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Auf der Couch
Monika Koch

Freitag, 16. Juni 2017
Die Borderline-Störung (BLS) in Kunst, Literatur, Film und Medien.
Der Begriff Borderline-Störung (BLS) wird in Unkenntnis des Krankheitsbildes nicht nur in den Medien missverständlich und manchmal eher spektakulär benutzt. Tatsache ist, dass die Borderline-Erkrankung sehr negativ besetzt ist und damit auch schnell verhängnisvolle Klischees bedient. Trotz einer unübersehbaren Zahl von Ratgebern und Chat-Rooms der Menschen, die mit dieser Diagnose leben und sie teilweise hervorragend bewältigen, werden „Borderliner“ nach wie vor diskriminiert. Über das Leid der Betroffenen gibt es immer noch zu wenig Kenntnis, ebenso über deren intuitive emotionale Stärken, große Kreativität und Leistungsfähigkeit.


Ein " Borderline-Mensch" zeichnet sich zumeist durch ein Persönlichkeitsbild mit vielen Facetten aus : Überdurchschnittlich intelligent und kreativ, handelt er sehr intuitiv. Es existiert ein großer Gerechtigkeitssinn. Der Mensch mit Borderlinezügen kann auch sehr hartnäckig sein und ungerne aufgeben. Nicht selten zeigt sich große Hilfsbereitschaft und Flexibilität. Borderline-Betroffener zu sein bedeutet somit nicht nur eine sehr hohe Emotionalität, sondern auch großes Einfühlungsvermögen zu haben. Menschen, denen vertraut wird, erfahren daher auch große Loyalität.

Andererseits ist es Fakt, dass Depressionen, generalisierte Ängste, Zwänge und Süchte, nicht selten mit einer Borderlinestörung Hand in Hand gehen können. Beziehungen mit einem Borderliner sind daher immer eine große Herausforderung. Die überdimensionale Furcht vor dem Verlassen-Werden und der rabiate Wechsel zwischen Nähe und Distanz, bis zur schroffen Ablehnung und Handgreiflichkeiten, aber auch meist Gewalt gegen sich selbst, machen Beziehungen zu einer Gefühlsachterbahn !

Borderline hat also viele Gesichter und zeigt sich nicht nur an den meist geschickt versteckten Selbstverletzungsspuren.

Schuld und Schamgefühle gehören daher ebenso in den BLS-Kanon, wie enorme Selbstwertzweifel.

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