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Bei Eink├Ąufen in Onlineshops oder via Katalog steht Verbrauchern ein Widerrufsrecht zu mit der Folge, dass die gekaufte Ware innerhalb von 2 Wochen bzw. 1 Monat ohne Angabe von Gr├╝nden zur├╝ckgegeben werden kann und eine Erstattung des Kaufpreises erfolgt. Allerdings steht dieses Recht eben nur Verbrauchern zu - Unternehmen, Selbst├Ąndige und Freiberufler haben dieses Privileg nicht.

Knifflig wird die ganze Sache, wenn z.B. ein Selbst├Ąndiger zwar eigentlich etwas f├╝r seinen Privatgebrauch erwirbt, die Ware dann aber an seine gesch├Ąftliche Adresse ├╝bersenden l├Ąsst. Dann kann es ihm u.U. passieren, dass er in diesem Fall nicht wie eine Privatperson, sondern wie ein Unternehmer behandelt wird - und er das Widerrufsrecht nicht aus├╝ben kann.

├ťber einen solchen Sachverhalt hatte das Landgericht in Hamburg zu entscheiden (Urteil vom 16.12.2008, Aktenzeichen: 309 S 96/08). Im Zweifel komme es auf den "objektiven Empf├Ąngerhorizont" an, so die Richter. Es sei ma├čgeblich, was der Verk├Ąufer verstanden hat bzw. verstehen durfte. Wenn also, wie hier geschehen, eine Rechtsanw├Ąltin in einem Onlineshop Lampen f├╝r private Zwecke kauft und diese jedoch an ihre B├╝roadresse schicken l├Ąsst, stellt sich das f├╝r den H├Ąndler so dar, als bestelle sie in ihrer Eigenschaft als Anw├Ąltin und eben nicht als Privatperson. Das gilt jedenfalls dann, wenn auch die Korrespondenz ├╝ber die gesch├Ąftliche E-Mail-Adresse der Anw├Ąltin gef├╝hrt wurde.

Fazit: Die Betroffene konnte sich nicht auf ein Widerrufsrecht berufen und die Lampen daher nicht einfach so zur├╝ckgeben. Das Hamburger Landgericht wies darauf hin, dass sie "durch ihr eigenes Verhalten nach au├čen hin den Eindruck vermittelt hat, sie handele als Rechtsanw├Ąltin". Daher sei es im Ergebnis auch nicht unbillig, sie auch als solche zu behandeln und an ihrem eigenen Verhalten festzuhalten.

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