂ€ten und wurde irgendwie immer unnahbarer, je mehr ich seine NĂ€he suchte, desto mehr distanzierte er sich. Mir fehlte so etwas wie Kommunikation zu ihm, er war wie hinter einer Wand stehend, an der ich stets abrutschte. Nie konnte er etwas geben, weder WĂ€rme noch Vertrauen, weder ZuverlĂ€ssigkeit noch Anerkennung. Niemals bekam ich Blumen. Alles konnte er besser, nichts war fĂŒr ihn gut genug, alles fing er an, nichts beendete er, genau wie unsere Beziehung. Die eine stehen lassen ohne Abschluss, die nĂ€chste anfangen. Sein seltsamer Geiz bewog ihn, auch nichts von mir anzunehmen, weder Worte, VerstĂ€ndnis, Vertrauen, noch Taten, keine GesprĂ€che, absolut nichts. Alles, was mir gefiel oder Spaß machte, wurde abgelehnt. Er ging und kam immer öfter ohne zu grĂŒĂŸen. Mir kommt es heute vor, als habe er nur eine WG gesucht, mit kostenloser Versorgung. Ich durfte nicht seine mitgebrachten Messer u.Ă€. benutzen, nicht seine Zeitung lesen, in seine Wohnung schon gar nicht kommen. Auch andere Leute liess er nicht in seine Wohnung. Aber er hatte Angst vor dem Alleinsein und das Essen schmeckte ihm bei mir. Ich war so etwas wie ein Schatten. Mit kalter Stimme wurde mir telefonisch gekĂŒndigt, ohne Abschied und irgend ein Wort des Bedauerns, im Gegenteil, mir wurde wörtlich erklĂ€rt, er suche sich jetzt eine, die wie er tickt. Als sei ich ein Gegenstand, der unbrauchbar ist. Ich verstehe bis heute nicht, was habe ich diesem Mann getan, dass er mich so mies behandelte. Seine Ängste und ZwĂ€nge fielen mir nicht sofort auf. Ich war anfangs so froh und zuversichtlich, so arglos, so eine Entwicklung habe ich nicht erwartet, alles als eine vorĂŒber gehende Krise angenommen.
Dass er auf der Straße nach Monaten der Trennung im Beisein seiner schnell gefundenen neuen GefĂ€hrtin mir aus einem Sicherheitsabstand heraus freudig begrĂŒĂŸend und jubelnd zuwinkte, empfand ich als Hohn nicht nur mir, sondern auch meiner Nachfolgerin gegenĂŒber. Ich konnte ihm nur entsetzt sofort den RĂŒcken zukehren.
Nie hat mich ein Mann so verletzt, dem ich Liebe und ein Zuhause geben wollte. Es lag nicht an mir. Ich hĂ€tte ihn hinauswerfen mĂŒssen, immer wieder hoffte ich, er fĂ€ngt sich wieder. Warum tut ein Mann so etwas, will er sich damit beweisen, ist er krank, hilflos, ohne Selbstbewusstsein, wird er ĂŒberall selbst beherrscht und will endlich mal selbst herrschen und ausgerechnet jemanden, der ihn liebt seine Macht zeigen?? Ist so ein Mann ĂŒberhaupt normal, und ich, warum fiel mir das alles so spĂ€t auf, warum? SpĂŒrt die neue Frau das nicht auch, warum fĂ€llt Frau dauernd herein? Und wann kann ich damit abschliessen, mit dieser so unwĂŒrdigen und unfĂ€higen Art der Trennnung. Ich hĂ€tte mich auch von ihm getrennt, sah in letzter Zeit selbst keine Zukunft. Aber niemals in dieser UnwĂŒrdigkeit und in so einem infantilen Verhalten durch ein kurzes TelefongesprĂ€ch.
Ich kann mit all dem nicht abschliessen. Ich finde keine Antwort.

15.05.2012 01:54 Uhr
AmĂŒller kommentiert
passiv aggressive MĂ€nner , war auch mit jemanden zusammen, obwohl ich jetzt im nachhinein mich wirklich fragen muss, was war das Bruder und Schwester Beziehung oder nur benutzt worden , wenn mal wieder kein Liebesentzug angesagt war. Wegen jeder Kleinigkeit beleidigt und das gleich Wochenlang und vor allem gekrĂ€nkt ausgeteilt aber wehe wenn auch was zurĂŒck kam. Ja und dann man fĂ€ngt ja an sein Verhalten zu durchschauen. Als ich gemerkt habe wie link hinterhĂ€ltig er zu Arbeitskollegen ist. Ich wollte es nicht glauben. Obwohl der Kerl mich nur verletzt hat nie ein Lob nie ein gutes Wort ich nur noch Hass empfinde und trotzdem am Boden zerstört nur noch weine und ,ich es kaum glauben kann was das fĂŒr ein gemeiner Mensch ist.
Trennen ist die beste Lösung . Er saugt einen aus nimmt einem das Selbstbewusstsein und wenn man ganz unten ist, nein er kommt nicht trösten, noch nie erlebt bei diesem Menschen, er lĂ€ĂŸt ein eiskalt alleine sitzen.
Und stellt Situationen nur so falsch dal Nur er redet durchweg ,wenn nicht durchweg schweigen herrscht. Aber die Schuldige bin ich und er wie immer na Ihr wisst es schon ,,, das arme Opfer, Ich kann nur noch sagen , alle diese MĂ€nner sollen noch mehr leiden mit nem Spiegel in der Hand ganz alleine auf ner einsamen Insel. So und nun sitze ich da, wohn ĂŒber mir und noch hab ich das Geld nicht um auszuziehen, Bin nur noch traurig , Ich frag mich jeden warum mich das so fertig macht,wenn Mann dann will ich doch nicht sowas, Es gibt bessere viel bessere , die nicht nur nehmen sondern auch geben , auch im Bett, oder seid Ihr /liebe Leidensgenossinnen, befriedigt von solch einem Mann, oder kann es das ĂŒberhaupt. Er ist doch nur mit sich selbst-
beschÀftigt .

Frauen schnell weg , so schnell wie möglich und dann wieder glĂŒcklich werden, so was brauchen wir nicht .
vlg an Alle

29.05.2012 15:42 Uhr
Katja kommentiert
Ich weiß nicht ob ich hier richtig bin. Ich habe mich getrennt von einem Mann den ich sehr liebte und der mich immer und immer wider auflaufen ließ, bis ich nicht mehr konnte.

Ich brauchte fast genau so lang um es zu verarbeiten, von ihm ganz los zu kommen, wie die Beziehung ansich ging.

Ich hatte am Ende das GefĂŒhl... er will alles und gibt nichts, ich rede mit ihm... er hört zu sagt nichts, oder schießt mit seltsamen Argumenten zurĂŒck. Ignore und zurĂŒck schießen, das war alles was von ihm kam.

Mein Fehler war wohl... mich da rein ziehen zu lassen - weil ich irgendwie von Anfang an das GefĂŒhl hatte, ihm beweisen zu mĂŒssen, das ich gut genug bin fĂŒr ihn.

Er hatte Haus und Garten, er wollte das ich am Besten immer bei ihm bin. Er wußte ich mag Garten und auch Gartenarbeit - also bekam ich das "Amt" gleich nach wenigen Wochen von ihm und war anfangs auch noch stolz darauf! .... gruselig finde ich das heute, auch wie doof ich war - blind vor Liebe.

Ja, ich hielt ihn auch fĂŒr schĂŒchtern. Ein kleiner Kuss zum Abschied... ich war es, die ihm den Kuss gab, um Signale zu setzen, weil von ihm da nichts kam - ich im Unklaren war nach einigen Dates - ober mich nur nett findet oder mehr.

Er hat aber von Anfang an ziemlich abgeklopft... ob es passen könnte, als ob er eine Liste abarbeitet.... ob die Frau ihm gegenĂŒber passen könnte oder nicht.

Am Anfang haben wir noch schöne Dinge gemacht, die ich organisiert hatte. Dabei redete er ĂŒber die Mutter seines Kindes eher so... sie wollte ja nie was unternehmen, er schon, und wenn er nicht ab und an etwas organisiert hĂ€tte.....

Ich glaube heute, das das so nicht stimmte.
Er denkt immer fĂŒr 2 meinte er, es sei unser Haus, will ich nur gast sein oder mich einbringen? Die Miete von meiner Wohnung... schade um das Geld, aber wenn ich arbeitslos wĂŒrde mĂŒsste ich mich wieder irgendwo anmelden... wegen der Arge, ...

Er war ruhig, selten ausgelassen, konnte labern ohne Ende... was er schon alles und so und wie nett er doch ist, alle seine ExŽen mögen ihn noch, er ist immer fair und ehrlich,...

Ich kam meist Freitags zu ihm, habe vorher meine Wohnung alles gemacht und Tasche gepackt. Bei ihm war immer nix gemacht, kein einkauf, nicht gesaugt, das bad nicht, nur der Abwasch... sonst nix - als ich mal wegen rankheit 14 Tage lang nicht bei ihm war, hat er auch nichts gemacht im Haushalt außer Geschirr in GeschirrspĂŒler und diesen ggf. angestellt. Ich hĂ€tte gleich wieder umkehren sollen, damals!!!! Als hĂ€tte er gewartet...achja SIE kommt ja und macht...

Ich habe irgendwann nur noch das aufgerĂ€umt weggeputzt, was mich massiv störte. Aja Regeln im Umgang mit seinem Kind und ĂŒberhaupt vieles auch in Haus und Garten bekam ich auch.

Er warf mir vor, ich hÀtte keine so lange Beziehung hinter mir, wie er und er hÀtte nicht umsonst eine Partnerin gesucht, die auch so lange eine Beziehung vorher hatte. Warum?... die ist schon froh, wenn der Neue etwas anders ist als der alte... bekam ich mal als Antwort!!!

Ich schrieb ihm mal so eine art kleines gedicht, als ich anfangs so verliebt war. Es kam 0 von ihm. Als ich ihn spÀter konkret ansprach darauf, ob er es nicht erhalten hÀtte auch - nix! Meine Freundin meinte, er habe einfach kaum emotionale Bildung ist da irgendwie unbedarft...

Als wir seiner Mutter Blumen mitbrachten.... bedankte sie sich bei mir, die habe sie wohl mir zu verdanken... meinte sie. Mir war das komisch. Sie sagte anfangs mal zu ihrem Sohn, in meinem Beisein.... damit eine Frau bei dir bleibt musst du dich noch um 180 #grad drehen! .... nunja fand ich erstmal schlimm, dass sie das in meinem Beisein zu ihm sagt, wie zu einem kleinen Jungen. SpÀter wusste ich... ok, ich hÀtte da gleich abhauen sollen!

Er hat mir immer mehr ĂŒberhelfen wollen, rief sogar an und meinte ich solle mir mal Zettel und Stift nehmen, der und der haben bald Geburtstag... wegen der Geschenke. Wieso ich? Ich bin da nicht drauf eingestiegen, habe mich gewehrt, war sauer, meinte ich bin doch nicht seine PrivatsekretĂ€rin! Er reagierte bockig, und meinte, najc ich mĂŒsse ja nicht, wenn ich nicht will, aber ich habe doch auch dies oder das gern gemacht!? Ja.... aber da wusste ich auch noch nicht, welche Ausmaße das mal annehmen könnte, sagte ich ihm.

Das war dann kurz vor Ende - nach fast 10 Monaten Beziehung! Ich fĂŒhlte mich ausgelaugt. Er konnte sich nicht mal entscheiden WĂ€schekörbe zu kaufen und die aufzustellen. Seine staubige Arbeitskleidung vom Bau lag auf einem Berg in dem Zimmer, was er nach 4 Jahren endlich fĂŒr sein kind eingerichtet hatte - auch in der Zeit wo ich ihn kennenlernte. Auch fĂŒr die andere SchmutzwĂ€sche gab es keinen BehĂ€lter. Er hat es nicht geschafft das zu besorgen, als wir zusammen waren - 10 Monate lang. Da er so weit draußen wohnte, ich kein Auto hatte (er ja auch nicht) sah ich auch nicht ein, dass ich das auch noch erledige.

Das Zimmer nahm er nur in Angriff, sonst hĂ€tte ich seiner Meinung nach da nie ĂŒbernachten können, wenn sein Kind kein eigenes Zimmer hat. Ok... ist ja auch verstĂ€ndlich. Aber es hatte wirklich 4 Jahre gedauert, das er das hin bekommt!!! Er war auch nie verreist mit dem Kind nach seiner trennung von der Mutter, kein Auto, das sollte auch ich im web suchen....usw.

Beim Thema WÀscheboxen oder kaputter Wasserkocher, Föhn... wenn wir einkaufen waren und ich auf nur 1 der fehlenden Sachen hinwies... hat er es einfach ignoriert und ging weiter.

Die erste Aussprache nach ca. 4 Monaten, wo ich ihm sagte was mir nicht gefÀllt - ich bekam keine Antwort...nix! Dabei redete er anfangs so viel was doch wichtig wÀre in einer Beziehung, bla, bla.

Ist das auch ein aggressiv-passiver????

Es regt mich immer noch auf, wie der drauf war! Aber zum GlĂŒck bin ich nun drĂŒber weg. EndgĂŒltig aber erst, als ich noch einen Versuch wagen wollte.... Er meinte er wĂŒrde mich gern wieder sehen, und dann kam er ist krank, nach 14 tagen Stille, dann wieder Warteschleife.... dann habe ich abgehakt und konnte es auch - endlich!

Nie wieder zum Gefallen verbiegen, zu nett sein, zu viele Dinge fĂŒr jemanden freiwillig erledigen, aus liebe oder Angst ihn sonst zu verlieren!!!! Nie wieder - ich hoffe, ich merk mir das!!!!

31.05.2012 02:26 Uhr
a kommentiert
könnte man sagen passiv aggressiv. Solche MÀnner sind krank . Die gehören weggesperrt .Sie saugen dich aus benutzen dich und suchen sich Frauen die nicht stark sind , den bei jedem und jeder andere pinkeln die sich in die Hose. Solche MÀnner sind so schwach stehen geblieben vergleiche sie mit einem 16 jÀhrigen Jungen. Nee wenn dir zum weinen ist weine weil es dir gut tut. Aber nicht wegen solch einem Lebewesen Mann auch genannt.
Und es gibt MĂ€nner richtige MĂ€nner die Respekt Achtung kennen die nicht nur nehmen sondern auch geben. Also Kopf hoch und an alle Frauen die so einen Mann haben . Schmeißt ihn raus und schickt ihn zu seiner Mutter da gehört er hin.

03.06.2012 12:28 Uhr
Beate kommentiert
Aber hallo...nicht zur Mutter!! Was soll sie denn `damit`? Sie ist nicht schuld daran, dass der Sohn so geworden ist - oder zumindest nicht in allen FÀllen. Und selbst wenn, so ist jeder Mensch mann oder frau genug, um etwaige `SchÀden` aus der Kindheit selbst in Angriff zu nehmen oder zu regulieren. Irgendwann gibts so etwas wie Selbstverantwortung!
Ausserdem kann man/frau diesen MÀnnern nur insofern "helfen", indem man ihnen grossrÀumig aus dem Weg geht.
In diesem Sinne wĂŒnsche ich allen Betroffenen die Kraft genau dazu!

05.06.2012 11:54 Uhr
Katja kommentiert
ok, bei ihm war es vielleicht sogar die Mutter/die eltern - denn sie erledigen heute noch Dinge fĂŒr ihn, bringen ihm Mittagessen nach Hause, holen Seinen GartenmĂŒll ab usw. Ich war erntsetzt darĂŒber und er meinte nur.. die machen das doch gern.

Ich weiß - ich lasse mich nie wieder auf so einen ein! Der hatte ansonsten wirklich kaum Selbstbewusstsein aber auch das merkte ich erst spĂ€ter. Er versteckte es gern hinter SchĂŒchternheit. Als er merkte, dass ich in einer anderen Liga spiele, hat er immer wieder versucht mich klein zu machen sogar vor Bekannten ...das war dan die Spitze an NiedertrĂ€chtigkeit.

Der konnte nicht mal im Web einen E-Mail-account erstellen, einen Dreiziler an den AutohÀndler schicken.... habe alles ich gemacht. aber vor meinem Sohn angegeben, dass er mit 23 ne eigene Firma hatte. Ja aber er selbst kann nur Bauen. Papierkram, VertrÀge hat alles seine Schwester damals gemacht! So eine Labertasche... ich habe null Achtung vor diesem Kerl! ... never sowas!

05.06.2012 12:53 Uhr
Sonja kommentiert
Hallo Konstanze,
das Thema ist unendlich. NatĂŒrlich ist bei mir, von damals bis jetzt, eine Menge geschehen. Ich bin immernoch damit beschĂ€ftigt an mir zu arbeiten. Ich habe aber keine Erwartungen von meinem PA-Freund(Ar....). Ich gehe komplett meinen eigenen Weg. Es kommen auch nochmal Momente, wo ich versuche mit ihm zu reden. Es hat einfach keinen Sinn. Ich habe schon Therapien hinter mir, so das ich mich auch immer wieder aufbaue. Im Moment habe ich keine Lust mein zu Hause zu verlassen. Ich erziehe meine Kinder in seinem Haus. Habe weniger Kosten als wenn ich alleine leben wĂŒrde.
Als ich meinen Ex-Ehemann verlassen habe /2006), habe ich auch gewartet bis ich die Kraft und den starken Willen hatte zu gehen.
Ich kriege auch viel zu hören "wie hÀlst du das nur aus". Keine Ahnung. Ich bin einfach nur eine Alleinerziehende Mutter, die einbisschen mehr WÀsche hat. Grins... Ich habe liebe nette Bekannte, mit denen ich lachen kann. Ich sitze nicht mehr und weine. Ich stecke Energie in meine Arbeit und in meine Kinder. Meine Kinder leiden nicht unter ihm. Er ist ja ein ganz toller Mann hahahahah. Ich warte einfach ab was sich in meinem Leben so tut. Ich habe aber trotzdem viel gelernt.
Das tolle ist ja auch: ein PA-Mann tut einfach gar nichts aber wirklich gar nichts. Deshalb habe ich auch gar keine Angst, das er mich rausschmeißt. Er muß sich ja immer so benehmen, das er der gute und perfekte ist. Und ich habe auch mitlerweile ein so sicheres Auftreten, das er mich nicht mehr oft anmacht. Es ist natĂŒrlich kein Dauerzustand, das weiß ich. Ich bin in einem Zusatand, wo ich einfach meine Ruhe haben will. Ich erfreue mich an meinem Garten, mache das Haus schön. Ich tuhe einfach viel fĂŒr mich.
L.G.
Sonja

25.06.2012 16:11 Uhr
shaman02 kommentiert
Hallo an alle,

Ich weiss nicht was ich nach dem lesen aller Kommentare sagen soll!

Ich bin ein Mann der heute realisiert hat, das ich die letzten 20 Jahre als PAM in meiner Beziehung zu der Frau die ich Liebe nur Sch*** angerichtet habe.
Ich bin zum GlĂŒck derzeit in therapeutischer Behandlung un d hoffe auch, das ich meine Beziehung "retten" kann, aber bisher schliesse ich aus fast allen Kommentaren, das eigentlich nur eine Trennung hilft.

Ich habe leider bisher keinen essentiellen Punkt gesehen, wo ein Teilnehmer des Forums, eine wirklich positive Antwort geben konnte, das dieses unglaublich schÀdliche Vverhalten auch irgendwann/wie abgestellt werden könnte (von mir - und von mir alleine!)

Ich verstehe mich ja selber nicht warum ich manchmal so reagiere wie ich reagier. Ich liebe meine Frau - ich habe zum GlĂŒck auch keine Abneigungstendenzen. Ich freue mich ĂŒber die NĂ€he und den Kontatk mit Ihr!

Aber zeitgleich - Obwohl ich die NĂ€he begehre - Wende ich mich ab es gibt explosive Momente, wo ich Dinge sage, die ich danach bereue und ich mich frage was in mich gefahren ist, da ich doch etwas komplett anderes will (NĂ€he).

Dieses Verhalten die Schuld und Verantwortung imme rnur beim Partner zu suchen, kenne ich auch. Damit kann man sich das Leben auch schwarzreden, da mann ja nichts dafĂŒr konnte.

Meine Frau ist vor einiger Zeit Fremdgegangen (aufgrund meines Verhaltens) und hat mir vorher defakto ihre Liebe aufgekĂŒndigt. Was mich zum ersten mal in meinem Leben in eine tiefe bewusste Existenzkrise geworfen hat. Ich habe mich zum erstan Mal bewusst fĂŒr meine Beziehung entschieden und auch gekĂ€mpft. (Daher auch die Therapie, die zum GlĂŒck noch lĂ€uft.)
Das Problem ist nun natĂŒrlich, das zusĂ€tzlich zu der gesamten virtuellen Schuld, die meine Frau von mir aufgedrĂŒckt bekommen, nun eine realle Komponente mit einfliesst, gegen die ich ankĂ€mpfen muss.

Die letzen 2 Monaten liefen sehr gut und ich habe mich angestrengt um diesen inneren Wiederspruch der in mir herrscht im Zaum zu halten.
Bis ich letzte Woche schon wieder so einen iditoischen Anfall hatte, wobei ich mich immer noch Frage was der wirkliche Auslöser hierfĂŒr war, der alles, was ich die Monate vorher aufgbaut habe im VerhĂ€ltnis zu meiner Frau, wieder kaputt gemacht hat!

Letztendlich bin ich verzweifelt, da ich meine Frau nicht verlieren möchte, ich Sie aber letztendlich selber davonjage.

Ich hoffe, das ich zusammen mit meinem Therapeuten eine Lösung finden kann. Ich Liebe diese Frau einfach!


shaman02

28.06.2012 08:00 Uhr
sonja kommentiert
Hallo shaman02,
mit Dir möchte ich mich gerne mal nĂ€her unterhalten. Wenn man Deine Worte ließt, kann man ja Hoffnung haben. Ich will meinen Partner noch nicht aufgeben. Es ist nur verdammt schwer. Vielleicht können wir ja mal reden.
Gruß
Sonja

20.10.2012 22:20 Uhr
Regenpanther kommentiert
Wie wunderbar geschrieben, nach der Trennung von so einem "Sondermodell" vor sieben Wochen habe ich zum ersten Mal laut, lange und befreiend gelacht, vielen Dank;-)
11.03.2013 16:14 Uhr
roeselchen kommentiert
Ich habe mich vor einiger Zeit von einem solchen Exemplar wie in den vorangegangenen Kommentaren beschrieben getrennt. Endlich. Ein Kampf, aus dem ich als seelisches und körperliches Wrack hervorging. Aber ich habe es geschafft und bin froh ĂŒber jeden Tag, den ich leben darf und an dem es mir besser geht. Ich spĂŒre so viel positive VerĂ€nderungen, dass ich mich manchmal kneifen muss ob das jetzt auch alles wahr ist. Ist es! Über vier Jahre lebte ich mit einem paMann zusammen. Wenn man das zusammenleben nennen kann. Irgendwann wachte ich auf und fing an, im Internet nach EintrĂ€gen zu suchen, in denen das beschrieben wird, was ich erlebte. Ich spĂŒrte, dass das, was sich da zwischen uns abspielte, nicht normal sein kann. Ich stieß auf diese Internetseite und las mir die Kommentare mehrfach durch. Ich weinte wie ein Schlosshund, aber war auch befreit. Es gab so viele Frauen, die genau das erleb(t)en wie ich. Ich wurde stille Leserin der Seite. Die negativen Ereignissen hĂ€uften sich und öffneten mir irgendwann die Augen. Ih wusste, jetzt musst du handeln, sonst gehts du völlig kaputt. Ich hinterfragte und kaufte mir Literatur, um zu verstehen, was da mit mir und zwischen uns passierte. Ich las dann irgendwann mal den Satz, es gibt immer MĂ€nner die machen und es gibt Frauen, die machen lassen. Ich beschĂ€ftigte mich daraufhin mehr mit mir und eines Tages kam mir die Erkenntnis, die mein Leben verĂ€nderte: es ist keine Liebe, sondern nur eine AbhĂ€ngigkeit. Ich habe wenig Selbstvertrauen (kindheitsbedingt) und das bisschen, das ich hatte, wurde mir von ihm genommen und unterhöhlt. Davon zehrte er und fĂŒhlte sich stark. Ich war es auf Grund meiner Erziehung gewöhnt, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und klein beizugeben ("du darfst nicht immer auf deinen Standpunkt beharren", „denk mal nach, wahrscheinlich bist du selber Schuld an seinem Verhalten“ –Worte meiner Eltern). Den allerletzten Auslöser brachte eine geistige Aufrichtung. Von da an wurde ich stark und stĂ€rker. Ich bin auf dem guten Weg, selbstsicher zu werden, endlich zu leben und auf mich und meine innere Stimme zu hören und sie vor allem nicht zu ignorieren. Ich lerne Grenzen zu setzen, lerne dass ich ein wertvoller Mensch bin, mit dem man nicht so umgehen darf. Ich lerne, dass ich das Recht habe glĂŒcklich zu sein. Ich stehe auf eigenen Beinen und spĂŒre Schritt fĂŒr Schritt, wie es bergauf geht. Es gibt Momente, in denen ich allein und fĂŒr mich sein möchte. Diese Ruhe stehe ich mir dann auch zu. Ich kann nur allen betroffenen Frauen den Rat geben, hört in euch hinein und versucht zu ergrĂŒnden, warum ihr euch so behandeln lasst. Haltet euch vor Augen, dass ihr das nicht verdient habt. Ihr habt das Recht, liebevoll und respektvoll behandelt zu werden, die Aufmerksamkeiten und ZĂ€rtlichkeiten die ihr schenkt zurĂŒckzubekommen und das ohne darum betteln zu mĂŒssen. Ich weiß, dass diese Erkenntnis von innen heraus kommen muss. Aber sich seinem Schicksal zu ergeben oder gar darauf zu hoffen, er möge sich Ă€ndern, ist der falsche Weg. Ihr gebt diesen MĂ€nnern tĂ€glich Nahrung die sie brauchen um zu existieren und sich stark zu fĂŒhlen. Sie kennen keine Liebe, keine Empathie, keinen Respekt. Sie werden sich niemals Ă€ndern. Nur ihr könnt diese VerĂ€nderung herbeifĂŒhren, in dem ihr auf euch und euer Wohl schaut.
14.03.2013 10:36 Uhr
Marie kommentiert
Hallo Roeselchen und alle anderen, betroffenen Frauen,

noch vor einem Jahr habe ich in diesem Forum erklĂ€rt, dass frau viel lernen kann in einer Beziehung mit einem pa-Mann und dies finde ich noch immer, allerdings habe ich mich inzwischen getrennt. Ich habe erkannt, wie so viele andere Frauen hier aus diesem Forum, dass diese Beziehung nur noch schwer fĂ€llt, unglĂŒcklich sein war mein Dauerzustand. Ja, ich bin sehr erleichtert, es ist nun mehr als 6 Monate her, dass ich eine Beziehungspause verlangte, nach der er dann selbst die Trennung wollte, um mir zuvor zu kommen, wie er selbst zugab. Aber egal, auch wenn er findet, ich hĂ€tte ein kompliziertes Vaterthema, schon möglich, aber ich bin mir sicher, dass ich eine sehr gute Entscheidung getroffen habe. Nein, liebe Frauen, sie Ă€ndern sich nicht, und daher sucht euch lieber MĂ€nner, die wirklich NĂ€he leben können, die gibt es nĂ€mlich auch. Alles ist besser als ein Schreken ohne Ende, denn was auch immer sie sagen, schreiben oder euch sonstwie glauben machen wollen: Die Muster sind zu tief, sie können es nicht, es unterliegt nicht ihrem eigenen freien Willen. Sie sind beziehungsunfĂ€hig, in gewisser Weise krank und die meisten von ihnen leider unheilbar. KĂŒmmert euch um euch und lasst sie hinter euch, dann könnt ihr auch irgendwann sagen: War eine anstrengende Beziehung. Basta!

15.09.2013 11:25 Uhr
LĂŒhmann kommentiert (Homepage)
Ich möchte an dieser Stelle mal einen ganz anderen Buchtipp geben:
MĂ€nnerseelen von Björn SĂŒfke
In diesem Buch geht es um die mĂ€nnliche Seele. Wie MĂ€nner verdrĂ€ngen, rationalisieren, sich in Einsamkeit und Arbeit flĂŒchten, um nicht mit ihren eigenen GefĂŒhlen konfrontiert zu werden. Wieso und warum die mĂ€nnliche GefĂŒhlsabwehr besteht und wie sie ĂŒberwunden werden kann.

10.01.2014 21:31 Uhr
Paula kommentiert
Hallo,
ich bin erst heute auf diesen Blog und auf den Ausdruck passiv-agressiv gestoßen. Das Buch :warum MĂ€nner mauern, habe ich mir bestellt, aber noch nicht gelesen, aber ich bin mir sicher, da wird mein Mann erklĂ€rt. Ich bin seit 22 Jahre mit ihm verheiratet, habe einmal, vor 15 Jahren versucht mich zu trennen und es nicht geschafft. Ich glaube, ich habe die letzten 15 Jahre einfach nur den Kopf eingezogen und irgendwie weitergelebt. Die Trennung, die ich jetzt hoffentlich schaffe, ging eigentlich auf sehr passive Weise von meinem Mann aus. Nach einer Kur (wo ihn alle Damen geliebt haben und er sich anscheinend auch verliebt hat) wurde er so ekelig, dass ich einfach nicht mehr anders konnte, als die Trennung zu verkĂŒnden, obwohl er mir gerade in der Situation plötzlich wieder als der erstrebenswertest Mensch der Welt erschien. Demensprechend zieht sich das ganze jetzt schon ein halbes Jahr hin. Trennung ja, aber vielleicht auch nicht, oder doch. Na ja ein bißchen liebt er mich ja noch, ich bin ja die Mutter seines Kindes, aber lieber Freundschaft usw. Am Jahresende war ich soweit, dass ich mir eine Einweisung in die Psychatrie geholt habe. Ich hatte wirklich Angst, dass ich mit mir Schluss mache, oder mich zutode trinke. Ich bin in TrĂ€nen ausgebrochen, wenn mich jemand mitfĂŒhlen gefragt hat, wie es mir geht, habe nur noch ĂŒber meinen Mann gesprochen. Dann habe ich ein fĂŒr mich unverzeihliches Verhalten meines Mannes herausgefunden, was mich schon auf den richtigen Weg brachte. Ich konnte das nicht mehr mit seiner schweren Kindheit entschuldigen, das war schon : aus meiner Verletztheit irgendetwas herausziehen. Er wirkte so befriedigt, als ich völlig austickte. Ein paar Tage spĂ€ter besuchte mich mein Exfreund (auchPA, wenn ich das hier so lese). am nĂ€chsten Tag erzĂ€hlte mir mein Mann, dass er nicht mehr schlafen könne, weil er sich ja solche Sorgen um mich mache, ich bekam ein Geburtstagsgeschenk, bei dem ich vor einem Jahr noch in TrĂ€nen der RĂŒhrung ausgebrochen wĂ€re. Sogar mit Überraschung!! Und er sagte, er wolle mich bei allem unterstĂŒtzen! Wie lieb von ihm. Da begann ich nach 22 Jahren aufzuwachen. Ich hatte eigentlich Soziopath gegoogelt und da das nicht zutraf bin ich zu passiv-agressiv gekommen. Ich hoffe, ich bin jetzt wach, fĂŒr irgendwelche Beziehungsrettenden Maßnahmen habe ich auch wirklich keinerlei Kraft mehr. Wahrscheinlich wird er jetzt seit 20 Jahre wieder nett, weil ich es jetzt ernst meine. Hoffe, ich stehe auch das durch. Eigentlich möchte ich nur noch wissen, warum ich so lange gekĂ€mpft habe. Ich glaube, er hat nie gesagt, dass er mich liebt, er war nie fĂŒr mich da. Ich lebe eigentlich seit 20 Jahren allein, da er nur am Wochenende mal da war, wenn er nix anderes vor hatte. Machen diese Menschen eine GehirnwĂ€sche? Wie kann man sich so selbstzerstörerisch an eine hoffnungslose Beziehung klammern? Muß ja auch an mir liegen, ich hatte jetzt 3 lĂ€ngere Beziehungen und die waren alle so.

09.09.2015 03:19 Uhr
Monika kommentiert
Hallo,

zunĂ€chst einmal danke fĂŒr Ihren Artikel. Mein Partner ist genauso wie er hier beschrieben wird, Passiv Aggressiv. Mein Problem ist: Das er sich verbal ĂŒberhaupt nicht Ă€ußern kann, ohne dabei aggressiv zu werden. Er kann sich nur ĂŒber Politik normal unterhalten. Heute z.B ist ein Schreiben gekommen, ĂŒber das er sich gleich so aufbrausend aufregte, das es mir auch schwer viel ruhig und gelassen mit ihm umzugehen. Er wird gleich beleidigend und sehr wĂŒtend. Er ist bei Problemen ĂŒberhaupt nicht Lösungsorientiert oder kann Kompromisse eingehen. Bisher hatte ich immer die Streitvermeidungstaktik und wollte auch nicht das er sich stark Alkoholisiert. Also schwieg ich meist und war angepasst und ordnete mich unter. Nun bin ich Ă€lter geworden und kann mich nicht mehr allem unterordnen und anpassen. In meiner Partnerschaft gibt es aus diesem Grund gerade sehr viel streit. Mein Partner lebt sehr zurĂŒck gezogen von der Welt. Außer mich, seine Mama und seinem Sohn hat er keine Kontakte. der Sohn sagt mir auch immer sein Papa ist sehr unfreundlich mir gegenĂŒber und auch anderen. Mir fehlt gerade die Kraft mich den Auseinandersetzungen zu stellen. Ich fĂŒhle mich mit den Konfliktsituationen ĂŒberfordert. In unserer gemeinsamen Wohnung möchte er keinen Besuch empfangen. Ich weiß so langsam nicht mehr weiter und hoffe hier einen Rat zu bekommen und bin gespannt was sie mir schreiben werden.

09.11.2016 13:33 Uhr
Frank kommentiert
Ich weiß nicht, warum sich nicht einfach alle in Ruhe lassen können. Die klassischen Beziehungsmuster scheitern zu gefĂŒhlten 95% nach spĂ€testens wenigen Jahren. MĂ€nner empfinden Frauen kollektiv als unglaublich grob, kalt, zurĂŒckweisend. Frauen MĂ€nner als weich, antriebslos und weiblich.
Empathie hat kaum jemand fĂŒr das andere Geschlecht und bedingungslose Liebe habe ich, glaube ich, noch nie gesehen. Doch, einmal. Es gibt BedĂŒrfnisse und es spricht nichts dagegen, sich zum Kuscheln oder fĂŒr Sex oder zum Reden zu treffen oder zu entsprechenden Veranstaltungen zu gehen, so vorhanden. Frustrierte BedĂŒrfnisse tun weh, bringen indes aber niemanden um. Lernt man doch vielmehr, dass es eben kein Weltuntergang ist, sich selbst zu lieben, sich genug zu sein, sich zu berĂŒhren, körperlich und emotional. Ich bin von mĂ€nnlichen Dauersingles umgeben. Niemand von ihnen braucht ein MĂ€dchen. Alle MĂ€nner, die ich kenne, kommen ohne Frau aus, mit einer Ausnahme, die ihre Jugendliebe geheiratet hat und bisher glĂŒcklich mit ihr zusammen lebt. Und ich bin sicher, auch alle Frauen können das!
Wir tun uns gegenseitig viel zu krass weh, um uns das in dieser Enge anzutun. Warum sind wir nicht einfach lockerer und lösen uns von diesen törichten SozialzwÀngen? Man muss nicht zusammen leben, man muss auch keine Kinder haben. Es ist am Ende total belanglos. Warum ist es schlimm, wenn sich die Deutschen weniger vermehren? Oder die Welt? Wer behauptet das?
Und Monogamie - Monogamie ist reiner Besitzanspruch und reine Verlustangst. Scheiß drauf!
Mehr reden und mehr zeigen, wie es einem geht und was man sich wĂŒnscht. Meinen, was man sagt und sagen, was man meint. Das wĂ€r doch was.

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Therapeutin

Seit weit ĂŒber zwei Jahrzehnten befasst sich die Therapeutin aus dem Aachener SĂŒden mit allen Problemen rund um Leben, Partnerschaft und Beruf. Ihr Ansatz: systemisch- tiefenpsychologisch. Ihre Homepage: www.mycoaching.de

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