„Aachens größte Sprechstunde“ steht allen offen

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Forum Medizin
Bewegung tut gut: Bei «Aachens größter Sprechstunde» erfährt das Publikum interessante Neuigkeiten und kann häufig selbst aktiv werden - wenn es heißt: «Alle aufstehen, jetzt wird geturnt.» Foto: Ralf Roeger

Aachen. Welches Operationsverfahren verspricht den besten Erfolg? Wann darf die neue Hüfte belastet werden? Warum ist es so wichtig, den Blutdruck und die Cholesterinwerte zu überprüfen? Fragen und Antworten stehen im Mittelpunkt beim Forum Medizin von Aachener Zeitung und Universitätsklinikum Aachen, das seit 1993 vier bis fünf Mal im Jahr den Großen Hörsaal 4 des Klinikums in „Aachens größte Sprechstunde“ verwandelt.

Das damals festgelegte Konzept hat sich bis heute bewährt: Zu einem brisanten gesundheitlichen Thema wie „Herzinfarkt“, „Krebserkrankungen“ oder „Depressionen“ treffen sich vier bis fünf Expertinnen und Experten in einem von Redakteurin Sabine Rother moderierten Referenten-Podium.

In Kurzbeiträgen (jeweils maximal acht Minuten) erläutern die Fachleute neue Ergebnisse zu Diagnostik und Therapie beim vorliegenden Krankheitsbild. Dabei ist der ganz normale  „Weg des Patienten“ vom Hausarzt über den Facharzt bis (wenn nötig) zum Chirurgen und/oder zum Physiotherapeuten und Reha-Mediziner inhaltlicher Leitfaden jeder Veranstaltung. Neben Ärzten des Klinikums sitzen niedergelassene Mediziner sowie Fachkollegen aus Krankenhäusern der Region und Angehörige begleitender Berufe wie Physiotherapeuten, Ernährungsberaterinnen und auch Angehörige  von Selbsthilfegruppen.

Ziel der AZ-Veranstaltung war es  von Anfang an, Menschen bei der dringlichen Suche nach Antworten zu helfen, die im knappen Zeitrahmen der behandelnden Ärzte oft nicht möglich sind. Im AZ-Forum stellt sich rasch das Gefühl einer Gemeinschaft ein, in der man sich sogar traut, sehr persönliche Gesundheitsfragen zu stellen, Zweifel anzumelden oder Ängste zu äußern.

In der Expertenrunde wird engagiert nach individuellen Lösungen gesucht, und im Idealfall erhalten die Besucher Erklärungen und Hinweise, die ihnen helfen, eine Erkrankung effektiver behandeln zu lassen. Ein weiteres Ziel der Reihe ist es, Menschen, die sich dem „medizinischen Apparat“  nicht selten hilflos ausgeliefert fühlen, mit guten und klar verständlichen Fachinformationen mehr Selbstbewusstsein zu geben -  und damit die Befähigung, wichtige Entscheidungen zugunsten ihrer Gesundheit  zu treffen.

In nahezu 100 Veranstaltungen hat sich das AZ-Forum Medizin inzwischen zu einer festen Größe entwickelt. Nicht selten kommen bis zu 800 Menschen ins Klinikum, um sich zu informieren und um den Experten persönlich zu begegnen – etwa bei Themen wie „Neue Wege in der Herzchirurgie“, „Diagnose Krebs“ oder bei drängenden Schmerz-Problemen.  Sind die rund 450 Plätze im Großen Hörsaal 4 besetzt, wird der Abend in den angrenzenden Großen Hörsaal 3 auf Großbildleinwand übertragen. Auch von hier aus können die Zuschauer dem Expertenpodium ihre Fragen stellen.

Zu jedem AZ-Forum Medizin gibt es einen Flyer mit den wichtigsten Informationen und Ratschlägen zum Thema. Der Flyer ist – wie die gesamte Veranstaltung – kostenfrei.

Unter dem Motto „Rat & Hilfe“ beginnt seit 2011 zwei Stunden vor Beginn des  AZ-Forums zusätzlich im nahegelegenen großen „Seminarraum“ ein vielschichtiges Programm zum jeweiligen Schwerpunkt. Hier konnten die Besucher bereits an Gedächtnistests teilnehmen, gesunde Ernährung kosten oder lebensrettende Maßnahmen und Bewegungsprogramme ausprobieren.

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