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Samstag, 27. August 2011
Ein Sieg für Solbakken
Also doch: Da ist er, der erster Dreier! Köln siegt 4:3 beim HSV und beschert seinem sympathischen Trainer Solbakken den ersten Sieg. Nun darf ein bisschen Ruhe einkehren beim FC. Und das, was die Mannschaft zeigte, sah phasenweise nach blitzsauberem Fußball aus.


Es war die 80. Spielminute. Der HSV führte seit Minute 62 mit 3:2. Ein furioses Spiel. Nichts deutete darauf hin, dass der FC noch einmal würde zurückkommen können. Aber einer glaubte (warum auch immer) noch fest an den Kölner Sieg. „Nun bleib mal ganz locker, die machen noch zwei Stück“, sagte mein Cousin, der seelenruhig auf dem Sofa neben mir saß. Ich war da schon den Tränen nahe, sah kein Land mehr für mein Team. Dann kam der nächste Satz aus dem Mund meines Cousins. Und spätestens da war mir klar, dass er mich eigentlich nur aufmuntern wollte, denn was er sagte, hatte ja nichts mit der Realität zu tun. „Erst der Ausgleich. Und dann fällt irgendeinem Kölner noch per Zufall der Ball vor die Füße und es steht 4:3.“ Ich ließ den Satz einfach so stehen. Kein Kommentar. Was sollte ich denn auch sagen. Das einzige, was ich hätte sagen können, wäre etwas in der Art gewesen wie: „Ja, träum du schön weiter . . .“

Und dann: 3:3 Clemens, 84. Minute, 3:4 McKenna, 88. Minute!!! Es muss nicht noch extra erwähnt werden, dass McKenna der Ball aus dem Nichts einfach so vor die Füße gefallen war, ehe er zum Siegtreffer einschieben konnte. Es ist ja auch so, dass ich meinen Cousin schon vor dieser Partie als einen ausgewiesenen Fußball-Kenner betrachtet habe. Was ich im Nachgang dieses denkwürdigen Ereignisses von ihm halte, kann ich nicht in Worte fassen. „Es war einfach nur Eingebung, mehr nicht“, sagte er sehr bescheiden. Die Art und Weise, wie ich ihn umarmte und herzte, hatte mit Bescheidenheit dann allerdings gar nichts zu tun.

Besonders freue mich an diesem Tag für unseren neuen Trainer. Der Mann ist nämlich extrem sympathisch. Jedenfalls kommt er im Fernsehen so rüber. Fast so sympathisch ist ja auch Gladbachs Trainer Favre. Den muss man eben auch einfach gut finden. Ich gönne den Gladbachern einen solchen Trainer von Herzen. Nach allem, was sie mitmachen muss. Nun scheint sich das Blatt ja zu wenden. Gladbach spielt um den Titel mit . . .

Die Gladbach-Fans haben auch schon entsprechend reagiert: Man hat mir unter anderem die Kopie der Tabelle vor diesem Spieltag geschickt. Wie süß. Und wie witzig. Echt mal ein echter Knaller: Gladbach auf eins, Köln auf 18. So eine Tabelle muss man sich natürlich ausschneiden. Mich hat das irgendwie an die vergangene Woche meines kleinen Sohnes erinnert. Der geht nämlich neuerdings in den Kindergarten . . .

 Kommentare (2)    Trackbacks (0)  

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29.08.2011 08:19 Uhr
Simone Thelen kommentiert
Und wieso hat dich die Tabelle jetzt an Jasper erinnert?

Ich bin nur froh, dass der beim Sieg des FC nicht zu Hause war und die (zugegeben auch ganz niedlichen) Schreiattacken seines Vater miterleben musste. Im Tierpark wars auch schön! :-)

29.08.2011 10:05 Uhr
Thomas Thelen kommentiert
Nicht die Tabelle selbst, sondern die Tatsache, dass die Gladbachfans mir die Tabelle zugeschickt haben, weil sie doch nach 456 Jahren noch mal erster waren. Und das hat mich dann doch sehr an Kindergarten erinnert!

Gibt es im Tierpark auch Geißböcke?

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Frage: Wie erträgt man es eigentlich, bekennender Fan des 1. FC Köln zu sein? Antwort: Schwer! Verdammt schwer! Betrachten wir es also einfach mal als angeborene Krankheit, gegen die es kein Heilmittel gibt. Man lebt damit. Und man leidet.
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