Arthrose der großen Gelenke – Neues und Innovatives aus der Endoprothetik

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Das Expertenteam um Univ.-Prof. Dr. med. Markus Tingart, Direktor der Klinik für Orthopädie an der Uniklinik RWTH Aachen, bietet als Europäisches Endoprothetik-Zentrum Aachen das gesamte Spektrum der Endoprothetik auf höchstem Niveau an. Foto: RWTH

Aachen. Gelenkverschleiß (Arthrose) tritt bei etwa jedem zweiten Deutschen über 65 Jahre auf. Kommt es bei einem Fortschreiten der Arthrose zu zunehmenden Schmerzen und einer Einschränkung der Lebensqualität, kann ein künstliches Gelenk operativ eingesetzt werden. Die aktuellen Kunstgelenke ermöglichen eine schnelle Rückkehr in den Alltag – bei langer Lebensdauer der Prothesen.

Das Expertenteam um Univ.-Prof. Dr. med. Markus Tingart, Direktor der Klinik für Orthopädie an der Uniklinik RWTH Aachen, bietet als Europäisches Endoprothetik-Zentrum Aachen das gesamte Spektrum der Endoprothetik auf höchstem Niveau an.

Herr Prof. Tingart, was versteht man unter Arthrose?

Prof. Tingart: Bei Arthrose handelt es sich um einen zunehmenden Verschleiß des Knorpelüberzugs der Gelenke. Bereits bei jüngeren Patienten kann durch ein Trauma oder durch einen Unfall ein isolierter Knorpelschaden entstehen, der ohne Behandlung zu einer Arthrose führt. Lokale Durchblutungsstörungen oder Entzündungen sowie eine vermehrte Abnutzung im Alter können ebenfalls zu Arthrose führen.

Was leistet das Endoprothetik-Zentrum der Klinik für Orthopädie?

Prof. Tingart: Unser Endoprothetik-Zentrum bietet Patienten, die einen Gelenkersatz benötigen, eine Behandlung nach modernsten Standards. Als Uniklinik haben wir alle Fachdisziplinen direkt im Haus, was eine enge fachübergreifende Diagnosestellung und Therapie ermöglicht. Die Operation ist mittlerweile ein Routineeingriff. Trotzdem verlangt die exakte Ausrichtung der einzelnen Implantatteile viel Erfahrung vom Operateur. Alle Operationen am Zentrum werden deshalb von mir persönlich oder von Privatdozent Doktor Björn Rath durchgeführt.

Welche neuen Therapieverfahren können Sie Ihren Patienten anbieten?

Prof. Tingart: In den letzten Jahren hat sich sehr viel getan im Bereich der Endoprothetik. Aktuelle Kunstgelenke können nach den anatomischen Verhältnissen der Patienten individuell hergestellt und passgenau implantiert werden. Diese „neuen“ Kunstgelenke ermöglichen daher eine noch präzisere Implantation und längere Standzeiten. Zusätzlich nutzen wir in unserer Klinik modernste computergestützte Navigationssysteme zur Implantation von künstlichen Knie- und Hüftgelenken. Mit dieser Technik haben wir die Möglichkeit, den für die Operation notwendigen Hautschnitt zu verkleinern und das Kunstgelenk exakt auszurichten.

Besonders in der Navigation von Kunstgelenken besitzt unsere Klinik seit Jahren sehr viel Erfahrung, was wir erfolgreich auch im Rahmen von zahlreichen wissenschaftlichen Studien zeigen konnten. Außerdem bieten wir in unserer Klinik neue muskelschonendere  Zugänge, z.B. zum Hüftgelenk, an. Da bei diesen Zugängen zwischen der Muskulatur eingegangen wird, muss kein Muskel für die Operation durchtrennt werden. Hierdurch kann der Wundschmerz reduziert und die Rehabilitation nach dem Eingriff deutlich beschleunigt werden.

Wie finden die Patienten zu Ihnen?

Prof. Tingart: Die Klinik für Orthopädie bietet eine spezielle Gelenksprechstunde an, in der wir Patienten ausführlich beraten. Einen Termin für unsere Spezialsprechstunden erhalten Sie unter der Tel.: 0241 80-89589. Weitere Infos finden Sie auf unserer Homepage unter www.orthopaedie.ukaachen.de.

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