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Samstag, 26. Mai 2012
Das wäre ja noch schöner!
Zeitungen, Medien sind dazu da zu berichten. Objektiv. Zu sagen, was ist. Nach bestem Ermessen. Nichts auslassend, nichts verschweigend. Sie sind jedoch nicht Presseorgane etwa von Alemannia Aachen, dem Aachener Karnevalsverein, einer Partei, einer Institution, nicht einmal der Exzellenz-Universität RWTH.

Sie sind auch nicht, nur weil sie Leserbriefe pro Günter Grass veröffentlichen, "anti-israelisch". Sie sind ebenfalls nicht "stalinistisch", weil sie sich "erdreisten", über eine Veranstaltung zu berichten, zu der eine linke Spitzenkandidatin nicht eingeladen war und über die wir, nur mal nebenbei erwähnt, zurzeit schreiben, weil sie eine der beiden Bundesvorsitzenden werden will.

Die Liste ist lang. Aber sie sollte nicht ausgeblendet werden; denn zu viele wollen mittlerweile und in zunehmender Tendenz in eine ganz normale Berichterstattung ihre eigenen Interessen und Befindlichkeiten schieben, als wären sie und ihre Ansprüche alleine auf der Welt.

Respekt und Toleranz Andersdenkenden gegenüber erfahren eine Art Klimawandel mit negativer Tendenz. Das ist nicht gut für die Gesprächskultur unserer Gesellschaft, wenn einige stur immer sofort "Kampagnen" oder gar "Zensur" vermuten, wenn es um verschiedene Meinungen und/oder durchaus unangenehme Berichterstattung geht. Die klassische Verwechslung von Ursache und Wirkung ist oft, zu oft, eine Ausrede für die Verursacher. Aber keine gute - auf Dauer.

Wir werden also weiter berichten, kommentieren und schon gar nicht Leserbriefe, die irgendeinem nicht passen könnten, zensieren. Das wäre ja noch schöner.

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26.05.2012 13:57 Uhr
Jürgen Bartholomy kommentiert
Zeitungen sollten berichten was ist. Möglichst objektiv! So weit,so gut.
Ich erwarte aber auch Meinung und Kommentare. Natürlich sauber als solche gekennzeichnet. Denn einfach nur sagen was ist, kann nicht ausreichen. Wir alle müssen auch Stellung beziehen, erst die Stellungsnahme klärt,ob das was ist bleiben soll oder verändert werden sollte. Und für diesen Wettstreit der möglichen Wege, wünsche ich mir auch den Beitrag meiner Zeitung.
Den die AZ ja auch leistet. Und wenn ich mich darüber gelegentlich ärgere, hat das auch sein Gutes!

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