Alemannia-Präsidiumswahl: Erste Kandidatenliste bekannt

Von: Christoph Pauli
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Tivoli Alemannia Aachen Symbol Symbolbild: dpa/Rolf Vennenbernd
Bis Montagabend um Mitternacht müssen die Kandidaten für Alemannias Gremien dem Wahlausschuss vorgelegt sein. Symbolfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

Aachen. Die Frist läuft am Montagabend um Mitternacht ab. Bis dahin müssen die Kandidaten für Alemannia Gremien dem Wahlausschuss vorgelegt sein. Auf der Zielgeraden gibt es plötzlich zwei Teams - mit personellen Überraschungen. Ein Team um den derzeitigen Vorsitzenden Martin Fröhlich stellte sich am Freitagabend dem Verwaltungsrat vor.

Jurist Fröhlich kandidiert als neuer Präsident, sein Vertreter könnte der Wirtschaftsanwalt Johannes Delheid werden. Als Schatzmeister ist Björn Jansen vorgesehen, der Geschäftsführer der Kur- und Badegesellschaft Aachen und Vorsitzende des Stadtsportbundes. Zu dieser Gruppe gehört auch der Unternehmer Thomas Gronen, der in den letzten Monaten Sponsorengelder aquiriert hat.

Ebenso als Beisitzer im Präsidium ist Wirtschaftsanwalt Carsten Laschet vorgesehen, der „nebenbei“ der Bruder von Ministerpräsident Armin Laschet ist. Für den Aufsichtsrat kandidiert Mike Schleiden, langjähriger Trainer unter anderem der zweiten Mannschaft. Zudem hat Fröhlich auch Dirk Kall für das Kontrollamt gewinnen können. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Fortuna Düsseldorf war zuletzt auch Geschäftsführer beim Chemnitzer FC.

„In den letzten Wochen hat sich ein engagiertes Team mit viel Herz für die Alemannia geformt. Hieraus ist das von uns vorgeschlagene Kompetenzteam entstanden“, sagt der designierte Präsident. „Wir sind überzeugt, dass wir eine gute Mischung erfahrener und neuer Verantwortungsträger gefunden haben, die sowohl wirtschaftliche als auch sportliche Kompetenz einbringen.“

Auch im Verwaltungsrat stehen Neuwahlen an. Kandidaten der Fröhlich- sind der Mediziner Andreas Neuss und Maximilian Baur, die schon seit Monaten zum Beraterkreis des Präsidiums gehören, und Dieter Lübbers, der Vorsitzende der Fangruppe „Stolberger Jonge“.

Im Wahlausschuss wurden am Donnerstagabend noch ein paar andere Namen bekannt, die ein paar Stunden später bereits im Alemannia-Forum kursierten. Danach bilden der Rechtsanwalt Michael Gottschalk als Präsident, Dirk Trampen als sein Vertreter, Steuerberater Horst Rambau als Schatzmeister, Ex-Spieler Kalle Pflipsen, und Alexander Goy ein Team.

Dirk Trampen, bestätigt sein Interesse. Schon als ehemaliger Stadtprinz sei sein Motto „Alemannia“ gewesen. Trampen sagt, dass er sich immer noch wundere, dass man mögliche Helfer des angeschlagenen Vereins „nicht unter einen Hut bekomme“. Abstimmungsgespräche seien gescheitert, so dass nun mindestens zwei Gruppen gegeneinander antreten. „In Aachen haben immer noch nicht alle kapiert, dass wir bei diesem Thema alle an einem Strang ziehen müssen.“

Der Vorschlag kam laut Forum vom Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Horst Filbrich. Der dementierte, den Vorschlag in dieser Funktion gemacht zu haben. Filbrich ist auch Mitglied des Verwaltungsrats. „Zu internen Sitzungen will ich nichts sagen, aber diese Indiskretionen schreien zum Himmel“, urteilte er.

Mit in dem möglichen Team wäre eher überraschend mit Alexander Goy ein Kandidat, gegen den Alemannia gerade prozessiert. Goy war vor der letzten Saison mit seiner Firma Check2win als Hauptsponsor am Tivoli eingestiegen. Ende des Jahres kündigte er den bis Mitte 2018 laufenden Vertrag „aus wichtigen Gründen“, und blieb die letzte Rate von etwa 140.000 Euro schuldig. Das Verfahren ist längst gerichtsanhängig, alle Versuche der außergerichtlichen Einigung scheiterten. Zuletzt verlief auch ein Treffen mit den Insolvenzjuristen ergebnislos. Auch Goy meldete sich am Freitag nicht.

Der Wahlausschuss unter dem neuen Vorsitzenden Gregor Forst sammelt die Vorschläge und kann nach der Eignungs-Prüfung auch Empfehlungen aussprechen. Das letzte Wort haben dann die Mitglieder, die am 5. September im Einhard-Gymnasium geladen sind.

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