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Alkohol ist jederzeit verfügbar, gesellschaftlich akzeptiert, lockert die Stimmung auf und entspannt ! Wo also ist das Problem ? Die Undifferenziertheit mancher Politiker im Umgang mit dem Drogenthema, muss vor allem junge Leute verunsichern :
Friedrich Merz ehem. Vizevorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion, zählt offensichtlich Alkohol zu den harmlosen Drogen : „Gott sei Dank hatte ich nie Freude an Drogen [...] .Wir haben hier viel Bier getrunken, und zum Teil auch viel Schnaps.“ Entnommen aus dem Berliner Tagesspiegel - 02.12.2002.
Andererseits gibt es Stimmen,die Alkohol als besonders schwere Droge identifizieren:
„Alkohol ist als Droge gefährlicher als Cannabis. Alle Kulturen der Welt suchen nach Möglichkeiten, sich in Rausch zu versetzen(….) " Alle Drogen haben Nebenwirkungen, Alkohol auch tödliche. Nur durch eine sachliche und vorurteilsfreie Diskussion besteht eine Chance, Missbrauch darzustellen und wirkungsvoll zu bekämpfen.“ Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin
Die Verfügbarkeit bunter Alkoholica, welche bevorzugt in "zeitgeistigen Cocktailbars und Chill-Lounges" in allen Regenbogenfarben schillern, verführt nicht nur junge Leute zum Trinken von hochprozentigem Alkohol, unkontrollierbar vermischt, entsprechend wirksam und möglichst zur verbilligten Happy-Hour-Zeit. Diese glückliche suggerierte Stunde, kann langfristig zu einer verhängnisvollen Abhängigkeit führen.

Auch die angeblich unproblematischen Alkopos( Alkohol-Softdrinks ) sind letztlich süße Verführer.
Meldungen über jugendliche „Koma-Säufer“geistern immer wieder durch die Medien. Um sich erwachsen und anerkannt zu fühlen, betrinken sich Betroffene mit Bier, Wein und Schnaps bis zur Bewusstlosgkeit . Alkohol ist- zynisch betrachtet- ein hervorragendes Lösungsmittel: es löst Familien, Ehen, Freundschaften, Arbeitsverhältnisse, Bankkonten, Leber- und Gehirnzellen auf. - Es löst nur keine Probleme.
Alkohol ist also vor allem eines : eine Droge. Mehr als eine Million Deutsche sind alkoholabhängig.
Alkoholabhängigkeit zeigt sich vor allem in einem Aspekt : Der süchtige Mensch ist quasi an die Droge gekettet und ihr ausgeliefert und hat in bestimmten Suchtstadien keinerlei Kontrolle mehr über sich und sein Trinkverhalten.
Für viele Menschen ist der Gedanke des „nie wieder Alkohol trinkens“ völlig fern. Inzwischen gibt es Therapieansätze, welche Süchtigen helfen sollen, das Trinken zu reduzieren, zumal dann, wenn dieser Betroffene für sich völlige Enthaltsamkeit ausschliesst.
Es hat sich allemal als sinnvoll erwiesen, lieber den Konsum reduzieren zu helfen, als von unrealistischen Abstinenzforderungen auszugehen.
Dies war jedoch die frühere Lehrmeinung: Einmal Alkoholiker,immer Alkoholiker!
In Kontrollgruppen stellte sich nun heraus, dass die alkoholkranken Menschen durchaus in der Lage waren, ihr Trinkverhalten über eine längere Zeit besser zu kontrollieren und den Konsum niedrig zu halten, wenn man vom üblichen Behandlungsmodus der strikten Abstinenz abwich.
In Großbritanien und den Niederlanden ist die Konsumreduktion bereits ein Standard. Inzwischen bezuschussen manche Kassen entsprechende Angebote zum kontrollierten Trinken.Bekannt ist hier die Caritas bzw. Suchthilfe als möglicher Anbieter.
Ursprünglich kommt das Konzept des kontrollierten Trinkens aus dem USA bzw. Australien der sechziger Jahre. Bis heute wird es noch immer kontrovers diskutiert.Es gibt nach wie vor vehemente Vertreter der alten Schule : völlige Abstinenz und „Trocken-Sein“contra neuer Meinung : der kontrollierten Abstinenz.
Kontrollierteres Trinken setzt allerdings voraus, dass dem Betroffenen klar ist, dass Alkohol nicht mehr wie bisher das gesamte Leben bestimmen darf, sondern die Regie wieder übernommen werden muß. In einem über 10 -12 Wochen gehenden Therapieangebot wird gemeinsam mit dem gefährdeten Menschen sein neues, reduziertes Trinkkonzept erarbeitet.
Auf Bier, Wein oder Sekt wird also nicht völlig verzichtet, sondern die aufgestellten Trinkregeln sollen nun den Rahmen vorgeben.
Der entsprechende Klient erhält eine Permanent-Betreuung um sicherzustellen, dass er sich auch wirklich z.B. im Urlaub, auf Geschäftsreisen oder auf der Party, an die eigenen Regeln hält, was Offenheit und Ehrlichkeit voraussetzt.
Im Rahmen von Einzel-und Paartherapien lerne ich nicht selten alkoholgefährdete Menschen kennen und kann beratend helfen. Der besagte Klient macht es sich inzwischen zur jahrelang befolgten Regel, vor jedem Bier z.B. ein Glas Wasser zu trinken, und immer wieder dazwischen auch darauf zurückzugreifen.
Dieser Mann schafft( e ) es schliesslich drei Tage die Woche keinerlei Alkohol zu trinken und wird von seiner Partnerin dabei sehr unterstützt.
Für Klienten, die sich nicht scheuen in einer größeren Runde über ihre Probleme zu sprechen, ist gewiss die Suchthilfe Aachen : www.suchthilfe-aachen.de und info@suchthilfe-aachen.de. die erste Adresse
Hier geht man in einem 10 Schritte Hilfsprogramm als Beratungseinheiten vor. Ebenso arbeite ich auch, aber im Einzelgespräch!
Zögern Sie nicht und holen Sie sich Hilfe. Denn : „Alkohol ist nicht die Antwort. Hilft aber, die Frage nicht so ernst zu nehmen“, von Klaus Klages (*1938).
Stellen Sie also Ihre Frage, um für sich die passende Antwort zu erhalten. Suchen Sie Ihren Weg ! siehe Suchberatung auf meiner Website
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