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Heute ist zu berichten, dass mir ein kleiner Sturz vor drei Tagen immer noch ziemlich zu schaffen macht. Am Abend des 27. April bin ich hier im Base Camp beim Gang vom Gemeinschaftszelt zu meinem Zelt in der Dunkelheit seitlich-rückwärts von einem Stein, der durchbrach, abgerutscht und mit einer Rippe auf einem anderen Stein ziemlich hart aufgeschlagen.

Wie ihr bestimmt schon mitbekommen habt, gibt es zwischen unseren Rotationen, das heißt, den Aufstiegen auf immer größere Höhen zwecks Akklimatisation die Abstiege zum Base Camp, wo wir uns "erholen" sollen, um wieder neue Kraft zu schöpfen. Hier einige etwas spaßig, aber auch ernst gemeinte Beispiele, die das Leben im Base Camp charakterisieren.

Nach zwei Tagen und zwei Nächten Aufenthalt in Camp 2 sind wir auf der Höhe von 6.500 Meter gut akklimatisiert. Ein weiterer Aufenthalt auf 6.500 Meter kostet sehr viel körperliche Energie wegen des geringen Sauerstoffgehaltes, der Kälte, des schwierigen Geländes, reduzierten Schlafes etc. Deshalb empfiehlt uns Pertemba, unser erfahrener Expeditionsleiter, per Funk hinunter zum Base Camp zu kommen.

Wie von uns für die notwendige Akklimatisation auf verschiedenen Höhen geplant, wollen wir uns in dieser 1. Rotationen (Auf- und Abstieg vom und zum Base Camp) möglichst zwei Tage und zwei Nächte auf dieser Höhe von 6.500 Meter aufhalten.

Nach der kalten und stürmischen Nacht auf Camp1 - im Zelt -10°C und draußen etwa -15°C - wagen wir uns kaum aus den Zelten. Gnadenlos aber, wie am Vorabend abgesprochen, wecken uns die Sherpas um 7 Uhr.

Allan Smith hat in der Zeit unserer Abwesenheit vom 23. bis 26. April in einem Blogbeitrag kurz berichtet, dass wir unsere erste Akklimatisations-Rotation begonnen haben. Hier nun unsere Erlebnisse im Einzelnen.

Ein unheimlich berührendes Umfeld: in der Mitte ein Altar, geschmückt mit Gebetsfahnen; Opfergaben, brennende Kerzen, Segnungszweigen, Reis. Vor dem Altar in der Mitte sitzend, ein örtlicher Lama, der pausenlos Mantras laut murmelnd betet.

Heute Morgen sind wir beide mit Pertemba gegen 9 Uhr bei herrlichem Wetter vom Base Camp (5.360 Meter) zum High Camp des uns gegenüberliegenden Pumori auf circa 5.700 Meter aufgestiegen. Pertemba nimmt dazu möglichst die "Direttissima", einen ziemlich herausfordernden knapp dreistündigen steilen Anstieg.

Jeden Tag pünktlich um 18 friert alles Wasser rings um die Zelte. Wieder Zeit, den Tag Revue passieren zu lassen. Das geht relativ komfortabel im geheizten Gemeinschaftszelt oder, etwas unbequemer, im eigenen Zelt.

Beeindruckt sind wir von der Gruppe der 6 Inder, darunter besonders von den beiden 25-jährigen Frauen Nandi und Binita, die wir hier näher vorstellen.

Bekanntlich ist unsere EEE 2012 international. Heute wollen wir Euch einen Teilnehmer etwas näher vorstellen: Gia aus Georgien, der erste, den wir im Base Camp getroffen haben. Er ist eine ganz besondere Persönlichkeit: geboren 1960, verheiratet, zwei Kinder, wobei er froh ist, dass keiner Bergsteiger geworden ist, zwei Enkelkinder und Dr. der Archäologie.

Wer hat Lust auf Camping? Auch bei -11°C in der Nacht, auf Blankeis mit losem Schotter, hügeliges und unbefestigtes Gelände, das Toilettenzelt in 20 Meter Entfernung, dumpfes Grollen von abgehenden Lawinen, Wasserrinnsale unter dem Zelt, Wäsche, die direkt nach dem Waschen gefriert? Das ist unser Zuhause für die nächsten Wochen.

Leise rieselt der Schnee und erzeugt eine fast weihnachtliche Atmosphäre. 17 Uhr - wir haben unsere Einzelzelte bezogen und wärmen uns in den dicken Daunenschlafsäcken. Hinter uns liegt der morgendliche Aufstieg von Gorak Shep (5.130 Meter) zum Mount Everest Base Camp auf 5.365 Meter.

Obwohl bei unserer Tour in den Höhen des Himalayas die Unterstützung unserer Gruppe bei der Besteigung eines 5.000ers und die Erreichung des Mount Everest Base Camp auf 5.400 Meter zur Zeit im Mittelpunkt steht, verfolge ich natürlich mit Spannung Alemannias Kampf gegen den Abstieg. Als uralter Alemannia-Fan und Mitglied von Alemannia Aachen geht es mir dabei nicht nur um den sportlichen Verbleib in der 2. Liga sondern um viel, viel mehr.
Welche Kleidung trägt ein Marathonläufer auf über 5.000 Meter Höhe bei Temperaturen von unter 0°C? Kurze Hose, T-Shirt und natürlich keine Handschuhe. Wir werden Zuschauer eines Mount-Everest-Marathons, der in der unglaublichen Höhe von 5.100 Meter gestartet wird und zum Ziel Lukla auf 2.800 Meter führt.

Zwei Wochen zusammen auf engstem Raum und unter einfachsten Bedingungen in großer Höhe unterwegs – geht das gut?
Alle haben sich intensiv vorbereitet, aber sind sie auch körperlich fit für achtstündige Trekkingtouren bis auf 5.550 Meter? Wird keiner höhenkrank oder bekommt Magen-Darmprobleme von der ungewohnten Ernährung? Sind alle mental für diese herausfordernde Bergtour gut drauf?

Lang ist’s her – der letzte Blogeintrag. Mittlerweile ist es Hochsommer geworden in Nicaragua, die Sonne strahlt unaufhörlich, die Straßen sind voller Staub und nachts regnet es reife Mangos auf das Wellblechdach meines Zuhauses.
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Das Volk der Sherpas ist ursprünglich ein Volk von Farmern. Das sieht man auch heute noch bei unserer Trekkingtour hoch ins Khumbutal. Die jungen Bauernsöhne finden im Dorf keine Arbeit, sind daher arm und arbeiten als Träger für Trekker und Bergsteiger. Unsere Träger sind sehr jung und tragen schwere Lasten. Einige von ihnen schaffen es, Guides zu werden oder Lodges zu betreiben.

Heute wollen wir nur 330 Meter höher nach Khumjung auf 3.780 Meter. Es ist um 0°C frisch, aber strahlend blauer Himmel, der uns nach kurzem Aufstieg den Blick freigibt auf den "schönsten Berg" der Welt, die Ama Dablam, einen 6.000er mit zwei Gipfeln. Links daneben wird zum ersten Mal auf dieser Tour "unser" Berg, der Mount Everest (8.848 Meter), mit seiner typischen Schneefahne am Gipfel sichtbar. Den zuhause bereits von Tag zu Tag gestiegene Respekt vor diesem Giganten erleben wir hier besonders bewusst in seinem direkten Anblick.

Eberhard hat heute das Frühstück verschlafen, das liegt daran, dass er bereits keine Uhr mehr benutzt. Trotzdem bekam er noch 5 Minuten vor Abmarsch sein Frühstück mit Marmeladenbrot und heißem Tee.
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