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Zuviel oder zu wenig Lust zum Sex zu haben geh├Ârt thematisch, unabh├Ąngig vom Geschlecht, zu meinem therapeutischen Alltag.
Eindeutig heftiger werden allerdings Familienm├╝tter, seltener die V├Ąter, in die emotionale Zwickm├╝hle genommen : Einerseits wird nach dem turbulenten Alltag mit Kindern und meist noch heftiger Jobpr├Ąsenz nur noch Ruhe gesucht, andererseits f├╝hlt Frau sich doch hin und wieder auch geschmeichelt, wenn der Partner sich ihr mit seinem unverkennbaren Wunsch nach Sex n├Ąhert.
Gerne m├Âchte sie dann vielleicht dem Impuls nachgeben, was aber durch kleine oder auch gr├Â├čere Kinder und ├Ąhnliche "St├Ârungen " h├Ąufig ziemlich schnell an Elan verlieren kann. vgl.Website unter Sexualtherapie


Und so klagen i.d.R. meist eher die "Herren der Sch├Âpfung" dar├╝ber zu wenig Sex zu haben und w├╝nschen sich mehr Gelegenheiten, als der Alltag mit Kindern und Doppelbelastung real bietet.
Und in der Tat sind im weiblichen Zyklus leider nur einige wenige Tage, wo der Spa├č an der Lust recht deutlich zu sp├╝ren sein kann und vielleicht dann auch Hingabe auf der weiblichen Agenda steht, w├Ąhrend der Partner fortpflanzungstechnisch theoretisch immer unterwegs sein kann und gerne Spannungs-und Stressabbau mit Sex verbindet.

Frau ben├Âtigt ein ausgependeltes Basisgef├╝hl um den m├╝tterlichen Kopf f├╝r Sex frei zu haben um dann gerne Spannungsabbau zu betreiben.
Und das passiert in Beziehungen mit kleineren Kindern offensichtlich immer seltener, so wird es mir geklagt ! Nach einer Forsa-Umfrage (2010) w├╝nschten sich immerhin 45% der V├Ąter von Kindern unter sechs Jahren mehr Sex, also auch- neben klassischem Geschlechtsverkehr- das gemeinsame Spielen und Albern mit der geliebten Partnerin.
Und genau daf├╝r bleibt vielen oft ziemlich ├╝berforderten Frauen kaum nach Kraft, geschweige Lust oder gar Begeisterung. Die meisten f├╝hlen sich mittlerweile- so h├Âre ich h├Ąufig in der Therapie- in einem ganz anderen Modus als ihre M├Ąnner.

Also ist doch was dran, was so in M├Ąnnerrunden kursiert, dass, sei der Kinderwunsch mal erf├╝llt, der Mann sowieso abgeschrieben sei ?

Klar ist, dass M├╝tter eher mit n├Ąchtlichen St├Ârungen durch den Nachwuchs konfrontiert werden und in den ersten Jahren durch eine unsichtbare Nabelschnur mit den Kindern verbunden sind. Nat├╝rlich gibt es auch Paare, wo Beide aufstehen oder sogar ein Plan existiert und sowohl Mutter als auch Vater sich Ruhezeiten organisieren. Das ist der Idealfall !
Nach wie vor h├Âre ich eher vom klassischen Modell Mama hier und Mama da und entsprechend ├╝berm├╝det sind die Mamas und oft weniger entspannt und sexorientiert als ihre Partner.

M├Ąnner beklagen sich nicht selten, dass ihre Kinder viel Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten bekommen und sie dagegen oft leer ausgehen. Obwohl voll ausgef├╝llt im Arbeitsalltag, kann sich ein Mann daher auch in einer gr├Â├čeren Familie manchmal einsam und benachteiligt f├╝hlen. Schnell f├╝hlt sich so ein Partner dann auch nicht mehr begehrt, w├Ąhrend sie nur beteuert, dass sie eigentlich doch nur m├╝de sei.

Was vermag hier nun eine Paar- bzw. Sexualtherapie ├Ąndern ?

Wichtig ist, miteinander wieder OFFEN zu reden und dem anderen zu versichern, dass man nicht weniger Gef├╝hle hat, sondern nur aktuell weniger Kraft, aber durchaus noch Sehnsucht, entspannt in den Arm genommen zu werden. Manche Frauen w├╝rden gerne ├Âfter schmusen, aber nicht unbedingt Sex, reden aber nicht offen dar├╝ber.

Beide Partner sollten auf jeden Fall den unterschiedlichen Alltag des Partners begreifen lernen und allm├Ąhlich Verst├Ąndnis statt Vorw├╝rfe entwickeln lernen. Sich daran zu erinnern, wenn man selbst mal ÔÇ×einen KorbÔÇť bekam, kann hilfreich sein, denn nur dann wei├č und f├╝hlt man, wie gekr├Ąnkt sich der abgewiesene Partner f├╝hlen kann.

Manchmal ist es auch absolut moderat, sich mal vom anderen liebevollÔÇ×├╝berzeugenÔÇť zu lassen, denn nur so hat frau eine Chance, dann vielleicht doch ein wenig Lust zu erleben, statt immer ihre Planerf├╝llung im Kopf zu haben. Zudem multiplizieren sich die Probleme in der Beziehung, wenn sich der Partner ersatzweise dem Pornokonsum zuwendet : ein Teufelskreis kann hier beginnen.

Wie also wieder neue Leidenschaft gewinnen ?

Es gibt kein generelles Erfolgskonzept, ausser jenes wieder N├Ąhe zuzulassen, was in einer langj├Ąhrigen und eingefahrenen Beziehung sehr schwer sein kann.

Ich rate dem Paar zu sogenannten Beziehungs-oder N├Ąhetagen und sich nicht zuviel mit auf Sex auf Knopfdruck zu besch├Ąftigen, den gibtÔÇÖs nicht.Paar- und Sexualtherapie

Aber übrigens einfach mal entspannt nackt oder bequem bekleidet nebeneinander zu liegen, auch dann vielleicht erst Mal nur reden, vielleicht gelegentlich streicheln und in Gelassenheit alles angehen, kann NÄHE schaffen, denn der Leistungsdruck minimiert sich automatisch. Es gibt kein MUSS, sondern nur ein KANN.

Es kann sich durchaus aufgrund der intimen Atmosph├Ąre vielleicht auch wieder eine gewisse Freude daran einschleichen, sich nicht unbedingt gezielt, sondern einfach bewusst zu ber├╝hren oder nur dem Atem des anderen zu lauschen, ihn oder sie liebevoll anzusehen und den Augenblick der Innigkeit zu genie├čen.

Auch miteinander Musik oder einem H├Ârspiel zuzuh├Âren und dabei bewusst beieinander zu liegen, kann eine vertraute Atmosph├Ąre schaffen, ebenfalls sich gegenseitig etwas, durchaus auch erotisches und /oder lustiges vorzulesen.

Und manchmal schleicht sich durch die Hintert├╝r dann pl├Âtzlich vielleicht wieder die Lust hinein. vgl.Website unter Sexualtherapie


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Die Therapeutin aus dem Aachener S├╝den befasst sich mit allen Problemen rund um Leben, Partnerschaft und Beruf. Methodische Orientierung: systemisch- tiefenpsychologisch, hypno- und trauma- therapeutisch. Einzel- und Paartherapie/Coaching. Ihre Homepage: www.therapieaachen.de

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