Herzogenrath - „Spiel deines Lebens“: Bei jedem Punkt getanzt, gelacht, gejubelt

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„Spiel deines Lebens“: Bei jedem Punkt getanzt, gelacht, gejubelt

Von: mas
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Keine Berührungsängste: Im Spiel hatten Profis wie Hobbyakteure schon viel Spaß miteinander. Foto: Sigi Malinowski
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Der weitete sich zum gemeinsamen Fototermin dann auch noch aus. Das Mixed-Volleyballteam des Herzogenrather TV verlor gegen den Bundesligisten aus Aachen mit 0:3. Gewann aber viele Freunde beim Benefizspiel. Foto: Sigi Malinowski
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Regiosportbund-Präsident Klaus Offergeld legte sofort 212 Euro für das von ihm ersteigerte Trikot hin, dass ihm Kinderheim-Leiterin Rosi Sommer dann auch sofort aushändigte. Foto: Sigi Malinowski

Herzogenrath. Es ist ihr Spiel des Lebens. Von einem Rausch begleitet, der fast zwei Stunden hält. Mehr Emotion geht nicht. Die Hobby-Volleyballer des Herzogenrather TV feiern jeden Punkt, den sie machen. Auf dem Platz, auf der Bank, und das Publikum geht frenetisch mit. Leidenschaft und Lebensfreude, eben Spiel des Lebens.

Die Außenseiter und Gastgeber, die gerade die „Ladies in Black“, einen der großen Namen im deutschen Volleysport vor sich haben wissen, so was wie heute kriegen wir nicht wieder. Also wird noch ein bisschen mehr nach jeder gelungenen Aktion, nach jedem Punkt getanzt, gesungen, gelacht und gejubelt.

Vor 500 Zuschauern in der Halle des Herzogenrather Gymnasiums schaukelt sich ein einmaliges Erlebnis hoch. Da klatscht Hobbyspieler Lars Kuckelkorn („Die Ladies fingen vorher schon an zu betteln, dass wir es nicht zu deutlich machen“) das vierjährige Maskottchen Mareike Schlüper ab, während die anderen zu AC/DC oder Robin Thicke auf der Bank hopsen. Derweil die Ladies, fast das komplette Bundesligateam ist angetreten, freundlich rüberlächeln aber auch (zum Teil) gnadenlos professionell ihre Bälle ausspielen.

Beim Voting von Net Aachen und unserer Zeitung hatten sich die Volleyballer um Dirk Wißmann aus dem Nordkreis durchgesetzt und es tatsächlich geschafft, den PTSV Aachen einschließlich Cheftrainer Marek Rojko in die Halle des Schulzentrums zu kriegen. Und davon profitierte auch das Merksteiner Kinderheim St. Hermann-Josef, dem die (in der Gesamtsumme noch nicht feststehenden) Erlöse aus der Benefizveranstaltung zukommen werden. Zum zweiten Heimspiel der „Ladies in Black“ gegen den USC Münster (1. November) sollen die Spenden an Leiterin Rosi Sommer und ihr Team übergeben werden.

Moderiert vom exzellenten Fachmann André Schnitker bekamen die Fans drei Sätze zelebriert, die es in sich hatten. Im ersten Satz musste sich das Herzogenrather Mixed-Team mit 6:25 geschlagen geben. Zu Beginn des zweiten Satzes kochte es in der Halle. Das Wißmann-Team führte 5:1, musste am Ende aber ein 9:25 einstecken. Im dritten Satz gab es dann noch mal eine kleine Steigerung. 11:25 lautete das Endergebnis. „Wir haben zwar super gespielt, hatten aber gegen die Ladies nicht den Hauch einer Chance“, sahen Dirk Wißmann und TV-Trainer Michael Höbig dennoch begeistert zurück.

Die Ausrichter hatten acht Wochen gebraucht, um die Großveranstaltung zu organisieren. Ein Training mit den Aachenerinnen hatte das aus Langerwehe/Derichsweiler stammende Mixed-Team „Tequila“ mit dem 2:1-Sieg gegen den Stolberger TG gewonnen. Die Gesamtspenden erhöhten sich noch durch 210 Euro aus der Mannschaftskasse des Herzogenrather TV und durch die Versteigerung eines mit Autogrammen versehenen Shirts der Aachenerinnen von Spielführerin Karolina Bednarova. Das Shirt ersteigerte Regio-Sportbund-Präsident Klaus Offergeld für immerhin 212 Euro.

Eine ganz originelle Torte spendete Uli Mühlhoff aus Richterich an Dirk Wißmann und den Herzogenrather TV. Für den HTV spielten: Michael Höbig, Pia Hofmeier, Barbara Jussen, Dominik Koerfer, Lars Kuckelkorn, Patrick Rex, Axel Schauer, Andrea Schlüper, Ilja Schmidtke, Thomas Schöne, Oliver Schütz, Bernd Spicher und Dirk Wißmann. Das Aachener Aufgebot: Tatiana Crkonova, Ivona Svobodnikova, Dora Grozer, Romana Stankova, Simona Kosova, Marija Pucacevic, Karolina Bednarova, Dominika Valachova, Ron Ponte und Srna Markovic.

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