Aachen - Alemannia: Schon neun Abgänge

Alemannia: Schon neun Abgänge

Von: Christoph Pauli
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Die aktuelle Mannschaft der Alemannia wird nach der Saison auseinanderbrechen. Foto: Gras

Aachen. Alemannia Aachens Stadionsprecher hat ein bisschen Mehrarbeit an diesem Spieltag: Robert Moonen muss am Samstag vor dem letzten Heimspiel gegen Schalke II nicht nur eine Aufstellung mit vermutlich elf Spielern vortragen, sondern auch noch eine Liste mit neun Spielern vorlesen, die den Verein verlassen.

„Es ist schon brutal, dass eine Mannschaft mit hoher Identifikation, in die wir viel Arbeit investiert haben, so auseinanderbricht“, sagt Trainer Fuat Kilic.

Meguru Odagaki wird gehen, ebenso wie Senol Ak. Der Winterzugang hat nicht ein Spiel für Aachen absolvieren können. „Er muss erst einmal schauen, dass er wieder fit wird für den Leistungssport“, sagt Kilic.

Der Weggang von Dennis Dowidat (Wuppertaler SV), Florian Rüter (KFC Uerdingen), Jannik Löhden (RW Oberhausen) und Philipp Sprint (Zehlendorf) stand schon ein paar Tage fest. Auch Dominik Ernst wird den Tivoli nach vier Jahren in Richtung Fortuna Köln verlassen, auch wenn das noch nicht bestätigt wird. 

Ernst wird auf eigenem Wunsch nicht in der Startformation stehen, weil sich sonst sein Vertrag verlängern würde. „Wir respektieren die Situation des Spielers“, sagt Kilic, der an eine (folgenlose) Einwechslung denkt. Eine ähnliche vertragliche Konstellation liegt auch bei Mergim Fejzullahu vor, den sie gerne weiter ausbilden würden in Aachen. Bei zwei weiteren Einsätzen würde sich der Vertrag des besten Torschützen verlängern. Nach Rücksprache will Kilic den Albaner nur noch einmal in dieser Saison einsetzen.

Kapitän Timo Staffeldt konnte vom Karriereende nicht abgebracht werden. Pascal Nagel wird irgendwo anders anheuern, ohne dass er noch einmal zum Einsatz kommen kann. Der Torwart laboriert noch an den Folgen seines Bänderrisses.  

Kilic will möglichst vielen Spielern die Möglichkeit geben, sich von der Gemeinde am Samstag zu verabschieden. Neun Spieler gehen „vorerst“, sagt der 44-Jährige, der sich auf einen „kompletten Umbruch“ einstellt. Weitere Abgänge bei Alemannia Aachen sind wahrscheinlich, auch wenn von allen Seiten Gesprächsbereitschaft signalisiert wird.

Das Interesse wird dann erst konkreter, wenn zeitnah Angebote mit Zahlen unterbreitet werden. Der Trainer hat inzwischen mit dem Insolvenzverwalter einen Dreijahres-Vertrag abschließend ausgehandelt, sagt er. Die Unterzeichnung in den nächsten Tagen hängt davon ab, inwieweit der Etat 2017/18 gesichert ist.

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